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Reviews: Nintendo DS

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Iron Man

Action

12.06.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Der Mann aus Eisen?!

 

Nein, hier geht es nicht um Superman, denn der ist der Mann aus Stahl. Iron Man ist ja noch nicht einmal ein Außerirdischer, sondern nur ein früher geldgeiler Waffenproduzent, der die Wahrheit seiner Taten erkannt hat und für Recht und Ordnung in der Welt kämpfen will. Dazu nutzt er den eigens hergestellten Anzug, der Tony Stark zu Iron Man werden lässt. Und wo es einen Helden gibt, da ist auch das Böse nicht weit entfernt, denn natürlich steht die Welt gerade vor dem Untergang, da es einfach zu viele Waffen gibt. Das kann Iron nicht auf sich sitzen lassen und greift die bösen Geister dieser Welt höchstpersönlich an.

 

Auf dem Nintendo DS gibt es danach nicht mehr allzu viel zu berichten, denn die Geschichte wird nur extrem stiefmütterlich erklärt und ohne Kenntnis des Filmes oder der Comics wird man vermutlich nur schwer folgen können. Jedenfalls schlüpft man in die Rolle von Iron Man und ist entweder zu Fuß oder in der Luft unterwegs, um diverse Missionen zu erfüllen und Gegner auszuschalten. Dabei greift er auf die unterschiedlichsten Waffen zurück, um dann nach etwa 90 Minuten Spielzeit die Welt gerettet zu haben...

 

Wie schon erwähnt, läuft oder fliegt er entweder herum. Ist er zu Fuß unterwegs, dann steuert man ihn mit dem Steuerkreuz und folgt dem vorgegebenen linearen Pfad zum Ziel. Auf dem Weg dorthin trifft man auf Gegner, die ganz einfach mit dem Flammenwerfer besiegt werden können. Um diesen abzufeuern muss man einfach nur mit dem Stylus in eine bestimmte Richtung auf der Karte, die auf dem Touchscreen dargestellt ist, zeigen. So ist es möglich, schnell und einfach in sämtliche Richtungen zu feuern, egal, ich welche Richtung man gerade läuft. Die Darstellung auf dem oberen Bildschirm ist dabei in 3D von schräg oben dargestellt und die Kamera folgt Iron Man in einem festgelegten Abstand.

 

In der Luft sind Bewegungen und Waffen ebenso zu steuern, aber die Umgebung ist viel freier. In einem recht großen Feld kann man herumfliegen und muss möglichst alle Gegner töten. Dazu bekommt man Aufgaben, zum Beispiel bestimmte Gebäude zu vernichten. Als Hilfestellung wird auf der Karte angezeigt, wo sich dieser Ort befindet. Zusätzlich zur Primärwaffe kann der Held hier auch Raketen abfeuern, in dem man auf einen Knopf am rechten, unteren Bildschirmrand tippt. Die Zielerfassung erfolgt dabei automatisch. Zusätzlich dazu gibt es noch ein paar zusätzliche Waffen, die aber eher seltener zum Einsatz kommen.

 

 

Acht Aufgaben – Ein Held!

 

Im Spiel muss Tony insgesamt acht Levels bestehen, die jeweils etwa 10-15 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, das Ziel zu erreichen, sondern auch noch möglichst gründlich zu sein. Je besser man ist, desto mehr Forschungspunkte erhält man. Von diesen kann man dann Upgrades für seinen Anzug erwerben, so dass die Panzerung verstärkt, die Geschwindigkeit erhöht oder Waffen tödlicher werden. Und um den Anzug vollkommen zu machen, muss man wirklich jeden Gegner im Spiel töten und jeden Auftrag komplett erfüllen. Man kann jedoch später immer wieder in ältere Levels zurück und dabei trotzdem auf den schon verbesserten Anzug zurückgreifen, was das Unterfangen bedeutend leichter macht.

