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World Series of Poker 2008

Simulation

23.02.2008

Autor: Marcel Witte

 

Ich weiß ja nicht, ob die vier Neunen gut sind, aber das Ass ist ganz gut, glaube ich.

 

Bei World Series of Poker messt ihr euch mit den besten Pokerspielern Phil Helmth, Jennifer Tilly, Chris Ferguson, um nur ein paar zu nennen. Dabei sind eure Ziele hoch gesteckt. So werdet ihr nicht nur von einem Event zum nächsten gejagt, sondern könnt euer Talent auch in einer „Head´s up“-Situation (1 gegen 1) beweisen. Mit Hilfe von einem beachtlichen Startkapital soll man verschiedene Turniere bewältigen und Spieler des Jahres werden. Dieser Titel wird an denjenigen vergeben, der in allen Event-Turnieren der WSOP (World Series of Poker) die meisten Punkte einstreicht. Sobald ihr ein Event beendet habt, könnt ihr Cashgames spielen, um so zu mehr Geld zu kommen. Hat man dann das nötige Geld in der Tasche, geht es direkt zum nächsten Event.

 

 

Spielaufbau

 

Sobald das Spiel gestartet wird, bekommt man ein Menü geboten, indem man die Wahl zwischen „Schnelles Spiel“, „Karriere Modus“, „Multiplayer“, „Training“ und „Option“ hat. Vier der fünf Menüpunkte sind schnell erklärt. Falls man eine Runde zwischen zwei und neun Leuten pokern möchte, ist das schnelle Spiel die richtige Wahl, denn hier könnt ihr nicht nur die Teilnehmerzahl festlegen, sondern auch Startgeld, Blinds (Grundeinsätze) und die Kulisse. Den lokalen Multiplayer-Modus können bis zu neun Spieler gleichzeitig genießen, wobei jeder ein eigenes Spiel benötigt. Dort gelten die selben Einstellungsoptionen, wie im schnellen Spiel. In den Optionen kann der Sound eingestellt und die automatische Speicherung aktiviert werden. Aus den fünf Menüpunkten ist neben dem Karriere Modus das Training besonders hervor zu heben. Dort kann man sich Tipps und Tricks von Phil Helmuth anhören und Regeln sowie Statistiken nachlesen. Hier sollte man dem Englischen mächtig sein, da World Series of Poker 2008 ausschließlich englische Texte bietet.

 

 

Las Vegas ruft!

 

Im Karriere Modus muss man als erstes einen Spieler erstellen, dabei kann man nicht nur seinen Namen eingeben, sondern auch aus einer Vielzahl an Avataren das geeignete Bild auswählen. Anschließend kann man noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen, welcher hier weniger als Graduierung, sondern mehr als Startkapital zusehen ist. Danach wird ein weiteres Menü geöffnet, wo man die WSOP Events findet, die es zu absolvieren gilt. Des Weiteren kann man sich im Head´s up gegen eine Reihe von Profis wagen.

 

Das Hauptaugenmerk in der Karriere sollte auf den Events liegen, wo man einen der vorderen Plätze ergattern sollte, um Punkte zu bekommen, welche man braucht, damit man Gamer of the Year wird. Bei World Series of Poker wird ausschließlich Limit oder No Limit Texas Hold´em gespielt, d.h. man bekommt zwei Karten vom Dealer (Geber), um danach seinen Einsatz zu tätigen.

 

Ist die erste Runde vorüber, werden als erstes die drei Community-Cards (Karten, die alle Spieler benutzen, um ihr Pokerblatt zu vervollständigen), welche „Flop“ genannt werden, aufgedeckt. Anschließend gibt es eine Runde, in der man setzen muss. Ist auch diese Runde vorbei, wird die nächste Community-Card aufgedeckt, die man „Turn“ nennt. Nach der nächsten Einsatz-Runde bekommt man die fünfte und letzte Karte zu Gesicht, den „River“. Danach wird entschieden, wer gewonnen hat und das gesammte Geld, welches im „Pot“ (alle Einsätze der gespielten Runde) liegt, bekommt.

 

Beginnt man ein Turnier, wird man per Zufall einem Tisch zu gewiesen und muss diesen gewinnen, um zum nächsten zu gelangen, bis es nur noch einen gibt, den Finaltisch. Aufgrund der Tatsache, das Poker sehr wenig mit Glück zu tun hat, sondern eher ein mathematisches Spiel ist, sollte man sich seine Einsätze gut überlegen, denn man gewinnt seltener als das man verliert. Wenn man eines der Events mit mehr beziehungsweise weniger Punkten abgeschlossen hat, kann man zum nächsten WSOP-Event. Nach allen Turnieren, hängt vom Schwierigkeitsgrad ab wie viele es sind, bekommt man den heiß ersehnten Titel Spieler des Jahres oder man es muss nochmal versuchen.

