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Coaster Creator 3D

Simulation

19.08.2014

Autor: Mario Kablau

 

 

Wer will Achterbahn-Bauer werden?

 

Es gibt vermutlich viele von euch, die gerne mal selbst eine echte Achterbahn ganz nach dem eigenen Geschmack bauen würden. Die richtige Höhe, perfekte Kombination aus Hochs und Tiefs, gegebenenfalls Extras wie Loopings, Schrauben oder Wasserelemente und schon kann es losgehen. Leider wird das für die Allermeisten aber ein Traum bleiben. Aber zum Glück gibt es ja Videospiele wie zum Beispiel den Coaster Creator 3D aus dem eShop des Nintendo 3DS.

 

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Es geht darum, Achterbahnen zu bauen. Wie man das genau tut, erkläre ich später. Zunächst ein paar Worte zum Spielablauf. Zum Start empfiehlt sich die Karriere, hier bekommt man 20 Aufgaben gestellt, die in der Schwierigkeit nach und nach zunehmen. Anfangs hat man auch oft nur ein einziges Werkzeug zur Verfügung, kann also zum Beispiel bestehende Elemente höher oder tiefer machen, neue Elemente hinzufügen oder löschen, Extras wie Loopings oder Schrauben einbauen und vieles mehr. So wird man nach und nach an die Steuerung herangeführt und lernt, was die einzelnen Werkzeuge bewirken.

 

Das lernt man dadurch, dass man sie einzeln einsetzen muss, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Also die Strecke beispielsweise so zu bauen, dass vorgegebene Punkte durchfahren, eine bestimmte Beschleunigung oder Geschwindigkeit erreicht wird oder die Fahrgäste aus ihren Sitzen gehoben werden. Bevor man zur Prüfung antritt, kann man die Bahn natürlich jederzeit testen und dafür über die Schienen jagen, vorwärts und rückwärts sowie schnell und langsam, um genau herauszufinden, ob man richtig gebaut hat.

 

Die Prüfung fährt man dann aus der Egoansicht oder wahlweise auch einer anderen Perspektiv und schaltet verschiedene Dinge frei, wenn man erfolgreich ist. Darunter neue Strecken-Arten, Orte, Wagen-Stile usw. Erst, wenn man hier also alles erreicht hat, kann man auch im Sandbox-Modus auf alle Elemente zugreifen. Dort kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und Achterbahnen bauen, ganz wie man es gerne möchte. Und zum Glück ist die Steuerung per Touchpen relativ gut gelungen.

 

 

Steuerung und Umfang!

 

Man fängt immer damit an, die Strecke per Touchpen zu zeichnen. Das ist sozusagen die perfekte Nutzung des Touchscreens und geht wirklich gut von der Hand. Daraus erstellt das Spiel dann automatisch die Strecke, die allerdings noch platt ist. Im "richtigen" Editor lassen sich dann Höhen, Tiefen, Steilkurven, Loopings und mehr, einfach einbauen. Für jede dieser Möglichkeiten gibt es ein eigenes Werkzeug, die allerdings nicht immer selbsterklärend sind. Daher ist ja auch die Karriere so hilfreich, ohne die wäre man ziemlich verloren.

 

Die Strecke kann man dann natürlich jederzeit testen, also auch ausprobieren, ob die Geschwindigkeit für den nächsten Anstieg oder Looping noch hoch genug ist usw. Durch die gute Übersicht dank der zwei Bildschirme geht das alles ganz leicht. Das Schiebepad dient zum Umsehen auf dem oberen Bildschirm, auf dem die Achterbahn dargestellt wird. Mit dem Steuerkreuz dreht man dagegen die Streckenführungskarte auf dem unteren Bildschirm. Dort lassen sich dann auch ganz einfach einzelne Elemente mit dem Touchpen verschieben. Sinnigerweise kann man auch einstellen, wie viele Teile der Pinsel gleichzeitig beeinflusst und somit entweder ganz fein oder eher grob arbeiten.

 

Wenn die Achterbahn dann mal fertig ist, kann man auch noch ein paar weitere Elemente in den Park aufnehmen, das hat aber nur optische Auswirkungen, das einzig wirklich interessante Element ist und bleibt die Achterbahn des Parks. Cool finde ich, dass man die gebauten Meisterwerke ganz einfach per QR-Code ins Spiel bekommt. Wenn man also ein paar Achterbahnen ansehen möchte, um auch selbst dabei was zu lernen oder einfach nur zu staunen, dann geht das leicht per PC.

 

 

3D = live dabei?

 

Grafisch ist das Spiel recht ansprechend, wenn auch gerade im Bau-Modus nicht gerade detailliert. Verschiedene Objekte und Hintergründe haben sehr wenig Details und sind einfach gehalten, was aber positiv zur Folge hat, dass man sich sehr flüssig bewegen und umsehen kann. Popups oder ähnliche, störende Dinge konnte ich nicht feststellen. Ich finde aber dennoch, dass unterm Strich mehr hätte drin sein müssen. Gerade die Texturen sind teilweise aus der Nähe betrachtet sehr matschig und auch sind viele 3D-Objekte nur 2D Sprites. Ich denke, der 3DS kann mehr als das.

 

Nettes Detail: Bei den Testfahrten sitzen nicht nur irgendwelche Figuren in den Wagen, sondern auch Miis, die man auf dem Handheld hat. Ich bin also auch oft selbst mit gefahren, Gunnar und Martin sind auch Stammgäste und viele andere ebenso. Das finde ich wirklich nett, da es (Tomodachi Life sei Dank) sich so realer anfühlt.

 

Akustisch hält sich das Erlebnis auch in Grenzen. Die sehr generische Musik beim Bauen ist zwar nicht schlecht, bleibt aber auch nicht wirklich im Ohr oder regt zum mitwippen an. Sie ist halt einfach da - wenn man den Ton ausmacht, ist sie nicht mehr da. Einen Unterschied macht das für mich aber nicht.

 

Und weil sich dafür kein eigener Abschnitt lohnt: Mich nervt tierisch, dass man bei jedem Start die Sprache neu wählen muss. Und wenn man sich vertippt, muss man das Spiel beenden und neu laden. Keine Ahnung, warum manche Entwickler das auch heute noch so unglaublich komplex und benutzerunfreundlich machen. Muss das sein?

 

Vielen Dank an Big John Games für das Testmuster.

Fazit

Coaster Creator 3D ist ein wirklich gelungenes Spiel. Man muss allerdings Spaß am Bau von Achterbahnen haben und bereit sein, sich in die sehr vielseitige Steuerung einzuarbeiten. Mit dem Touchpen geht zwar alles leicht von der Hand, aber viele Möglichkeiten erklären sich nicht von selbst. Dank Karriere-Modus wird man aber an alles gut heran geführt. Störend finde ich nur die eher maue Technik und den Umfang. Klar, man kann sich kreativ voll austoben, aber die Karriere ist viel zu kurz und eintönig und es fehlen insgesamt konkrete Ziele. Aber es ist auch nur ein Download-Spiel. Dafür macht es Spaß und als Achterbahn-Fan kann man fast nichts falsch machen, wenn man sich an den genannten Mängeln nicht stört.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

70%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29.05.2014

Developer

Big John Games

Publisher

Big John Games

Nintendo Points

7

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Legende

Für die Spiele, die mit einem Link hinterlegt sind, existiert ein Testbericht. Der Link aus dieser Preview-Liste führt direkt zum Review.


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