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Reviews: 3DS eShop

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Steamworld Heist

Strategie

21.12.2015

Autor: Mario Kablau

 

 

Dampf-Roboter im Weltraum!

 

Auf der gamescom 2015 habe ich mehr oder weniger durch Zufall das erste Mal von Steamworld Heist erfahren. Wir haben nämlich ein Interview mit dem Entwickler geführt und ich stand hinter der Kamera. Nun ist das Spiel da und ich bin froh, dass der Zufall so eingetreten ist.

 

In Steamworld Heist schlüpft man in die Rolle von Robotern, die mit Dampf betrieben sind und muss im Weltram gegenallerhand Schergen kämpfen. Das Ganze läuft rundenbasiert ab und bietet zahlreiche, sehr spannende und abwechslungsreiche Spielstunden.

 

Nach der kurzen Einleitung geht es auch direkt los. Auf der Weltraumkarte steuert man das Schiff der Roboter zum ersten Ziel und wird dort ins kalte Wasser geworfen. Man dockt an das fremde Schiff an, verlässt sein eigenes und muss dann die Mission erfüllen, bevor man wieder in sein eigenes Schiff zurückkehren kann. Dazu bewegt man seine Figuren in der 2D-Seitenansicht Runde für Runde und setzt seine Waffen ein, um die Gegner zu besiegen. Jede Figur kann dabei eine bestimmte Anzahl an Feldern pro Runde ziehen. Schießen kann man allerdings nur dann, wenn man sich nicht allzu weit bewegt, das wird gekennzeichnet durch verschiedene Farben: blau und orange.

 

Solange man sich von seinem Startpunkt aus nur auf ein orange Ziel bewegt, darf man noch schießen, bei den blauen Zielen nicht mehr. Das Zielen läuft dann per Steuerkreuz. So legt man die Schussrichtung fest und feuert dann mit der A-Taste ab. Je nach Waffe kann man sogar mehrere Schüsse abfeuern und bestimmte Waffen verfügen sogar über ein Ziel-Fernrohr, so dass man per Laser genau angezeigt bekommt, wohin der Schuss geht. Trifft man einen Gegner, dann verliert dieser so viele Kraftpunkte, wie die Waffe Schaden anrichtet. Bei null Kraftpunkten ist der Gegner besiegt.

 

Auf diese Art muss man in jedem der über 30 Levels den Auftrag erfüllen und dann fliehen. Die Aufträge sind aber unterschiedlich genug, dass es nicht langweilig wird. Mal muss man nur Gegner besiegen, mal in einer bestimmten Runden-Anzahl bestimmte Dinge tun, Stromquellen ausschalten, Geiseln befreien und vieles mehr.

 

Je nachdem, wie gut man sich dabei anstellt, bekommt man Sterne, die für die eigene Reputation stehen. Es gibt immer zwei oder drei für die Erfüllung des Missionsziels und einen, wenn man den epischen Schatz einsammelt. In jedem Level sind nämlich zahlreiche Schätze versteckt, die man unbedingt einsammeln sollte, dazu aber später mehr. Abzüge gibt es, wenn Roboter fallen, also von einem Gegner besiegt werden. An sich ist die Reputation gar nicht so wichtig, aber viele Sterne sind hilfreich.

 

Damit erhält man teilweise Zugang zu Nebenmissionen, auf denen man seltene Dinge finden kann und man kann bei Händlern besondere Waffen oder Items erst dann kaufen, wenn man eine bestimmte Reputation erreicht hat. Denn vor jedem Level muss man jeden der ein bis vier Roboter, die auf die Mission gehen, ausrüsten. Wohl am Wichtigsten ist die Waffe, aber es gibt auch noch zwei weitere Slots, in die man Items legen kann. Damit kann man sich mehr Kraftpunkte sichern, die Verteidigung erhöhen oder auch Sonderaktionen aktivieren. Ein Beispiel: Granaten. Diese machen besonders viel Schaden und können am Ende eines Zuges statt dem Abfeuern einer Waffe eingesetzt werden. Aber es gibt noch viele andere Extras, die etwa heilen oder andere hilfreiche Dinge tun.

 

Aber man kann Waffen und Items nicht nur kaufen, sondern sie auch in Missionen einsammeln. Jeder Schatz, den man findet, wird am Ende des Levels geöffnet. Oft ist nur Wasser drin, das ist das wichtigste Gut, denn damit laufen die Roboter. Aber es gibt auch Waffen, Items und seltene Schätze zu finden, die man dann verkaufen kann. Das anfangs noch sehr kleine Inventar kann man auch erst nach und nach vergrößern, denn der Platz ist anfangs begrenzt, kann aber vergrößert werden. Wenn es voll ist, dann müssen Items oder Waffen erst verkauft werden.

 

Ihr seht also: Steamworld Heist hat viel zu bieten. Die über 30 Level in drei Umgebungen (mit drei verschiedenen Gegner-Fraktionen) sind so abwechslungsreich, dass es von der ersten bis zur letzten Minute an Spaß macht – nicht zuletzt, weil alles mehr als gut durchdacht ist.

 

 

Technik, Steuerung und Umfang!

 

Grafisch ist Steamworld Heist wirklich toll. Die Objekte und Animationen sind extrem gelungen und es gibt auch ein paar tolle Effekte, wie zum Beispiel Zeitlupen-Treffer oder Explosionen. Durch die drei Umgebungen wird es auch nicht langweilig, weil man immer wieder auf neue Raumschiff-Typen reist und auf immer neue Gegner trifft. Die Akustik ist auch sehr gelungen. Die einzige Sprachausgabe in den vier Videosequenzen passt ebenso perfekt zum Steampunk-Stil wie Musik und Soundeffekte.

 

Bei der Steuerung gibt es nichts zu meckern. Bei Schiebepad sieht man sich um, mit dem Steuerkreuz bewegt man Roboter und zielt und über die Aktionstasten setzt man Waffen und Extras ein. Die beiden Schultertasten braucht man zum Wechseln des aktuellen Roboters (L) und zum Wählen der Aktion am Ende des Zuges (R).

 

Vom Umfang bin ich schlicht begeistert. Das Spiel macht nicht nur Spaß, es bietet auch über 10 Stunden Inhalt. Das hatte ich anfangs nicht gedacht, denn man erfährt erst ganz am Ende der ersten Umgebung mit über 10 Missionen, dass es danach noch weiter geht. Da die Geschichte auch schön zusammenhängt, kann es als eShop-Spiel locker mit einem Vollpreis-Titel mithalten.

 

Ach so, es gibt sogar verschiedenen Schwierigkeitsgrade, die man auch für jede Mission einzeln ändern kann. Je höher die Stufe, desto besser ist am Ende auch die Belohnung. Für Anfänger eignet sich die Stufe Casual perfekt, hier kann man das ganze Spiel erleben, auch wenn man kein begnadeter Taktiker ist. Auf den höheren Stufen muss man das schon sein und sich jeden Zug genau überlegen, es ist perfekt ausbalanciert, so dass es für jeden Spieler etwas bietet.

 

 

Vielen Dank an Image & Form Games für das Testmuster.


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Fazit

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

super

88%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

10.12.2015

Developer

Image & Form Games

Publisher

Image & Form Games

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskale für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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