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Reviews: Nintendo DS

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Mario Slam Basketball

Sport

22.02.2007

Autor: René Schäfer

 

 

Die neue Trendsportart im Pilzkönigreich

 

Was macht Mario eigentlich, wenn er nicht gerade hübsche Prinzessinnen rettet? Zeichnet er? Singt er? Spielt er selber Videospiele? Was sind seine Hobbys? Spätestens seid dem aller ersten MarioKart Titel für das SNES dürften diese Fragen beantwortet sein: Er ist leidenschaftlicher Sportler! Er fährt Kart, spielt Tennis und Fußball und seid neustem gehört auch Basketball zu seinen Disziplinen.

 

Das vereinigte Pilzkönigreich trifft sich in Nintendos neustem Sportspiel an den verschiedensten Orten, um dem neuen Trendsport zu frönen. Ob unter Wasser, am Strand, im Gewächshaus, auf einem zugefrorenem See oder auf dem Dach eines Spielcasinos, überall werfen Mario, Luigi, Peach und ihre Freunde aus dem Square Enix-Universum Körbe bis die Turnschuhe qualmen.

 

Und wie für das Mario-Universum üblich, gelten auch beim Basketball etwas andere Regeln. So besteht ein Team aus drei Spielern und überall auf dem Boden sind Fragezeichenfelder die entweder Münzen oder Items frei legen. Die Münzen sind wertvolle Punkte und können spielentscheidend sein. Denn je mehr Münzen ihr bei einem erfolgreichen Wurf auf den Korb des Gegners habt, desto mehr Punkte bekommt ihr. Deswegen ist es keine Seltenheit, dass manche Partien 300:450 ausgehen oder in den letzten 30 Sekunden entschieden werden können. Die altbekannten Items helfen euch den Gegner auf seinem Weg zu eurem Korb zu behindern. Werft mit Bananenschalen um euch und schleudert Panzer auf sie, aber passt auf, dass ihr nichts abbekommt, denn das fordert hart erspielte Münzen von eurem Konto.

 

 

Mit dem Stylus übers Feld

 

Wer jetzt denkt, dass es doch fingerzerbrechend schwierig sein muss, Basketball auf dem DS zu spielen, der irrt. In guter alter Nintendo Manier hat das japanische Erfolgsunternehmen es auch diesmal wieder geschafft, eine innovative Steuerung zu entwickeln, die riesigen Spielspaß mit sich bringt.

 

Ihr steuert Mario & Co. sowohl mit dem Steuerkreuz als auch mit dem Stylus über das virtuelle Spielfeld. Gelaufen wird ganz simpel indem ihr das Kreuz in die gewünschte Richtung drückt. Gedribbelt, gepasst und geworfen wird allerdings über den Touchscreen des Nintendo DS. Soll euer Charakter, nehmen wir Luigi als Beispiel, etwa schnell auf einem der Fragezeichenfelder auf dem Boden dribbeln, um so möglichst schnell viele Münzen einzusammeln, tippt einfach ganz schnell mit dem Stylus auf eine Stelle des Touchscreens, in dessen Richtung sich auch das Münzfeld befindet. Das bedeutet, dass es nicht einmal notwendig ist, das entsprechende Feld auf der Übersichtskarte auf dem unteren Bildschirm zu treffen, sondern das es ausreicht, auf eine Stelle zu tippen, die dem Fragezeichenfeld nahe liegt. Wollt ihr zum Beispiel ein Feld das hinter euch liegt bedribbeln, so müsst ihr lediglich auf eine Stelle am unteren Rand des Touchscreens tippen, und schon lässt Luigi euer Münzkonto klingeln.

 

Das Passen zu einem anderen Spieler eures Teams funktioniert genauso einfach. Steht der Spieler rechts von euch, zieht den Stylus vom linken Bildschirmrand zum rechten und schon wird der Ball weitergereicht. Soll der Ball zu einem Spieler links von euch, zieht den Stylus von rechts nach links. Und auch hierbei kommt es nicht darauf an, ob der Spieler genau rechts oder links neben euch steht. Selbst wenn der anvisierte Charakter weiter vorne oder hinten im Feld steht, ist der Pass oft erfolgreich.

 

Seid ihr nach langen Kämpfen, Pässen und Abwehrattacken endlich vor dem gegnerischen Korb müsst ihr den Ball nur noch erfolgreich durch das Netz befördern. Wie sollte es auch anders sein, genügt hier auch ein einfacher Strichzug mit dem Stylus über den Touchscreen. Zieht ihn einfach vom unteren zum oberen Rand und schon wirft euer Spieler auf den Korb. Je nachdem wie nah ihr dran steht und wie geschickt ihr seid, ist es relativ sicher, dass der Ball auch seinen Weg in den Korb findet. Seid ihr sogar in einer bestimmten Entfernung zum Korb, legt euer Charakter einen Slamdunk hin. Das sieht nicht nur richtig spektakulär aus, sondern bringt auch reichlich Bonuspunkte.

 

Schafft ihr es, eine bestimmte geometrische Figur zweimal hintereinander zu dribbeln, ohne von einem Gegenspieler gestört zu werden, legt euer Charakter einen beidruckenden Spezialwurf hin, die schon aus Spielen wie Mario Smash Football bekannt sind. Diese Würfe sind keinesfalls von eurem Gegner zu blockieren und bringen noch mal mehr Extrapunkte aufs Konto.

