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Reviews: 3DS eShop

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Titan Attacks

Shoot 'em Up

29.03.2015

Autor: Bastian Bunzeck

 

Es gibt Spielkonzepte, die sind unvergänglich. Und so gibt es auch auf wahrscheinlich jeder jemals hergestellten Konsole einen Ableger, Klon oder spirituellen Nachfolger zu Ataris 1978er Arcade-Klassiker Space Invaders, der das Genre der Shoot 'em Ups und der Videospiele allgemein prägte. Nun macht sich Titan Attacks auf, das bewährte Prinzip auch auf dem Nintendo 3DS umzusetzen. Ob das wohl gelingt?

 

 

Alles wie immer?

 

Das Gameplay gestaltet sich relativ klassisch. Am unteren Bildschirmrand befindet sich unsere nach links und rechts per Schiebepad oder Steuerkreuz bewegliche Alienabwehrkanone. Am oberen Bildrand befinden sich die Aliens, die uns mit der Zeit immer näher kommen und schneller werden, wenn einige ihrer Kameraden abgeschossen werden. Hat man den kompletten Bildschirm von außerirdischen Invasoren befreit, startet die nächste von insgesamt zwanzig Wellen auf den Planeten Erde. Den Abschluss bildet ein wildes Gefecht mit dem Mutterschiff. Danach ist das Spiel natürlich noch nicht vorbei, denn die Aliens haben nicht nur die Erde unter Beschuss, sondern attackieren auch unseren Mond, den roten Planeten Mars und den Saturn. Die fünfte und letzte Welt bildet der Ursprung der Aliens, Saturnmond Titan.

 

 

Was ist neu?

 

Natürlich wäre ein einfacher Port erweitert um ein paar Welten ziemlich langweilig. Um dieser Langeweile zu entgehen, bringt Titan Attacks einige Neuerungen in das Spielprinzip. So bewegen sich nicht alle Gegner stur von links nach rechts. Einige schweben in Form einer Sinuskurve, andere sind starr und benötigen mehrere Schüsse, um besiegt zu werden. Manche feindliche Raumschiffe stürzen sogar zu Boden und können so nochmal eine Bedrohung darstellen. Wieder andere werfen Bomben ab, die erst zeitverzögert explodieren. Die Auswahl an Feinden ist somit viel zu groß, um sie hier aufzuzählen und sorgt im Spielverlauf immer wieder für Überraschungen.

 

Auch das einige Geschütz ist natürlich anpassbar. Denn für jeden abgeschossenen Gegner erhält man etwas Geld. Mit diesem Geld kann nach jeder Gegnerwelle eingekauft werden. Durch erwerbbare Schilde kann die eigene Kanone vor der Zerstörung mehrere gegnerische Treffer vertragen. Mit mehr Schusskraft benötigt man weniger Treffer zum Zerstören hartnäckiger Feinde, durch "Munition+" schießt man schneller. Die intelligenten Bomben zerstören einfach alle Gegner einer Welle. Daneben gibt es auch im Shop mehr zu entdecken, als ich hier verraten will...

 

Auch innerhalb einer Welle kann das Schiff zumindest temporär angepasst werden, denn am obersten Rand fliegt ab und zu ein Bonus-Ufo durch die Luft. Wenn dieses getroffen wird, lässt es entweder Geld- oder Punkteboni fallen, manchmal aber auch ein zeitlich begrenztes Power-Up, das zum Beispiel echte Turbo-Schüsse ohne zeitliche Unterbrechung ermöglicht.

 

Das eigentliche Spielziel ist neben dem Erreichen höherer Welten natürlich die Jagd nach dem Highscore. Das funktioniert erstaunlich einfach, denn für jeden abgeschossenen Gegner gibt es Punkte. Lässt man sich längere Zeit selbst nicht treffen, werden die Punkte verdoppelt, dann verdreifacht und so weiter. Zusätzlich gibt es zwischen den einzelnen Wellen vereinzelt Bonusrunden, in denen man sich im Zielschießen üben kann und auch dafür mit Punkten belohnt wird. Damit man mit seinen Punkten nicht ganz allein dasteht, kann man seinen Highscore online in einer weltweiten Rangliste vergleichen.

 

 

Grafik und Sound!

 

Auch optisch schwimmt Titan Attacks auf der Retrowelle mit. Die Aliens sind grobpixelig aber trotzdem liebevoll gestaltet, die Hintergründe sind zwar farblich stimmig, aber leider etwas unscharf. Da hätte man eindeutig mehr machen können. Insbesondere die Schussanimationen sind aber sehr farbenfroh und einfach "abgespaced" designt, Spaß macht das Anschauen der Grafiken auf jeden Fall.

 

Der Sound ist sehr generisch, ein Schuss klingt wie ein Laserschuss halt klingt, die Hintergrundmusik passt zum Spiel, keine der Melodien wird mir jedoch längerfristig im Kopf bleiben. Für ein kleines eShop-Spiel aber mehr als angemessen!

 


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Fazit

Titan Attacks ist technisch nicht perfekt, macht aber leider so ziemlich süchtig. Wenn es mal wieder in Welle 19 meine Kanone zerfetzt hat, bin ich zwar frustriert und aggressiv, trotzdem wirkt es zu keiner Zeit unfair, ich scheitere immer an meiner eigenen Unfähigkeit. Kombiniert mit der stimmigen Retro-Grafik ist Titan Attacks einfach ein Pflichtkauf für alle Highscore-Jäger, die Herausforderungen mögen.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

super

Spielspaß

super

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

26.02.2015

Developer

Puppy Games

Publisher

Curve Digital

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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