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Reviews: DSiWare

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The Legend of Zelda: Four Sowrds Anniversary

Action Adventure

21.10.2011

Autor: Martin Küpper

 

 

Einem geschenkten Gaul…

 

Nintendo nimmt den 25. Geburtstag der legendären Zelda-Reihe als Anlass für allerlei Feierlichkeiten. Während wir bei der Konzertreihe erstmal komplett ignoriert werden (das einzige Konzert in Europa findet in London statt), steht auch bei uns allen 3DS und DSi Besitzern ein kostenloser Titel im eShop bzw. via WiiWare zum Download bereit. Die Rede ist natürlich von der Jubiläums Edition von The Legend of Zelda: The Four Swords. Nun heißt es zwar sprichwörtlich, man solle einem geschenkten Gaul nicht ins Maul sehen, doch wir fühlen dem Titel heute trotzdem auf den Zahn.

 

Nun ist Four Swords ja kein komplett neues Spiel. Ursprünglich erschien der damals erste Multiplayer-Titel der Reihe als Dreingabe für das Gameboy Advance Remake des SNES Klassikers a Link to the Past. Via Link-Kabel konnte man bis zu vier GBAs aneinander schließen und mit drei Freunden durch Hyrule ziehen. Das funktioniert auf dem DSi und dem 3DS natürlich um einiges unkomplizierter. Die modernen Handheld bekommen den Datenaustausch ja auch von sich aus absolut kabellos auf die Reihe. Übrigens auch untereinander. Im Klartext heißt das, dass DSi und 3DS Besitzer ohne Probleme miteinander spielen können.

 

 

Sieht aus wie ein Zelda, klingt wie ein Zelda…

 

Im Spiel werdet ihr schnell feststellen, dass Four Swords zumindest wie ein waschechtes Zelda aussieht. Der farbenfrohe Stil wird die meisten wohl an Minish Cap erinnern, dabei war es tatsächlich Four Swords, der ihn auf den Gameboy brachte. Auch die Musik klingt nach Zelda. Bei der Auswahl des Spielstands ertönt wie gewohnt das Great Fairy Fontain, doch in den Leveln selbst gibt es fast ausschließlich nur neue Songs. Zu den größten Zelda-Melodien gehören die zwar alle nicht, aber sie gehen durchaus ins Ohr und passen zu Level und Situation.

 

Die Präsentation ist also gelungen und passt durchaus ins Bild der Reihe. Aber fühlt sich Four Swords auch nach Zelda an? Durch den Fokus auf den Multiplayer wurde natürlich die ein oder andere Änderung am bewehrten Zelda-Konzept vorgenommen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Items. Link findet Boomerang, Bogen, Bomben und Co. nicht mehr in einer Schatztruhe und steckt sie sich dann in seine magischen Taschen, in denen selbst ein riesiger Morgenstern Platz finden konnte. Nein, Link kann neben seinem Schwert nur ein weiteres Item tragen. Zum Glück finden sich die benötigten Items aber im Laufe des Levels, so dass ihr nur geschickt wechseln müsst. Neben den angesprochenen Dauerbrennern in Links Itemarsenal sind übrigens auch die Schrumpfmütze aus Minish Cap und der Kettenhund aus Links Awakening mit dabei.

 

 

Teamwork und Rivalität

 

Abgesehen davon, spielt sich Four Swords eigentlich genauso wie man ein 2D Zelda erwartet. Nur ist das Spielgeschehen natürlich merklich auf Teamwork ausgelegt. Um Wege zu öffnen muss man etwa zusammen Schalter betätigen, große Felsen aus dem Weg räumen oder seinen Partner über einen Abgrund werfen. Gegen die Bossgegner, die euch am Ende jedes Levels erwarten, habt ihr im Alleingang sowieso keine Chance. Es ist wirklich beeindruckend, wie problemlos man hier die klassischen Zelda-Elemente auf das kooperative Spiel umgekrempelt hat.

 

Doch man spielt nicht nur miteinander, sondern auch ein bisschen gegeneinander. Für die gesunde Portion Feindseeligkeit sorgen die Rubine. Denn am Ende des Levels wird stets der Link mit den meisten Edelsteinen gekürt. Das macht die Rivalität in meinen Augen noch um einiges brisanter als etwa bei New Super Mario Bros. Wii. Auf der einen Seite könnt ihr die Level nur in Zusammenarbeit bestehen, auf der anderen Seite steht aber auch die eiskalte Abrechnung, bei der man sich ungern die Blöße geben möchte.

 

 

Vier Links sind besser als einer!

 

Angesichts dieser glasklaren Ausrichtung zum Multiplayer, kann man schon verstehen, wieso man das Original auf dem Gameboy nicht alleine spielen konnte. Das ist in der Jubiläums Edition anders. Seid ihr als Solist unterwegs, habt ihr die Kontrolle über gleich zwei Links. Entweder ihr lasst euren Kollegen wie einen Dackel hinterher traben, oder ihr steuert die beiden Links separat. So oder so… es macht keinen Spaß. Das Spiel ist auf Teamwork ausgelegt. Dieselben Rätsel alleine zu lösen, beide Links auf einen Schalter zu verfrachten… das ist einfach nicht das wahre Erlebnis. Und zudem fühlt sich das Spiel alleine verdammt langsam an. In Four Swords Adventures auf dem GameCube wurde das deutlich besser gelöst.

 

Am Mehrspielermodus gibt es eigentlich nichts zu meckern. Außer vielleicht, dass das Vergnügen sehr kurz ist. Neben dem langweiligen Tutorial Level gibt es drei Level, bis man zu Vatis Schloss gelangt, der hier wie in Minish Cap als Endboss dient. Auch das neue Level, dass man nach dem Durchspielen frei schaltet, kann den geringen Umfang kaum aufbessern. Dennoch, das Reich der Erinnerung, in dem ihr bekannte Ort von a Link to the Past, Links Awakening und dem aller ersten Zelda wiederbesucht, ist eine klasse Idee!

 

Zuletzt noch ein Wort zur Steuerung. Eigentlich funktioniert alles einwandfrei und handlich. Allerdings steuert sich Link mit dem Schiebepad etwas schwammig und das viel zu kleine Steuerkreuz ist auch nicht unbedingt eine bessere Alternative.


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Fazit

Die Jubiläums Edition von Zelda: Four Swords ist natürlich ein Pflichtdownload. Das Spiel ist schließlich (bis zum 20. Februar 2012) umsonst! Ob Solisten an dem Titel aber große Freude finden, wage ich ganz stark zu bezweifeln. Das macht ungefähr soviel Sinn wie „Schiffe versenken“ gegen sich selbst. Wer jedoch mindestens einen Freund mit DSi und 3DS zur Hand hat, kann sich mit Four Swords super Vergnügen. Auch wenn es wirklich viel zu schnell vorbei ist.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

55%

Singleplayer

79%

Multiplayer

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-4


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