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Reviews: Nintendo DS

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Castlevania Portrait of Ruin

Sonstiges

01.03.2007

Autor: Arne Schreiber

 

Gemeinsam auf Dämonenjagd!

 

Nach Dawn of Sorrow ist Portrait of Ruin bereits das zweite Castlevania für Nintendos aktuellen Handheld. Seitdem die Serie mit Symphony of the Night (Psone) grundlegend im Design reformiert wurde, folgt auch der neueste Ableger der Vorlage. So durchforscht man wieder ein zusammenhängendes Spielgebiet, und man bekommt ähnlich wie in einem RPG, Erfahrungspunkte für jeden besiegten Gegner und kann dadurch Level für Level aufsteigen, um seine Statuswerte zu verbessern. Ebenfalls kann man durch gefundene Items seine Statuswerte aufpeppen. Soweit also bewegt sich das Spiel in den bekannten Bahnen, aber was wird Neues geboten?

 

Da wäre zunächst mal die Story. Zwar ist die Thematik wie fast im jeden Castlevania, mit dem Auftauchen von Draculas Schloss, dieselbe, aber das Gute an Castlevania ist, dass ein gesamtzusammenhängender Kosmos existiert, so dass Serienkenner, wiederkehrende Personen, Ereignisse etc. in die Zeitlinie und in den Kosmos einordnen können. Die Zeitlinie reicht dabei bis ins Jahr 1094 zurück.

 

Die Story von Portrait of Ruin spielt im Jahre 1944 zu Zeiten des zweiten Weltkrieges. Wieder einmal ist das Schloss von Dracula wie aus dem Nichts aufgetaucht. Jedoch gibt es keine Anzeichen von Dracula selbst, stattdessen haben sich ein Vampir namens Brauner und seine fiesen Töchter in Draculas Schloss breit gemacht und verfolgen dabei ihren ganz eigenen Plan. Auch Gevatter Tod ist wieder mit von der Partie und Kenner sollten wissen, was das zu bedeuten hat.

 

Protagonisten gibt es derer gleich zwei. Da wäre zunächst der aufstrebende 18 jährige Jonathen Morris, Sohn des berühmten John Morris (Hauptfigur in Castlevania Blood Lines, Mega Drive). Er tritt in die Fußstapfen seines Vaters als Vampirjäger. Mit sich trägt er die legendäre Peitsche „ Vampir Killer“, die er aber noch nicht gelernt hat, zu beherrschen. An seiner Seite kämpft die wissbegierige Charlotte Aulin, die sich auf magische Angriffe spezialisiert hat. Dass man nun Seite an Seite die Monsterhorden verkloppt, ist die größte Veränderung gegenüber den Vorgängern. Wer jetzt denkt Teamkämpfe würden nur Nachteile mit sich ziehen, da man nun auf zwei Charaktere Acht geben muss, dem sei versichert, das dieses neu hinzu gekommene Element fehlerlos umgesetzt wurde. Dem Spieler ist es frei überlassen, ob man nun Seite an Seite kämpft oder nur mit einem Charakter die Gebiete unsicher macht. Jederzeit können also per Tastendruck die Charaktere entweder gewechselt oder herbeigerufen werden. Kämpfen sie gemeinsam, verliert der Mitstreiter bei gegnerischen Treffern MP (Magiepunkte), der Spieler selbst wie gehabt HP (Hitpoints = Lebensenergie).

 

 

 

 

Gemeinsames Handeln ist in einigen Passagen der Schlüssel zum Erfolg, wenn es darum geht kleinere Rätsel oder Geschicklichkeitspassagen zu meistern oder per Teamattacke einen übermächtigen Gegner mehr Schaden zuzufügen als es alleine jemals gelingen würde.

Während die beiden das Schloss durchstreifen, lernen sie weitere Fähigkeiten hinzu, finden neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Neben den ganzen Unholden treffen sie natürlich auch auf freundlich gesinnte Personen wie den Priester Vincent Morin, der einen Shop im Schloss eröffnet, in dem man viele nützliche Dinge kaufen kann, um das Überleben zu sichern.

