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Reviews: Nintendo DS

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Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen

Sport

21.02.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Team Mario vs. Team Sonic!

 

Die beiden Allstar-Teams aus den Häusern Nintendo und Sega lassen ihre Maskottchen wieder aufeinander los. Nach der Wii-Version treten jeweils acht Charaktere nun auch auf dem Nintendo DS bei den Olympischen Spielen direkt gegeneinander an. Damit kann die Frage, wer der größere Held ist, endlich ein für allemal geklärt werden. Oder etwa nicht?

 

In insgesamt 16 sportlichen Disziplinen und neun Traumdisziplinen müssen die Athleten ihr Können unter Beweis stellen. Natürlich kommen dabei die speziellen Fähigkeiten des Nintendo Handhelds sehr umfassend zum Einsatz. Wie schon gesagt, schickt jedes Team acht Charaktere nach Peking, die in vier verschiedene Typen eingeteilt sind. So ist Bowser zum Beispiel ein Krafttyp, die vor allen Dingen durch immense Kraft und Ausdauer überzeugen, dafür aber nicht wirklich schnell oder genau sind. Sonic ist wohl das Paradebeispiel des Geschwindigkeitstypen, denen es zwar an Kraft mangelt, nicht aber an Schnelligkeit. Mario ist dagegen ein Alleskönner und hat weder besondere Stärken noch große Schwächen. Die letzte Gruppe, der zum Beispiel Peach angehört, sind besonders geschickt und können daher bei Sportarten wie Turnen oder Tischtennis am ehesten überzeugen. Je nach Sportart kann man sich also immer einen passenden Typ auswählen und hat dann jeweils die Wahl aus zwei Charakteren des Teams Mario oder Sonic.

 

Leider ist die Wahl nicht immer wirklich leicht, da es bei dem Spiel – wenn man denn alleine spielt – hauptsächlich darauf ankommt, die verschiedenen Zirkel zu gewinnen. Dabei handelt es sich um Mehrkämpfe, die sowohl aus Traumdisziplinen als auch aus den sportlichen bestehen. In den drei Schwierigkeitsgraden muss man dann immer als Gesamtsieger nach drei, vier oder fünf Wettbewerben hervorgehen, um den nächsten Zirkel spielen zu können. An jedem Wettstreit nehmen vier Spieler teil und erhalten je nach Plazierung 10, 8, 6 oder 4 Punkte. Auch bei der DS-Version kann man wieder einmalig den Einsatz erhöhen und die doppelte Punktzahl bei einer Disziplin kassieren. Wer am Ende des Zirkels die meisten Punkte hat, der gewinnt. Mit jedem gewonnenen Zirkel schaltet man neue Sportarten frei, bis man dann alle 25 zur Verfügung hat.

 

Diese sind, wie schon gesagt, in zwei Gruppen eingeteilt. Die sportlichen Disziplinen sind echte Olympische Sportarten, wie zum Beispiel der 100m Lauf, Turmspringen, Verfolgung (auf dem Fahrrad), Weitsprung, Hammerwerfen oder Fechten. Bei den Traumdisziplinen geht es etwas lockerer zu und es kommen auch mal Spezialangriffe oder Items zum Einsatz. So gibt es zum Beispiel einen Wettlauf über drei Runden mit Items wie bei Mario Kart oder Tischtennis mit Punktevergabe abhängig von der Dauer des Ballwechsels. Diese nicht ganz so ernsten Disziplinen lockern das Geschehen auf und sorgen für noch mehr Abwechslung.

 

Neben den Zirkeln hat jeder Charakter außerdem noch sechs Missionen zu bestehen, die aus den verschiedensten Sportarten stammen und extrem unterschiedlich schwer sind. Mal muss man als zweiter mit höchstens einer halben Sekunde Abstand auf den Ersten ins Ziel kommen und mal muss man beim Turnen genau zwischen 6.000 und 7.000 Punkte bekommen. Schafft man alle Missionen eines Charakters, dann schaltet man ein paar Bonusinhalte frei. Wirklich leicht ist das jedoch bei keinem, da jeder mindestens eine Aufgabe hat, die es wirklich in sich hat und durchaus auch mal 20 oder mehr Versuche nötig sind, bevor es klappt. Ein Beispiel: Beim Dreisprung mindestens 15 Meter erreichen, aber gleichzeitig muss jeder Absprung einen Winkel größer 45° haben. Hier muss man bei allen drei Sprüngen extrem genau treffen, da man sonst nie auf die geforderte Weite kommt. Zunächst gibt es für jeden Charakter fünf Aufgaben, die jedoch erst freigeschaltet sind, wenn man die Sportart schon hat, und eine Abschlussmission, wenn alle anderen geschafft sind. Darin tritt man dann im direkten Duell gegen eine andere Figur an.

