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Reviews: Nintendo DS

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Yoshi's Island DS

Jump 'n Run

28.01.2007

Autor: Mario Kablau

 

Vor langer Zeit...

 

...zogen die Yoshis aus, um Baby Luigi auf einer abenteuerlichen Reise aus den Klauen des schurkischen Magikoopas Kamek zu befreien. Auf ihrer Suche bekämpften sie kleine und große Bösewichte. Dank dem großen Mut der Yoshis wurden Baby Mario und Baby Luigi letztendlich gerettet und eine große Gefahr wurde von der ganzen Insel abgewendet. Und wieder herrschte Frieden auf Yoshi’s Island. Bis eines Tages...

 

So beginnt die neue Geschichte um die knuddeligen Dinosaurier und eine Menge Babys aus dem Mario-Universum. Im Intro-Video sieht man noch, wie jede Menge Babys auf der ganzen Welt entführt werden. Unter ihnen auch Mario, Luigi und Peach. Doch zum Glück kann der Storch rettend eingreifen und schafft es, zumindest Mario und Peach zu befreien und sie auf der sonnigen Insel abzuladen. Dort landet Mario auf dem Rücken eines grünen Yoshis und der erinnert sich spontan an den kleinen Schreihals.

 

Natürlich entschließen sich die Inselbewohner, die von den weltweiten Entführungen erfahren haben, den hilflosen Babys zu helfen. Und so beginnt ein neues Abenteuer, in dem man sich gegen den bösen Kamek und seine Schergen durchsetzen muss.

 

 

Déjà vu?

 

Wer den ersten Teil vor knapp 11 Jahren gespielt hat, der wird sich nach dem Intro spontan heimisch fühlen, denn der Ablauf des Abenteuers ist in den Grundzügen gleich geblieben. Dennoch wurden einige Dinge entscheidend verändert, aber zunächst zu den Gemeinsamkeiten.

 

 

Die Steuerung ist identisch mit der auf dem SNES. Man steuert einen Yoshi mit dem Steuerkreuz, springt mit der B-Taste, setzt die Zunge mit Y ein und wirft Eier über den A-Knopf. Neu hinzugekommen sind jedoch einige Extras und Spezialattacken. Da das Bild in diesem Teil auf beiden Bildschirmen des Nintendo DS dargestellt wird, gibt es nun eine Funktion, mit der man die Hauptansicht von oben nach unten – oder umgekehrt – verschieben kann. Dazu hält man einfach den X-Knopf gedrückt und verschiebt das Bild mit dem Steuerkreuz.

 

Man steuert immer noch einen Yoshi, der ein Baby auf seinem Rücken trägt. Wird man getroffen, dann verliert man das Baby und hat nur begrenzt Zeit, es wieder auf den sicheren Rücken zurückzubringen, bevor Kamek zur Stelle ist und es entführt. Die verfügbare Zeit kann man, wie beim ersten Teil, durch entsprechende Upgrades in jedem Level von 10 auf bis zu 30 Sekunden erhöhen.

 

Ebenso unverändert ist die Grafik des Titels. Es sieht immer noch aus, wie aus einem Bilderbuch, das mit Wachskreide gezeichnet wurde. Und was vor einem Jahrzehnt gut aussah, kann sich auch heute noch sehen lassen, denn es ist einfach die Optik, die am besten zu dieser Welt passt. Natürlich wurden einige Verbesserungen vorgenommen, damit man auf den kleinen Bildschirmen des Handhelds immer alles im Überblick hat und das Bild nicht zu überladen oder unscharf wirkt. Der Einsatz des zweiten Bildschirmes ist eine geniale Idee, die vor allen Dingen bei selbst-scrollenden Levels für nie gekannte Möglichkeiten sorgt, vor allen Dingen natürlich, wenn sich das Bild senkrecht bewegt.

 

Die größte Neuerung ist jedoch nicht der zweite Bildschirm. Ebenso verzichten die Entwickler auf eine Steuerung per Touchscreen oder Unterstützung des Mikrofons. Dafür müssen sich die Dinosaurier nun nicht mehr nur um ein schreiendes Baby kümmern, das versorgt werden will. Neben Baby Mario sind nun auch Peach, Donkey Kong und noch mehr dabei, die ich hier aber nicht verraten möchte, um den Überraschungsmoment nicht zu zerstören.

