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Reviews: Nintendo 3DS

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Ultimate NES Remix

Sonstiges

07.11.2014

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Autor: Mario Kablau

 

 

Vollständige Nostalgie!

 

Im Dezember 2013 hat Nintendo eine Art unvollständige Nostalgie auf die Wii U gebracht. 10 NES-Spiele wurden im eShop bunt durchgemischt und in einem NES Remix veröffentlicht. Unvollständig deshalb, weil die Auswahl arg begrenzt war. Klassiker wie Super Mario Bros. 3, Metroid und Dr. Mario fehlten nämlich in der Auswahl. Das hat Nintendo dann im April 2014 mit dem NES Remix 2 behoben, in dem diese drei und sieben weitere NES-Titel enthalten sind. Nun hat sich Nintendo für Handheld 3DS etwas anderes einfallen lassen: Statt die beiden Spiele auf den Handheld zu porten, haben sie eine Art Best-of erstellt, den Ultimate NES Remix. In dem sind die 16 besten Spiele der beiden Wii U-Teile drin und das Ganze nun für unterwegs. Sonst hat sich an den Spielen aber nichts geändert.

 

Nichts geändert? Wie auch, sind doch die Originale von vor über 25 Jahren, oder? Nein, eben nicht. Es ist ein Remix, in dem man die Spiele nicht ganz spielt und auch gar nicht ganz spielen kann. Vielmehr muss man in jedem Titel zwischen sechs und 25 Mal kleine und mal größere Aufgaben lösen und sich dabei gut anstellen. Ein paar Beispiele gefällig?

 

Bei Super Mario Bros. zum Beispiel muss man in der ersten von 23 Aufgaben einfach nur in Welt 1-1 ans Ziel laufen, in der dritten vier Mal hintereinander einen oder mehrere Gumbas bei knappem Zeitfenster besiegen, in der achten 35 Münzen vor Ablauf der Zeit sammeln und in der zwölften die vier Bowser von 1-4, 2-4, 3-4 und 4-4 als kleiner Mario am Stück bezwingen. Bei Punch-Out!! muss man in sieben Aufgaben verschiedene Gegner entweder einfach nur besiegen, vor Ablauf der Zeit einen TKO erreichen einen Gegner mit einem bestimmten Schlag auf die Bretter schicken. Dr. Mario verlangt in sechs Aufgaben zum Beispiel bestimmte Kettenreaktionen oder bestimmte Punktzahlen mit begrenzten Mitteln. Bei Excitebike muss man in den zehn Aufgaben mal nur das Ziel erreichen, mal bestimmte Gegner zum Sturz bringen und mal eine vorgegebene Bestzeit schlagen. In den 12 Aufgaben von Metroid geht es darum Gegner zu besiegen, Items einzusammeln oder Geheimgänge zu finden.

 

Und Ähnliches gilt für alle 16 Aufgaben. Je nachdem, wie schnell mal diese dann löst, bekommt man Sterne. Maximal drei gibt es zu holen, die dann auf das eigene Konto fließen. Je mehr Sterne man hat, desto mehr Aufgaben schaltet man frei. Am Anfang sind natürlich auch nicht alle Spiele verfügbar, bis es so weit ist, braucht man eine ganze Weile. Insgesamt gibt es 178 Aufgaben und somit 534 Sterne zu holen.

 

Daneben gibt es aber auch noch die beiden namensgebenden Remixe. Hierbei handelt es sich um jeweils 25 Aufgaben – also weitere 150 Sterne – die die Spiele etwas durchmischen. Während man in den anderen Aufgaben ausschließlich Szenen spielt, die 1:1 aus den Originalen stammen, werden hier die Regeln verändert: So bewegen sich bei Dr. Mario auf einmal Viren, bei Super Mario Bros. spielt man im Dunkeln oder muss mit Link (!!) und seinem Schwert im Keller von Welt 1-2 Münzen sammeln. Link kommt auch bei Donkey Kong zum Einsatz, dort muss er Zelda aus den Fängen des Affen retten – und dabei kann Link doch gar nicht springen...

