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Reviews: 3DS eShop

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3D Ecco the Dolphin

Sonstiges

15.01.2014

Autor: Bastian Bunzeck

 

Die Delfine oder Delphine (Delphinidae) sind im Wasser lebende Säugetiere, welche mit rund 40 Arten die vielfältigste und größte Familie der Wale darstellen. Aufgrund der Größe ihres Gehirns und ihrer komplexen Hirnrinde werden Delfine von vielen Zoologen zu den intelligentesten Tieren gezählt. Der bekannteste Delfin der Videospielgeschichte ist höchstwahrscheinlich Ecco. Insbesondere auf SEGAs Konsolen schwamm der Meeressäuger in mehreren Spielen durch bunte Ozeanwelten. Und nun hat SEGA den ersten Teil der Reihe für den eShop des 3DS neu aufgelegt. Sogar in 3D! Aber fangen wir mal ganz von vorne an.

 

 

Ruhiges Delfinleben?

 

Eigentlich hat es so ein Delfin ja nicht so schwer: Den ganzen Tag lang darf er im Ozean schwimmen, nur ab und zu muss mal kurz Luft geholt werden. Und so idyllisch beginnt auch Ecco the Dolphin. Man wird als Spieler quasi ins kalte Wasser geworfen (haha, Wortwitz) und startet in einem recht ruhigen Teil des Ozeans. Dort gilt es, erstmal die Steuerung zu erlernen. Per Schiebepad oder Steuerkreuz schwimmt der Delfin in die angegebene Richtung. Mit A wird beschleunigt, mit B ein Sprint ausgelöst und mit Y das Echolot aktiviert. Das Echolot dient zum einen der Verständigung mit verschiedenen Tiefseebewohnern, zum Beispiel Delfinen und Walen, zum anderen der Verteidigung gegen feindlich gesinnte Meeresmonster, oder, wenn man Y länger gedrückt hält, zum Aufruf der Unterwasserkarte.

 

So weit, so gut. Nachdem man sich an die Steuerung gewöhnt hat und erste Sprungversuche aus dem Wasser heraus wagt, beginnt das eigentliche Spiel. Denn nach einem senkrechten Sprung aus dem Wasser aktiviert sich eine eher erschreckende Zwischensequenz, in der Ecco hilflos zusehen muss, wie seine gesamte Familie durch einen Strudel aus dem Wasser gesogen wird. Das Spielziel ist also klar - Ecco muss alles Delfinmögliche tun, um seine Familie zu retten!

 

Das Spiel teilt sich in einzelne "Level", die jeweils eine in sich geschlossene Unterwasserwelt darstellen. Um nun vom einen Level in das nächste zu gelangen, muss Ecco zumeist einen diamantartigen Gegenstand, genannt "Glyph", welcher den Weg versperrt, aus dem Weg räumen. Normalerweise muss dafür nur der passende Schlüssel-Glyph gefunden werden, der den Barriere-Glyphen entsperrt. Der Weg zum passenden Schlüsselglyphen wird Ecco aber durch verschiedenste Hindernisse erschwert.

 

Als erster Problem stellt sich schon bald der Fakt heraus, dass Ecco ja leider immernoch ein Säugetier ist. Das heißt, dass von Zeit zu Zeit an der Meeresoberfläche, an Rissen im Meeresboden oder in Sauerstoff-Ansammlungen unter Wasser Luft geholt werden muss. Dies wäre natürlich nicht so schlimm, wenn unter der Oberfläche nicht noch weitaus mehr Gefahren lauern würden. Denn neben der Sauerstoffanzeige besitzt Ecco auch noch eine Lebensenergie-Leiste, die sich durch Berührung mit Quallen, Tintenfische oder anderem Meeresgetier langsam entleert. Zum Glück lässt auch sie sich mit Nahrung in Form von kleinen Fischschwärmen aufladen.

 

Zur weiteren Story möchte ich an dieser Stelle keine Worte verlieren, da sie so verrückt-absurd ist, dass sie eigentlich jeder Spieler einmal selbst erlebt haben sollte. Okay, ein kleines Stichwort kann ich ja doch anbringen - Zeitmaschinen! Und wer jetzt die Verbindung von Zeitmaschinen, Delfinen und Eccos Problem sucht, sollte das Spiel unbedingt herunterladen.

