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Reviews: Nintendo 3DS

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Lego Batman 2 - DC Super Heroes

Action Adventure

18.07.2012

Autor: Mario Kablau

 

 

Du hast den Wii-Bericht schon gelesen? Hier kommst du direkt zu den Unterschieden in der 3DS-Version. Klick

 

 

Ich bin Lego-Batman!

 

Oje, noch ein Lego-Spiel. So langsam kann ich sie echt nicht mehr sehen. Das geht scheinbar nicht nur mir so, denn die beiden neuen Spiele der „Reihe“ wollte irgendwie keiner in der Redaktion testen, also ist es letzten Endes an mir hängen geblieben. Motiviert bis in die Zehenspitzen habe ich die Karte also als vermutlich letztes Spiel in meinen kleinen 3DS eingelegt und begann.

 

Da die Geschichte ausnahmsweise Mal nicht auf einem Film basiert, gibt es sogar tatsächlich Potential für Überraschungen, das die Entwickler teilweise auch genutzt haben. Denn auch wenn das Spiel den Namen „Batman“ im Titel trägt, ist es doch viel mehr als das. Neben ihm und seinem Partner Robin treten nämlich noch eine ganze Menge andere Helden aus dem DC-Universum auf, so zum Beispiel Superman, Flash, Wonder Woman, Green Lantern und mehr. Und wo es viele Helden gibt, muss es auch viele Bösewichte geben.

 

Und so beginnt das Spiel mit einem großen Ausbruch aus Arkham Asylum, bei dem der Joker jede Menge Schurken mit befreit, darunter Harley Quinn, den Pinguin, Poison Ivy und und und. Nach dem Ausbruch stürmen sie das Theater von Gotham, in dem gerade der Preis für den Mann des Jahres verliehen wird, der natürlich an Bruce Wayne geht. Darüber nicht erfreut ist der auch anwesende Lex Luthor, seines Zeichens US-Präsidentschaftskandidat der anstehenden Wahl. Den Aufmarsch der Gruppe rund um den Joker beobachtet er jedoch mit großem Interesse.

 

Nachdem Batman und Robin dann in diversen Missionen die Schurken wieder hinter Gitter gebracht haben, kommt es zum Unvermeidlichen: Lex Luthor und der Joker tun sich zusammen, um ihre Erzfeinde Super- und Batman zu bezwingen. Dazu haben Sie einen Plan, der bei Gelingen die Welt verändern würde. Das können die Superhelden natürlich nicht geschehen lassen.

 

 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

 

Im Rahmen dieser eher düsteren Geschichte kommt natürlich auch der bekannte Humor der Lego-Reihe nicht zu kurz. Der entsteht vor allem durch Robins Schusseligkeit, die von Batman immer wieder trocken kommentiert wird. Apropos kommentiert: Es gibt erstmals in einem Lego-Spiel eine Sprachausgabe, sogar auf Deutsch und sogar richtig gut, aber dazu später mehr. Auch lustig sind die Szenen, in denen Superman der Fledermaus zur Hilfe eilt, denn das gefällt dem Playboy im Latexanzug so gar nicht. Zuletzt sorgen auch die Posen der Figuren natürlich für jede Menge Lacher.

 

Aber das war es dann leider auch schon an guten Dingen, die das Spiel zu bieten hat. Okay, das ist vielleicht etwas hart ausgedrückt, aber wie ich anfangs schon vermutet habe, gibt es einfach viel zu wenig Neues. Man läuft wieder in einem Bereich rum, um zum nächsten zu gelangen, kämpft gegen Gegner, sammeln Studs (kleine, runde Legosteine - die Währung im Spiel) ein und baut mit Legosteinen Dinge zusammen, die einem dann weiter helfen.

 

Natürlich muss man wieder die Augen offen halten, denn es gibt abseits der Wege jede Menge zu entdecken. So ist zum Beispiel in jedem Level eine blaue Note versteckt, die ein Musikstück freischaltet, ebenso gibt es wieder die großen, roten Legosteine, die Extras verfügbar machen. So kann man dann im freien Spiel zum Beispiel die Anzahl an gesammelten Studs vervielfachen. Zuletzt gibt es noch fünf Minikits in jedem Level, die jeweils eine neue Figur für das freie Spiel verfügbar machen.

