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Reviews: Nintendo DS

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Dragon Quest Monsters: Joker

RPG

14.06.2008

Autor: Marcel Witte

 

Im neusten Spin Off der Dragon Quest Reihe für den Nintendo DS hat man anfangs die Aufgabe mit Hilfe von Monstern und unheimlichen Kreaturen die Scout-Meisterschaft zu gewinnen. Weiter wird man während des Abenteuers, welches von Square Enix entwickelt wurde, auf eine neue Aufgabe und einen neuen Freund stoßen. So muss der Held die geheimen Machenschaften der S.K.A.T. Organisation aufdecken. Dabei wird man in diesem Strategie-RPG auf die verschiedensten Charaktere treffen. Mit dabei sind Solitaire, die Gegenspielerin des Helden und Dr. Peter Schwarz, ein renommierter Wissenschaftler und der Erfinder der Scout-Meisterschaft.

 

Während der Reise des Helden durch das Mau-Mau Archipel wird man schnell merken, dass man im ganzen Abenteuer immer wieder auf Ausdrücke oder gar ganze Spiele aus dem Kartenspielbereich trifft. Entweder soll so der Spielfluss mit Witz aufgewertet werden oder die Entwickler waren nicht einfallsreich genug. Hier trifft jedoch ersteres mehr zu, denn wenn man auf diese kleinen „Running-Gags“ achtet, wird man sie überall finden.

 

 

Die Monsterscout-Meisterschaft ruft

 

Das Mau-Mau Archipel ist nicht nur eine Inselgruppe im Ozean, sondern auch Austragungsort der Scout-Meisterschaft. Die Gruppe besteht aus der Hauptinsel „Domuspolis“, wo der Hauptsitz der Scout-Organisation liegt und sechs Inseln, die Domuspolis einschließen. Auf diesen sollen die Dunkelsteine versteckt sein, die es zum Erreichen der Finalrunde zu finden und sammeln gilt. Sage und schreiben zehn Steine des wertlosen Metalls müssen gesammelt werden. Dabei liegen diesen an den verschiedensten Orten. Am Ende werden die fünf schnellsten Sammler in die Finalrunde befördert. Wie es in Finalrunden üblich ist, wird der Meister in K.O. Runden ermittelt. Dabei muss man sich gegen jeden Gegner durchsetzen. Das geschieht in Monsterkämpfen. Hierzu dienen auch die Inseln um Domuspolis, denn neben den Dunkelsteinen laufen hier sehr viele Monster herum, die es zu fangen und trainieren gilt. In diesem Fall sind die Inseln nach Schwierigkeitsgrad gestaffelt, so dass man am Anfang nur zu einer Insel mit der Schwierigkeit „F“ gelangt. Der Buchstabe bedeutet, dass es auf diesem Stück Land überwiegend Monster mit dem Rang „F“, also schwächere Monster, gibt.

 

 

 

Vergleichbar mit Pokémon?

 

Wie gerade erwähnt, geht es nicht nur ums Gewinnen der Meisterschaft, sondern auch um das Trainieren und Fangen der Monster. Dabei finden sich einige Elemente aus Pokémon wieder. So gibt es ca. 200 Monster zu begutachten, die in verschiedenste Gruppen eingeteilt werde. Zwar heißt es bei Dragon Quest Monsters: Joker nicht, dass ein Element dem Anderen überlegen ist, dennoch besitzen viele Monster Eigenschaften, auf die Andere anfällig oder immun sind. Weiter sind die Monster entweder „plus“, „minus“ oder „neutral“. Dieser Zusatz ist sehr wichtig für die Synthese (Paarung), auf die ich gleich näher eingehe. Aber nicht nur die Monstereigenschaften ähneln denen der Pokémon, sondern auch das Kampfsystem weist gewisse Gleichheiten auf.

 

