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42 Spieleklassiker

Party

12.10.2006

Autor: Mario Kablau

 

Unendliche Auswahl?!

 

Nachdem man die Karte eingelegt hat und den DS eingeschaltet, muss man sich zunächst entscheiden, ob man alleine oder mit menschlichen Mitspielern spielen will. Der Einzelspieler-Modus bietet dabei von Beginn an drei verschiedene Möglichkeiten. Im freien Spiel kann man fast jeden der 42 Klassiker gegen Computer gesteuerte Gegner spielen. Einige Spiele sind jedoch nicht von Beginn an verfügbar und müssen erst freigespielt werden.

 

Für jedes Spiel gibt es umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, so dass man sowohl eine schnelle Runde spielen kann, oder mit der nötigen Zeit auch sehr umfangreiche Schlachten. Außerdem gibt es zu jedem Spiel umfangreiche Regelerläuterungen und Hilfen, die ich später noch genauer betrachten werde.

 

Um die Auswahl übersichtlich zu machen, sind die Spiele in 5 Kategorien unterteilt. In der Rubrik Kartenspiele befinden sich Titel wie Black Jack, Mau-Mau und Poker, bei den Brettspielen sind unter anderem Dame, Schach und Backgammon dabei. Die Extraspiele beinhalten verschiedene Geschicklichkeitstitel und bei den Sportspielen kann man zum Beispiel bowlen oder Dart spielen. Zu guter letzt gibt es noch 3 Solospiele, die man nur alleine spielen kann.

 

Der zweite Menüpunkt – Stempeltour – ist eine Art Reise durch alle 42 Spiele. Man muss der Reihe nach alle Spiele spielen und dabei möglichst gewinnen. Für einen Sieg bekommt man 3 Stempel und für eine Niederlage bloß einen. Ein Spiel gilt als abgeschlossen, sobald man 3 Stempel erspielt hat. Im Prinzip eine sehr gute Idee, aber leider hapert es ein wenig an der Umsetzung. Bei einigen Spielen dauert ein Durchgang nämlich auch mal 20 Minuten und wenn man das Spiel dann womöglich weder mag noch kann, dann sitzt man eine Stunde dran, bis man das nächste beginnen kann.

 

Die Tour ist dabei in verschiedene Level, die jeweils etwa 8 Spiele beinhalten, aufgeteilt. Hat man ein Level beendet, dann schaltet man damit etwas frei. Allerdings gibt es nicht nur weitere Spiele zu entdecken, sondern auch neue Spielmodi bei verschiedenen Klassikern.

 

Hinter dem Missions-Modus verbirgt sich die wohl härteste Herausforderung im Spiel. Hier gibt es 30 Spiele, die man mit einem vorgegebenen Ziel schaffen muss, z.B. Rommé mit Rommé-Hand zu beenden oder einen 7fachen Sprung bei Halma. Hiermit kann man weitere Symbole freispielen, mit denen man Online angeben kann.

 

 

Acht Freunde sollt ihr sein!

 

So schön der Einzelspieler-Modus eigentlich ist, so langweilig ist er auf Dauer leider auch! Nach kurzer Zeit ist die Luft raus, denn Duelle gegen Computer machen nur für gewisse Zeit Spaß. Deshalb hat der Titel einen unglaublichen Mehrspieler-Modus zu bieten: Es lassen sich beinahe alle Spiele mit bis zu 8 Personen spielen. Dabei ist es unerheblich, ob das über lokales W-LAN geht (dann auch nur mit einer DS-Karte) oder via Nintendo Wi-Fi Connection.

 

Dazu eröffnet ein Spieler einfach einen Raum und sobald genug Leute dabei sind, kann es losgehen. Der Spielführer trifft dabei sämtliche Entscheidungen über die zu spielenden Spiele und die Einstellungen. Damit man sich nicht nur in einem lokalen Netzwerk gut abstimmen kann, bietet das Spiel eine Chat-Funktion, die durchgehend verfügbar ist. Ähnlich wie bei Picto-Chat schreibt man hier den Text einfach mit dem Stylus in ein Feld und schickt ihn ab, damit ihn alle anderen lesen können. Kommt eine Nachricht an, dann blinkt der Chat-Button, so dass man weiß, dass man eine Nachricht bekommen hat und in den Chatraum gehen sollte. Erstaunlich ist auch, dass man Nachrichten auch nur an bestimmte Spieler schicken kann. So kann man sich bei manchen Spielen sehr gut abstimmen, ohne dass die Gegner es mitbekommen. Sie wissen dann lediglich, dass etwas geschrieben wurde, den Inhalt der Nachrichten können sie allerdings nicht lesen.

 

Der Wi-Fi Modus funktioniert mal wieder völlig unkompliziert. Geht man das erste Mal online, dann erstellt der DS einen Freundescode, über den man gegen bekannte Leute spielen kann. Wählt man sich dann ein, kann man sich entscheiden, ob man gegen Freunde oder gegen Gegner aus der ganzen Welt spielen will. Bei letzterem kann man sich dann zunächst ein Spiel aussuchen, das man spielen will und bekommt dann per Zufall Gegner zugeteilt, die die gleiche Auswahl getroffen haben. Je nach gewähltem Spiel können dabei dann bis zu 8 Personen gegeneinander antreten.

 

Man kann uneingeschränkt sagen, dass das Spiel dank Online-Modus mit Chat unglaublich lange und viel Spaß macht. Vor allem wenn man mit Freunden spielt und sich dabei via Chat unterhalten kann, gehen schnell ganze Abende vorbei. Nicht zuletzt wegen der großen Auswahl an Spielen.

