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Reviews: Nintendo 3DS

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Project X Zone

RPG

13.08.2013

Autor: Matthias Küpper

 

„Das ultimative Crossover“

 

Wenn man aus 29 bekannten Spieleklassikern über 50 Charaktere nimmt, dann kommt dabei Project X Zone heraus. Bei besagten Klassikern handelt es sich um Serien von Capcom, Sega und Bandai Namco. So haben Charaktere aus Resident Evil , Devil May Cry, Valkyra Chronicles, Resonance of Fate, Tekken und Tales of Vesperia ihren Auftritt im Spiel. Doch wenn man so viele verschiedene Spiele zusammenschmeißt, kann dabei doch keine gute Story herauskommen, oder?

 

 

Geballte Aktion

 

Project X Zone ist ein taktisches Rollenspiel, in dem ihr in mehr als 40 Kapiteln gegen das Böse kämpft. Durch die Pläne von einigen Bösewichten sind die vielen Welten der Charaktere miteinander verbunden wurden. So kommt es, dass sich zum Beispiel Charaktere aus Resonance of Fate plötzlich im Japan aufhalten.

Dort treffen sie in taktischen Kämpfen auf einem großen Spielbrett, welches mal eine Straße, dann ein Platz oder ein großer Saal eines Schlosses ist, aufeinander. Allerdings sind die Charaktere dabei immer mindestens zu zweit unterwegs. Dazu kann noch ein dritter Charakter zugewiesen werden, der dann im Kampf über die linke Schultertaste eingesetzt wird. Über das Feld kann man sich wie in anderen taktischen RPGs nur über gewisse Felder bewegen. Ist man von Feinden umstellt, kann man nicht durch sie hindurch gehen, sondern muss um sie herum. Dazu haben die Charaktere eine gewisse Reichweite, in der sie angreifen können.

Sobald man einen Gegner angreift, kann man verschiedene Attacken einsetzen. Nach und nach lernen die Charaktere aber auch neue und stärkere Attacken kennen. Am Ende gibt es noch Erfahrung, wodurch die einzelnen Figuren aufgelevelt werden können. Neben den normalen Attacken gibt es aber auch noch Fähigkeiten, die vor dem Kampf eingesetzt werden können. Mit diesen kann man sich Heilen oder einen Angriff verstärken. Allerdings muss man dafür Punkte einsetzen, die man mit jeder Aktion bekommt.

Wird man von den Gegnern angegriffen, kann man Kontern, Verteidigen oder nichts tun. Die ersten beiden Aktionen kosten ebenfalls Punkte.

Und so kommt es in jedem Kapitel zu einem Kampf, in dem man immer eine gewisse Zielvorgabe hat. Außerdem dürfen manche der Charaktere im Kampf nicht sterben, sonst heißt es Game Over. Alle anderen Charaktere können aber, sofern sie kampfunfähig sind, von ihren Mitstreitern wiederbelebt werden.

In manchen Kämpfen muss man sich gar nicht um alle Gegner kümmern, sondern einfach nur einen gewissen Boss ausschalten. Und am Ende wird man dafür mit einer langen Sequenz belohnt.

So kämpft man sich im Spiel durch Unholde von Gegnern, während sich einem die Story langsam erklärt, die aber leider durch die vielen Welten und Charaktere schon bald nicht mehr überschaubar ist. Besonders schwer ist es bei Charakteren, die man vorher noch nicht kannte.

 

 

Einfache Steuerung, einfache Technik?

 

Die Steuerung im Spiel ist recht einfach gehalten. Im Kampf wird einem auf dem unteren Bildschirm angezeigt, welche Attacken man einsetzen kann und wie man sie einsetzt. Für die normalen Attacken drückt man auf den A-Knopf und bedient das Steuerkreuz oder Schiebepad. Die Richtung entscheidet dann darüber, welche Attacke eingesetzt wird. Mit Y setzt man Spezialattacken ein, die einem aber nicht immer zur Verfügung stehen. Und mit den Schultertasten sorgt man dafür, dass der Einzelkämpfer der Gruppe mit eingreift oder eine anderen Gruppe beim Kampf hilft.

