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Reviews: Nintendo DS

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Jam Sessions

Musik

08.03.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Die Gitarre für die Hosentasche

 

Nach dieser Überschrift ist eigentlich schon alles gesagt, was Jam Sessions ist. Alles was der Titel bietet, ist eine Gitarrensimulation, die es möglich macht, das Instrument überall hin mitzunehmen und trotzdem abwechslungsreiche und gute Musik zu machen. Um das zu erreichen wurden die originalen Töne von echten Gitarren aufgezeichnet und im Spiel wiedergegeben.

 

Man spielt den Handheld dabei fast wie eine echte Gitarre, allerdings sind nur Akkorde und keine einzelnen Töne möglich. Auf dem Touchscreen ist eine Saite dargestellt, die man mittels Touchpen nach oben oder unter anschlagen kann. Je nachdem, ob man einen Abschlag oder einen Aufschlag macht, klingt der Ton natürlich anders. Um einen bestimmten Akkord zu spielen, muss man während des Anschlages und solange der Ton gehalten werden soll, in eine bestimmte Richtung auf dem Steuerkreuz drücken. In den verschiedenen Spielmodi kann man die acht Richtungen teilweise frei belegen, während sie manchmal fest vorgegeben sind. Wem acht Akkorde nicht reichen, der kann ein zweites Set belegen, dass dann angesteuert wird, indem man beim Anschlag neben einer bestimmten Richtung auf dem Steuerkreuz gleichzeitig die linke Schultertaste gedrückt hält. Linkshänder können natürlich auch mit den vier Tasten auf der rechten Seite der Konsole und der rechten Schultertaste spielen.

 

Ganz groß geschrieben wird bei Jam Sessions das freie Spielen. Daher gibt es neben einer kurzen Einführung und einigen Übungen, die das Gehör schulen sollen, keine fest vorgegeben Aufgaben. Hat man die Einführung hinter sich gebracht, dann weiß man bereits ganz genau, was mit der kleinen Klampfe alles möglich ist und was die unterschiedlichen Symbole bedeuten.

 

Auf dem oberen Bildschirm wird während der Songs nämlich angegeben, in welche Richtung und wie oft der aktuell gehaltene Akkord angeschlagen werden sollte, damit das Lied wie das Original klingt. Doch das sind nur grobe Richtlinien, denn man kann die Titel auch völlig frei spielen. Einzige Vorgabe ist es, das man die Akkorde in der richtigen Reihenfolge spielt. Wie lange sie gehalten oder wie oft und in welche Richtung sie angeschlagen werden, ist dabei völlig egal. Zusätzlich zu den Akkorden zeigt das Spiel auch noch den Songtext an, allerdings leider nicht an den Rhythmus angepasst, sondern immer den Text eines Taktes in einer Zeile. Wenn man das Lied also nicht genau kennt, dann wird man beim Mitsingen vielleicht nicht immer den richtigen Zeitpunkt treffen.

 

 

Mitsingen?

 

Ja, richtig gelesen. Mit Jam Session soll Musik gemacht werden und was eignet sich besser dazu, als der eigene Mund? Bei manchen untalentierten vielleicht eine ganze Menge, aber das soll hier nicht das Thema sein. Das richtige Gefühl des Titels kommt erst auf, wenn man zu den Akkorden auch passend mitsingt. Hier ist es nur sehr schade, dass man zwar die Musik aufzeichnen kann, das DS Mikro aber nicht zur Aufnahme der Stimme benutzt werden kann. So hätte man leicht ganze Lieder speichern und später wieder abspielen können. Aber vermutlich hat dazu der Speicherplatz auf der Karte nicht gereicht.

