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Reviews: Nintendo 3DS

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Monster Hunter Generations

Ego Shooter

15.08.2016

Autor: Matthias Küpper

 

Die Monsterjagd geht auf dem 3DS mit Monster Hunter Generations in eine weitere Runde und vereint dabei die besten Elemente der letzten Ableger. Dazu kann der Titel sogar noch mit einigen neuen Ideen auftrumpfen. Dazu verspricht das Spiel nicht nur etwas für Fans zu sein, sondern glänzt auch mit einer Einsteigerfreundlichkeit, die andere Titel der Reihe aus dem Hause Capcom vermissen lassen. Also schärft eure Waffe und dann geht es auf Monsterjagd.

 

 

Willkommen in Bherna

 

Bevor das Spiel wirklich los geht, muss zuerst ein Charakter erstellt werden. Dabei besteht nicht nur die Möglichkeit das Geschlecht zu wählen, sondern ihr könnt auch viele andere Details verändern. Darunter das Gesicht, die Augen, die Frisur und die Stimme. Zusätzlich müsst ihr euch noch für einen Namen entscheiden. Nachdem euer Charakter erstellt ist, geht das Spiel ohne große Umschweife los. Ihr landet im Dorf Bherna, wo ihr als Jäger die dort stationierten Forscher unterstützen müsst, denn diese sind nicht die besten im Umgang mit Monstern.

 

Bevor der erste Quest beginnt, werden zuerst die wichtigsten Anlaufstellen in Bherna gezeigt. So bekommt man ein eigenes Haus, in dem man speichern und auf seine Truhe zugreifen kann. Außerdem gibt es das Bherna-Mädel, bei dem Quests angenommen werden können. Bevor man diese antritt, ist es aber häufig ratsam, erst einmal etwas zu essen. Denn mit vollem Magen gibt es auf der Monstjagd Bonusattribute, die sehr hilfreich sein können. Beim Schmied können die gesammelten und erbeuteten Gegenstände erfarmt werden. Direkt daneben befindet sich aber noch ein Ausrüster, bei dem der Spieler Waffen und Rüstungen kaufen kann. Bei einer anderen Händlerin können nützliche Gegenstände wie Spitzhacken und Wetzsteine erworben werden.

 

 

Auf zur Jagd

 

Sobald ihr bereit für die Jagd seit, kann es mit der ersten Quest losgehen. Wer das erste Mal Monster Hunter spielt, hat hier die Wahl, einige sehr nützliche Trainingsmissionen zu absolvieren. Gerade die Jagdgrundlagen erklären detailreich, worauf es außerhalb des Dorfes zu achten gilt. Genauso könnt ihr euch aber auch die unterschiedlichen Waffen anschauen. Neu dabei ist außerdem der Pirschermodus, in dem man als Felyne auf die Jagd geht. Das hat den Vorteil, dass man unbegrenzte Ausdauer hat und somit gerade beim Sammeln von schweren Gegenständen viel leichter voran kommt. Dafür ist man aber im Kampf nicht ganz so stark.

 

Wer sich mit der Serie aber schon bestens auskennt, kann auch einfach direkt mit den Quests anfangen. Diese sind für Experten der Reihe nicht wirklich fordernd, da gerade am Anfang viele leichte Sammel- und Jagdmissionen den Einstieg ins Spiel erleichtern sollen. Es dauert daher ein bisschen, bis der erste große Gegner erscheint. Hat man diesen besiegt, gibt es die ersten schwereren Quests. Hier müssen aber alle Spieler durch. Sei man der blutige Anfänger oder der Jägerguru.

 

Aber was für Aufgaben erwarten einen denn nun genau? Diese können tatsächlich sehr unterschiedlich ausfallen: So kann es sein, dass man die Aufgabe hat, Beeren oder Pilze zu sammeln oder es sollen Erze abgebaut werden. Genausogut kann es sich aber auch um eine Angelmission oder Transportmission handeln. Bei letzterer müssen schwere Gegenstände bis zum Anfangspunkt transportiert werden. Natürlich haben die fiesen Monster etwas dagegen und sobald man von einem Angriff getroffen wird, lässt der Jäger den Gegenstand fallen. Als letztes wären dann noch die klassischen Jagdmissionen, bei denen eine bestimmte Anzahl an Monstern besiegt werden müssen. Oft gibt es bei den Quests aber nicht nur ein Hauptziel, sondern auch ein Nebenziel. Hat man dieses erfüllt, aber keine realistische Chance mehr, das Hauptziel zu erreichen, kann man die Mission trotzdem beenden. Denn alle Quests haben ein gewisses Zeitlimit und man hat nur bestimmte Resourcen zur Verfügung.