 

Ist die Story geschafft, dann wird der „1-Mann-Armee“ Modus frei geschaltet. Hier gibt es vier verschiedene Stufen mit 15 bis 25 Aufgaben, die es zu erfüllen gilt. Mit dem aufgerüsteten Anzug muss man hierbei einfach möglichst viele Gegner bezwingen ohne selbst zu sterben. Dieser Modus hat es zwar echt in sich, dürfte aber nicht wirklich motivieren, da man damit nichts mehr frei schalten kann. Allerdings kann man die Story auch noch in zwei schweren Stufen spielen, was zwar nicht sonderlich spannend ist, aber sicherlich wegen der Härte einige Leute ansprechen dürfte. Da es keinen Mehrspieler-Modus gibt, ist aber insgesamt die Luft leider sehr schnell raus.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch ist Iron Man ganz gut gelungen. Das Geschehen läuft jederzeit flüssig und die Umgebungen sind einigermaßen schön. Da man aber nicht viel Verschiedenes geboten bekommt und auch relativ schnell alles gesehen hat, wäre sicher deutlich mehr drin gewesen. Wobei ich lieber mehr Umfang als bessere Technik gehabt hätte. 2D passt einfach perfekt zum DS und in der Kombination mit dreidimensionalen Umgebungen und Figuren macht es schon etwas her.

 

Die Musik kommt direkt aus dem Film und ist dementsprechend hochwertig. Mir persönlich hat sie außerdem auch sehr gut gefallen, auch wenn es hier ebenso mehr Abwechslung hätte geben können. Die Sprachausgabe, die aber leider nur auf Englisch ist, vermittelt die (kurze) Geschichte sehr gut und lockert das Geschehen deutlich auf. Hören macht einfach viel mehr Spaß als lesen.

 

Die Steuerung funktioniert wie oben schon beschrieben und geht leicht von der Hand. Allerdings benötigt man eine feste Unterlage für den DS, wenn man länger spielen will, da man ja mit einer Hand steuert und mit der anderen den Stylus hält. Somit muss eine Hand das gesamte Gewicht der Konsole halten und das auch noch möglichst stabil. Wenn man nicht aufpasst, kann es schnell zu Verkrampfungen führen. Wer aber schon mit zum Beispiel Metroid Prime Hunters keine Probleme hatte, der wird auch hier sehr gut klar kommen.

 

 

Meckerecke

 

Viel zu sagen bleibt mir an dieser Stelle nicht mehr, außer dass das Spiel einfach viel zu kurz ist. Die Technik ist solide, die Steuerung funktioniert gut, aber wenn man sich gerade warm gespielt hat, sieht man schon den Abspann. Das ist wirklich schade, denn ich hätte gerne noch etwas weiter gespielt, den Anzug verbessert und diverse Gegner geplättet. Iron Man ist eben leider eine typische Film-Umsetzung, für die die Entwickler wohl einfach nicht genug Zeit hatten. Aber zumindest haben sie das Spiel an sich spaßig gemacht und nicht 10 Stunden Gameplay programmiert, was dafür unspielbar ist. Also. Grundsätzlich gut, aber zu wenig davon.

 

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Iron Man auf dem DS ist bei weitem kein schlechtes Spiel, sondern einfach nur zu wenig Spiel. Nach höchstens zwei Stunden ist man durch und der Wiederspielwert ist nur bedingt vorhanden. Um dafür knall 40 Euro auszugeben, muss man schon ein sehr großer Fan sein! Die Technik ist aber solide und die Steuerung funktioniert ganz gut, aber mehr wäre sicher drin gewesen. Wenn dann 2010 Teil 2 in die Kinos kommt, gibt es den DS hoffentlich noch, so dass die Entwickler dann auf diesem Spiel aufbauend einen wirklich guten Titel auf die Beine stellen können.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

60%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.05.2008

Developer

A2M

Publisher

Sega

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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