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Reviews: Nintendo DS

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Bleach: The Blade of Fate

Beat 'em Up

09.04.2008

Autor: Philipp Bress

 

 

Ein weiterer Silberstreif am Horziont

 

Seit sage und schreibe drei Jahren steht der Nintendo DS nun schon bei uns in den Regalen und was haben wir schon aufregende Stunden mit Nintendos aktuellstem Handheld verbracht. Wir trainierten Hundewelpen, kämpften uns durch Dungeons und hüpften durch das Pilzkönigreich mit einer neuen Auflage von den Super Mario Bros. Nur eines fehlte bisher auf dem DS und zwar ein richtig ordentliches Prügelspiel. Ein Beat 'em Up, bei dem man mal wieder richtig Spaß hat und was einem alles bietet, was das Gamer-Herz so begehrt. Natürlich, es gab eine recht gute Portierung der Naruto Clash of Ninja Serie auf den NDS unter den Namen Ninja Destiny, aber dies war auch bisher der einzig nennenswerte Silberstreif am Horizont.

 

Treasure möchte nun diese Flaute an Beat 'em Ups beenden und trumpft mit Bleach: The Blade of Fate auf. Dieses Spiel basiert auf dem Anime & Manga Bleach, welcher sich in Japan und den USA bereits größter Beliebtheit erfreut. In unserem schönen Heimatland, in dem alles bekanntlich etwas länger braucht, bis es bei uns erscheint, können wir zumindest auf den Manga zurück greifen und so teilhaben an der faszinierenden Story von Bleach.

 

 

Wir kommen alle in den Himmel!

 

Bei Bleach dreht sich in erster Linie alles um den 15-jährigen Schüler Ichigo Kurosaki, der ein nicht ganz normales Leben führt. So ist er nämlich in der Lage die Seelen verstorbener Menschen zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Andere Leute würden das nun unheimlich finden, aber für ihn ist es etwas ganz normales, da er von klein auf diese Begabung zu Teil hat. Begonnen hatte dies, als er als kleiner Junge mit ansehen musste, wie seine Mutter starb. Nun kam es dazu, dass er einem Abend einen ungewöhnlichen spirituellen Druck spürte, der sich auf sein zu Hause zu bewegte. Als er auf die Straße ging, stand vor ihn ein monsterähnliches Wesen, welche als Hollow bezeichnet wird. Im selben Moment erscheint Rukia, eine Shinigami (Todesgöttin), um gegen den Hollow anzutreten. Sie kann allerdings nicht die Oberhand gewinnen. Aus der Not heraus überträgt sie ihre Shinigami-Kräfte auf Ichigo, welcher nun selbst zu einem Shinigami wird und so den Hollow besiegen kann.

 

Allerdings gefällt es der Soul Society anscheinend nicht, dass Rukia ihre Kräfte auf einen Menschen übertragen hat und verurteilt sie zum Tode. Bei der Soul Society handelt es sich um den Ort, den die meisten Menschen als Himmel bezeichnen würden. Nun, um Rukia zurück zu holen, schickt die Soul Society Renji Abarai und Rukias Bruder Byakuga aus. Ichigo ist natürlich darauf aus Rukia zu verteidigen und verwickelt Renji und Byakuga in einem Kampf. Diesen Kampf verliert Ichigo und Renji nimmt ihm seine Shinigami-Kräfte ab. In einem speziellen Training mit einem ehemaligen Shinigami namens Uhuhara erlangt Ichigo seine eigenen Shinigami-Kräfte und macht sich nun mit seinen Freunden auf den Weg um Rukia zu retten.