 

Neben den fast 40 Songs, für die es Noten und Texte zum Nachspielen gibt, kann man natürlich auch völlig frei spielen. Dazu muss man nur festlegen, welchen Akkord man auf welche Taste legen will und schon kann man los jammen. Für Improvisationskünstler ist das sicher eine echt feine Sache, während musikalische Nieten wie ich, diese Funktion kaum nutzen werden. Ich hatte aber auch genug Spaß daran, bekannte Lieder nachzuspielen und – wenn ich alleine bin – auch mitzusingen. Vorstellbar ist natürlich auch, dass einer spielt und ein anderer singt, ja sogar als Unterstützung einer Band ist Jam Sessions keine so schlechte Sache, denn an eine Anlage angeschlossen klingt es immer noch erstaunlich gut.

 

Natürlich darf im Test auch die komplette Songliste nicht fehlen:

 

Jack-Ass (Beck)

Like A Rolling Stone (Bob Dylan)

No Woman No Cry (Bob Marley)

Yellow (Coldplay)

I Will Follow You Into The Drak (Death Cab for Cutie)

Over My Head (The Fray)

The Man Who Sold The World (Nirvana)

I’m With You (Avril Lavigne)

Life Is A Highway (Rascal Flatts)

No Rain (Blind Melon)

I Forgot More Than You’ll Ever Know (Johnny Cash)

Me And Bobby McGee (Janis Joplin)

Never Can Say Goodbye (Jackson 5)

What’s Going On (Marvin Gaye)

Wild Thing (Jimi Hendrix)

You Know I‘m No Good (Amy Whitehouse)

Needles And Pins (Tom Petty)

I’m Not Sorry (The Pigeon Detectives)

J’ai demandè á la lune (Indochine)

Voila l’été (Les Négresses Vertes)

J’t’emmène au vent (Louise Attaque)

Respire (Mickey 3D)

Je sais pas jouer (Pierpoljak)

Chica de ayer (Nacha Pop)

Hoy no me puedo levantar (Mecano)

Cadillac solitaro (Loquillo)

Adiós papá (Los Ronaldos)

A quién le importa (Alaska Y Dinarama)

Centro Di Gravità Permanente (Battiato)

Je So Pazzo (Pino Daniele)

Più Bella Cosa (Eros Ramazzotti)

Come Saprei (Giorgia)

Il Mio Corpo Che Cambia (Litfiba)

Die Perfekte Welle (Juli)

Irgendwie irgendwo irgendwann (Nena)

Geile Zeit (Juli)

Open Your Eyes (Guano Apes)

See ya (Bell Book & Candle)

 

 

Was Gutes für die Ohren

 

Über die Grafik braucht man nicht wirklich viele Worte zu verlieren, denn viel mehr als eine Notenanzeige ist der DS in diesem Fall nicht. Die wichtige Übersichtlichkeit ist aber auf jeden Fall gegeben.

 

Da sich alles um Sound dreht, ist dieser Punkt natürlich ganz besonders wichtig. Hier hat Ubisoft auch alles richtig gemacht, so dass es in jeder Situation wirklich gut klingt. Zwar kommt der Sound über die Lautsprecher der kleinen Konsole nicht wirklich optimal rüber, aber deshalb empfiehlt der Hersteller auch, dass man Kopfhörer oder eine Musikanlage benutzen solle. Gerade bei letzterem hört man sehr deutlich die hohe Qualität der aufgezeichneten Sounds, auch wenn man die Anlage mal etwas lauter aufdreht. Absolut vorbildlich. Dazu klingen die Akkorde noch sehr realistisch und passen stets zu dem Ton, den man wegen Anschlagsrichtung und –härte erwartet.

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Jam Sessions kann man nicht nach objektiven Kriterien bewerten, weshalb es keine Benotung bekommt. Wer Spaß am kreativen Musik machen hat oder vielleicht eine Ergänzung für die eigene Band sucht, der wird sicher viel Spaß mit dem Titel haben. Zum Einstieg dienen die fast 40 nachspielbaren Lieder sehr gut, aber da das einsame klampfen auf Dauer nicht wirklich Spaß macht, sollte man hier kein Spiel in der Art von Guitar Hero erwarten. Jam Sessions ist einfach nur eine Gitarre für die Hosentasche, die sich primär an Musiker oder andere Kreative richtet.

Release

25.09.2007

Developer

Plato

Publisher

Ubisoft

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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