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Reviews: Nintendo DS

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MX vs. ATV: Untamed

Rennspiel

26.06.2008

Autor: Marcel Witte

 

 

Wie in jedem Rennspiel, geht es auch in dem Mudracer von THQ darum, als erster die Ziellinie zu überqueren. Dabei spielt fahrerisches Können eine große Rolle, denn ohne dieses dürfte man es bei diesem Titel schwer haben, die Rennen zu gewinnen. Denn außer scharfen Kurven stehen euch noch andere Hindernisse, die es zu bewältigen gilt, im Weg. Also, auf die Karren, fertig, los! Nicht vergessen: Man sollte keine Angst haben, sich dreckig zu machen.

 

 

3... 2... 1... Los!

 

Nach dem man MX vs. ATV in den Slot geschoben und der DS eingeschaltet ist, wird man im Spiel ins kalte Wasser geworfen. Ein Tutorial oder Übungen sucht man nämlich vergebens. Daher lohnt sich ein vorab Blick ins Handbuch, um auch von Anfang an um die ersten Plätze mitfahren zu können. Anschließend wird der erste Cup gestartet. Dieser besteht aus drei Strecken mit jeweils drei Runden. Neben dem Spieler gibt es im Spiel drei Kontrahenten, die einem das Leben schwer machen sollen. Hat man vor dem Rennen den Schwierigkeitsgrad auf Amateur gestellt, sind die Gegner aber leicht zu schlagen. Wenn man den ersten Cup nicht als erster abschließt, hat man nicht die Möglichkeit, den zweiten zu spielen, sodass man gezwungen wird, sich richtig rein zu hängen und die Rennen zu gewinnen. Bei MX vs. ATV kommt es aber nicht nur Schnelligkeit an, sondern auch auf waghalsige Sprünge. Um diese perfekt hin zu bekommen, braucht man etwas Fingerspitzengefühl, denn hohe Sprünge sind nur bei guter Fahrzeugkenntnis und Balance zu erreichen. Dazu muss man kurz vor dem Sprung das Gewicht auf seinem Vehikel verlagern. Hat man einen solchen Sprung gemacht, hat man mehrere Möglichkeiten, das Publikum zu begeistern.

 

 

Superman lässt grüßen

 

Dies macht man mit Stunts. Da man im normalen Rennen keine Vorteile durch diese bekommt, sondern eigentlich nur das Risiko eingeht, von seiner Karre zu fliegen, sollte man sich nur in den speziellen Stunt-Cups austoben. Auch hiervon gibt es drei Stück. Der Unterschied ist, dass man nicht eine bestimmte Anzahl Runden so schnell es geht absolvieren, sondern in der vorgegebenen Zeit so viel Stuntpunkte wie möglich sammeln muss. Dazu gibt es eine große Anzahl an Tricks, die allesamt spektakulär aussehen. Natürlich sind mit Superman und dem Backflip zwei der bekanntesten, akrobatischsten und gefährlichsten Luftsprünge im Sortiment enthalten. Stunts werden bei großen Sprüngen vollbracht, da die Zeit zur Ausführung und Landungsvorbereitung sehr lange dauert. Das wird auch in THQ´s Racer deutlich. Wenn man hier keinen guten Sprung als Voraussetzung für den Stunt hat, heißt es meistens: „friss Dreck“.

 

 

Allein oder doch zu viert!

 

Neben dem Singleplayermodus bietet der Mudracer auch einen Multiplayermodus. Dieser beschränkt sich aber ausschließlich auf die Multicard-Funktion, so dass man für jeden DS auch eine eigene Karte benötigt. Hat man dann aber zwei bis vier Spieler zusammen, kann die Offroad-Action losgehen. Dazu öffnet man ein Spiel oder tritt dem geöffneten Spiel bei. Anschließend kann man aus drei Cups wählen, den beiden X-Crossevents und dem Stuntmodus. Das gute am Multiplayer ist, dass er fast 100% des gesamten Spielinhaltes wieder gibt und so kann man auch noch Strecken- und Rundenanzahl von einer bis zehn separat einstellen. Den Onlinemodus, der noch sehr sinnvoll gewesen wäre, sucht man leider vergeblich.

 

 

Technik und Steuerungsvarianten

 

Gesteuert wird MX vs. ATV fast ausschließlich mit Steuerkreuz und Tasten. Dazu werden auch alle Tasten genutzt. Wie bei Rennspielen üblich, wird mit dem A-Knopf Gas gegeben und mit der B-Taste gebremst. Weiter sind die beiden Knöpfe für die Steuerung im Menü wichtig. Dort dienen sie der Bestätigung oder des Abbruchs von Menüpunkten. Die anderen beiden Tasten finden ihren Nutzen während des Vollführens von Stunts. Hier sind sie für unterschiedliche Stunts verantwortlich. Wenn wir aber gerade bei Stunts sind, dürfen wir die Schultertaste R nicht vergessen, da sie dieselbe Funktion hat, wie die beiden genannten. Auch die zweite Schultertaste hat eine Funktion bekommen. Wenn man diese während der Fahrt durch eine Kurve drückt, passiert etwas Ähnliches wie bei Mario Kart. Es lädt sich zwar kein Miniturbo auf, aber es gibt beim Loslassen einen kleinen Vorschub. Man kuppelt die Karre aus. Kommen wir nun zum Steuerkreuz, welches seinen Namen nicht umsonst trägt. Denn mit diesem steuert man entweder sein Vehikel auf der Strecke oder man benutzt es um Renneinstellungen vorzunehmen.

