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Reviews: 3DS eShop

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Jett Rocket II: The Wrath of Taikai

Jump 'n Run

16.01.2014

Autor: Mario Kablau

 

Jett Rocket ist wieder gefordert!

 

Nachdem uns hier auf 10do der erste Teil von Jett Rocket, der vor ein paar Jahren für WiiWare erschienen ist, echt begeistert hat, freuten wir uns natürlich sehr auf den Nachfolger. Der ist ja nun auch schon eine ganze Weile angekündigt, im Abspann des ersten Teils gab es nämlich die offizielle Bestätigung, dass ein zweiter Teil kommt. Der ist nun endlich da.

 

Dieses Mal muss Jett Rocket - nun ohne das Jetpack ständig dabei zu haben - die Welt auf Nintendos aktuellem Handheld retten und das hat tatsächlich einiges verändert, dazu aber gleich. Zunächst ein paar Worte zur Geschichte: Diese ist - für ein Jump & Run mit Action Elementen nicht ungewöhnlich - eher einfach gehalten.

 

Der Weltraumtyrann Taikai - seines Zeichens ein diabolischer Roboter - wurde irgendwann einmal besiegt und treibt nun im Weltraum herum, um zu rosten. Okay, Rost wird er ohne Sauerstoff eher nicht ansetzen, aber ich denke mal, dass der Sprecher dass eher im übertragenden Sinne meint. Jedenfalls ist er natürlich noch am Leben und landet auf dem Planeten Yroppa. Von diesem entführt er ein paar kleine Maschinen und auch Jett Rocket. Dessen Aufgabe ist es nun, die Gefangenen zu befreien und Taikai den Hintern zu versohlen.

 

 

Gameplay: Ein Mix aus 2D und 3D!

 

Die Welt von Jett Rocket II teilt sich in drei Gebiete auf, wie schon im Vorgänger. Jedes Gebiet besteht aus unterschiedlichen Levels, bei denen man "einfach nur" ans Ziel kommen muss, um ins nächste Level weitergelassen zu werden. Am Ende jedes Gebietes wartet ein fieser - und damit meine ich: wirklich fieser! - Bossgegner.

 

Während in Teil 1 noch alles in 3D stattgefunden hat, gibt es nun einen Mix. Die Mehrzahl der Levels sind in 2D gehalten, also ähnlich wie New Super Mario Bros. und nur noch wenige sind tatsächlich in 3D, also wie bei Super Mario 64. Diese Variation bringt vor allem eins: mehr Abwechslung. Allerdings ist die Entscheidung nicht nur positiv zu sehen.

 

Während die Levels in 2D wirklich gut durchdacht und fordernd sind, sogar so sehr, dass man oft pixelgenau springen muss, wirkten die 3D-Levels eher träge und leer. Dass sich Jett nur relativ langsam bewegt, fällt in 2D wegen der vielen Fallen und Gegner kaum auf, in 3D kommt man sich dagegen aber immer ziemlich verloren vor. Versteht mich nicht falsch: Beide Arten von Level machen Spaß, aber das Gameplay ist trotz mehr Variation ein Rückschritt zum Vorgänger. Das liegt einfach daran, dass sich Teil 1 voll und ganz auf 3D-Umgebungen und -Spielbarkeit konzentrierte und darin wirklich gut war. Im zweiten Teil kostet die Variation einen großen Teil Perfektion.

 

Am der Art des Gameplay hat sich jedoch wenig verändert. Man steuert Jett nach wie vor per Schiebepad durch die Levels, entweder eben von links nach rechts oder frei im Raum. Um zu springen setzt man A ein und B löst eine Jett-Attacke ein. Drückt man erst A und dann B kann man höher springen und in der Luft Gegner plätten. An manchen Stellen sammelt man ein Jet-Pack, das dann per Y fünf senkrechte Flüge einsetzen lässt. Weitere Gameplay-Besonderheiten sucht man leider vergeblich, von einigen kleinen Extras und Abwandlungen mal abgesehen.

 

Davon unabhängig sollte man vor dem Download wissen, dass das Spiel teilweise wirklich bockschwer ist und kaum Fehler verzeiht. Das war zwar auch im Vorgänger teilweise schon so, allerdings ist The Wrath of Taikai zumindest gefühlt noch mal wesentlich schwerer. Teilweise fand ich es sogar sehr frustrierend, weil ein kleiner Fehler schnell zu einer üblen Kettenreaktion führen kann. Und wenn man dann nach zwei mehr oder weniger zufälligen Toden den Game Over-Bildschirm sieht und das Level, bei dem man sich schon fast bis ans Ende gekämpft hatte, wieder von vorne anfangen muss, dann kann das schon für Frust sorgen.