 

 

Spieltechnik

 

Die Steuerung ist wegen der vielen Informationen, die Pokern mit sich bringt, gut gelöst worden, denn man kann sowohl per Steuerkreuz und Tasten, als auch das komplette Spiel via Stylus und Touchscreen spielen. Dabei dient der obere Bildschirm zur Erkennung der Spieler, die alle einen eigenen Avatar besitzen. Des Weiteren werden die Einsätze, Dealer (Geber), und Blinds (Einsätze) dargestellt. Der untere Bildschirm zeigt was einem alles für Möglichkeiten („mitgehen“, „erhöhen“, „bieten“ und „wegwerfen“) offen stehen. Auch stellt der Touchscreen die Community-Cards dar.

 

 

Audiovisuelle Umsetzung

 

Das Spiel bietet nur zwei Musikstücke: Eines für die Menüs und ein weiteres, das während der Partien ertönt und immer wiederholt wird. Die Videos, die es zu betrachten gibt, sind aber dennoch gut und bieten eine englische Sprachausgabe und aufgrund der Dialekte kaum zu verstehen ist.

 

Grafisch ist das Spiel eher enttäuschend. Einzig und allein der „1 gegen 1“ Modus wurde grafisch sehr gut umgesetzt, denn dort werden die Pokerstars groß abgebildet und es ist nicht so ein Chaos am Tisch.

 

 

Meckerecke

 

Was wohl am meisten an World Series of Poker stört, ist die Tatsache, dass dieses Spiel für Anfänger völlig ungeeignet ist, da weder ein zu verstehendes Tutorial, noch die Regeln von Texas Hold´em auf deutsch erklärt werden. Auch der Schwierigkeitsgrad ist für Anfänger eindeutig zu hoch und da dieser sich nicht verändern lässt, verliert man schnell die Lust am Pokern. Desweiteren bietet die Umsetzung einfach zu wenig. Wenn man mit dem Stylus spielt, muss man schon sehr genau die Schaltflächen treffen, die allesamt viel zu klein sind. Die wenig musikalische Unterstützung des Spiels lässt sehr viel Platz für Verbesserungen. Kommen wir nun zum Speicherproblem, das das Spiel hat. Denn man muss schon sehr viel Zeit mitbringen, wenn man den Karriere Modus startet, da man während eines Turniers nicht die Möglichkeit zu speichern hat, sondern immer erst die laufende Runde beendet werden muss, bevor man seinen Spielstand sichern darf.

 

 

Multiplayer

 

Den lokalen Multiplayer-Modus können bis zu neun Spieler gleichzeitig genießen, wobei jeder ein eigenes Spiel benötigt. Nachdem man ins Mehrspielermenü wechselt, muss man entweder ein Spiel erstellen oder einem Spiel beitreten. Wenn ein Spiel erstellt werden soll, kann man verschiedenste Einstellungen vornehmen, wie die Anzahl der Spieler und ob deren KI einem Profi ähnelt, oder eher einem Anfänger zugeordnet wird. Zudem bringt der Multiplayer-Modus etwas Abwechselung ins Poker geschehen, denn hier könnt ihr, anders als im Karriere-Modus, eurem Gegenspieler ins Gesicht sehen und so das Spiel facettenreicher gestalten.

 

Der Multiplayer ist somit ganz nett, aber leider wohl nur selten zu gebrauchen. Denn es ist völlig unverständlich, dass die Entwickler keinen Singlecartridgemodus und auch keinen Onlinemodus integriert haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Freunde findet, die sich dieses eher durchschnittliche Produkt ebenfalls kaufen, sollte, auch unter Anbetracht des hohen UVP Preises von 39,99€ eher unwahrscheinlich sein.

 

 

Wir danken Activision für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Obwohl man sonst nirgendwo die Chance hat gegen die Besten aus der Pokerszene anzutreten, ist World Series of Poker 2008 meines Erachtens durch die Anfänger-Untauglichkeit nicht sonderlich gut gelungen. Man hätte vielleicht nicht das ganze Budget für so viele Lizenzen investieren, sondern ein klasse Spiel abliefern sollen, welches auch für nicht Pokercracks den Einstieg in das beliebte Kartenspiel erleichtert hätte. Ferner ist World Series of Poker 2008 viel zu eintönig und bietet wenig Abwechselung, sodass bei mir nicht wirklich Spaß auf kam.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

55%

Singleplayer

65%

Multiplayer

Release

19.12.2007

Developer

Left Field Studios

Publisher

Activision

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (WLAN)

2-9


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