 

Und da ich sagte „fast ausschließlich“, werden auch Stylus und Touchscreen eingesetzt. Sie dienen dem reibungslosen Menüverlauf. Man muss mit dem Touchpen die dementsprechenden Schaltflächen betätigen, um ins gewünschte Menü zu gelangen. Aber wie bereits oben geschrieben, kann man das auch via Steuerkreuz und Tasten machen.

 

 

Audiovisuelle Umsetzung

 

Was man vielleicht von Spielen wie DTM Race Driver oder Ferrari Challenge gewohnt ist, trifft hier nur bedingt zu, da MX vs. ATV in einer sehr monotonen und nicht besonders überzeugenden Grafik gehalten wurde. Der Look der Strecken ist mit aufgehäuften Sandbergen und dem so genannten Waschbrett immer dasselbe. Hier muss man auch noch hervorheben, dass das Design mehr als eckig ist und wenn man sich den Boden anguckt nur große, unterschiedlich graue Pixel zu sehen bekommt.

 

Die Fahrer und ihre fahrbaren Untersätze sehen einigermaßen gelungen aus. Das sollte auch so sein, denn wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, würde ein Stuntmodus keinen Sinn machen. Die Stunts sind an sich alle schön anzusehen. Einziger Kritikpunkt ist hier die Landung. Denn wenn diese nicht richtig funktioniert und man vom Motorrad bzw. Quad fliegt, sieht es wie gewollt aber nicht gekonnt aus. Man fliegt immer in sitzender Position von seinem Gefährt. Hier hätte man vielleicht richtige MX- oder ATV-Fahrer bei ihrer Arbeit zusehen müssen, um so wenigstens etwas realistischere Unfälle bzw. Stürze darzustellen. ;-)

 

Zur musikalischen Untermalung gibt es nur so viel zu sagen, es „ROCKT“. Was die Entwickler bei Grafik falsch gemacht haben, wurde hier richtig gemacht. Bei der guten Mucke vergisst man sogar, dass man eine grafische Nullnummer in den Händen hält. Leider wirkt dieser Zauber aber nur bis zum nächsten Crash, wo man von den schlecht aussehenden Stürzen in die Realität zurück geholt wird. Es stehen viele Musiktitel zu Auswahl, die man während der Fahrt hören kann, wobei nicht festgelegt werden kann, wann welches Stück gespielt werden soll. Auch die Qualität der Sounds ist gut. Es wundert mich immer wieder, was aus diesen kleine Boxen alles herauskommen kann.

 

 

Meckerecke

 

MX vs. ATV Untamed bietet sehr viel Platz für Verbesserungen. Egal, ob es an der Grafik, dem Menü oder an der Lokalisierung liegt. Es ist von allem einfach zu wenig vorhanden. So ist von der Lokalisierung überhaupt nichts zu spüren, da das gesamte Spiel in englischer Sprache gehalten ist. Das Menü lässt auch zu wünschen übrig. Hier kann man viel zu wenig einstellen, so dass Spielfreude und Entdeckung überhaupt nicht aufkommen. Und zur Grafik muss ich nichts mehr sagen, außer dass das Spiel nicht sonderlich schön anzusehen ist. Kantige Hügel und sehr pixeliger Schlamm bzw. Dreck sind an der Tagesordnung. Nur die Fahrer wurden etwas besser dargestellt, was aber auch Sinn macht, wenn man schon Lizenzen für dieses Spiel erworben hat. Weiter stört der Umfang. Es gibt nur 4 Fahrer, die keine Unterschiede in Fahrverhalten oder Stunts aufweisen. Es ist also egal, welchen dieser Fahrer man nimmt. Der Singleplayermodus umfasst leider außerdem nur drei Cups, die in drei Varianten gefahren werden. Somit hat man das Spiel in wenigen Stunden durch gespielt.


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Fazit

Wer gute Rennspiele mag, sollte um die DS-Version von MX vs. ATV Untamed einen Bogen machen. An diesem Spiel ist wirklich nur die Musik gut und dafür den vollen Kaufpreis zu zahlen, halte ich für grob fahrlässig. An und für sich kann man mit dem Thema MX vs. ATV bestimmt viel machen, aber hier haben die Entwickler eindeutig ins Klo gegriffen. Das Fahrgefühl ist zu langweilig, die Strecken zu trist und allgemein fehlt die Abwechslung. So scheint es, als ob man nicht viel von der Spielspaßkurve hält, denn die ist flach wie ein Brett. Auch der Multiplayermodus ist nicht wirklich gelungen. Allein die Tatsache, dass der Multiplayermodus fast alles bietet, was auch der Singleplayermodus bietet, bringt hier nicht den erwünschten Effekt. Ein weiteres Kriterium des Mehrspielermodus, das Benötigen von je einem Spiel pro DS, damit man überhaupt mit mehreren Leuten fahren kann. Von daher sollte man doch lieber zu Alternativen, wie DTM Race Driver, greifen.

Grafik

schwach

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

59%

Singleplayer

68%

Multiplayer

Release

25.03.2008

Developer

THQ

Publisher

THQ

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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