 

Auch das ist nicht neu in einem Spiel der „Reihe“, ein bisschen was zu entdecken gibt es aber doch: Anzüge. Fast jede Figur hat nämlich mehrere Outfits, die für unterschiedliche Fähigkeiten sorgen. So kann Batman im Power-Anzug Granaten schießen, im Elektro-Anzug Strom absorbieren und im Tarn-Anzug unsichtbar werden. All das wird im Spiel natürlich oft gebraucht, unterm Strich ist es jedoch auch wieder nichts anderes als verschiedene Lego-Figuren mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Wobei man doch sagen muss, dass man sonst pro Level in der Geschichte immer nur maximal zwei Figuren mit folglich auch nur zwei Fähigkeiten hatte, weshalb die Anzüge für wesentlich abwechslungsreichere Levels sorgen.

 

Doch trotzdem hat der freie Modus seine Daseinsberechtigung, denn es gibt immer noch Stellen, die man in der Geschichte nicht erreichen kann, weil eben bestimmte Figuren nicht dabei oder bestimmte Anzüge nicht verfügbar sind. Diese kann man im freien Modus dann beliebig in sein Team packen, sofern man sie bereits freigeschaltet hat, und dann alle Geheimnisse lüften. So steigt die Spielzeit auch über die etwa fünf Stunden, welche die Geschichte zu bieten hat.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch ist das Spiel ganz ordentlich, profitiert aber so gut wie gar nicht vom 3D-Effekt. Der ist generell sehr schwach und bietet in meinen Augen keinen wirklichen Mehrwert. Vermutlich auch deshalb haben die Entwickler nicht alle Videos im Spiel konvertiert, bei manchen bleib die grüne 3D-Anzeige nämlich einfach dunkel. Apropos Videos: Klappt man den 3DS während einem Video zu, dann beginnt das nach dem Aufklappen wieder von vorne. Ihr solltet das also eher vermeiden, denn manche Sequenzen sind ziemlich lang, so dass das schon mal etwas nerven kann. Und man will ja auch von der Story nix verpassen...

 

Davon unabhängig sieht das Spiel sehr solide aus, typisch Lego eben. Vor allem die Charaktere sind wirklich gut eingefangen, bestes Beispiel dafür ist Superman. Sobald man mit ihm stehen bleibt nimmt er die typische Pose mit geschwollener Brust ein. Für die meisten anderen Figuren gilt dasselbe, sie sind gewohnt perfekt eingefangen und trotz eingeschränkter Veränderbarkeit einer Lego-Figur immer sofort erkennbar.

 

Akustisch ist das Spiel sehr gut gelungen. Die Musik ist im Wesentlichen eine Mischung aus Melodien von Batman und Superman, aber auch andere Elemente finden sich wieder. Einfach toll. Dazu ist die Sprachausgabe wirklich gelungen, egal ob man sich die in englischer oder deutscher Sprache anhört. Es hebt das Spiel akustisch auf ein neues Level, was ich nur begrüßen kann.

 

Die Steuerung auf dem 3DS ist auch wirklich gut. Alles geht per Tasten und Schiebepad leicht von der Hand, nur manchmal wird es etwas frickelig, weil man dann doch besser den Touchscreen nutzt. Die Belegung der Aktionstasten ist zwar nicht änderbar, jedoch gut durchdacht, so dass ich keine Probleme hatte.

 

 

Mehrspieler-Modus und mehr!

 

Ja, das Spiel bietet einen Mehrspieler-Modus, wie auch die Version für die Wii, allerdings ist dieser auch nur lokal möglich. Das heißt, ihr braucht zwei Leute, die beide das Spiel haben, um zusammen zu spielen. Auf der Wii ist das natürlich viel einfacher, da man nur eine zweite Fernbedienung mit Nunchuk braucht. Mich über einen fehlenden Online-Modus zu beklagen habe ich schon aufgegeben, dennoch wäre es hier wirklich cool gewesen.