 

Diese Remixe bieten also mehr Abwechslung. Daneben gibt es im Hauptspiel noch eine weitere Aufgabensammlung, die will ich aber nicht spoilern. Ach so, schafft man es, alle Sterne zu sammeln, dann wartet eine noch größere Herausforderung. Wenn man überhaupt die Nerven hat bis dahin zu kommen, teilweise sind die Aufgaben nämlich echt schwer. Wenn man aber mal nicht weiter kommt, bietet das Spiel eine tolle Unterstützung: Man kann sich zu jeder Aufgabe die Aufzeichnungen von anderen Spielern der ganzen Welt ansehen und so lernen, wie die das machen. Bei jedem einzelnen Spiel kann man somit nicht nur Ideen abgucken, sondern sich auch mit der Welt messen, denn die Bestzeiten werden da natürlich auch mit veröffentlicht. Um das zu fördern, gibt es jeden Tag eine Herausforderung des Tages, damit man sich nicht in der Masse an Aufgaben verliert.

 

Des Weiteren bietet das Spiel im Hauptmenü noch zwei weitere Dinge: Erstens Speed Mario Bros.. Dabei handelt es sich um den Klassiker Super Mario Bros. in vollem Umfang, allerdings in deutlich erhöhter Geschwindigkeit. Das ist eine völlig neue Herausforderung, die auch mich als mehr oder weniger guten SMB-Spieler teilweise vor echte Probleme gestellt hat. Zuletzt gibt es noch den Championchip Mode. Hier spielt man nacheinander Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3 und Dr. Mario. In den ersten beiden muss man eine bestimmte Anzahl Münzen so schnell wie möglich sammeln, um die Restzeit dann bei Dr. Mario dazu zu verwenden, möglichst viele Punkte zu machen. Alle drei Ergebnisse werden zur Highscore aufaddiert, die man dann auch mit der Welt vergleichen kann.

 

 

Technik und Steuerung

 

Die Technik ist natürlich kaum zu bewerten, da 1:1 aus den Achtzigern. Da ich das aber auch bin, ist das auf keinen Fall etwas Schlechtes. ;-) Die Spiele wurden wirklich haargenau auf den 3DS gebracht, sogar die bekannten und liebevollen Grafikfehler von damals finden sich in den Spielen wieder. Dementsprechend gibt es auch keine Unterstützung der 3D-Fähigkeiten des Handhelds. Man bekommt hier Retro pur, nur in kleine, teilweise leichter verdauliche Häppchen zerteilt.

 

Die Akustik ist toll, wenn man auf die alten Klänge steht. Nicht nur die Spiele selbst sind durch die O-Töne von damals sehr hörenswert, auch die Menüs sind in modernem 8-Bit Stil gemacht und runden das Erlebnis somit ab. Wenn man auf die ollen (das ist nicht abwertend gemeint) Stücke steht, dann ist es ein Fest für die Ohren.

 

Die Steuerung ist sehr gut umgesetzt. Man kann sogar zwischen Steuerkreuz und Schiebepad wählen, aber das ist nicht wirklich eine Wahl. Super Mario Bros., Kirby’s Adventure oder The Legend of Zelda lassen sich mit dem Schiebepad nicht wirklich gut steuern, das Steuerkreuz ist um Längen besser. Auch der Rest funktioniert einwandfrei, so wie man das von Nintendo-Spielen erwartet.

 

Zuletzt noch ein paar Worte zum Umfang: Die gefühlt zahllose Aufgaben haben mich ewig an den Handheld gefesselt, teilweise sogar zur Verzweiflung gebracht. Da es aber so viele Spiele gibt, kann man immer wieder was Anderes machen, wenn man mal fest hängt und es dann später wieder probieren. Nur kurz vor Schluss ist diese Möglichkeit auf einmal weg und dann wird es teilweise echt haarig. Man braucht Ausdauer, Geduld und Finger mit Stahlkappen. Aber so muss das sein, bei einem Spiel, das sich Ultimate NES Remix nennt.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.


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Fazit

Ultimate NES Remix wird seinem Namen mehr als gerecht: 16 der besten NES-Klassiker in leichter verdauliche Häppchen verpackt. So ist das Spiel sowohl für die Helden von damals interessant als auch für jüngere Videospieler. Man wird an die teilweise bockschweren Spiele langsam herangeführt und ist somit nicht ganz so allein gelassen wie vor 25 Jahren an der Konsole. Wer jedoch die beiden Wii U-Titel schon gespielt hat, der findet kaum Neues – in meinen Augen viel zu wenig, um einen erneuten Kauf zu rechtfertigen, außer man will die Spiele auch unterwegs unbedingt genießen. Davon unabhängig kann ich den Remix sehr empfehlen, das Best-of ist unterm Strich auf jeden Fall besser als die beiden Einzelteile auf der Wii U!

Grafik

schwach

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

73%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

07.11.2014

Developer

Nintendo

Publisher

Nintedo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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