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Reviews: Nintendo DS

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Trauma Center - Under the Knife

Adventure

10.07.2006

Autor: Arne Schreiber

 

 

Achtung, Achtung, es kommen Verwundete! Dr. Stylus bitte sofort in den OP!

 

Trauma Center- Under the Knife bietet wohl eines der ungewöhnlichsten Spielkonzepte der letzten Jahre. Ein Spiel was komplett per Touchscreen spielbar ist und den Spieler in die Rolle eines jungen Chirurgen schlüpfen lässt. Wer wollte denn nicht schon immer mal an lebenden Körpern herum schnibbeln?

 

Die Story spielt ein wenig in der Zukunft und zwar im Jahre 2018. Der Protagonist des Spiels heißt Derek Stiles, ein junger Chirurg, der grade erst seine Probejahre absolviert hat und dementsprechend grün hinter den Ohren ist.

 

Die ersten Missionen handeln von den Ereignissen an Derek Arbeitsplatz dem Hope Krankenhaus. Man lernt zwischen den Ops weitere Personen kennen wie z.B. die Krankenschwester Angie Thompson, die Dereks Assistenzschwester wird. Sie steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist aber auch immer wieder für einen Tadel gut.

 

Derek selbst besitzt eine besondere Gabe, nämlich die sogenannte "Heilende Hand". Mit dieser Fähigkeit kann er, indem der Spieler auf den Touchscreen einen Stern einzeichnet die Zeit verlangsamen, so dass man in heiklen Situationen mehr Zeit zur Verfügung hat. Also eine Art „bullet-time" innerhalb des Körpers.

 

 

 

Spielablauf

 

Der Spielverlauf läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Man erfährt mehr und mehr über Dr. Stiles und seinen Mitmenschen und zwischendurch treten in der Regel Notfälle auf, die operativ behandelt werden müssen. Nach der OP wird eine Statistik angezeigt. Hier werden die Ergebnisse der OP zusammengefasst und man bekommt einen Rang zugesprochen, der von Rang A-C reicht. Nach jedem Abschnitt kann man dann das Spiel speichern.

 

Die Operationen selbst sind sehr abwechslungsreich, denn es sind nicht nur Personen, an denen man sein Geschick beweisen muss. Im Verlauf der Geschichte lernt man immer weitere Operationstechniken kennen. Zudem lernt man das „Böse" des Spiels, in diesem Fall einen Virus einer terroristischen Organisation kennen, der auf die Menschheit losgelassen wird. Das Ziel ist es natürlich den Virus namens „GUILT (Generelle Utropin Immun Latenz Toxizität) auszuschalten. Wer nun alles darin verwickelt wird und welche Rolle Dr. Stiles dabei spielt, wird an dieser Stelle nicht verraten.

 

In der Regel hat man für eine Operation 5 Minuten Zeit. Der Beginn und jeweils das Ende einer OP sind immer gleich. Am Anfang desinfiziert man die Stelle, wo der Einschnitt mit dem Skalpell stattfinden soll, mit dem Antibiotischen Gel. Nach dem Einschnitt kann man verschiedene Werkzeuge wie z.B. die Drainage Pumpe, mit der man überschüssiges Blut absaugen kann, die Zange, mit der man Gewebe verbinden kann und Sachen wie Glasscherben entfernen kann, verwenden.

 

Die Instrumente liegen auf den Touchscreen jeweils auf der linken und rechten Seite des Screens und sind alle sehr gut zu erreichen. Während der OP muss man vor allem auf die Vitalfunktionen des Patienten achten, sprich der Puls darf einen Wert von Null nie erreichen, denn ansonsten ist die OP, ebenso nach Ablauf des Zeitlimits, fehlgeschlagen. Falls der Herzschlag rapide sinken sollte, kann man dem Patienten mithilfe einer Spritze eine Medizin verabreichen, die den Herzschlag wieder erhöht. Wenn innerhalb des Körpers alle Probleme beseitigt wurden, muss der Patient nur noch zugenäht, desinfiziert und verbunden werden. Danach ist der Vorgang erfolgreich abgeschlossen und man schreitet weiter in der Story voran.

 

 

Grafik & Sound

 

Die Grafik ist zweckmäßig, vor allem hätten dem Spiel weitere Animationen der Figuren gut getan. Denn vier verschiedene Zustände für eine Person halte ich für zu wenig. Vor allem wenn derselbe Gesichtausdruck für zwei verschiedene Gemütszustände genutzt wird. Dank der Zeichentrickgrafik muss man auch vor einer explizierten Darstellung eines geöffneten Brustkorbes eines Menschen, keine Angst haben. Blut ist zwar vorhanden, aber realistisch wird es niemals dargestellt. Die Storysequenzen werden in Standbildern erzählt und auf dem oberen Screen gezeigt. Der Stil und das Charakterdesign ist im japanisch typischen Manga Stil. Die Soundeffekte der einzelnen Operationsinstrumente sind gelungen. Auch gibt es hier und da ein paar Sprachsamples. Ebenso gelungen ist die musikalische Untermalung. Vor allem die Musik während einer Operation unterstützt die Spannung, unter der man steht.

 

 

Hard, Harder, Trauma Center?

 

Kommen wir nun zum gravierendsten Kritikpunkt des Spieles - nämlich dem eindeutig zu hoch angesiedelten Schwierigkeitsgrad. Viele Missionen basieren auf try & error , da man zunächst nicht immer weiß, was man zu tun hat. Bis man das beim ersten Versuch dann herausgefunden hat, ist der Patient entweder aufgrund eines Herzstillstandes oder durch den Ablauf des Zeitlimits verstorben. Wer schon mal 5 harte Operationen in 10 Minuten gemeistert hat, weiß wovon ich rede.

 

Besonders heikel sind auch Situationen, in denen man verschiedene Techniken aus vorausgegangen Ops kombinieren und einsetzen muss. Da man nahezu keinerlei Tipps von der Assistenzschwester bekommt, muss man die notwendigen Operationsschritte im Kopf haben, wie eben ein echter Chirurg. Falls man diese Techniken vergessen haben sollte, kann man sie im Modus „Operation" noch einmal sich aneignen. Auch kann man hier seine Ränge, die man für die jeweilige OP bekommen hat, verbessern.

 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man die Spezialfähigkeit, die heilende Hand, nur einmal pro OP einsetzen kann. Man muss sich also genau überlegen, wann man sie am besten einsetzt. Da wäre ein Bonussystem, wo sich eine Leiste für die Spezialfähigkeit nach deren Anwendung sukzessive wieder auffüllt, sinnvoller gewesen. Trotz aller Misserfolge, die wohl die meisten Spieler erleiden werden, weiß das Spiel zu motivieren, da man ja wissen möchte, wie die Story weitergeht.Wer also auf Thematik steht und die nötige Fingerfertigkeit besitzt, sollte dem innovativen Trauma Center einen Besuch abstatten.

 

Vielen Dank an Nintendo of Europe für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ich wollte schon immer mal zu einem virtuellen Chirurgen mutieren und mich an Operationen an menschlichen Körpern wagen. Da kam das innovative Trauma Center mit seinem unverbrauchten Spielprinzip gerade recht.
Das Spiel beweist zudem, auf welche ausgeklügelte Art und Weise der Touchscreen verwendbar ist. Auch wenn ich mich regelrecht durchbeißen musste, hat mir das Spiel sehr viel Spaß gemacht, vor allem, da ich wissen wollte, wie die Story nun ausgeht!

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

80%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

28.04.2006

Developer

Atlus

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+


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