 

Und an dieser Stelle greift man selber ins Spielgeschehen ein! Mit der Hilfe Uhuharas gelangt ihr zur Soul Society, bzw. zunächst in eine Art Vorort. Dieser Vorort ist quasi das Sammelbecken für die Seelen aller verstorbenen Menschen. Bevor ihr nun weiter könnt, verlangt Ghanju, der selbst ernannte Sheriff des Ortes, der dazu auch noch auf einem Eber reitet, einen Kampf gegen euch. Und so geht es quasi nun weiter durch die Story! So gelangt ihr dann an viele bekannte Orte aus dem Manga und kämpft gegen die Kommandanten der Soul Society. Achja, ich bin euch ja noch schuldig was genau denn nun diese Soul Society ist! Nun, das ist recht leicht erklärt, denn diese "Organisation" ist quasi das machthabende Organ im Jenseits. Dieses Organ besteht aus 13 Einheiten welche jeweils von einem Kommandanten angeführt werden und diesen Kommandanten ist wieder ein ganzer Trupp untergeordnet. Ziel der Soul Society ist es also, alle Seelen unbeschadet ins Jenseits zu bringen und sie vor den Hollows zu beschützen. Begeistert war ich auch von der Tatsache, dass man während der Story auch neue Attacken lernt. Hierzu muss man einige Kämpfe gegen Schlüssel-Charaktere gewinnen und Aufgaben absolvieren um die höchste Form des Zanpakutō zu erreichen, nämlich das Bankai! Zanpakutō ist der gängige Name für die Waffen der Shinigami, welche im Normalfall Katana in allen möglichen Ausführungen sind und das Bankai ist die stärkste Form, in die man sein Zanpakutō bringen kann.

 

 

Atemberaubender Umfang

 

Wie bereits geschrieben, tritt man im Verlauf des Spieles gegen allerhand Gegner an und die Zwischendialoge sind sehr gut übersetzt und machen Spaß zu lesen. Wer jetzt denkt, man müsse seine Gegner einfach nur stupide verprügeln, um weiter zu kommen, hat falsch gedacht. Denn so kann man in einigen Kämpfen verschiedene Wege einschlagen. Klingt zunächst komisch, aber es funktioniert! So steht man nun in einigen Kämpfen vor der Aufgabe entweder mit maximalen, minimalen oder mittleren Seelen-Druck zu gewinnen. Und für jede Art und Weise, wie man den Kampf gewinnt, schlägt man auch einen individuellen Weg ein. Ja, jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich was "Seelen-Druck" darstellen soll, aber das ist leicht erklärt. Hierbei handelt es sich um die Energie, mit der man Spezial-Attacken ausführen kann, man kann sie gut mit dem Chakra bei Naruto vergleichen. Ein weiterer positiver Aspekt ist der enorme Umfang von Bleach: The Blade of Fate! Da dachte ich zunächst ich wäre gut bedient gewesen, mit den vielen Kämpfen um Rukia zu befreien und da eröffnen sich plötzlich noch einmal ganz neue Möglichkeiten nach dem ersten Durchgang!

 

Denn die Story des DS-Kloppers ist in jede Menge Episoden unterteilt! Neben der Episode des Hauptcharakters gibt es auch noch Episoden zu jeden einzelnen spielbaren Charakter im Spiel freizuschalten! Spielspaß für viele, viele Stunden ist also schon allein durch den Story-Modus garantiert. Aber das allein war den Entwicklern nicht genug! So bauten sie auch noch einen Arcade-, Duell-, Trainings-, Herausforderungs- und Deckbau-Modus ein! Ach, und der Shop von Uhuhara wurde auch noch eingebaut in dem man sich u.a. Sounds und neue Farben für die Outfits der Kämpfer kaufen kann. Die Modi dürften sich dank ihrer Namen von selbst erklären, einzig der Deckbau-Modus bildet hier eine Ausnahme. Unter "Deck" versteht sich natürlich ein Karten-Deck oder um es genauer zu sagen, ein Seelen-Karten-Deck! Seelen-Karten können im Kampf verwendet werden und die unterschiedlichen Karten haben auch individuelle Eigenschaften, sei es, dass sich der eigene spirituelle Druck schneller erholt oder dass man für kurze Zeit stärkere Angriffe hat. Im genannten Modus kann man sich nun seine eigenen Decks für die Fights in allen anderen Bereichen erstellen und verwenden und auch neue Karten können im Shop gekauft werden und wie diese eingesetzt werden erwähne ich, wenn ich zur Steuerung komme!

