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Reviews: 3DS eShop

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Kung Fu Rabbit

Action

18.04.2014

Autor: Julian Richter

 

 

Reine Nachahmung?

 

So scheint es... Als ich zum ersten Mal Kung-Fu Rabbit gestartet habe, fand ich den ersten Eindruck nicht übel. Kurze, knappe Level, in denen man jeweils vier Möhren sammeln und dann zum gefangenen Hasenbaby sprinten muss. Doch je länger ich spielte, desto deutlicher wurde mir, dass dieses Spiel nicht nur eine Anlehnung an das bekannte Super Meat Boy ist, sondern eine abgeschwächte Kopie. Alles ist gänzlich gleich, nur das es in Super Meat Boy mehr Abwechslung und Spielspaß gibt.

 

Sowohl das Sliden an Wänden als auch das Retten von seinem Freund am Ende und auch das Sammeln von Gegenständen auf dem Weg sind exakt abgekupfert. Die Story besagt zwar statt eines Embryos eine dunkle Materie als Antagonisten, doch vom Aufbau gleicht auch diese Super Meat Boy. Neben dem darf man nach dem Erfüllen der lichten Welten auch die Dunklen spielen... Na, kommt uns das nicht auch bekannt vor?

 

Zu den Leveln bleibt im Endeffekt nur noch zu sagen: Man wird beschossen, einige Wände bröckeln bei Berührung, es gibt Kreissägen, dunkle Materie an Böden und Wänden und kleine Gegner im Überfluss.

 

 

Gibt es Unterschiede?

 

Mh... Mal überlegen... Einen Hasen, statt eines Fleischklumpens, drei statt sechs Welten, keine Bosskämpfe statt fesselnder Bosskämpfe und eine monotone Bonuswelt statt abwechslungsreicher, versteckter Bonuslevels. Gute, was man anmerken könnte, wäre, dass die eingesammelten Möhren zum Upgraden von Fähigkeiten im Dojo verwendet werden können. So kann man sich beispielsweise Hasenseelen kaufen und diese irgendwo im Level platzieren, um beim Sterben dorthin teleportiert zu werden oder einen Todesstrahl, der alle Gegner sofort ausschaltet. Außerdem kann man Artefakte freischalten, die einem neue Fähigkeiten bescheren, die man jedoch immer nur allein verwenden kann. Hat man also vor, sowohl höher springen zu wollen als auch auf die Köpfe der Gegner springen zu können, macht einem das Spiel einen Strich durch die Rechnung.

 

 

Was aber, wenn ich Super Meat Boy nie gespielt habe?

 

Tatsächlich kann man das Spiel für sich alleinstehend durchaus spielen. Es ist ein lustiger Zeitvertreib, der zwar nicht besonders fordernd aber dennoch spaßig sein kann. Es bietet in insgesamt vier Welten über 150 Levels, mit denen man eine längere Zugfahrt durchaus ausschmücken kann. Und zudem kann es bei Gefallen auf jeden Fall anregend sein –und das empfehle ich zutiefst!- auch mal einen Blick in Super Meat Boy zu wagen, was das gleiche Prinzip viel ausgebauter und perfekter verkörpert.

 

 

Wie sieht’s mit der Steuerung aus?

 

Zur Steuerung kann man eigentlich nichts Negatives sagen. Sie ist leicht zu erlernen und gut zu händeln. Manchmal ist die Bewegungssteuerung über das Schiebepad etwas überempfindlich, wenn man auf Kanten zuläuft, mit der Absicht an dieser hinunterzugleiten, und dann plötzlich in hohem Bogen in einen Abgrund fliegt. An dem hohen und weiten Springen kann man sich auch die Zähne ausbeißen, da die Plattformen teilweise so kurz sind, dass man leicht mal daran vorbeisegelt.

 

 

Grafik und Musik

 

An sich ist die Grafik sehr liebevoll und lustig gezeichnet. Trotz der teils brutalen Inhalte wie Ketten- und Kreissägen sind die Sterbeszenen des Häschens kindgerecht gehalten und bergen keine Gefahr eines Traumas. Auch die Musik ist sehr kindlich und harmonisch eingesetzt. An einigen Stellen finde ich allerdings die Soundeffekte etwas übertrieben. So muss man doch zum Beispiel nicht bei jedem Gegner minutenlange Sterbegeräusche einfügen, die sich dann teilweise überlappen. Auch ziemlich verwirrend fand ich, dass die Gegner oder Fallen erst angreifen und auslösen, nachdem der Hase schon gestorben ist. Bei Berührung stirbt der Hase, fällt um, und danach führt der Gegner erst seine Aktion aus. Sehr fragwürdig...


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Fazit

Ehrlich gesagt war ich ziemlich geschockt wie sehr dieses Spiel seinem weitaus überlegenerem Vorreiter „Super Meat Boy“ ähnelt. Kaum Eigeninitiative, exakt abgekupferte Aktionen und Levelstrukturen und darüber hinaus keine wirkliche Herausforderung. Jeder, der auf solche kurzen, knackigen Level steht, die man sowohl an der Bushaltestelle als auch energisch zu Hause spielen kann, dem empfehle ich wirklich zu Super Meat Boy zu greifen, da man dort das gleiche Spielprinzip weitaus optimierter und abwechslungsreicher erleben kann und darüber hinaus auch noch mehr Zeit verbringen wird. Kung-Fu Rabbit hat quasi Super Meat Boy genommen, hier und da Abstriche im Weltensystem gemacht und es dann in grün wiederverkauft. Eine Empfehlung kann ich NUR für diejenigen aussprechen, die Super Meat Boy wirklich nicht kennen, denn für sich alleinstehend ist Kung-Fu Rabbit ein nettes Casual-Game für zwischendurch, das relativ frustfreien Zeitvertreib verspricht.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

52%

Singleplayer

-

Multiplayer

Developer

cTools Studio

Publisher

Bulkypix

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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