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Reviews: 3DS eShop

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Nano Assault EX

Shoot 'em Up

04.04.2013

Autor: Mario Kablau

 

 

Ein Virus bedroht die Welt!

 

Wie der Name des Spiels schon impliziert, spielt alles in einer sehr kleinen Welt, auf molekularer Ebene. Ein Virus ist los und der Spieler steuert kleine Nanoschiffe über verschiedene Zellen, um den Virus zu entschlüsseln und ein Heilmittel zu finden. Dabei wird er natürlich nicht einfach in Ruhe gelassen, sondern von den kleinen und großen Viren mächtig gestört.

 

Das Spiel ist zwar ein Shoot ’em Up, aber dabei etwas anders als viele andere Vertreter in diesem Genre. Es gibt nämlich drei sehr unterschiedliche Missionsdesigns, welche die 32 Levels der Story ausreichend abwechslungsreich gestalten – zumindest mit Einschränkungen. Zum einen muss man in vielen Levels DNA-Proben sammeln, um den Virus nach und nach zu entschlüsseln. Die zu untersuchenden Zellen fährt man mit seinem Schiff ab, sucht die Proben und muss sämtliche feindlichen Organismen auf der Zelle vernichten. Die Zellen sind dabei sehr ähnlich den Planeten in Super Mario Galaxy, man kann sie also komplett umfahren, wie Planeten im Nano-Format eben.

 

Zum anderen gibt es Zwischengegner, bei denen man auch am Boden bleibt und kräftig austeilen muss, um als Sieger hervorzugehen. Darüber hinaus sind auch noch Endgegner dabei, die aber zunächst erreicht werden müssen. Dazu hebt das Schiff vom Boden ab und fliegt durch die Umgebung, während gegnerischem Feuer ausgewichen und selbst geschossen werden muss. Das hat also beispielsweise was von Kid Icarus Uprising, wenn dort Pit in der Luft unterwegs ist. Hat man den Endgegner erreicht, muss man ihm noch den Garaus machen.

 

Sobald man die Story geschafft hat, kann man auch den Boss-Modus spielen, hier geht es darum, eine bestimmte Anzahl Bosskämpfe am Stück zu meistern. Dafür kriegt man dann Nano-Coins, die man im Shop gegen Extras eintauschen kann. Ebenso gibt es noch einen Arcade-Modus, in dem man alle Level noch mal spielen kann, um auf Highscore-Jagd zu gehen und um Aufgaben zu erfüllen, die weitere Nano-Coins bringen. Außerdem gibt es Online-Ranglisten.

 

 

Steuerung – mit und ohne zweites Schiebepad!

 

Zur Steuerung brauche ich eigentlich gar nicht so viel zu schreiben, denn eigentlich ist es logisch, dass man das Schiff mit dem Schiebepad steuert und die Aktionstasten zum Feuern einsetzt. Darüber hinaus dient die linke Schultertaste dazu, die Streuung der eigenen Hauptwaffe zu verändern und die rechte zum Einsatz der nach und nach verfügbaren Zweitwaffen. Interessant ist lediglich, dass man auf dem Boden in alle Richtungen feuern kann, aber immer nur in eine gleichzeitig.

 

Hat man kein Schiebepad Pro (wie ich), dann feuert man über die vier Aktionstasten in unterschiedliche Richtungen und wenn man es hat, geht es auch mit dem zweiten Schiebepad. Interessant ist auch die Option, die Richtung entweder vom Blickwinkel oder von der Ausrichtung des Schiffes abhängig zu machen. Also entweder sorgt A (oder das zweite Schiebepad nach oben) immer für Feuer nach oben auf dem Bildschirm oder für Feuer in Blickrichtung des Schiffes, letzteres finde ich allerdings nicht besonders intuitiv, aber das ist sicher bei manchen Leuten anders, genau wie manche die Y-Achse invertieren, so dass unten auf dem Schiebepad oben ist und oben unten, auch damit kann ich allerdings gar nichts anfangen.

 

Ich finde jedenfalls super, dass das Schiebepad Pro optional unterstützt wird, so sollte es meiner Meinung nach in quasi jedem Spiel sein, denn fast alle Spiele könnten auf die eine oder andere Art davon profitieren. Von daher: Hut ab, Shin’en, dass ihr euch als einer von wenigen Entwicklern die Mühe gemacht habt, das zu unterstützen.

 

 

Grafik, Sound und Umfang!

 

Grafisch ist Nano Assault Ex auf dem 3Ds ein Augenschmaus. Okay, hier und da erkennt man das Ende von einer Textur und den Anfang der nächsten, aber das stört nicht wirklich. Dafür sind die Objekte alle schön plastisch, es gibt tolle Lichteffekte und auch die Hintergründe fand ich sehr gelungen. Dazu bieten die verschiedenen Zellen und Cluster eine hohe Abwechslung.

