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Reviews: Nintendo DS

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Bust a Move DS

Puzzle

26.05.2008

Autor: Gunnar Schreiber

 

Die Bust a Move Reihe gehört sicherlich mit zu den traditionsreichsten Puzzelspielen. Kaum ein System blieb bisher von den Titeln mit Bubble Bobble und Co. verschont. Was Spieler mit einer nicht vorhandenen Affinität zum Genre fast schon als Plage empfinden, ist für Fans der Serie immer wieder ein Grund zur Freude. Nun endlich ist auch ein Ableger für den Nintendo DS erschienen. Gleich vorneweg: Bis auf eine Touchscreensteuerung - wahlweise kann man aber auch auf herkömmliche Weise via Steuerkreuz und Tasten zocken – hat sich nichts geändert.

 

 

Das Spielprinzip

 

Wer noch keinen Teil der Serie gezockt hat, für den mal eine kurze Erklärung: In Bust a Move geht es im Wesentlichen darum, die verschiedenfarbigen Bläschen auf dem oberen Bildschirm zu beseitigen, indem man versucht gleichfarbige anzuhängen. Dazu schleudert man diese vom unteren Bildschirm aus Richtung den Bläschen des oberen Screens. Ein Pfeil, den man entweder via Steuerkreuz oder via Stylus justieren kann, gibt die Flugrichtung der Kugel vor. Da aber direkte Treffer nicht immer möglich sind, weil zum Beispiel andersfarbige Blasen den Weg versperren, kann man auch die Banden nutzen. Bei drei oder mehr Kugeln der gleichen Farbe verschwinden diese. Je mehr man auf einmal wegmacht, desto mehr Punkte bekommt man für die Aktion. Neben den verschiedenen Farben, gibt es aber noch Spezialkugeln, die zum Beispiel die Farben annehmen, von denen, die sie als ersten berühren oder Bowlingkugeln, die einfach alle im Weg stehenden wegräumen.

 

Wichtig ist immer, dass man vorausschauend agiert. Wer wild durch die Gegend ballert, der wird schnell sein Ende finden, da die „Traube“ immer länger wird. Erreicht diese die untere Grenze ist das Spiel verloren. Erschwerend kommt hinzu, dass die Trauben von alleine alle paar Sekunden ein Stück nach unten gerückt werden.

 

Die Steuerung funktioniert dabei sowohl auf die traditionelle Methode als auch auf neue Weise sehr gut. Die Touchscreenvariante macht aber irgendwie mehr Spaß, da man hierbei die Kugeln wie bei einer Zwille nach oben pfeffert, d.h. man zieht an einem Seil auf dem sich das Geschoss befindet und lässt dann los. Das bringt noch zusätzlich etwas mehr Action ins Gameplay und macht wirklich Spaß.

 

 

Die Spielmodi

 

Wie in allen bisherigen Teilen auch, ist der Singleplayermodus im Vergleich zur Variante für mehrere Spieler weniger interessant. Dennoch haben sich die Entwickler von Taito bemüht, einiges zu bieten. So haben die Einzelspieler die Auswahl aus drei Modi. Im ersten mit dem kreativen Namen „Puzzle“ versucht ihr dutzende vorgegebene Aufgaben zu meistern. Dabei sind die gebauten Trauben teilweise so vertrackt, dass ihr gezielt mit Bande und viel Überlegung agieren müsst. Es gibt fünf Stufen, jede besteht aus etwa fünf Levels, die wiederum mehrere Aufgaben beinhalten. Nach jeder Runde wird gespeichert, so dass man auf Highscorejagd gehen kann. Schafft man alle Stufen auf leicht, schaltet sich ein höherer Schwierigkeitsgrad frei.

 

Im „Endless“ Modus bestreitet der Spieler, wie der Name es bereits vermuten lässt, ein Endlosspiel. Hierbei muss man versuchen so lange wie möglich die Kugeln von der Grenze fernzuhalten. Und zu guter letzt kann man noch gegen bis zu vier Computergegner antreten. Diese Matches laufen genauso ab wie der Multiplayermodus, den ich jetzt gleich genauer erläutern werde.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Einzelspielermodus sicherlich nicht durch einen epischen Umfang überzeugt, dennoch aber sehr spaßig ist. Ein Spiel wie Bust a Move eignet sich einfach perfekt, um kleine Wartezeiten oder kurze Bahnfahrten zu überbrücken.

 

Kernstück ist aber sicherlich der Multiplayermodus, der – wie auch schon bei den meisten Vorgängern – sehr viel Freude bereitet. Ihr tretet gegen bis zu vier Mitspieler an, wobei fehlende menschliche Konkurrenten durch computergesteuerte ergänzt werden können. Es gewinnt derjenige, der am längsten übrig bleibt, sprich dessen Kugeln noch nicht die untere Grenze überschritten haben. Um das Ganze zu erschweren, gibt es diesmal ein Angriffs- und Defensivmanöver. Zerstört man möglichst viele Kugeln, erhält man dafür Diamanten. Den Klunker kann man auf dem Touchscreen auf die Felder der Mitspieler (man bekommt eine kleine Übersicht von deren Spielverlauf angezeigt) ziehen und somit eine ganze Horde an Blasen rüberschicken, die dann bei der betroffenen Person willkürlich angehängt werden. Ein solches Manöver kann natürlich schnell zur Niederlage führen, wenn man gerade in einer brenzlichen Situation steckt. Allerdings kann man eben mit diesen Diamanten auch solche Attacken abwenden, wenn man die Angriffe vorhersieht und kontert.

 

Gerade zu mehreren Personen macht der Multiplayer extrem viel Spaß und selbst zu zweit ist eine Partie immer wieder motivierend. Übrigens kann man Bust a Move sowohl im Single- als auch im Multicartridgemodus zu fünft zocken. Es gibt auch, bis auf ein paar mehr Optionen bei mehreren Modulen, keine großen Unterschiede zwischen beiden Modi.

 

An sich gibt es nur einen großen Kritikpunkt und zwar die fehlende Onlineunterstützung. Das Spiel bietet weder Leaderboards noch kann man gegeneinander zocken. Hier wurde die Chance verpasst gleich das ultimative Bust a Move für DS auf den Markt zu bringen.

 

 

Die audivisuelle Umsetzung

 

Ehrlich gesagt erwarte ich von einem Spiel wie Bust a Move gar keine Spitzengrafik und variationsreiche Musikuntermalung. Wenn man genau mit dieser Einstellung herangeht, wird man sicherlich auch nicht enttäuscht. Alles ist bewusst simpel gehalten, bunt und ein wenig retro. Die bekannte Titelmelodie ertönt in allen möglichen Situationen aus den Lautsprechern, wird Fans verzücken, aber allen anderen sicherlich schnell auf den Senkel gehen. Rein objektiv betrachtet, ist das natürlich alles stink langweilig und sehr unterdurchschnittlich. Halt Bust a Move ;-).

 

 

Wir danken THQ für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Bust a Move DS bietet genau das, was man erwarten konnte: Einen spaßigen, aber recht kurzen Singleplayermodus, der vor allem zur Überbrückung von Wartezeiten und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens geeignet ist und einen gewohnt tollen Multiplayermodus, der nur durch die etwas beschränkte Optionsfülle und der fehlenden Onlineunterstützung an einem Award scheitert. Fans der Serie und des Genres können aber bedenkenlos zugreifen.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

69%

Singleplayer

80%

Multiplayer

Release

19.03.2008

Developer

Taito

Publisher

THQ

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (WLAN)

2-5


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