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Mario and Donkey Kong: Minis on the Move

Puzzle

20.06.2013

Autor: Sascha Zhivkov

 

 

Mario vs. Donkey Kong - die Fünfte

 

Der eShop hat durchaus einige Spielspaßperlen für den 3DS auf Lager, und mit dem Puzzlespiel Mario und Donkey Kong: Minis on the Move wird dieses Portfolio weiter verstärkt. Dabei schafft es Nintendo mal wieder, einer bekannten Serie mit neuen Ideen einen frischen Anstrich zu geben. Nachdem es in den letzten Ablegern für den Gameboy Advance und DS um Rivalitäten zwischen Mario und Donkey Kong ging, bleibt eine „Geschichte“ diesmal komplett außen vor: Es geht nur um puren Puzzlerspaß in vier Kategorien, der jedoch mit den Vorgängern außer den bekannten Aufziehfiguren wenig gemein hat.

 

Worum geht es? Die mechanischen Minis sollen von A nach B, von Start zu Ziel, gebracht werden. Leider muss die Route dahin erst mit entsprechenden Wegkacheln gelegt werden, den die Figuren dann wie auf einer Carrera-Bahn einschlagen. Klingt einfach, ist es aber nicht, und das aus zweierlei Gründen: Erstens haben die Entwickler viele besondere Kacheln und Hindernisse eingebaut, die es zu überwinden gilt. Zweitens treibt der Perfektionismus an, alle drei Mariomünzen in jedem Level unbedingt erhaschen zu wollen – was oft eine wesentlich größere Herausforderung darstellt.

 

 

Die Level: Etwas für Perfektionisten

 

Dabei gibt es vier Spielmodi, die angenehm unterschiedlich ausfallen: Im „Mario-Marsch“ fallen immer wieder neue Kacheln in ein Vorratsrohr, die entsprechend flott eingesetzt werden müssen, da es sonst eine Explosion gibt, die mit dem Scheitern gleichbedeutend ist. Beim „Rätselpalast“ steht hingegen eine klar vorgegebene Anzahl Platten zur Verfügung, mit denen man den optimalen Weg zum Ziel in Ruhe austüfteln kann. Das „Mini-Massenchaos“ treibt mit Drehkacheln alles auf die Spitze, bis einem schwindlig wird, und der „Riesendschungel“ macht seinem Namen alle Ehre, da man hier über mehrere Bildschirme hinweg gen Ziel streben muss.

 

Nach ein paar einfachen Leveln kommen schnell Bonuskacheln hinzu, die z.B. dafür sorgen, dass man ein Feld überspringt oder quer über das Spielfeld geworfen wird. Man muss Waffen aufnehmen und Gegner besiegen oder drehbare Platten richtig ausrichten, um die Figur sicher zum Ziel zu geleiten. Besonders toll: Teilweise müssen Elemente mehrfach benutzt werden oder schon gebaute Strukturen durch Bomben zerstört werden, bevor man sie neu und anders aufbaut.

 

Das ist alles sehr schön, zumal die Elemente nacheinander eingeführt werden. Ein perfekter Levelabschluss mit drei Münzen, zu dem man die Spezialplatten geschickt einsetzten muss, wird zudem durch das Freischalten zusätzlicher Bonusinhalte belohnt. Dies bringt weitere Aufziehfiguren wie Toad und Peach, die sich aber leider nicht voneinander unterscheiden; aber auch Minispiele, die unglücklicherweise relativ langweilig ausfallen. Der Perfektionsimus lohnt sich somit mehr fürs eigene Ego als für tatsächlich bereichernde zusätzliche Spielelemente und –modi. Das ist schade.

 

 

Ein (schwerer) Knobelspaß designt für zwischendurch

 

Den Schwierigkeitsgrad zu beurteilen ist Geschmackssache. Ein Level zu beenden stellt (mit Ausnahme des „Riesendschungel“) keine große Herausforderung dar. Wie bereits angedeutet, ist dies jedoch ganz anders, wenn man die drei Münzen will. Um diese zu erreichen, müssen mitunter beispielsweise zusätzliche, sonst nicht erhältliche Bonuskacheln freigeschaltet werden, die man nur bekommt, wenn man den Aufzieh-Mini vorher in einen Kreis oder eine Acht bekommen hat. Das ist schön und macht Spaß, wäre aber noch viel toller, wenn die Extras sich tatsächlich lohnen würden. Schon mehr Sinn macht da das zeitweise knackige Zeitlimit, welches durch die Bonusrunden deutlich erweitert werden kann.