 

 

Super Optik, cooler Sound und eine grundsolide Steuerung

 

Das wichtigste an einem ordentlichen Prügler ist natürlich die Grafik. Präsentiert wird einem das Beat 'em Up in einer schönen klassischen 2D Sprite-Optik! Und da ich großer Fan der 2D-Welt bin, hat mir das ganze so noch einmal doppelt Spaß gemacht. Die Charaktere sind, wie gewohnt bei guter Sprite-Optik, detailreich und sehr schön anzusehen. Selbige gilt im Übrigen auch für das Design der Stages, die sehr schön gestaltet sind und einen hohen Wiedererkennungswert haben, wenn man die Vorlage kennt. Wie mir auffällt, kann ich gar nichts an der Grafik aussetzen, da auch die Animationen wunderbar flüssig sind, selbst wenn sich vier Leute gleichzeitig ein Duell liefern. Da hat Treasure richtig gute Arbeit geleistet! Soundmäßig gibt es auch nicht wirklich was zu meckern, da die Musikstücke im Spiel sehr stimmig sind und selbst die Charaktere ihre englische Sprachausgabe besitzen. Auch hier für ein "Daumen hoch" ;).

 

Was ist das Wichtigste an einem guten Beat 'em Up? Klar, die Steuerung! Und auch hier muss ich Treasure loben, da sie es geschafft haben, eine sehr gute Steuerung auf den DS zu zaubern, die auch noch den Touchscreen unterstützt. Wobei..., auch hier wurde diesem keine all zu hohe Bedeutung beigemessen, wie auch schon anderen DS-Games. Sehr gut finde ich aber, dass es möglich ist, auch recht komplizierte Manöver und Kombos recht einfach auszuführen. Beat 'em Up Veteranen vertrauen selbstredend auf die klassische Eingabe langer Button-Kombos, aber für Neueinsteiger und faule Menschen wie mich, wurde das ganze vereinfacht. Per Stylus kann man nämlich die entsprechenden Attacken auf dem Touchscreen auswählen und so werden sie direkt ausgeführt. Der Rest der Steuerung weiß durch die gut belegten Buttons zu überzeugen.

 

 

Hoch die Schwerter!

 

Nun denn, auf zum Multiplayer, dem wohl wichtigsten Aspekt für ein rundum gelungenes Kampf-Spiel ;). Ja, es ist wirklich möglich, dass man sich hier mit bis zu vier Spielern gegenseitig die Seele aus dem Leib prügeln kann. Ermöglicht wird dies mittels eines 2-Linien-Systems. Sprich, es gibt zwei Ebenen auf einer Stage auf der sich die Spieler bewegen können und mittels der L-Taste kann man zwischen diesen Ebenen wechseln. Viel unkomplizierter also, als es sich zunächst anhört. Und welch eine Überraschung, auch hier habe ich nichts aussetzen! Besonders der Online-Modus hat mich überzeugt und macht extrem Fun. Verbindungsabbrüche hatte ich keine und die Spiele liefen allesamt sehr flüssig. Einzig die Tatsache, dass es hin und wieder etwas länger gedauert hat, einen Gegner zu finden, war nicht ganz so angenehm, das dürfte aber in meinen Augen einfach daran liegen, dass nicht all zu viele Leute das Spiel hier zu Lande besitzen. Aber sehr schön ist, dass auch das drahtlose Einzelkarten-Spiel unterstützt wird, so braucht man sich keine Sorgen machen, dass auch die Freunde die das Spiel nicht besitzen in den Genuss dieses Super-Prüglers kommen.

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Kaufen? Kaufen! Dieses kleine Goldstück kann ich ausnahmslos jedem empfehlen, der sich für Beat 'em Ups interessiert und am besten auch noch ein Bleach-Fan ist. Die gesamte Präsentation des Games ist schlicht weg genial und die zahllosen Spielmodi, besonders der sehr umfangreiche und gut erzählte Story-Modus, garantieren stundenlangen Spielspaß! Wer bis jetzt noch kein Fan des Animes bzw. Mangas war oder ihn bis heute noch gar nicht kannte, der wird mit diesem Spiel auf jeden Fall auf den Geschmack kommen.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

super

90%

Singleplayer

90%

Multiplayer

Release

29.02.08

Developer

Treasure

Publisher

Sega

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-4

Anzahl Spieler (WLAN)

1-4


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