Ein Team besteht aus maximal drei Monstern, die aktiv am Kampfgeschehen teilnehmen und bis zu drei weiteren, die auf der Ersatzbank sitzen und auf ihre Einwechslung warten. Nachteil ist, dass die Auswechselmonster nicht während des Kampfs das Team unterstützen, sondern immer erst vor oder nach den Kämpfen gewechselt werden können. Hat man sich für ein Team entschieden und beginnt einen Kampf gegen ein Monster oder einen anderen Scout, dann hat man mehrere Optionen die man wählen kann. Bei „Kampf“ führen die Monster, je nachdem welcher Taktik sie nachgehen, ihre Attacke aus. „Taktik“ ein sehr wichtiger Aspekt für den Kampf. Mit dieser Option stellt man das Verhalten der Monster ein. Im „Gepäck“ sind Items, die zur Heilung oder zur Statusveränderung dienen. Man kann aber immer nur ein Item pro Kampfrunde einsetzen. Weiter gibt es noch „Befehle geben“, wo man seinen Monstern die Aktionen separat befehligt. Zu guter Letzt ist noch „Werben“ erwähnenswert. Dabei ist es ähnlich, wie beim Fangen eines Pokémons, nur dass hier die Monster das entsprechende zu fangende Monster angreifen und somit ihre Kraft demonstrieren. Bei dieser Demonstration läuft eine Prozentanzeige. Je näher der Wert der 100 kommt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich das Monster dem Team anschließt. Fieser als bei Pokémon ist die Tatsache, dass man auch Monster von anderen Scouts abwerben kann. Natürlich versuchen das auch die Gegenspieler bei eurem Team. Davon sollte man sich aber nicht erschrecken lassen, denn die gegnerischen Monster müssen schon viel stärker als eure sein, um eure Mitglieder abzuwerben.

 

 

Synthese heißt das Zauberwort

 

Kommen wir nun zu dem, was Dragon Quest Monsters: Joker zu einem sehr umfangreichen und motivierenden Spiel macht. Die Synthese! Dieser doch sehr einnehmende Bereich des Spiels ist schon fast eine Wissenschaft für sich. Was für Leien wie Zufall aussieht, ist ein ausgeklügeltes System der Entwickler. Bei der Synthese wird aus zwei Monstern ein neues. Klingt ziemlich unspektakulär, ist es aber nicht, denn so eine Synthese ist an gewisse Regeln gebunden.

 

Grundsätzlich gilt, dass man jedes Monster mit jedem anderen kreuzen kann. Aber die Monster müssen erst einmal Level zehn erreichen und dann muss eines der Monster positiv sein und das andere negativ. Mit neutralen Monstern hat man es etwas leichter, diese können mit einem Monster egal welchen Typs verschmelzen. Hat man dann zwei Monster ausgewählt, stehen einem drei Auswahlmöglichkeit zur Verfügung. Die ersten beiden sind vom Rang höher als das stärkere „Eltern“-Monster, das Dritte kommt mehr nach dem schwächeren. Hat man sich dann entschieden, bekommt es natürlich wieder ein Geschlecht und den entsprechenden Rang. Jetzt kommt es zur Einzigartigkeit der Ungeheuer. Denn jedes dieser hat so genannte Talente. Mit Talentpunkten, die man mit Erreichen neuer Level bekommt, werden diese verbessert. Bei der Synthese werden die Talente der „Eltern“ weitergegeben und meistens hat das neue Vieh auch eigene Talente. Hat man irgendwann einmal mehr Talent als drei zur Auswahl, kann man sich entscheiden, welche drei man seinem neuen Freund gibt. So ergibt sich, dass aus ca. 200 Monstern und einer großen Anzahl an Talenten, schier endlose Möglichkeiten bestehen, sein Team variieren.

 

 

Wi-Fi Connection: Eine willkommene Abwechslung

 

Was wäre so ein Spiel, wenn nicht ein kleines Wörtchen, welches Zockenherzen höher schlagen lässt, dieses Spiel abrundet. Das Wort, um das es geht ist Onlinefähigkeit. Und genau diese besitzt Dragon Quest Monsters: Joker, wenn auch nur in eingeschränkter Form. Aber das Onlineprinzip ist einfach grandios. Es gibt nämlich eine eigene Liga, den so genannten Wildcard World Cup. Diese Liga ist eine Rangliste mit den 100 stärksten Teams, entweder aus einer bestimmten Region oder aus der ganzen Welt. Man registriert sein Team gibt ihm einen Namen und los geht esAber anstatt online Gegner heraus zu fordern, lädt man zufällig fünf gegnerische Teams herunter. Diese werden nach Stärke sortiert, so dass man nach und nach ein Team nach dem anderen besiegen muss. Schafft man es nicht alle fünf zu besiegen, hat man natürlich die Möglichkeit noch mal zu kämpfen. Nach diesen fünf Kämpfen werden die Kampfdaten versendet und berechnet. Aus der Berechnung ergibt sich anschließend der Rang, welchen man in der Liga einnimmt. Natürlich sollte man das Spiel erst einmal durch gespielt haben, bevor man sich an den Onlinemodus wagt, da das schwächste Team mit sehr starken Monstern agiert. Abschließend kann man aber sagen, dass es sehr viel Spaß macht zu zusehen, wie das eigene Team mit um die ersten Plätze kämpft.