 

Sobald man sich für eine Quest entschieden hat, kann man das Dorf verlassen. Zuerst betritt man dabei einen kleinen Lagerposten, der dazu dient, jeden Jäger zu versorgen. In einer blauen Kiste befinden sich ein paar Gegenstände, die bei der Jagd nützlich sein können. Darunter ist auch eine Karte, die einem das komplette Gebiet aufdeckt. Außerdem befindet sich dort auch eine rote Kiste, in der die erforderten Gegenstände abgeliefert werden müssen. Hat man alle benötigten Gegenstände aus der Truhe genommen, kann es endlich losgehen.

 

Die Karte teilt sich dabei in mehrere kleine Gebiete auf, in denen unterschiedliche Monster und Pflanzen wachsen. Es macht am Anfang durchaus Sinn, sich erst einmal einen Überblick über das gesamte Gebiet zu verschaffen. Gerade wenn man Feinde verfolgen muss oder vor ihnen fliehen möchte, kann man so das Rennen in eine Sackgasse vermeiden.

 

Auf dem oberen Bildschirm werden gleichzeitig drei wichtige Balken angezeigt: Der oberste Balken sind die HP des Jägers, die nicht auf null fallen sollten. Darunter befindet sich der Ausdauerbalken. Dieser zeigt an, wie viel man sprinten kann. Außerdem erfordern gewisse Aktionen im Kampf Ausdauer. Noch einmal darunter wird die Schärfe der Waffe angezeigt. Mit einer stumpfen Waffe sollte man besser nicht kämpfen, weshalb man immer einen Wetzstein dabei haben sollte. Auf diese Art und Weise wagt man sich immer wieder in neue Gebiete und besucht auch noch drei weitere Dörfer. Der Umfang an Missionen ist dabei unglaublich groß und auch an Waffen und Verbesserung gibt es wieder jede Menge zu ergattern.

 

 

Über Felyne und Jagdstile

 

Tatsächlich bietet das Spiel so viel, dass es nicht möglich ist, im Rahmen dieses Tests über alles zu berichten. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur noch auf zwei weitere Punkte eingehen. Die Felyne haben auch in diesem Titel wieder eine wichtige Rolle. Sie begleiten den Spieler in den Kampf und helfen beim Sammeln. Neu ist der Pirschermodus, der weiter oben schon angesprochen wurde. Hier läuft man selber als Fellknäuel herum.

 

Außerdem wurden vier verschiedene Jagdstile implementiert. Der Gildenstil gleicht der normalen Kampfsteuerung und ist ein ausgeglichener Modus. Ihr habt die Möglichkeit zwei verschiedene Jagdtechniken auszuwählen. Der Schlägerstil sorgt für eine Veränderung der Combos und der Geschwindigkeit im Kampf. Außerdem kann noch eine dritte Jagdtechnik ausgewählt werden. Durch den Luftkampfstil weicht man jedem Angriff durch einen Sprung in die Luft aus. Außerdem kann mit einer beliebigen Waffe Angriffe aus der Luft getätigt werden. Dafür kann aber nur eine Jagdtechnik festgelegt werden. Der Konterstil ermöglicht es dem Jäger kutz bevor er getroffen wurde, auszuweichen und in wegzuspringen. Während dem Sprung hat man die Möglichkeit den Gegenangriff mit verschiedenen Kombos einzuleiten.

 

 

Steuerung und Technik

 

Es braucht etwas Zeit, bis man sich an die Steuerung von Monster Hunter gewöhnt hat. Das liegt daran, dass jede Taste belegt ist. Mit dem linken SchiebePad läuft man ganz normale herum. Zum Schwenken der Kamera kann man das Steuerkreuz, falls vorhanden das rechte SchiebePad oder den Touchscreen benutzten. Über den Touchscreen lassen sich außerdem die Kombinierliste, der Objektbeutel und eine Jagdtechnik auswählen. Mit X zieht man die Waffe und schlägt auch noch zu. Mit Y kann man hingegen die Waffe wieder wegstecken und danach ein Objekt zu sich nehmen welches nach dem Drücken von L und den Tasten A und Y aus dem Menü ausgewählt werden kann. Mit der R-Taste sprintet man, durch B geht ihr beim Stillstand in die Hocke und wenn ihr lauft könnt ihre eine Rolle machen, die Ausdauer kostet. Mit A setzt ihr Aktionen in Gang und könnt bei gezogener Waffe auch angreifen. Sobald man sich aber daran gewöhnt hat, wie welcher Knopf belegt ist, steuert sich das Spiel echt gut. Nur im Kampf kann es dann öfters mal etwas umständlich werden, die Kamera zu drehen.

 

Auch technisch hat sich im Vergleich zu den Vorgänger etwas getan. Die Grafik sieht für den 3DS wieder sehr schön aus. Das Wichtigste ist aber, dass das Spiel flüssig bleibt und die Ladezeiten deutlich geringer ausfallen als noch beim Vorgänger. Gerade mit dem new 3DS gibt es kaum Wartezeiten.