 

 

Nahezu perfekte Kontrolle!

 

Wie schon bei der Wii-Version haben die Entwickler in Sachen Steuerung fast alles richtig gemacht, in dem sie eine gute Mischung aus traditionellen und innovativen Eingabemöglichkeiten gewählt haben. So spielt man zum Beispiel Tischtennis ausschließlich mit dem Steuerkreuz und den vier Tasten, die für unterschiedliche Schlagtypen stehen. Ebenso muss man beim Turmspringen nur durch die Tasten möglichst halsbrecherische Aktionen vollführen. Bei der Verfolgung tritt man mit den beiden Schultertasten abwechselnd in die Pedale und lenkt über das Steuerkreuz.

 

Bei den meisten Sportarten kommt jedoch nur der Touchscreen zum Einsatz. So läuft man zum Beispiel durch schnelle Bewegungen mit dem Stylus über den unteren Bildschirm, beschleunigt den Hammer durch Drehbewegungen, legt den Absprungwinkel beim Weitsprung per Touchpen fest oder zielt beim Bogenschießen mit dem Stylus. Die meisten Bewegungen gehen wirklich leicht von der Hand und sind schnell erlernt. Allerdings sind oftmals viel mehr als nur schnelle Bewegungen erfordert, sondern auch Genauigkeit, so dass es auch bei diesen einfachen Eingabemöglichkeiten eine Lernkurve gibt.

 

Manche Disziplinen verlangen auch eine Kombination von Tasten und Touchscreen, so zum Beispiel beim Schießen oder Fechten. Beim Schießen zielt man über den Touchscreen und feuert den Schuss mit einer der beiden Schultertasten ab. Beim Schwertkampf für Weicheier bewegt man seine Figur mittels Steuerkreuz und steuert den Degen per Touchpen, was jedoch nicht immer wirklich funktioniert. Diese Sportart ist eine der wenigen, die wegen des kleinen Bildschirms und der etwas ungenauen Steuerung nie wirklich Spaß macht. Zu oft verliert man nicht wegen mangelndem Können, sondern weil man einfach nicht schnell genug erkennt, was der Gegner tut und dann sogar manchmal die Gegenaktionen einfach nicht klappen wollen.

 

 

Nicht allein sein, sondern dabei sein ist alles!

 

Das Motto der Olympischen Spiele sollte jedem bekannt sein und so legt auch die mobile Version von Mario & Sonic großen Wert auf einen Mehrspieler-Modus, der aber naturgemäß nicht ganz so einfach funktioniert, wie beim großen Bruder auf der Wii. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass man eben vier Konsolen und vier Spiele braucht, um es wirklich genießen zu können. Zwar haben die Entwickler auch die Möglichkeit eingebaut, mit nur einer Karte zu viert spielen zu können, allerdings ist der Umfang dann stark eingeschränkt.

 

Spielt man mit nur einer Karte, dann kann man nur Einzeldisziplinen spielen und hat auch nur die Auswahl aus sechs verschiedenen Sportarten, was auf Dauer nicht wirklich motivierend ist. Hat jeder das Spiel, dann kann man neben den Einzeldisziplinen auch komplette Zirkel gegeneinander spielen, die sich, wie im Einzelspieler-Modus, komplett frei bestimmen lassen. Je nach Sportart spielen dann alle gleichzeitig, nacheinander oder über Kreuz gegeneinander. Letzteres ist zum Beispiel beim Tischtennis der Fall. Hier treten erst jeweils zwei Spieler gleichzeitig gegeneinander an und danach bestimmen dann die Gewinner und Verlierern untereinander die genauen Platzierungen.

