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Angespielt: Nintendo 3DS

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Metroid Prime: Federation Force Blast Ball

Action

01.07.2015

Autor: Marc Müller

 

Bamm! Das hatte gesessen. Nahezu allen Fans von Metroid fiel bei der Präsentation von Metroid Prime: Federation Force die Kinnlade runter. Gefolgt von Stirnrunzeln. Gefolgt von so mancher Schimpftirade, die sich natürlich besonders im Netz entlud. Ich war bei der Präsentation im Urlaub, bekam aber so manche Tweets mit und dachte ehrlicherweise es wäre mal wieder so eine typische „Überreaktion“ von Fanboys, die sich gegen eine Modifizierung des Franchise sträuben und nun ein übertriebenes Theater veranstalten.

 

Doch als ich dann ein paar Tage später den Trailer nachholte, packte auch mich das Stirnrunzeln gefolgt von jeder Menge Unverständnis. Anstatt einen würdigen Nachfolger zu präsentieren, gibt es lediglich ein Spin-Off, das grafisch irgendwie eine Mischung aus Metroid Wind Waker und Lego ist? Echt jetzt? Und überhaupt das ganze Setting scheint ja zehnmal so weit von einem klassischen Metroid entfernt zu sein, wie das damalige, anfänglich ebenfalls kritisch beäugte Metroid Pinball.

 

Aber oftmals täuscht ja auch der erste Eindruck und so war die Gelegenheit natürlich ideal auch diesen Titel bei Nintendo of Europe in Frankfurt anzuspielen. Hier wurde sich auch Mühe gegeben das Spiel stark in Szene zu setzen, denn ganze sechs 3DS waren aufgestellt, um direkt in Dreierteams gegeneinander losspielen zu können. Allerdings wurde das Interesse dann gleich wieder getrübt, da lediglich der Modus „Blast Ball“ anspielbar war, welcher ja nur ein kleiner Teil des Coop First Person Shooters sein soll. Demzufolge besteht der erste Eindruck von mir auch nur aus diesem Teilbereich des Spiels.

 

Bei Blast Ball handelt es sich, um es mal locker auszudrücken, um ein drei gegen drei Mech Fußball Spiel. Die Mannschaften versuchen einen überdimensionalen Ball mithilfe ihrer Kanonen ins Tor zu ballern und so der gegnerischen Mannschaft zuvorzukommen. Diese hat natürlich denselben Plan und wird alles daransetzen euch zuvorzukommen. Im Gegensatz zum traditionellen Fußball ist bei Blast Ball auch das foulen erlaubt und ihr könnt mit eurem Blaster nicht nur den Ball beschießen, sondern auch eure Gegner, die bei einem Volltreffer mehrere Sekunden pausieren müssen. Dazu gibt es die Möglichkeit items einzusetzen, die gelegentlich auf dem Spielfeld erscheinen und eingesammelt werden können. Außerdem könnt ihr auch mit eurem bloßen Körpereinsatz versuchen den Ball zu stoppen, bzw. ihn in die gewünschte Richtung zu schieben. Dies wird allerdings normalerweise mit einem recht schnellen Defekt eures Mechs enden, da die überdimensionale Pille elektrostatisch aufgeladen scheint.

 

Technisch gesehen lief die Blast Ball Demo durchaus sauber. Die Bewegungsabläufe ruckelten nicht, die visuelle Atmosphäre ist stimmungsvoll gestaltet und die Mechs tun im Wesentlichen das was man ihnen vorgibt. Natürlich ist so ein Multiplayer-Kampf auch immer eine hektische Sache und eine richtige Ballkontrolle stellt sich für mich als schwierig heraus. Ich finde, dass in der Steuerung durchaus noch Optimierungsbedarf besteht.

 

 

Vorab-Fazit:

 

Blast Ball ist als ein Teil von Metroid Prime: Federation Force, nicht unbedingt ein schlechtes Spiel und kann durchaus für ehrgeizige Multiplayer Partien dienen. Die Frage, was das mit Metroid Prime zu tun hat, ist meiner Meinung nach weiterhin berechtigt. Viele Anknüpfungspunkte gibt es bei dem bisher gezeigten nicht. Wer aber immer schon auf einen futuristischen Mech-Fußballverschnitt gewartet hat, kann auf einen interessanten Titel hoffen. Ich warte ab wie sich das Spiel, auch nach der Kritik der Fans, entwickeln wird. Ein Kaufgrund wäre diese Version für mich nicht.

super

EU Release Chance

ok

Tendenz

Release

Q1 2016

Developer

Next Level Games

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

2-6

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-6


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