 

 

„Lass uns tauchen!“

 

Mario Slam Basketball kommt mit einer Reihe wunderschöner und individuell gestalteten Maps daher. Jedes Spielfeld hat seine eigenen Tücken und Features. Seien es Geister, die einem den Ball klauen und ihn dem gegnerischen Team geben, Körbe die einen wegschleudern, wenn man zu nahe an sie ran kommt, Fässer die über das Feld rollen oder Ebbe und Flut, die das Spielfeld gestalten.

 

Der Grafikstil ist typisch für Nintendos Sportspiele und derselbe wie schon bei MarioKart DS. Aber dank der oben erwähnten Spielereien ist er immer noch richtig gut und macht einfach nur Spaß.

 

Ähnliches gilt für die gute Physik. Wenn sich das Spielfeld beispielsweise auf einem Boot befindet, kann es schon mal vorkommen, dass man leicht Seekrank wird. Spielt man unter Wasser, sind die Charaktere und der Ball um einiges langsamer. Auf einem zu gefrorenem See in einer wunderschönen Polarlandschaft rutsch man das ein oder andere Mal aus und im schlimmsten Fall sogar am Gegner vorbei.

 

Diese netten Nintendo-typischen Attribute, gepaart mit einem gut gelungenen Soundtrack, machen das Spiel zu einer wahren Freude für alle Nintendo-Fans. Die Melodien sind aus vorigen Nintendo Spielen bekannt. Spielt man in einem Geisterschloss, so hört man die Musik aus „Luigis Mansion“, und auf einem fliegenden Schiff erreichen Töne aus alten Final Fantasy Spielen das Ohr des Spielers.

 

 

„3, 2, 1, … Los!“

 

Wie immer messen Mario & Co. ihr sportliches Können am liebsten in Turnieren. Deswegen besteht auch bei Mario Slam Basketball der Hauptteil des Spiels darin, mit seiner Mannschaft Turniere, die aus je drei Matches bestehen, zu gewinnen und so neue Charaktere, Maps, Bälle und Outfits frei zu spielen.

 

Steht einem am Anfang nur ein Ball und nur 10 Charaktere zur Verfügung, kommen mit steigendem Erfolg auch immer neue Charaktere in euer Sortiment. Auch wenn die erste Turnierreihe ziemlich einfach ist und man mit etwas Spielerfahrung schon nach knappen 45 Minuten den ersten Abspann sieht, ist die frisch freigespielte Schwierigkeitsstufe „Schwer“ schon eine etwas härtere Nuss.

 

Ist man von dem ewigen duellieren mit Computergegnern nach einiger Zeit gelangweilt, sollte man sich einen Freund schnappen und den, zwar etwas kargen, aber trotzdem spaßigen Multiplayermodus anschmeißen.

 

Hat man einen Freund, der ebenfalls eine Version von Mario Slam Basketball besitzt, so stehen euch drei Möglichkeiten zu Verfügung: ihr Spielt ein normales Match, dribbelt um die Wette oder stehlt dem anderen die Münzen. Solltet ihr euch für ein Match entschieden haben, wählt jeder von euch wie gewohnt drei Spieler in sein Team und schon kann es losgehen.

 

Im ersten Minispiel „Wett-Dribbling“ lauft ihr um die Wette. Ihr wählt eine Strecke aus und müsst dort so viele Fragezeichenfelder bedribbeln, bis ihr 100 Münzen gesammelt hat. Sobald ihr dies geschafft habt, lauft so schnell wie möglich ins Ziel und ihr habt gewonnen. Natürlich sind auch diese Strecken nicht ganz „normal“, denn ihr werdet auch hier daran gehindert, das Ziel zu erreichen.

 

Wenn ihr das zweite Minispiel mit dem Namen „Münzjagd“ wählt, seid ihr auf einer speziellen Map unterwegs, die es im normalen Spiel nicht gibt. Diesmal habt ihr keinen Ball in der Hand, denn ihr müsst lediglich Items einsammeln, mit denen ihr eure Kontrahenten abschießt, um deren Münzen zu stehlen. Ist die Zeit abgelaufen, gewinnt derjenige, der am meisten Münzen übrig hat.

 

Sollte man zwar einen Freund mit DS aber ohne Mario Slam Basketball haben, kann man trotzdem mit ihm spielen. Allerdings stehen euch dann nur eine abgespeckte Version beiden Minispiele zur Verfügung, was nach maximal 5 Runden ziemlich langweilig wird.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ich für meinen Teil bin von dem Spiel sehr begeistert. Ich habe sonst absolut gar nichts mit Sport zu tun, und spiele auch fast nie Sportspiele auf meinen Konsolen, komme von Mario Slam Basketball aber kaum noch los. Die typische Grafik und der gut gelungene Sound machen das Spiel zu einem echten Erlebnis für alle Nintendo-Fans. Wer allerdings hofft, eine richtige Multiplayerperle zu bekommen, wird bitter enttäuscht, denn das Spiel taugt nur im Multi-Card Modus zu langem Spielspaß mit Freunden und einen Wi-Fi Unterstützung bietet es leider ebenfalls nicht.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

ok

85%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

16.02.2007

Developer

Square Enix / Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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