 

 

Technik und Steuerungsvarianten

 

Bei der Steuerung hat man zwar den Stylus und den Touchscreen nicht vergessen, jedoch braucht man beides nicht zwingend zum spielen. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn außer einem unspektakulären Kartenmodus findet der Stylus bei Dragon Quest Monsters auch keine sinnvolle Anwendung. Umso besser ist aber die Handhabung mit dem Steuerkreuz und der Tastenbelegung. Sie funktioniert nämlich einwandfrei. Man bewegt sich mit dem Steuerkreuz und führt mit „A“ Aktionen aus. Das können unterschiedliche Dinge sein, zum Beispiel mit Leuten reden, Befehle bestätigen oder Türen öffnen. Mit dem „X“-Knopf gelangt man in das Menü, wo man sich mit Hilfe des Steuerkreuzes, dem Aktions-Knopf und den beiden Schultertasten „L“ und „R“ durch die unter Menüs arbeiten kann. Ist man nicht im Menü, dann dienen die Schultertasten für die Kameraführung und die Änderung der Blickrichtung des Helden nach links beziehungsweise nach rechts. Somit bleibt nur noch der „B“-Knopf übrig, da für „Y“ keine Funktion vorgesehen wurde. Mit diesem bricht man Aktionen ab, setzt die Kamera zurück oder begibt sich im Menü ins nächst höhere.

 

 

Audiovisuelle Umsetzung

 

Grafisch macht Dragon Quest Monsters: Joker leider nicht viel her. Zwar sind in dem 3D Abenteuer die Inseln groß und es werden über 200 Monster dargestellt, doch alles ist ziemlich kantig und steril. Es gibt kaum Interaktion der Monster während des Kampfes und von Wind und anderen Wettereinflüssen haben die Entwickler anscheinend noch nie etwas gehört. Weiter gibt es bei den Charakteren im Spiel nur vier unterschiedlich Varianten der grafischen Gestaltung. Nur besondere Charaktere haben ein individuelles Aussehen.

 

Hervorzuheben ist bei Dragon Quest Monster aber die Kameraführung, die im Kampf für Abwechslung sorgt. Weiter ist auch der Tag und Nachtwechsel positiv zu erwähnen. Beim Sound habe sich die Entwickler ähnlich Mühe gegeben. So beinhaltet Dragon Quest eine sehr überschaubare Auswahl an Musikstücken, die aber zu keiner Zeit lästig wirken oder gar Fehl am Platze sind.

 

 

Meckerecke

 

Wie man sicher der audiovisuellen Umsetzung entnehmen konnte, liegen bei Dragon Quest Monsters: Joker die Probleme schlicht und einfach in der Umsetzung der Grafik und des Sounds. Hier sieht man natürlich gute Ansätze, wie der schöne Wechsel von Tag und Nacht, jedoch hat man vergessen dem Spiel ein wenig Leben einzuhauchen. Das kann man auch nicht mit umher laufenden Monstern kompensieren. Weiter gibt es bei Dragon Quest Monsters zu viel Brachland. Kaum Bäume oder Sträucher. Aber das ist auch schon alles was man bei Dragon Quest zu meckern hat.

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Der neuste Teil der Spin Off Reihe zu Dragon Quest ist eigentlich gelungen. Es gibt eine etwas flache, aber dennoch schöne Story mit viel Witz und Humor. Einzig an der Grafik und beim Sound hätte man mehr machen müssen, denn dort gab es die meisten Punktabzüge. Es war einfach alles zu steril. Nichts desto Trotz überzeugt Dragon Quest Monsters: Joker mit seiner Flexibilität in Sachen Genre und mit seinem riesen Umfang. Zwar hat man das Spiel an sich in ca. 25-30 Stunden geschafft, aber man hat sich zu diesem Zeitpunkt noch wirklich mit der Synthese, die meiner Meinung nach das Highlight in dem Spiel ist, beschäftigt. Auch der Multiplayermodus überzeugt. Hier haben sich die Entwickler richtig was einfallen lassen, denn nur online zu kämpfen, würde auf Dauer langweilig werden, aber mit dem Ranglistensystem bleibt der Spaß erhalten. Alles in allem kann man dieses Spiel jedem Pokémon-Fan, RPG-Fan und Strategen ans Herz legen, denn auf Grund seiner Vielfalt sollte für jeden was dabei sein!

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

super

81%

Singleplayer

80%

Multiplayer

Release

11.03.2008

Developer

Square Enix

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-2

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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