 

Die Mehrspieler-Duelle machen, vorausgesetzt jeder Teilnehmer hat das Spiel, wirklich großen Spaß. Durch die Vielfalt an Disziplinen und die Möglichkeit, eigene Zirkel zu definieren wird es so schnell nicht langweilig. Die Ladezeiten halten sich ebenfalls in Grenzen und bei unseren Tests lief immer alles stabil. Fast noch lustiger ist das Spiel jedoch für Außenstehende, denn es ist einfach ein grandioses Bild, wenn vier Zocker auf einem Sofa nebeneinander sitzen und um die Wette auf ihrem DS rubbeln... ;-)

 

Einen Online-Modus hat das Spiel zwar auch, allerdings, wie schon die Wii-Version, keinen echten. Es ist lediglich möglich, die eigenen Highscore Daten hochzuladen und so zu schauen, wie gut man im weltweiten Vergleich ist. An sich keine schlechte Idee, es nervt jedoch tierisch, dass man immer nur Daten einer Sportart abfragen kann und es jedes Mal ziemlich lange dauert. Warum man nicht einfach alles auf einmal aktualisieren kann, ist mir ein Rätsel.

 

 

Der DS in Höchstform!

 

Technisch braucht sich der Titel, der ja im Prinzip nichts anderes ist, als eine Minispiele-Sammlung auf keinen Fall zu verstecken. Die Animationen der Helden sind allesamt sehr gut gelungen, wobei vor allen Dingen die kleinen Dinge echt begeistern können. So sind manche Dinge fast schon zu stark versteckt, was allerdings dazu führt, dass man sich freut, wenn man sie entdeckt. So zum Beispiel die vor Freude geballte Faust von Peach, wenn sie einen Ballwechsel beim Tischtennis gewonnen hat oder die Bewegungen zum Aufwärmen vor einem Sprint von Sonic. Vorbildlich sind die Reaktionen der Sportler insgesamt sowieso. So bricht zum Beispiel Dr. Eggman nach einem 400m Lauf zusammen und bleibt völlig erschöpft am Boden liegen, sobald das Ziel erreicht ist.

 

Nicht so gut sind die Outfits der Helden. Ich verstehe immer noch nicht, warum Mario als Fußball-Spieler seine Latzhose nicht tragen muss, aber sie beim Turmspringen oder gar beim 100m Freistil immer an hat. Noch seltsamer erscheint das, weil andere Figuren, wie zum Beispiel Peach extra Outfits spendiert bekommen haben.

 

Die Stadien sind, wie schon auf der Wii, gut getroffen, wenn auch natürlich weit weniger spektakulär. Auf den kleinen Bildschirmen wirkt es auf jeden Fall sehr gut und die Stadion-Atmosphäre springt spätestens dann auf den Spieler über, wenn er zur Motivation des Publikums selbst ins Mikrofon des DS klatschen muss.

 

Sound und Musik sind gut gelungen. Jeder Held hat einige passende Sprachsamples je Sportart, die gut zum jeweiligen Abschneiden passen. Viel Musik gibt es im Spiel nicht, lediglich in der Galerie kann man bei mehreren Minispielen einige Klassiker aus beiden Welten freischalten und dann dort hören.

 

Vielen Dank an Sega und Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Mario und Sonic machen auch auf dem DS eine sehr gute Figur. Durch die zahlreichen Zirkel und Missionen, die es teilweise wirklich in sich haben, ist man auch als Einzelspieler lange beschäftigt, wenn man das will. Das gesamte Potential entfaltet sich jedoch natürlich erst zu mehreren Spielern. Allerdings ist die Wii-Version da noch eine Ecke besser, weil unkomplizierter und abwechslungsreicher. Wem der große Bruder gefallen hat, der kann jedoch auch bei der DS-Version nichts falsch machen, vor allem, da man auch alleine viel Spaß damit haben kann. Der fehlende echte Wi-Fi Modus kostet natürlich auch wieder Punkte und sorgt für ein erneutes Kopfschütteln meinerseits.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

82%

Multiplayer

Release

08.02.08

Developer

Sega

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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