 

 

Wunderschöne Wasserwelt...

 

Wenn man bedenkt, dass Ecco the Dolphin anno 1992 für das Mega Drive erschien, kann man es schon als grafisch anspruchsvoll beschreiben. Die handgezeichneten Unterwasserwelten sind wunderschön anzusehen und durch bunte Pflanzen und noch buntere Korallen wird ein stimmiger Kontrast zum eher blauen Wasser geschaffen. Spätere Level zeichnen sich dann auch durch eine farblich eher gedämpfte Stimmung aus, die auch den anziehenden Schwierigkeitsgrad unterstreicht.

 

Das Alleinstellungsmerkmal dieser Version, also der 3D-Effekt, fügt sich super in die Meereswelt ein. Man taucht als Spieler förmlich gemeinsam mit Ecco durch den Ozean. Spielerischer Mehrwert entsteht dadurch aber leider nicht, weshalb der Schieberegler meines 3DS meist doch ganz unten stand.

 

Die musikalische Untermalung kann man als eher minimalistisch bezeichnen. Unter Wasser erwarten den Spieler keine ausufernden Melodien, sondern eher psychedelisch anmutende Synthie-Klänge. In Verbindung mit den Delfingesängen erzeugt diese Musik aber ein sehr dichtes und stimmiges Klangbild, welches dem Setting des Spieles äußerst angemessen ist.

 

 

Optionen, Optionen, Optionen!

 

Besonders viele Gedanken haben sich die Entwickler hinsichtlich der Umsetzung auf den 3DS gemacht. Denn in den Optionen sind die Möglichkeiten quasi endlos. Zum einen kann zwischen der internationalen (englischsprachigen) und der japanischen Version gewählt werden. Die Steuerung kann komplett frei belegt werden. Das Spiel kann auf dem ganzen Bildschirm oder alternativ auf kleinerem Ausschnitt mit Röhren-TV-Effekt gespielt werden. Auch der 3D-Effekt kann zwischen Tiefe (man schaut in den Ozean hinein) und Pop-Out (die Elemente stechen quasi aus dem Bildschirm heraus) gewählt werden. Für unbegabte Spieler gibt es sogar einen Super-Delfin-Modus, in dem Ecco nie Lebensenergie oder Luft ausgehen.

 

 

Meckerecke

 

Dass der Super-Delfin-Modus durchaus berechtigt ist, wird auch dem hartgesottensten Zocker nach einiger Zeit bewusst. Denn mit fortschreitendem Spielverlauf werden die Level ziemlich knackig. Luft holen ist dann nämlich genauso wenig überall möglich, wie Nahrung zu sich zu nehmen. Und da die Lebensenergieanzeige auch nicht immer komplett gleich arbeitet - mal ziehen 4 eingesteckte Treffer einen Balken ab, mal 5 - muss man besonders vorsichtig sein. Da das Spiel leider nur emuliert ist, bleiben bei den Bewegungsrichtungen die selben Möglichkeiten wie im Original auf dem Mega Drive. Soll heißen, dass, obwohl man das Schiebepad um 360° drehen kann, Ecco sich immer nur in 8 Richtungen bewegen wird. Ärgerlich, da die Freiheit unter Wasser durch diese Einschränkung doch wieder etwas gedämpft wird.


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Fazit

Ecco the Dolphin ist sicherlich kein Spiel für jedermann. Als Spieler muss man sich nämlich mit dem Setting und dem besonders zum Ende hin fordernden Spielprinzip anfreunden können. Wer sich aber darauf einlässt, wird mit Ecco viel Spaß haben. Und am Ende dieses gute alte "ICH HAB ES GESCHAFFT"-Gefühl empfinden. Und für alle Retro-Nerds gibt es quasi endlose Möglichkeiten, dass Spiel in allen Facetten zu erleben. 4,49€ sind für diese Menge Spielspaß auf jeden Fall mehr als angemessen.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

super

76%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

12.12.13

Developer

Novotrade International

Publisher

SEGA

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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