 

Mit Wind, einem Geist, kommt ein weiteres neues Element in die Serie. Wind wurde von Brauner getötet und irrt ruhelos im Schloss umher bis seine Seele Frieden gefunden hat. Er bringt euch neue Fähigkeiten bei. Diese bekommt ihr aber erst dann, wenn ihr die von ihm gestellten Aufgaben (Quests) meistert. Dafür wird man aber oftmals mit tollen neuen Waffen oder Fähigkeiten belohnt.

 

Was hat es aber nun mit den geheimnisvollen Portraits auf sich? Diese von Brauner erschaffenen Gemälde befinden sich an den unterschiedlichsten Stellen in Draculas Schloss. Sie sind das Portal in eine andere Welt abseits der gewohnten Umgebung. So gelangt ihr mit Hilfe der Gemälde z.B. in eine Wüste mit Pyramidenerkundung inklusive. Hat man es geschafft in den insgesamt vier vorhandenen Gemälden den Zwischengegner zu besiegen, wird der Weg zu Brauner freigeschaltet. Bis dahin braucht der Castlevania Veteran nicht lange, so dass das vermeintliche Ende schon innerhalb 5 Stunden erreicht werden kann. Wenn man jedoch bestimmte Bedingungen erfüllt, geht das Spiel noch einmal um das doppelte der erstgenannten Zeitangabe weiter. Zudem bietet das Spiel viele freispielbare Extras.

 

Audiovisuell bewegt sich das Spiel auf dem gewohnt hohen Niveau. Schön gezeichnete Grafik und tolle Animationen, die zum Teil mit viel Liebe zum Detail daherkommen, verwöhnen eure Augen. Nett zu erwähnen hierbei sei auch das gelungene Animeintro. Leider fallen die Spielpassagen in den Portraits mangels grafischer Abwechslung qualitativ vom Design des Schlosses etwas ab.

 

Eure Ohren dürfen sich auf die tolle Kompositionen freuen, die das gewisse Castlevania Flair rüberkommen lassen. Auch die netten Sprachsamples der Charaktere und Gegner tragen zum gelungenen Gesamteindruck bei.

Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls auf dem gewohnten Niveau. Für Neulinge dürfte er, vor allem bei den vielen Boss Fights, recht happig sein, für Veteranen jedoch genau das richtige.

Wichtig ist einzig und allein sich die Angriffsmuster der Bossgegner einzuprägen und dabei die richtige Taktik herauszufinden, um in den richtigen Momenten alleine oder kombiniert zuzuschlagen.

 

Castlevania-Portrait of Ruin ist auch dieses Mal ein gelungener Teil der Serie. Obwohl einige Neuerungen zwar vorhanden sind, würden der Serie ähnlich wie es damals bei Symphony of the Night der Fall gewesen ist, einige rudimentäre Änderungen, gut stehen. Denn so langsam tritt die Serie auf der gleichen Stelle, aber eben auf gewohnt hohem Niveau.

 

Größter Kritikpunkt des Spiels ist aber der Multiplayer Modus. Wer vorher gehofft hatte, man könnte gemeinsam mit einen Freund auf Monsterjagd gehen und ein Abenteuer bestehen, wird enttäuscht sein. Es ist legendlich möglich entweder lokal oder über die Wi-Fi Connection einen Boss Rush Modus zu bestreiten, indem man einfach stupide einen Gegner nach dem anderen aufs Korn nimmt. Ebenso kann man einen Onlineshop eröffnen, in dem man die gefundenen Items an andere Spieler verkaufen kann. Natürlich kann man auch nach fremden Shops suchen und auf große Einkaufstour gehen. Nette Idee, mehr aber auch nicht.


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Fazit

Castlevania Portrait of Ruin ist ein würdiger Vertreter der berühmten Serie von Konami. Die neuen Elemente wie die Möglichkeiten jederzeit zwischen zwei Charakteren auszuwählen, sind sehr gut umgesetzt. Auch audiovisuell gibt es nichts zu meckern. Leider wirkt das gleichbleibende Spielprinzip zunehmend etwas angestaubt und auch beim Mulitplayer wurde viel Potenzial verschenkt. Dennoch ist das neue Castlevania auf dem DS für Fans der Serie ein Muss.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

70%

Multiplayer

Release

08.03.2007

Developer

Konami

Publisher

Konami

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1-2

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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