 

Da die einzelnen Level kaum länger als einige Minuten in Anspruch nehmen, ist das Spiel für die morgendliche Bus- und Zugfahrt sehr gut geeignet. Auch der Umfang ist mit 170 Herausforderungen sehr ordentlich.

 

Eine sehr schöne Funktion stellt der Editor dar, mit dem man selber seine eigenen Herausforderungen erschaffen und sogar online teilen kann. Wer also nicht genug vom Rätselspaß kriegen kann, kann zufällige, von Freunden erstellte oder am besten bewertete Level herunterladen. Online zusammen spielen oder gar seine Bestenlisten vergleichen kann man jedoch nicht.

 

Grafisch wird das Spiel sympathisch präsentiert, ohne dabei Bäume auszureißen. In den verschiedenen Modi gibt es auch geringfügige Veränderungen des Hintergrundes. Sehr gelungen finde ich die dezente musikalische Untermalung, die jedoch nie das Nachdenken stört. Und das sympathische „mamma mia“ des mechanischen Mario im Falle des Scheiterns treibt an, die arme Figur beim nächsten Mal doch nicht mehr in die leere Tiefe stürzen zu lassen.

 

 

Zweitmeinung von Mario

 

Im Gegensatz zu Sascha habe ich die Vorgänger gespielt, so dass wir ganz automatisch einen anderen Blickwinkel auf die gameplaytechnischen Veränderungen der Serie werfen. Deshalb kann ich ihm leider nur teilweise zustimmen. Ja, das Spiel ist an sich cool und es ist auch nett, dass Nintendo sich mal etwas Neues hat einfallen lassen. Aber leider haben sie das Spielprinzip so stark verändert, dass es kein Spiel der Reihe mehr ist, die ich so sehr liebe. Und es ist nicht so, dass ich gegen Veränderungen wäre, sondern so, dass hier einfach alles komplett über den Haufen geschmissen wurde, was ich gut fand.

 

Und das Neue ist nicht schlecht, es ist nur einfach nicht das, was ich von Mario vs. DK erwarte - ja, ich weiß, es ist jetzt Mario & DK, aber dennoch. Ich finde dieses Pipemania-artige Gameplay einfach zu langweilig und glücksabhängig, auch wenn Nintendo hier viele gute Ideen eingebracht hat. Einzig der Rätselpalast konnte mich wirklich fesseln, die anderen drei Kategorien sowie die Minispiele haben mich kalt gelassen. Ich hätte mir viel lieber ein Spiel im Stil der Vorgänger gewünscht, gerne auch mit vielen Neuerungen. Aber ein komplett neues Spiel, das nix mehr mit der Reihe zu tun hat? Nein, danke. Da könnte Nintendo auch ein neues Tetris machen und es wie Pullblox aufziehen, das passt einfach nicht.

 

Was ich hingegen total genial finde, ist die durchgängige Musik, alles geht nahtlos ineinander über und packt mich jedes Mal, wenn ich das Spiel spiele. Sowas hätte ich gerne öfter. Aber sonst: Für mich leider ein Fehl-Download.

Fazit

Mario und Donkey Kong: Minis on the Move ist ein gutes Spiel für Zwischendurch. Es bietet herausfordernde Puzzles, die einen schnell zu Gedanken führen wie: „Hääh, das muss doch irgendwie möglich sein!“ Hier ist der Knobler am stärksten. Leider sind die freizuschaltenden Belohnungen und Minispiele relativ belanglos. Dank des großen Umfangs und dem integrierten Level-Editor macht ihr jedoch für knapp 10 Euro nichts falsch, auch wenn das Spielerlebnis für mich nicht an das grandiose Ilomilo auf der Xbox 360 heranreicht.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

gut

76%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.05.2013

Developer

NST

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

10

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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