 

Das Highlight sind natürlich wieder die großen Monster. Aber auch die Umgebung wurde mit viel Liebe gestaltet. Mehr ist auf dem 3DS vermutlich nicht möglich. Der 3D-Effekt gehört auch zu den besten auf den Gerät. Nur sollte der Regler nicht ganz hoch geschoben werden, weil es dann anfängt zu flimmern. Ich persönlich spiele sowieso lieber ohne 3D. Musikalisch hat das Spiel zwar nicht viel zu bieten, aber die Stille auf der Jagd trägt auch zur Atmosphäre bei. Setzt dann aber mal ein Stück ein, ist dieses passend und macht Lust auf mehr. Eine Sprachausgabe gibt es aber leider nicht.

 

 

Multiplayer

 

Das große Highlight ist mal wieder der Multiplayer. Sowohl lokal als auch online kann man mit drei weiteren Jägern gemeinsam auf Monsterjagd gehen. Euch erwarten auch hier wieder knifflige Missionen, die euch alles abverlangen. Wie immer sollte man hier aber als Anfänger vorsichtig sein, denn für viele Missionen ist ein bestimmtes Equip erforderlich und es kann schnell mal passieren, das man die Gruppe eher zurückwirft. Aber der Multiplayer gibt dem Spiel vor allem einen hohen Wiederspielwert und kann auch als Motivation für weiteres Farmen im Offline-Spiel dienen. Denn wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, mit was für tollen Waffen die anderen Spieler herumlaufen, möchte man auch selber in den Genuss kommen.

 

 

Kritik

 

Es fällt mir persönlich wirklich schwer, große Kritikpunkte an dem Spiel zu finden. Da wäre natürlich die fehlende Sprachausgabe, die aber sicherlich auch den Möglichkeiten auf dem 3DS geschuldet sind. Es wäre aber trotzdem schön, wenn man die ganzen Erklärungen in den Tutorial-Quests erzählt bekäme. Die Einsteiger werden nun auch deutlich besser in das Spiel geleitet. Allerdings hat das Spiel eben auch wieder das Problem, dass sich vieles schnell wiederholt. Das Spiel bietet jede Menge Spielzeit, aber das liegt eben auch daran, dass man sehr viel Aufwand in gute Ausrüstungen stecken muss und dafür manche Quests auch öfters erledigen muss. Dazu fehlt dem Spiel einfach eine Story, die es noch interessanter machen würde. Dass dazu an sich die sprachliche Gewandheit vorhanden ist, beweisen ja die vielen Dialoge. Außerdem gab es dort schon deutlich bessere Beispiele bei den Vorgängern.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster,


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Fazit

In meinen Augen schafft es Capcom dieses Mal wirklich, den Einstieg für Neulinge gut zu gestalten. Es geht nicht sofort mit schwierigen Missionen los und die Trainingsmissionen erklären das meiste bis ins kleinste Detail. Da diese optional sind, ist das Spiel aber auch für Experten nicht uninteressant. Euch erwarten wieder zahlreiche Stunden, in denen ihr auf Monsterjagd geht oder euch darauf vorbereitet. Zu tun gibt es hier wie immer einiges und auch die Neuerungen sind gelungen. Solltet ihr bisher noch kein Monster Hunter gespielt haben, empfehle ich wärmsten den Einstieg mit diesem Titel. Schaut euch zur Not erst einmal die Demo an. Denn das Spiel vereint wirklich die besten Elemente eines Monster Hunters und ist daher für jeden Fan ein muss.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

82%

Singleplayer

86%

Multiplayer

Release

15.07.2016

Developer

Capcom

Publisher

Capcom

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-4



Neue Wertungsskala für 3DS-Spiele

Um gegen den stetig weiter ansteigenden Höhenflug der Noten anzugehen, haben wir uns für eine fixe Notenskala entschieden, die wir ab sofort bei 3DS-Spielen verwenden. Hier könnt ihr also nachlesen, was eine Note in Worten ungefähr bedeutet. Andere Konsolen bleiben außen vor, damit dort weiter Vergleichbarkeit gewährleistet ist, das folgende gilt also nur für den 3DS:

 

90-100 Prozent

Absoluter Ausnahmetitel, nahe an der Perfektion. Diese Wertung bekommen nur die wenigsten Spiele, die das Medium vorantreiben, neue Elemente etablieren oder einfach nur an der Perfektion kratzen.

 

80-89 Prozent

Sehr gute Spiele, die man gespielt haben sollte.

 

70-79 Prozent

Gute Spiele, die man sich als Genre-Fan nicht entgehen lassen sollte.

 

60-69 Prozent

Ebenfalls gute Spiele, die aber mit größeren Mängeln zu kämpfen haben.

 

50-59 Prozent

Durchschnittliche Spiele, die höchstens für Fans interessant sind.

 

30-49 Prozent

08/15-Kost, starke Mängel

 

10-29 Prozent

Katastrophale Spiele, die in allen Aspekten den Ansprüchen nicht gerecht werden.

 

0-9 Prozent

Unspielbar.


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