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Reviews: 3DS eShop

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VVVVVV

Action

03.06.2012

Autor: Mario Kablau

 

 

Biete Dimensionsstörung – Suche Crewmitglieder!

 

Die Story von VVVVVV ist schnell erzählt, wie bei quasi jedem Spiel aus den 8 Bit-Tagen. Viridian ist der Captain eines Raumschiffes, das eines schönen Tages plötzlich abzustürzen droht. Er und seine Crewmitglieder fliehen durch einen Teleporter, doch sie landen nicht dort, wo sie landen wollten. Stattdessen findet sich Viridian in einer seltsamen Dimension wieder, alleine. Seine fünf Begleiter sind nirgendwo zu sehen, also macht er sich auf die Suche, denn ohne sie hat er keine Chance auf Heimkehr.

 

Und da kommen wir – die Spieler – ins, äh, Spiel. Unsere Aufgabe ist es, Viridian durch die seltsame Dimension zu steuern und seine Begleiter zu finden. Da deren Namen auch allesamt mit dem Buchstaben V beginnen, ist bald klar, warum das Spiel so einen komischen Namen hat. Also machen wir uns auf den Weg, die fünf anderen V zu finden.

 

Das Gameplay ist wie es sich für ein solches Retro-Spiel gehört, extrem klassisch und einfach. Man braucht nur das Steuerkreuz um sich von rechts nach links oder umgekehrt zu bewegen und eine der vier Aktionstasten um es von oben nach unten oder umgekehrt zu tun. Von oben nach unten? Richtig gelesen, diese seltsame Dimension hat nämlich die Eigenart, dass man auf Knopfdruck die Schwerkraft verlagern kann, entweder an den Boden oder an die Decke.

 

Und so bewegt man sich auf dem oberen Bildschirm von einem Abschnitt zum nächsten, die Karte des großen Ganzen offenbart sich auf dem Touchscreen nach und nach. Da Viridian nicht springen kann, muss man vor jedem Hindernis die Schwerkraft umkehren, um es zu überwinden. Später kommen dann noch jede Menge tödliche Pfeilspitzen, bewegliche Plattformen, Gegner und vieles mehr dazu. Alles nur, um Viridian das Leben zur Hölle zu machen.

 

Anfangs bewegt man sich relativ orientierungslos durch die Umgebung, viel mehr als ein grobes Ziel bekommt man nämlich nicht angegeben. So arbeitet man sich langsam irgendwie vorwärts, in der Hoffnung, das Ziel zu erreichen. Da man die Karte noch nicht ganz sehen kann, weiß man ja nicht, welcher Weg zum Ziel führt. Auf diese Art gelingt es aber, sich mit dem Spielprinzip vertraut zu machen, bevor es richtig ans Eingemachte geht.

 

Die etwa 25 x 25 Felder große Karte beinhalten natürlich auch die „Verstecke“ der fünf Crewmitglieder. Diese Bereiche sind farblich gekennzeichnet, sodass man weiß, wenn man nah an einem dran ist. Aber dann das Ziel auch zu erreichen steht auf einem ganz anderen Blatt, es sind nämlich jede Menge Können, Ausdauer und Frustresistenz vonnöten, um dieses Spiel zu schaffen. Oder um es mal klar in Worte zu fassen: Nach etwa 30 Minuten war ich bereits über 200 Mal gestorben. Zum Glück sind die Rücksetzpunkte fair, was aber gleichzeitig auch dazu führt, dass man in 30 Sekunden schon mal eben 10 Tode sammeln kann. Schaut euch einfach die Bilder neben dem Test oder meinen Ersten Eindruck an, dann bekommt ihr eine ganz gute Vorstellung von dem, was euch erwartet.

 

 

Massig Möglichkeiten!

 

Wenn man sich dann irgendwann durch das Hauptspiel gespielt hat, ist man aber noch lange nicht am Ende. Es gibt nicht nur 20 teilweise extrem schwer zu erreichende Gegenstände, die neue Musikstücke freischalten. Okay, das klingt nicht besonders spannend? Ist es auch nicht, das wirkliche Highlight sind die 18 weiteren Abenteuer, die man direkt mit runterlädt. Diese Player Levels stehen dem Hauptspiel teilweise in nichts nach und können genauso lange und gute fesseln. Wer VVVVVV also wirklich komplett genießen will, der hat JEDE MENGE zu tun.

 

Gut, das ist nicht für jeden was, denn einige der Player Levels sind so grandios schwer, das ich schon nach 3 Minuten keine Lust mehr hatte, allerdings bin ich für so etwas auch kein echter Maßstab. ;-)

 

Darüber hinaus hat man noch allerhand weitere Möglichkeiten. So lässt sich zum Beispiel die Spielgeschwindigkeit auf 80, 60 oder sogar 40 Prozent reduzieren, um sich das Leben etwas leichter zu machen. Ebenso kann man sich unbesiegbar machen und so schwere Stellen „meistern“.

 

 

Technik und Steuerung!

 

 

Da die Grafik dem typischen 8 Bit-Stil folgt, ist es natürlich klar, dass es optisch keinen Preis gewinnen wird. Jedoch ist die Optik keineswegs schlecht, die Entwickler sind ja nicht unfähig, sondern haben diese Darstellung absichtlich gewählt. Wer diese Grafik mag, der bekommt genau das, was er erwartet. Wer sie nicht mag, wird sie entweder lieber lernen oder eben nicht. Dasselbe gilt für die Musik, wer noch C64 gespielt hat, der wird ganz schnell an seine Kindheit zurückdenken.

 

Zur Steuerung gibt es ähnlich wenig zu sagen. Die Bewegungen von Viridian per Steuerkreuz oder Schiebepad laufen ebenso einwandfrei wie die Gravitationswechsel mit jeder beliebigen Taste. Mehr kann man nicht machen und mehr braucht man auch nicht machen.

 

Und bevor ich zum Fazit komme, noch eine wichtige Information an alle, die über den Download nachdenken. Insgesamt stellen sich Viridian 7.612 Stacheln in den Weg, von denen 2.824 nach oben zeigen, 2.343 nach unten, 1.214 nach links und 1.231 nach rechts zeigen. Und mein Viridian hat jeden Einzelnen davon persönlich kennengelernt...


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Fazit

VVVVVV ist einfach nur retro. Es sprüht vor 8 Bit-Charme und überzeugt durch einfaches aber extrem fesselndes Gameplay. Jeder, der eine Herausforderung nicht scheut, sollte sich den Kauf überlegen, man bekommt selten so viel davon für so wenig Geld. klar, Optik und Akustik sind nicht auf der Höhe der Zeit, aber das ist genauso beabsichtigt wie die zahlreichen Cheat-Möglichkeiten für Weicheier wie mich. Kurzum: Retro-Fans sollten zuschlagen, alle anderen sollten es sich zumindest überlegen.

Grafik

schwach

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

10.05.2012

Developer

Nicalis

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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