 

Davon unabhängig macht der Mehrspieler-Modus mehr Spaß als der Einzelspieler-Modus. Man kann Gegner viel besser in die Zange nehmen und sich perfekt abstimmen. Das ist vor allem deshalb gut, weil die KI, die sonst den immer anwesenden zweiten Charakter steuert, manchmal etwas dämlich ist und nicht wirklich hilft, Gegner zu bekämpfen.

 

Nach dem Hauptspiel gibt es noch ein paar Bonus-Missionen. Diese beschränken sich jedoch leider darauf. Dass man mit verschiedenen Figuren nacheinander eine bestimmte Anzahl Gegner verkloppen muss. Da man so jedoch weitere Extras freischalten kann, habe ich mich natürlich auch dadurch gekämpft.

 

 

Unterschiede zur Wii-Version

 

Anders als die Wii-Version gibt es auf dem 3DS nicht die Möglichkeit, durch Gotham zu fahren. Dort erreicht man die Missionen nämlich nicht einfach per Klick aus der Bathöhle das nächste Ziel, sondern muss selbst hin fahren. Das hat den Vorteil, dass man mehr Abwechslung bekommt und sich mehr wie Batman fühlt, aber den Nachteil, dass das Spiel dadurch viel zäher wird. Nach jeder Pause muss man dann nämlich wieder zum letzten Ziel zurück fahren, das finde ich eher weniger gelungen. Außerdem gibt es in Gotham wenig bis nichts zu entdecken. Insofern ist das also kein großer Verlust für die 3DS-Version.

 

Darüber hinaus wird die Story auf der Wii etwas ausführlicher erzählt. Manche Videos gibt es auf dem 3DS einfach nicht, was natürlich nicht gerade dazu beiträgt, dass man der Geschichte auf dem 3DS gut folgen kann. Der zweite Ausbruch vom Joker wird auf dem Handheld zum Beispiel gar nicht thematisiert, während man auf der Wii sieht, wie Lex Luthor ihm hilft und wie der Plan der beiden Gestalt annimmt. Das führt natürlich im direkten Vergleich zu einem deutlichen Punktabzug.

 

Allerdings ist die Version auf dem 3DS wesentlich besser spielbar und außerdem quasi Bug-frei. Auf der Wii musste ich ein paar Mal von vorne anfangen, weil zum Beispiel ein Fahrstuhl einfach ohne mich abgefahren ist und ich dann nicht mehr weiter kam. Grafisch nehmen sich die beiden Spiele nicht so viel, auch akustisch bekommt man genau dasselbe geboten.

 

Der Mehrspieler-Modus spricht dagegen wieder für die Wii-Version, da man dort auch mit nur einem Spiel an einer Konsole zu zweit zocken kann, was auf dem 3DS nicht möglich ist.

 

Insgesamt hat mir aber die 3DS-Version mehr Spaß gemacht, da sie sich einfach viel besser anfühlt, das bessere Gesamtpaket bietet und trotz Lücken in der Geschichte noch genießbar ist.

 

 

Vielen Dank an Warner Bros. für das Testmuster.


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Fazit

Lego Batman 2 – DC Super Heroes ist auf dem 3DS zwar kein sehr gutes Spiel, aber immer noch eins, das Spaß macht. Ich habe jetzt allerdings endgültig zu viele Lego-Spiele gespielt, so dass es mir langsam zum Hals raus hängt. Okay, die Geschichte ist mal nicht an einen Film angelegt und bietet daher ein neues Erlebnis, was bei mir dazu geführt hat, das Spiel trotz der übergreifenden Monotonie zu Ende zu spielen. Da es technisch in Ordnung ist, kann ich euch zum Kauf raten, wenn ihr diese Art von Spielen noch nicht über habt. In meinen Augen ist es auf dem 3DS auch besser als auf der Wii.

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

67%

Multiplayer

Release

22.06.2012

Developer

Traveller's Tales

Publisher

Warner Bros. Interactive

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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