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Reviews: Nintendo DS

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Luxor Pharaoh's Challenge

Puzzle

27.05.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Kugeln, Kugeln, Kugeln...

 

Ein Puzzle-Spiel auf einem Nintendo-Handheld = Tetris? Nein! Anders als bei Tetris fallen hier nämlich keine Blöcke in unterschiedlichen Formen herab, sondern es rollen verschiedenfarbige Kugeln einen Parcour entlang. Am unteren Bildschirmrand hat der Spieler eine bewegliche Abschussrampe, von der aus weitere bunte Kugeln abgeschossen werden können. Immer wenn drei Gleichfarbige aufeinandertreffen, lösen sie sich auf und schaffen so Platz für neue Kugeln. Diese rollen stetig nach und füllen die Strecke so langsam aus. Schafft man es nicht, schnell genug aufzuräumen, dann kommt der Anfang der Schlange irgendwann am Ziel an und dann ist die Runde verloren.

 

Insgesamt gibt es drei Spielmodi, in denen das Ganze zwar grundsätzlich gleich, aber in Feinheiten etwas anders abläuft. Im „Training“ kann man sich einfach eine Strecke der bisher freigeschalteten aussuchen und dort nach belieben trainieren. Weitere Feinheiten lassen sich jedoch nicht einstellen. Im Modus „Überleben“ geht es, wie der Name schon andeutet, darum, möglichst lange die Kette am Erreichen des Ziels zu hindern.

 

Der umfangreichste Modus ist das Abenteuer. Hier spielt man immer schwerer werdende Parcours nacheinander und sammelt so Punkte. Die Strecken werden jedoch nicht nur schwerer, weil die Wege länger oder komplizierter werden, sondern auch dadurch, dass neue Farben dazu kommen. Anfangs hat man sich nur um drei zu kümmern und im Laufe der Zeit werden es immer mehr und somit auch schwerer, die Kette kurz zu halten. Löst man hier eine bestimmte Anzahl Kugeln auf, dann ist der Level geschafft und man kommt ins nächste. Dort geht das Ganze dann von vorne los.

 

Alle 4-7 Level kommt ein „Bosskampf“ In dem geht es darum, die erscheinenden Kugeln möglichst schnell und genau abzuschießen. Die mobile Abschussrampe am unteren Bildschirmrand feuert dann nämlich keine Kugeln ab, sondern scharfe Munition, die eine Kugel bei Aufprall zerstört. Hier kann man, ebenso wie in den normalen Levels, auch auf Kombos hinarbeiten. Liegen zum Beispiel vier gelbe Kugeln aneinander und werden durch zwei blaue in der Mitte unterbrochen, dann muss man nur eine blaue in die Mitte schießen und die übrig bleibenden gelben Kugeln ziehen sich an und lösen sich ebenso auf. Das geht hier auch, indem man einfach die in der Mitte liegenden Kugeln zerschießt.

 

Durch diese Kombos sammelt man einerseits Bonuspunkte und andererseits Items. Mit letzteren kann man zum Beispiel einen Laser bekommen, der viele Kugeln auf einmal zerstört oder einen Gegenstand, der die Schlange für eine bestimmte Zeit rückwärts laufen lässt.

 

Im Abenteuer hat man auch Leben, dass heißt, man verliert einen Versuch, wenn man an einem Puzzle scheitert. Sind alle Leben aufgebraucht, dann muss man von vorne beginnen, was bei der recht großen Menge an Strecken ziemlich nervig sein kann. Aber das Spiel will ja auch lange fesseln. Aber gelingt das?

 

 

Umfang, Steuerung und Technik

 

Mit insgesamt knapp 30 Strecken ist eigentlich genug Abwechslung da. Allerdings krankt das Spiel eindeutig an zu viel Eintönigkeit des Spielprinzips. Bei Tetris macht man zwar auch immer wieder dasselbe und ist auf Glück angewiesen, aber hier reichen die unterschiedlichen Parcours irgendwie nicht, um lange an die Konsole zu fesseln. Die darum „erzählte“ Geschichte ist auch nicht wirklich der Bringer, es passiert nämlich im Wesentlichen gar nix, außer dass man verschiedene Orte bereist, was die verschiedenen Strecken erklärt. Der direkte Vergleich zum sehr ähnlichen Konkurrenten Actionloop ist für Luxor auch nicht gerade positiv, denn es gibt im Prinzip hier nur einen Modus und keine Denksportaufgaben oder Ähnliches.

 

Die Steuerung ist simpel aber gut. Mit dem Stylus bewegt man die Abschussrampe und „flitscht“ die Kugeln nach oben. In der Regel landen sie dann auch da, wo sie landen sollen. Manchmal ist es jedoch ein wenig nervig, dass die Schlange auch durch Tunnel fährt und man dann nicht dahin schießen kann, wo man hin will. An der Steuerung an sich gibt es aber nichts auszusetzen, außer vielleicht auch hier einen Mangel an Abwechslung und Komplexität.

 

Grafisch hebt es sich auf keinen Fall aus der Masse heraus, es ist eben auch nur ein Puzzel-Spiel. Die Umgebungen und Strecken sind allerdings recht abwechslungsreich und fast immer sehr übersichtlich. Hier bekommt man eben genau das, was man von einem solchen Spiel erwartet. Sound und Musik fallen weder positiv noch negativ auf, aber wie üblich muss einem die Musik eben auch gefallen, sonst geht sie ziemlich schnell auf die Nerven. Passenderweise klingt sie sehr mystisch.

 

 

Vielen Dank an Codemasters für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Luxor ist im Prinzip ein Puzzle-Spiel wie jedes andere auch, bietet aber lange nicht so viel Abwechslung wie man von anderen Genre-Vertretern auf dem DS gewohnt ist. Eben das und das auf Dauer nur wenig fesselnde Gameplay sorgt dafür, dass es unterm Strich nur eine mittelmäßige Kritik bekommt. Das es darüber hinaus auch keinen Mehrspieler-Modus hat, sorgt dann endgültig dafür, dass es wirklich nur für Hardcore-Fans des Genre eine Überlegung wert ist.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

23.04.2008

Developer

Funsta

Publisher

Codemasters

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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