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Reviews: DSiWare

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Game & Watch: Helmet

Action

10.05.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

Spiel und Uhr?!

 

In den 80er-Jahren brachte Nintendo, noch bevor es dem Gameboy gab, eine Reihe von LCD-Spielen auf den Markt, die quasi als Vorgänger für den Backstein zu bezeichnen sind. Es gab mehrere Versionen der Handhelds und auf jedem war immer ein Spiel fest eingebaut. Anders ist das bei der Technik auch nicht möglich, denn damals gab es mobil noch keine Pixel. Direkt im Gerät verbaut ist eine Folie, die von hinten beleuchtet wird. Auf dieser Folie sind alle möglichen Spielszenen eingestanzt, so dass zwar das Gameplay per Definition arg eingeschränkt ist, dafür aber Grafiken sind, die ihrer Zeit voraus waren. Dementsprechend gab es auf einem Game & Watch eben immer nur ein Spiel und gleichzeitig natürlich auch die namensgebende Uhr.

 

Heute ist das mit der Grafik zum Glück anders und so kann Nintendo einfach mal die ganzen Klassiker neu veröffentlichen. Daher kommen derzeit Woche für Woche neue DSiWare-Umsetzungen auf den Markt, die man für je 200 Punkte herunterladen und dann genießen kann. Heute stelle ich euch Vermin vor, das 1981 für den Game & Watch Gold erschienen ist.

 

 

Hilfe, es regnet Werkzeug!

 

Bei Game & Watch: Helmet geht es darum, herunterfallenden Werkzeugen auszuweichen und seine Spielfiguren, ich nenne sie einfach mal ganz kreativ Bauarbeiter, unter ein sicheres Dach zu befördern. Man startet auf der linken Seite des Bildschirms und muss mehrere Reihen herabfallender Gegenstände überwinden und am Ende rechts das Haus betreten. Letzteres geht jedoch nur, wenn die Tür auch offen ist. Solange sie das nicht ist, steht man im wahrsten Sinne des Wortes vor verschlossener Tür und muss so lange durch hin- und hergehen ausweichen, bis sie sich wie durch ein Wunder öffnet.

 

Dann sollte man sich sputen und in der kurzen Zeit so viele Bauarbeiter wie möglich ins Ziel bringen, denn auf diesem Wege sammelt man Punkte. Ist die Tür wieder zu, heißt es warten und ausweichen bis zur nächsten Gelegenheit. Wird ein Männchen getroffen, bekommt man einen Fehlerpunkt, sammelt man den dritten davon, ist die Highscore-Jagd vorerst beendet und man muss wieder bei null anfangen. Wie alle anderen Titel der Serie handelt es sich also auch bei Helmet um die Jagd nach einer möglichst hohen Punktzahl.

 

Wie immer gibt es zwei Spielmodi, während im einen die Tür etwas länger auf und kürzer zu bleibt, fallen im anderen zusätzlich erschwerend noch mehr Werkzeuge schneller Richtung Boden. Die ultimative Herausforderung für alle, denen Spiel A zu langweilig ist.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch waren die Spiele in ihrer Zeit durchaus sehenswert, da die Figuren relativ detailliert waren. Natürlich war das erkauft mit einem extrem statischen Gameplay und die Grafik haut außerdem heute keinen mehr vom Hocker. Doch das war Nintendo natürlich bewusst, weshalb sie umso mehr Wert darauf gelegt haben, die Grafik möglichst nicht zu verändern. Auch Helmet ist 1:1 umgesetzt und sieht genauso aus wie die Vorlage. Man fühlt sich, wie in einem waschechten LCD-Spiel, obwohl man auf dem DSi spielt. Das ist Retro-Feeling pur.

 

Wer jedoch darauf nicht steht, der wird mit den Spielen der Reihe auch keinen Spaß haben. Retro ist die Devise und das ohne Kompromisse. Dafür ist das Spiel günstig zu haben und ermöglicht, die 80er auf den DSi zu holen. Erwartet also nicht zu viel von der Grafik, wie die Screenshots schon zeigen. Musikalisch ist es ebenso klassisch, alles passt also perfekt zusammen.

 

Die Steuerung ist auch gewohnt einfach, man steuert die Männchen einfach nur von links nach rechts, bzw. ab und an auch mal von rechts nach links, und setzt dafür nur das Steuerkreuz ein. Andere Tasten braucht man nicht, dennoch ist Helmet einer der abwechslungsreicheren Titel der Serie. Er kommt zwar nicht an Mario’s Cement Factory heran, macht aber dennoch viel Spaß und motiviert dazu, es immer wieder zu versuchen.


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Fazit

Game & Watch Helmet ist auf jeden Fall sein Geld wert. Okay, es ist nicht viel Geld, aber dennoch gibt es für diesen Preis auf DSiWare deutlich Schlechteres. Jedoch auch Besseres, allerdings nicht vieles. Der an sich einfache Titel erfordert sehr viel Geschick und ein voraussehendes Auge, um viele Punkte zu sammeln. Für Highscore-Jäger ist er daher sehr zu empfehlen, auf jeden Fall ist es einer der besseren Game & Watch Titel.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

68%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.04.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

200

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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