 

 

Jedes Baby hat eine besondere Fähigkeit, die man einsetzen muss, um die riesigen Areale erfolgreich zu meistern. Nur bei Mario sind bestimmte Boxen sichtbar und somit Wege sicher begehbar, Peach hat natürlich ihren Schirm Perry dabei, mit deren Hilfe man weiter schweben und sich sogar von Luftströmungen tragen lassen kann und Donkey Kong kann sich an Lianen festhalten und sie entlang klettern. Natürlich haben auch die anderen Figuren spezielle Fähigkeiten.

 

 

Geduld ist eine Tugend

 

Schon der Vorgänger war kein einfaches Spiel, das man mal eben so nebenbei zu 100% schaffte. Aber die DS-Version legt da noch eine ordentliche Schippe oben drauf. Während man die ersten zwei Welten noch recht spielend schaffen kann, wird es spätestens ab der dritten richtig knackig. Die Levels sind extrem weitläufig und verwinkelt, so dass man sich manchmal wirklich anstrengen muss, um den Ausgang zu finden. Dabei nicht zu sterben wird auch ein immer größeres Problem.

 

Noch schwerer wird das Unterfangen, wenn man versuchten will, jeden Level perfekt abzuschließen. Dazu muss man nämlich nicht nur die Zeit, die man ein Baby allein lassen darf auf das Maximum erhöhen, sondern auch alle 20 roten Münzen und alle fünf Blumen finden. Nur dann gibt es 100 Punkte und nur, wenn man in jedem Level einer Welt 100 Punkte erreicht hat, werden die zwei Bonuswelten freigeschaltet. Außerdem gibt es nun auch in jedem Areal eine große Goldmünze, die man jeweils nur mit einem bestimmten Baby aufnehmen kann. Auch damit kann man in jeder Welt Boni freispielen.

 

Darüber hinaus haben die fünf Blumen jeder Welt noch eine andere Funktion: Den Abschluss eines Levels bildet immer ein Blumenkreis, der aus mindestens fünf Nieten und maximal fünf Blumen besteht, je nachdem wie viele man gefunden hat. Stoppt der Kreis auf einer Blume, dann schaltet man ein Minispiel frei, in dem man zusätzliche Leben sammeln kann.

 

 

Eine Wonne für Augen und Ohren

 

Technisch braucht sich das Spiel wirklich nicht zu verstecken. Wer den Vorgänger gemocht hat, der wird auch hier voll auf seine Kosten kommen. Die Grafik ist einfach genial und überzeugt auch eine halbe Ewigkeit nach dem Release des ersten Teils noch. Der Look passt einfach perfekt zur Serie. Es ist, als würde man ein Bilderbuch lesen und dabei die Kontrolle über die Aktionen der Hauptfiguren haben. Einfach toll. Es reizt zwar die Möglichkeiten des DS nicht mal ansatzweise aus, aber dafür zeigt es erneut, dass 2D und Jump & Run immer noch eine der besten Kombinationen ist, die es gibt.

 

Sound und Musik wecken ähnlich nostalgische Gefühle. Allein das Trommel-Jingle, das beim betreten eines Levels abgespielt, wird weckt sehr positive Erinnerungen. Auch sonst ist die Musik dem Vorgänger sehr ähnlich, ebenso die Soundeffekte. Das ist aber nicht negativ zu sehen, da es viele neue Melodien gibt, die auch Ohrwurm-Charakter haben. Besonders die schreienden Babys sind mal wieder ein Klasse für sich, wobei Peach ganz eindeutig die Krone auf hat. Ich erwische mich immer wieder dabei, absichtlich getroffen zu werden, damit ich sie schreien höre.

 

Man merkt dem Spiel einfach nicht an, dass die Technik eigentlich schon ziemlich alt ist, denn das zeitlose Design und die schönen Animationen, sowie der sehr gute Sound überzeugen auch heute noch.

 

Vielen Dank an Nintendo of Europe für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Wer den Vorgänger mochte, der wird die DS-Version lieben. Yoshi’s Island DS perfektioniert ein ohnehin schon geniales Spiel und sorgt für stundenlangen Spielspaß. Das Spiel ist für Anfänger und Profis gut geeignet, da Anfänger einigermaßen einfach durch das Spiel kommen werden, während Profis sich an den freischaltbaren Extras lange die Zähne ausbeißen werden. An der Technik gibt es kaum etwas zu bemängeln und auch die fehlende Touchscreen-Steuerung stört keineswegs, da so das ursprüngliche Gefühl erhalten bleibt. In der Reihe der zweidimensionalen Jump & Runs auf dem Nintendo DS ordnet sich Yoshi's Island zwischen dem genialen New Super Mario Bros. und dem spielerisch und technisch etwas schwächerem Super Princess Peach ein.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

88%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

01.12.2006

Developer

Artoon

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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