 

 

Innovation ist alles?!

 

Natürlich unterstützt das Spiel den Touchscreen des Nintendo DS. Nur durch dieses Feature wird es überhaupt erst möglich, die Spiele zu spielen, als säße man tatsächlich live an einem Spieltisch oder im Casino. Würfeln bei „Mensch ärgere dich nicht“ ist dadurch genauso möglich, wie das Plazieren von Bomben bei „Schiffe versenken“. Sicherlich würde vieles auch über Tasten gehen, aber nur Dank Touchscreen-Steuerung ist es intuitiv und absolut Spaßbringend.

 

Die Grafik ist natürlich nicht das Bewertungskriterium bei einer solchen Sammlung. Schließlich kommt es nicht auf unzählige Polygone und glasklare Texturen an, sondern auf Spielspaß und fehlerfreie Darstellung. Genau dieses Ziel ist auch uneingeschränkt gelungen. Man hat es geschafft, das Flair der Spieleklassiker einzufangen und virtuell umzusetzen. Lediglich einige der Spiele hätte man auch weglassen können, da die Umsetzung zu abgedreht ist. Um ein Beispiel zu nennen: Stellt euch man vor ihr würdet Billard spielen und den Stylus als Queue benutzen müssen. Dass das nicht ohne weiteres geht, sollte jedem klar sein. Dennoch machen auch solche Spiele Spaß, wobei man hier wirklich viel Zeit braucht, um sie perfekt zu beherrschen.

 

Ähnlich gestaltet es sich mit dem Sound und der Musik. Die Musik ist zwar anfangs frisch und aufmunternd, allerdings ist die Auswahl auf Dauer viel zu gering, so dass man sich sehr schnell satt gehört hat. Ein paar mehr Melodien hätten dem Spiel auf keinen Fall geschadet.

 

 

Regeln, Regeln, Regeln

 

Da es durchaus möglich ist, dass man nicht jedes der Spiele kennt oder nur unter einem anderen Namen, gibt es zu jedem Spiel ein umfassendes Regelwerk, das man jederzeit einsehen kann. Allerdings ist es trotz des sehr großen Umfangs nicht immer gut zu gebrauchen. Während manche Spiele sehr gut erklärt sind, muss man andere einfach ein paar Runden spielen, bis man alles begriffen hat.

 

Das große Manko ist dabei die fehlende Visualisierung. Wer begreift schon Rommé anhand einer ellenlangen Erklärung, die fast nur aus Text besteht, wenn er das Spiel noch nie zuvor gespielt hat. Da man aber nach ein paar Runden meistens alles verstanden hat, ist dies nur ein kleiner Schwachpunkt.

 

Positiv zu erwähnen ist, dass man in jedem Spiel umfassende Einstellungsmöglichkeiten hat, sei es nun nur die Anzahl der zu spielenden Runden oder gar professionellere Regeln. Diese Einstellungsmöglichkeiten machen aus den 42 Klassikern zwar nicht noch mehr, aber sie erhöhen auf jeden Fall den Spielspaß, da so für jeden was dabei sein sollte.

 

 

Spiele ohne Ende

 

Damit ich auch wisst, welche Spiele eigentlich dabei sind, und ob sich der Kauf für euch lohnen würde, folgt nun eine Liste mit allen 42 Spieleklassikern:

 

Kartenspiele

  1. Old Maid
  2. Spit
  3. Betrug
  4. Fan Tan
  5. Paare
  6. Holzkopf
  7. Black Jack
  8. Hearts
  9. Präsident
  10. Rommé
  11. Seven Bridge
  12. Mau-Mau 1
  13. Mau-Mau 2
  14. Poker
  15. Texas Hold ’Em
  16. Napoleon
  17. Spades
  18. Kontakt-Bridge

 

Brettspiele

  1. Stern-Halma
  2. Dame
  3. Käsekästchen
  4. Hasami Shogi
  5. Reversi
  6. Gomoku
  7. Seeschlacht
  8. Backgammon
  9. Schach
  10. Shogi
  11. Feldherr
  12. Ludo

 

Extraspiele

  1. Shake it
  2. Domino
  3. Hanafuda
  4. Wortballons

 

Sportspiele

  1. Bowling
  2. Dart
  3. Billard
  4. Balance
  5. Schwupps

 

Solospiele

  1. Patience
  2. Ausweg
  3. Mah-Jongg

Wir danken der Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Unterm Strich ist 42 Spieleklassiker ein sehr gelungener Titel, der vor allen Dingen durch den überragenden Online-Modus mit Chat-Funktion überzeugt. Die große Auswahl an tollen Spielen tut ihr übriges um den Titel für Jedermann interessant zu machen. Zwar kann der Einzelspieler-Modus nicht lange fesseln, aber durch die famosen Mehrspieler-Möglichkeiten – z.B. 8 Spieler im lokalen Netzwerk mit nur einer Karte – machen es zu einem Must-Have-Titel für alle Freunde von den genannten Spielen. Bei der Masse an Spielen sind zwar auch ein paar nicht so gute dabei, aber das mindert die Auswahl nur sehr geringfügig.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

gut

80%

Singleplayer

86%

Multiplayer

Release

29.09.2006

Developer

Agenda

Publisher

Nintendo

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-8

Anzahl Spieler (WLAN)

2-8


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