Je mehr man davon einsetzt, desto mehr Schaden macht man logischerweise. Der Rest ist wie in jedem anderen taktischen RPG. Und die Steuerung funktioniert echt gut. Sie ist leicht zu lernen und so kommt man schnell in die Kämpfe. Außerdem gibt es ein Tutorial, bei dem alles erklärt wird.

Kommen wir also zur Technik. Diese könnte wirklich ein bisschen besser sein. Das Spiel bietet im Kampf mehr Animesequenzen als beim Erzählen der Story. Und dabei erfüllen die Sequenzen viele der Klischees, die man über Anime haben kann, besonders in Bezug auf die weiblichen Charaktere. Die meiste Story wird einfach nur in Textboxen erklärt. Nur teilweise habt ihr die Möglichkeit, eine Sprachausgabe zu genießen. Diese ist allerdings nur japanisch. Und der Text ist nur auf Englisch.

Der 3D-Effekt hat leider auch keine Auswirkungen. Er kommt kaum zur Geltung und wird nicht bewusst eingesetzt. Hier hätte man Einiges besser machen können, aber es handelt sich um einen ziemlich speziellen Crossover, was man hier leider besonders merkt.

Die Musik ist auch nicht die beste. Dazu wechselt sie im Kampf oft, wenn man einen anderen Charakter steuert. So hört man kurz ein Lied, macht seine Aktion und darf einen anderen Titel hören.

Dazu ist die Präsentation der Charaktere nicht wirklich gelungen. Teilweise haben sie nicht so viel Ähnlichkeiten mit ihrem Original, wie man erwartet hat. Dante aus Devil May Cry wirkt zum Beispiel nicht so böse, wie in seinen Ursprungsspielen.

 

 

Kritik

 

Das Spiel macht durchaus Spaß, aber man merkt leider ziemlich schnell, welche Mängel es hat. Am Anfang versuchen die Entwickler von Monolith Soft und Banpresto, möglichst schnell viele Charaktere zu zeigen. Dadurch springen sie von einem Ort zum nächsten, ohne das man den Zusammenhang erfährt.

Dann treffen nach und nach diese vorgestellten Charaktere aufeinander und es kommen noch weitere dazu. Und das Problem ist, dass die Story nicht wirklich packend ist. Es ist nun einmal ziemlich schwer, so viele Charaktere unter einen Hut zu bekommen. Das ist ihnen dafür auch gut gelungen, aber mit der Story kann das Spiel eben nicht glänzen.

Außerdem dauern die Kämpfe nach einiger Spielzeit ziemlich lange. Auf einer Konsole wäre das nicht schlimm, aber auf einem Handheld dürfen Kämpfe nicht zwei Stunden dauern. Außerdem nervt es, wenn man nach einem Game Over zehn Minuten Story und vierzig Minuten Kampf noch einmal absolvieren muss.

Dazu sind leider nicht alle Charaktere so, wie sie sein sollten. Das liegt vor allem daran, dass diese Serien nun einmal von anderen Entwicklern stammen. Diese hatten ihre Ideen und wenn eine Figur aus dem Mittelalter in dem Japan von heute steht, passt das nun einmal nicht wirklich.

Ein weiteres Problem ist, dass es zu viele Bösewichte gibt. Man lernt viele gleichzeitig kennen, da fast jede Welt auch noch ihren Bösewicht aus der eigenen Spielserie mit einbezieht. Und da verliert man leider leicht den Überblick.


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Fazit

Project X Zone ist ein Spiel, mit dem man viel Spaß haben kann. Man fängt an und fragt sich, wann denn die geliebten Charaktere endlich auftauchen. Die Story ist leider nur mäßig packend und das Kampfsystem ist das Beste am ganzen Spiel. Nur leider dauern diese Kämpfe manchmal ziemlich lange und diese Zeit hat man auf dem Weg zur Arbeit nicht immer.
Leute, die mit den Charakteren nichts anfangen können, sollten sich dieses Spiel also nicht holen. Denn genau diese machen dieses Spiel aus. Es ist ein Spiel für Fans von den vielen Reihen, leider nur auf Englisch mit japanischer Sprachausgabe. Außerdem sollte man nicht ein zweites Xenoblade erwarten, nur weil das Spiel von Monolith Soft entwickelt wurde...

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

73%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

5. Juli 2013

Developer

Monolith Soft/Banpresto

Publisher

Bandai Namco

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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