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Reviews: Nintendo DS

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Star Wars Lethal Alliance

Action

05.01.2007

Autor: Gunnar Schreiber

 

Wohl kaum eine Science-Fiction Saga hat so viele Fans wie Star Wars. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass in regelmäßigen Abständen Spiele, die sich mit der Thematik befassen, auf sämtlichen Systemen erscheinen. Diesmal bringt Ubisoft mit Star Wars Lethal Alliance einen neuen Titel für den Nintendo DS. Ob der Titel dem großen Namen gerecht wird, soll folgender Test zeigen.

 

 

Die Geschichte:

 

Star Wars Lethal Alliance spielt zwischen den Geschehnissen von Episode III und IV. Das Imperium baut an einem Todesstern, eine Mond ähnliche Kampfstation, die ganze Planeten auslöschen kann. Prinzessin Leia und die Rebellen Allianz ahnen zu diesem Zeitpunkt nur, dass Darth Vader und sein Imperator etwas Böses planen. Deshalb beauftragt sie die Söldnerin Rianna und ihren Droiden Zeeo Nachforschungen anzustellen. Da der gebotene Preis stimmt und Rianna die Untersuchungen mit ihrem Rachefeldzug gegen Kheev verbinden kann, nimmt sie die Aufgabe an. Dabei bereist der Spieler viele aus den Filmen und Büchern bekannte Orte und Planeten.

 

 

Spielerische Vielfalt mit qualitativ wechselnder Kontrolle:

 

Abwechselungsreichtum wird bei dem Spiel groß geschrieben. Es vermischt dabei Third Person mit Ego-Shooter, Puzzle-Action mit Adventure Elementen und Future-Racer-Einlagen. Klingt verrückt? Funktioniert aber! Gerade die Genrevielfalt macht den Titel zu einer spaßigen Angelegenheit.

 

Die meiste Zeit steuert man dabei Rianne aus der Third-Person-Perspektive. Mit dem Steuerkreuz bewegt ihr die Söldnerin, mit der B Taste wird geballert. Befindet sich ein Gegner oder ein zerstörbares Objekt in der Nähe, dann wird dieses automatisch eingeloggt, wenn ihr die Feuertaste drückt. So könnt ihr wie in Metroid und Zelda eure Gegner nicht verfehlen und auch um diese herumrollen, um deren Geschossen auszuweichen. Habt ihr das falsche Ziel eingeloggt, dann könnt ihr ein anderes durch einen kurzen Druck auf die L-Taste wählen. Allerdings verhält sich die automatische Log-Funktion ziemlich intelligent, so dass meistens der nächste und demnach gefährlichste Gegner immer im Visier ist. Haltet ihr Feuertaste gedrückt, dann wird ein Schuss aufgeladen, der dann mehr Schaden verursacht. Insgesamt gibt es im Spiel drei Waffen, neben zwei Schnellfeuerwaffen auch noch eine Sniper Rifle, die man in der Egoperspektive abfeuert.

 

Die wenigen Waffen sind aber kein Kritikpunkt, denn Rianna hat noch verschiedene andere Attacken drauf, die sie meistens in Kombination mit ihrem Droiden ausführt, der die ganze Zeit um sie herum schwebt. Ist also ein Gegner im Visier, dann könnt ihr mit der X-Taste euren Droiden in das Geschehen involvieren. Drückt ihr nur die Taste, dann fliegt dieser zum Gegner und greift diesen an. Diese Attacke ist besonders effizient bei Widersachern, die sich hinter einem Schild verschanzen, weil der Droid dafür sorgt, dass der Schutz für kurze Zeit aufgegeben wird. In Kombination mit Zeeo lassen sich aber auch noch weitere Nahkampfattacken ausführen, die teilweise auch wirklich erforderlich sind, um bestimmte Situationen und Endgegner zu meistern.

 

Aber Zeeo dient nicht nur als fliegender Angriffsroboter, sondern kommt in vielen anderen Momenten zum Einsatz. Was für Samus Aran der Morphball ist, ist für Rianna der Droide. Denn wenn sie auf diesen steigt, kann sie entlang von Röhren gleiten, um Abgründe zu überwinden etc. In jedem Level sind viele dieser Geschicklichkeitspassagen, die im Laufe des Abenteuers immer härter werden. Vor allem, wenn bewegliche Laserbarrieren und Minen die Röhren säumen, ist Schnelligkeit und die richtige Taktik gefragt. Ein Treffer und man ist oft tot, was aber bei den meistens sehr fair gesetzten Rücksetzpunkten kein Problem ist.

 

Auf dem Rücken von Zeeo muss Rianna aber mehrmals im Spiel auch kleinere Rennspielpassagen meistern. Dabei müsst ihr vor allem Gegenständen, Minen und Laserbarrieren ausweichen und ankommende Gegner abballern. Diese Abschnitte mit einer Mischung aus Shoot’ em Up und Rennspiel sind eine willkommene Abwechselung.

