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Reviews: DSiWare

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Metal Torrent

Shoot 'em Up

14.10.2010

Autor: Mario Kablau

 

 

Zurück zu Explosionen und Druckwellen

 

Scheinbar waren die Entwickler bei Arika nach der Fertigstellung von Endless Ocean 2 so erholt, dass sie mal wieder ein Spiel entwickeln wollten, das nicht nur in Reviews von 10do.de mit Explosionen und Druckwellen in Verbindung gebracht wird. Also haben sich die Ex-Mitarbeiter von Capcom auf den Hosenboden gesetzt und ein ganz klassisches Shoot ’em Up für DSiWare programmiert; herausgekommen ist Metal Torrent, das für 500 Punkte heruntergeladen werden kann.

 

Man steuert eins von zwei Raumschiffen durch insgesamt acht Spielphasen, die jeweils entweder fest vorgegebene oder zufälliger Gegnerscharen zu bieten haben. Während die Red Orion eher für Anfänger geeignet ist, da ihr Schusswinkel relativ weit ist und sie außerdem auf Bomben mit größerer Reichweite zurückgreifen kann, sollte die Blue Nova nur von wirklich fähigen Spielern gewählt werden. Ihre Primärwaffe hat zwar mehr Feuerkraft, schießt dafür jedoch in einem engeren Winkel, so dass man sich wesentlich mehr bewegen muss.

 

Dazu wird übrigens das Steuerkreuz eingesetzt, um das Schiff völlig frei auf einem der beiden Bildschirme zu positionieren; welcher das sein soll, kann man selbst festlegen. Standardmäßig setzt die B-Taste die Primärwaffe ein, die glücklicherweise eine Automatik hat, so dass man den Knopf einfach nur gedrückt lassen muss. Bomben werden mit der A-Taste eingesetzt, sollten aber sparsam verwendet werden, da sie die Energie des Schiffes direkt anzapfen. Wird diese vollständig aufgebraucht, sei es nun durch zu intensiven Bombeneinsatz oder zu viele gegnerische Treffer, dann explodiert das Raumschiff. Letzteres gilt jedoch nur für die Red Orion, bei der jeder Treffer ein bisschen Energie vernichtet; die Blue Nova wird dagegen sofort zerstört, wenn ein Projektil oder ein feindliches Schiff sie berührt.

 

Der Energievorrat lädt sich jedoch zum Glück stets selbstständig auf, außerdem kann man ihn zusätzlich befüllen, in dem man Würfel sammelt. Diese Würfel entstehen zum einen, wenn man ein feindliches Raumschiff zerstört und zum anderen bei der Vernichtung von Projektilen, was nur durch Bomben möglich ist. Somit ist eine ganz bestimmte Strategie notwendig, um viele Punkte sammeln zu können: Löst man eine Bombe genau dann aus, wenn sich besonders viele Projektile in der direkten Umgebung des eigenen Raumschiffes befinden, erhält man ebenso viele Würfel, die den Energievorrat schnell wieder aufladen, um die nächste Bombe gefahrlos einsetzen zu können. Wenn man das geschickt macht, dann läuft der Combo-Zähler sehr schnell immer höher, was für wirklich hohe Gesamtpunktzahlen notwendig ist.

 

Die acht Phasen werden unterbrochen und beendet von insgesamt drei Endgegner, die zwar immer gleich aussehen, jedoch jeweils eine andere Strategie erfordern. Mit der Red Orion sollten sie für jeden besiegbar sein, um es mit der Blue Nova zu schaffen ist jedoch eine ganze Menge mehr erforderlich. Da die Spielabschnitte immer identisch sind, ist der Zufallsmodus eine gute Idee, um zumindest etwas Abwechslung in den Spielverlauf zu bringen.

 

Weil es ganz klassisch hauptsächlich darum geht, möglichst viele Punkte zu machen, bietet das Spiel auch nicht mehr Umfang als die beiden Schiffe und die acht Phasen. Um lange zu motivieren gibt es neben der internen Highscore-Liste auch ein Online-Ranking, so dass man sich mit der ganzen Welt vergleichen kann. Und genau diese Liste rückt mein Können in ein eindeutiges Licht, denn ich komme mit der Red Orion auf gerade einmal 100 Millionen Punkte, während die Weltspitze bei über 150 Millionen liegt. Von der Blue Nova will ich gar nicht erst sprechen...

 

 

Grafik und Sound

 

Obwohl das Spiel zweidimensional abläuft, sind sämtliche Objekte und Hintergründe in drei Dimensionen dargestellt, was Metal Torrent grafisch recht ansprechend macht. Die beiden eigenen Schiffe und die neun verschiedenen Gegnertypen sind detailliert gestaltet und haben mir gut gefallen. Klar, eine grafische Perle ist Metal Torrent nicht, was schon alleine daran liegt, dass es optisch nur sehr wenig Abwechslung gibt. Jedoch ist es eben „nur“ ein Download-Titel, der sehr günstig zu haben ist und nur wenig Platz verbraucht; da passt einfach nicht mehr rein. Toll finde ich jedoch, dass das Geschehen beinahe immer absolut flüssig abläuft. Es kommt nur gelegentlich zu leichten Rucklern, wenn zu viele Gegner und Projektile gleichzeitig auf dem Bildschirm sind und man dann auch noch eine Bombe einsetzt.

 

Die Musik finde ich sehr gelungen und ausreichend abwechslungsreich. Die Soundeffekte sind auch gut gemacht und sorgen für ein explosives Erlebnis mit dem Spiel. Es hätte nur ruhig etwas mehr von allem sein dürfen, worüber ich mich bei einem Preis von 5 Euro jedoch nur geringfügig beklagen will.


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Fazit

Metal Torrent ist ein gelungenes 2D Shoot ’em Up, das vor allem auf dem (deutlich) höheren Schwierigkeitsgrad eine Herausforderung darstellt, an der man sich die Zähne eine Weile ausbeißen wird. Zwar sind acht Phasen und eine Durchspielzeit eines Modus von knapp 15 Minuten nicht wirklich viel, dafür gibt es jedoch einen Zufallsmodus, zwei verschiedene Schiffe und eine Online-Rangliste, die für zusätzliche Motivation sorgen soll. Technisch ist der Titel solide und bietet genau das, was man für den Preis erwarten kann. Somit kann ich das Spiel alle Genre-Fans und denen, die nach kurzweiliger Action suchen empfehlen, nicht zuletzt, weil es auf DSiWare noch ziemlich einsam ist.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

07.05.2010

Developer

Arika

Publisher

Nintendo

Nintendo Points

500

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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