 

Daher kann ich an dieser Stelle auf jeden Fall sagen: Man muss auf schwere Spiele stehen und darf nicht leicht frustriert sein. Sonst dürfte man kaum Spaß mit Jett Rocket II haben. Vor allem für die Endgegner gilt das. Hier muss man nämlich perfekt im Beobachten und schnellen Umsetzen von Strategien sein, sonst ist man schnell am Ende.

 

Positiv zu vermelden ist das Update, dass seit dem 13 Januar 2014 verfügbar ist. Dies macht das Spiel tatsächlich sogar leichter, da die Auswirkungen eines Treffers auf Jett reduziert wurden und die Kamera nun einen besseren Überblick gibt - auch das hat vorher teilweise genervt. Daneben wurde Jett noch etwas schneller gemacht und ein paar Fehler korrigiert. Damit sind meine Kritikpunkte von oben jedoch nicht komplett ausgeräumt, es zeigt aber, dass ich damit grundsätzlich richtig liege. Nach dem Update ist es auf jeden Fall besser geworden, aber nach wie vor nicht optimal in meinen Augen.

 

 

Extras: Für Jäger und Sammler!

 

Neben den in jedem Level zahlreich platzierten Solarzellen gibt es weitere Extras im Spiel. So kann man zahlreiche Geheimnisse finden und an gut versteckten Orten auf Fotos stoßen, die man sich dann in der "Foto Gallerie" (tatsächlich mit diesem Tippfehler) ansehen kann. Dabei handelt es sich um Artworks zu den verschiedenen Figuren im Spiel.

 

Die Solarzellen haben aber neben dem Sammelreiz noch eine weitere Funktion: Minispiele. Für die muss man nämlich immer eine gewisse Anzahl an Zellen einsetzen, um sie spielen zu können. So gibt es in der ersten Umgebung zum Beispiel die Jett Slot Machine, mit der man zusätzliche Lebensenergie und Extraleben gewinnen kann und den Jett Dash, bei dem man einen Roboter durch eine Dash-Attacke nach vorne schleudern muss, um ebenso Herzen und Leben zu gewinnen.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist Jett Rockt II in meinen Augen kein so großer Augenöffner wie der Vorgänger. Der hat auf der Wii nämlich richtig krass gezeigt, was man mit nur 40 MB anstellen kann. Natürlich sieht auch der Nachfolger klasse aus, in Relation zu dem, was man auf dem 3DS aber schon gesehen hat, ist es eben nicht ganz so beeindruckend. Vor allem ist der Schritt in Richtung 2D natürlich auch optisch zu spüren.

 

Akustisch war ich schon von Teil 1 nicht so begeistert - ich stehe einfach nicht so sehr auf den sehr technischen Klang der Shin'en-Spiele und das gilt für Teil 2 auch wieder. Es ist zwar qualitativ in Ordnung, aber klingt gefühlt irgendwie immer gleich. Hier hätte ich mir man etwas Mut zur Veränderung gewünscht und auch ein bisschen mehr Abwechslung.

 

Über die Steuerung gibt es seit dem Update nichts mehr zu meckern. Sie reagiert nun sehr präzise und schnell, so dass man Jett wirklich gut kontrollieren kann. Fehler verzeiht das Spiel aber auch nach dem Update kaum, aber das kann ich nicht der Steuerung ankreiden. Die funktioniert gut, lässt sich aber leider nicht an die eigenen Vorlieben anpassen.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Insgesamt gefällt mit Jett Rocket II nicht ganz so gut wie der Vorgänger. Es macht nach wie vor Spaß, krankt aber noch ein bisschen mehr an der Monotonie und ist aufgrund des Mix zwischen 2D und 3D weniger stringent und perfekt auf eine Art Gameplay ausgerichtet. Technisch ist es sauber, aber kein so großer Augenöffner wie Teil 1 - braucht sich aber auch sicher nicht zu verstecken. Gerade beim Sound hätte ich mir aber etwas mehr Mut zu Neuem von den Entwicklern gewünscht. Dass es ein Update gibt, das viele kleine Mängel verbessert hat, ist positiv. Besser wäre aber natürlich gewesen, wenn es die Mängel im fertigen Spiel gar nicht erst gegeben hätte. Unterm Strich ist The Wrath of Taikai ein Spiel für Leute, die harte Nerven haben und sich nicht vor einer Herausforderung scheuen, denn das Spiel ist teilweise wirklich bockschwer. Spaß macht es aber trotzdem, wenn man sich nicht leicht frustrieren lässt.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

78%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

13.11.2013

Developer

Shin'en Multimedia

Publisher

Shin'en Multimedia

Nintendo Points

9

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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