 

Aber das Spiel hat noch weitaus mehr zu bieten. Denn Schalter werden nicht einfach durch Schlüssel oder Karten aktiviert, sondern durch kleinere Puzzle- und Geschicklichkeitstest, die allesamt gut umgesetzt wurden. Um aber an die jeweiligen Schalttafeln zu kommen, muss Rianna manchmal den Droiden vorschicken. Sobald man die Kontrolle über Zeeo übernimmt, schaltet das Spiel in die Egoperspektive und bewegt den Roboter mittels dem Stylus und dem Touchscreen wie in einem Egoshooter. Da Zeeo nur mit einem Elektroschock bewaffnet ist, darf er nicht von den Stormtroopern und anderen Bösewichten auf dem Weg zur Schalttafel entdeckt werden. Manchmal führt aber kein Weg an einem Gegner vorbei. Zeeo muss diesen dann ausschalten, indem man ein anderes Schaltpult sucht und dann versucht die Kontrolle über eine Drohne zu bekommen, was natürlich auch mittels eines Minispiels geschieht. Danach übernimmt der Spieler die Kontrolle über die Drohe, manövriert diese an alle Wänden und Hindernissen vorbei und geht direkt mit einem Gegner auf Kollisionskurs, denn bei Berührung macht es „Bumm“.

 

Als wenn das noch nicht Abwechselung genug wäre, gibt es noch vereinzelte Zwischen- und Endgegner, bei denen ihr geschickt eure Fähigkeiten einsetzen müsst, damit ihr zum Erfolg kommt. Bis ihr beim letzten Boss seid, vergehen locker 10 Stunden und mehr.

 

Ziemlich vorbildlich gelöst ist auch die Kamera, die ihr jederzeit mit R und L rechts und links um Rianna herum drehen könnt.

 

 

Die audiovisuelle Umsetzung:

 

Auch hier kann sich das Spiel durchaus sehen und hören lassen. Die Grafik ist komplett in 3D, erreicht zwar nicht ganz das Niveau von Metroid Prime Hunters, ist aber solide, einigermaßen detailliert und läuft bis auf wenige Ausnahmen flüssig. Nur kleinere Clipping Fehler und einzelnes Texturflackern stören ein wenig.

 

Die Musik setzt sich zusammen aus Fragmenten des original Star Wars Soundtracks, kann also somit nur gut sein. Leider scheint die Musik etwas zu stark komprimiert worden zu sein, so dass das Ganze vor allem bei hoher Lautstärke etwas kratzig klingt.

 

 

Der Multiplayer:

 

Das Spiel bietet auch einen Multiplayer-Modus, den ihr aber nun genießen könnt, wenn ihr jemanden kennt, der ebenfalls das Modul besitzt. Ein Singlecartridge- oder ein Onlinemodus wurden nämlich nicht integriert.

 

Drei Modi stehen zur Auswahl, die ebenfalls sehr unterschiedlich und durchaus gelungen sind. Der erste Modus ist ein klassisches Deathmatch, wo ihr in der Egoperspektive gegen bis zu 3 Mitspieler in 4 verschiedenen Level antretet. Im zweiten Modus mit dem Namen „Energie Konverter“ schlüpft jeder Spieler in die Rolle von Zeeo und muss verschiedene Schalttafeln wieder reparieren, wofür Minispiele gelöst werden müssen. Im dritten Modus übernimmt wieder jeder Spieler die Rolle des Droiden, nur ist diesmal einer von Anfang mit einem Energie zehrenden Virus infiziert. Das Ziel ist es nun den Virus an die anderen Spieler weiterzugeben. Wer nach Ablauf der Zeit noch am meisten Energie hat, gewinnt das Match.

 

Alle Modi sind ziemlich spaßig, wenn auch keine Spaßgranaten. Schade, dass die Chance eines Onlinemodus verpasst wurde.

 

 


Die Meckerecke:

 

Wenn ihr den Test bis hier hin gelesen habt, werdet ihr euch wahrscheinlich wundern, warum das Spiel letztendlich nicht eine höhere Bewertung bekommen hat. Das liegt an vielen Kleinigkeiten. Zum einen gibt es die kleineren Grafikbugs und die leicht miese Soundqualität. Dazu gesellen sich 2 Abstürze, die nun wirklich nicht sein müssen! 

Hinzu kommt, dass viel Potenzial im Multiplayer dadurch verschenkt wurde, dass das Spiel keinen Singlecartridge- und keinen Onlinemodus bietet.

Das größte Problem ist aber die Steuerung, die an sich von der Tastenbelegung her sehr gut gelöst, aber dennoch zumindest was die Bewegungen anbelangt recht mies umgesetzt wurde. Denn irgendwie wirken die Bewegungen von Rianne recht schwammig und es ist manchmal schwer vernünftig geradeaus zu gehen. In den meisten Fällen ist das kein Problem. Wenn man aber durch einen Minenfeld stolziert und dabei so behände wie ein Elefant im Porzellanladen ist, dann wird das schnell zu einer tödlichen Gefahr.

 

 

Wir danken Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Star Wars Lethal Alliance ist ein gutes Spiel geworden, was vor allem an dem sehr abwechslungsreichen Gameplay liegt, das sogar verschiedene Genres abdeckt. Auch die audiovisuelle Umsetzung ist gelungen, wenn auch ohne neue Standards zu setzen. Besonders die Implementierung bekannter Schauplätze und des original Soundtracks macht das Spiel für Star Wars Fans, die auch über kleinere Bugs und eine schwammige Steuerung hinweg sehen können, fast zu einem Pflichtkauf. Alle anderen dürfen gerne mal Probe spielen.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

69%

Multiplayer

Release

12.12.2006

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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