 

Auch der 3D-Effekt hat was, allerdings hab ich den nur in den Flugleveln angemacht, weil er hier sehr gut dabei hilft, das Gegenfeuer richtig einzuschätzen. Am Boden ist der Nutzen nicht so groß und da man relativ viel auf den Aktionstasten rumfuchtelt, habe ich oft den richtigen Blickwinkel verlassen, so dass mich der Effekt eher gestört hat. In der Luft kann man nur in eine Richtung feuern, daher hatte ich hier das Problem nicht.

 

Musik und Sound finde ich auch gelungen, alles schön technisch und auch recht abwechslungsreich. Bei solchen Spielen – und das ist auch hier der Fall – stört mich aber häufig, wenn es übertrieben cool sein soll. Dass zum Beispiel am Ende jedes Levels die gleiche Animation kommt, mit übertriebenen Lichteffekten und dabei eine englische Computerstimme etwas sagt, dass ich nie richtig verstanden habe, finde ich eher nervig als cool. Vor allem, da man das nicht überspringen kann. Aber ein wirklicher Kritikpunkt ist das natürlich nicht.

 

 

Meckerecke!

 

Was aber nicht heißt, dass ich nichts zu meckern habe, wenn auch auf hohem Niveau. Am meisten gestört hat mich der Schwierigkeitsgrad, aber nicht weil er zu hoch wäre, sondern weil die Kurve komisch verläuft. Man hat am Anfang drei Schiffe (= Versuche) und muss eine Aufgabe von vorne anfangen, wenn alle drei Schiffe kaputt sind. Über blaue Steine, die man in den Levels sammelt, kriegt man nach und nach weitere Schiffe, ich hatte am Ende acht. Gleichzeitig habe ich aber den Eindruck, dass die Aufgaben nicht wirklich schwerer werden. Ich fand das Spiel am Anfang also bockschwer, bin dauernd gescheitert und musste es wieder und wieder und wieder versuchen, während ich ab einem bestimmten Punkt komplett durchmarschieren konnte.

 

Dass dies nichts mit Können zu tun hat, habe ich gemerkt, als ich einfach noch mal von vorne angefangen habe und dasselbe Problem wieder hatte. Was ich damit sagen will: Lasst euch nicht am Anfang schon demotivieren, es wird irgendwann besser, aber leider etwas zu viel besser.

 

Des Weiteren hat mich manchmal etwas genervt, dass ich auf großen Zellen einfach nicht zum Ende kam, da noch ein Gegner irgendwo sein Unwesen trieb, ich diesen aber einfach nicht finden konnte. Da man zwar zuerst alle DNA-Fragmente sammeln und dann in Ruhe die Viren besiegen kann, aber andersrum einen knappen Countdown bekommt, sobald alle Gegner weg sind, man aber noch nicht alle Fragmente hat, suchte ich natürlich immer zuerst die DNA. Und wenn man dann alles gefunden hat und wie ein Blöder seine Kreise um die Zelle dreht und den letzten Gegner einfach nicht findet, dann wünscht man sich schon eine Karte, die einem die Position von Gegnern oder zumindest verseuchte Gebiete zeigt...

 

Zuletzt muss ich leider noch kritisieren, dass trotz so unterschiedlichem Missionsdesign, es doch irgendwann monoton wird. Es gibt einfach zu viele ähnliche Such-Missionen, gerne auch mehrere nacheinander, so dass ich mir doch noch etwas mehr Abwechslung gewünscht hätte. Das ist aber meckern auf hohem Niveau, andere Shoot ’em Ups sind da nämlich lange nicht so gut wie Nano Assault Ex, aber auch das könnte noch besser sein.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Nano Assault Ex ist ein wirklich gutes Spiel. Punkt. Mir hat es großen Spaß gemacht, die Story zu spielen, auch wenn es mir am Anfang zu schwer und am Ende zu leicht war. Anschließend bieten der Boss-Modus und eine weitere Herausforderung noch die nötige Langzeitmotivation und auch die Online-Rangliste ist ein nettes Feature. Die hübsche Grafik und der tolle Sound tun ihr übriges, auch wenn mich das übertrieben Coole irgendwann leicht genervt hat. Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür. Jedenfalls kann ich den Download auf jeden Fall empfehlen, wenn man auf das Genre steht. Und wenn man es nicht tut, dann macht das Spiel trotzdem Spaß. So muss das sein!

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

83%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

07.03.2013

Developer

Shin'en Multimedia

Publisher

Shin'en Multimedia

Nintendo Points

15

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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