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Reviews: Nintendo DS

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Spongebobs Atlantisches Abenteuer

Jump 'n Run

20.03.2008

Autor: Nico Schoenfeldt

 

 

THQ hat sich nun mittlerweile zum sechsten Mal um eine digitale Umsetzung für den Nintendo DS bemüht und ein knallbuntes Jump 'n Run zusammengestellt. Die Geschichte ist schnell erzählt: Auf einem Ausflug stoßen Spongebob und Patrick auf ein Stück des Medaillons von Atlantis. Mit dessen Hilfe soll es möglich sein, die sagenumwobene Stadt Atlantis zu finden, in der jeder Herzenswunsch erfüllt werden soll. Nun machen sich Spongebob und seine Freunde auf den Weg, um auch die restlichen Fragmente zu finden, doch auch der Bösewicht Plankton hat von der Unternehmung erfahren und versucht nun seinerseits als erster in Atlantis anzukommen.

 

 

Immer geradeaus!

 

Das Spiel bedient sich einer knallig, bunten 3D-Grafik. Zu Beginn ist es euch möglich, als Spongebob die verschiedenen Behausungen vom Bikini Bottom zu besuchen, wie Patricks Stein, Thaddäus Osterinselkopf oder die Krosse Krabbe. In den Gebäuden stehen euch verschiedene Menüs zur Auswahl, wie der Mehrspielermodus oder die Auswahl des Schwierigkeitsgrads. Betretet ihr die Höhle in der Nähe von Spongebobs Ananas, beginnt das eigentliche Spiel.

 

Die Grafik bleibt immernoch in 3D, doch bewegt ihr euch eigentlich eher in einer 2D-Ansicht von links nach rechts. Ihr spielt dabei immer in einer Zweiergruppe, die an Checkpoints ausgewechselt werden kann. Der Wechsel der Charaktere ist hierbei wichtig für die kleinen Rätseleinlagen. Obwohl man diese eher als kleinere Hindernisse beschreiben könnte. Wirkliche Denkprozesse im Gehirn sollten eigentlich nicht vorkommen, denn die Lösungen und der Einsatz der Charaktere fallen zu offensichtlich aus.

 

Während ihr durch die Level rennt, werden Gegner platt gemacht und Melodiemuscheln eingesammelt. Letztere sind wichtig für die Spezialattacken von Sponge & Co. Setz ihr eine Spezialattacke ein, verbraucht ihr einen kleinen Teil eurer gesammelten Muscheln. Spongebob kann sich dann zum Beispiel in einen Luftballon verwandeln, während Mr. Krabs Schätze „knackt“. Aufgelockert wird das ganze Gehüpfe durch kleine Minispiele, in denen ihr beispielsweise mit einem Boot durch die Straßen von Bikini Bottom fahrt und in 360° Drehungen auf Quallengeister abschießt.

 

 

Quietschbunt und doch Trist

 

Auf den ersten Blick scheint das Spiel mit wundervoller 3D-Grafik zu glänzen, doch bei genauerer Betrachtung stellt man schnell fest, dass sich die Level-Abschnitte stets ähneln und nicht gerade vor Einfallsreichtum strotzen. Hin und wieder treten Clipping Fehler auf, die dazu führen können, dass die Spielfiguren einfach mal durch Wände fallen und somit in einen Abgrund stürzen. Auch eine zittrige Umgebungsgrafik und Sichtprobleme mit der Kamera in den 3D-Ansichten dürften nicht so häufig auftreten. Die Zwischensequenzen werden in Standbildern erzählt und fallen ohne Sprachausgabe aus. Somit mag der Humor nicht immer greifen und man liest sich gelangweilt durch die Geschichte.

 

Die kleineren Sprachsamples der Charaktere sind zum Bedauern der deutschen Fans leider in Originalsynchronstimmen auf Englisch. Der Sound selbst beschränkt sich auf Bonbonmusik, die belanglos vor sich hin plätschert ohne im Ohr hängen zu bleiben. Bekannte Themen aus der Serie wurden leider nicht eingebaut und selbst den smashigen Intro-Gesang, ob nun im Original oder auf Deutsch, vermisst der Fan.

 

Durch diese Mankos verliert das Spiel an Charme, welcher von der Welt rund um Bikini Bottom ausgeht: Eine völlig abgedrehte Unterwasserwelt in der immer wieder das Unmöglichste geschehen kann. Dennoch können sich gerade jüngere Spieler auf eine gute Dosis Spongebob freuen, mit vielen Bildern und einem 3D-Bikini Bottom.

 

 

Machen wir es doch gemeinsam!

 

Ist euch das Abenteuer alleine zu langweilig oder gar zu schwer, könnt ihr euch auch einen Mitspieler dazu holen und dann den Storymodus zu zweit spielen. Dazu braucht ihr im virtuellen Bikini Bottom einfach nur Patrick unter seinem Stein ansprechen. Positiv präsentiert sich hierbei die Tatsache, dass ihr nur eine Cartridge für den Multiplayer benötigt. Außerdem steht euch noch das Minispiel „Frei für Alle“ zur Verfügung. Auf einem runden Spielfeld gilt es, mit Hilfe spaßiger Items wie Raketen oder beißenden Riesenmuscheln, die gesammelten Melodiemuscheln den Gegner abzujagen. Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Muscheln auf seinem Konto verbuchen kann hat gewonnen. Dieses Spiel ist sogar für 4 Spieler ausgelegt.

 

Die restlichen fünf Minispiele, welche ihr im Verlauf des Abenteuers frei schaltet – also, die kleinen Passagen zwischen den Hüpf-Leveln – können nur von euch allein bestritten werden. Schade eigentlich, dass man es bei THQ nicht geschafft hat, den Multiplayer um die restlich Minispiele aufzuwerten, denn viel zu schnell wird die Jagd nach den Melodiemuscheln, auf Grund mangelnder Abwechslung langweilig.

 

Vielen Dank an THQ für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Anstatt die Spiele um Spongebob wie am Fließband zu produzieren sollten sich die Jungs bei THQ mal daran machen, gröbere Macken bei Grafik und Sound auszumerzen und das Gameplay abwechslungsreicher zu gestalten. Der Preis mit knapp 30 € ist für diesen Titel zwar einigermaßen angemessen, aber man sollte stets bedenken, dass der Spongebob-Fanclub größer ist als man denken möchte. Somit wollen auch ältere Spieler ein anspruchsvolles Game im Schacht, welches den nötigen Feinschliff bekommen hat. Das Potenzial ist da, es gilt jetzt nur, es ausgiebig zu nutzen.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

64%

Singleplayer

61%

Multiplayer

Release

29.02.2008

Developer

TBA

Publisher

THQ

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (WLAN)

1-4


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