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Reviews: Nintendo DS

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Langenscheidt Basic-Wörterbuch Englisch

Training

22.07.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Where can I find the toilet?

 

Wer in einem Restaurant im Ausland schon mal einen Satz wie den obigen oder etwas Ähnliches von sich gegeben hat, der braucht dingend Hilfe in Form eines Wörterbuchs. Dass man nämlich weder „toilet“ sondern „bathroom“ oder auch „washroom“ sagt, wissen wohl die wenigsten. Das die Grammatik auch sonst ziemlich Schund ist, davor schützt ein Wörterbuch nicht, aber es hilft zumindest gegen Bestellungen in der Art von „I become potatos, please.“

 

Jeder, der schon mal im Ausland war und nicht zumindest der englischen Sprache mächtig ist, der hat schnell ein Problem. Ok, natürlich nicht, wenn man gerade in der Schweiz oder Holland unterwegs ist, aber auch dort kommt man mit echtem Deutsch nicht immer weiter. Wer nicht immer ein schweres, weil möglichst umfangreiches Wörterbuch mit sich herumschleppen will, der kann ab sofort einfach zu Langenscheidts digitaler Version für den Nintendo DS greifen. Es verspricht 140.000 Stichwörter, Wendungen und Übersetzungen von Englisch nach Deutsch und umgekehrt, sowie Rechtschreibung nach den neuen Regeln. Dazu gibt es Sprachausgabe zu knapp 15.000 englischen Stichwörtern, teilweise sogar nach britischer und amerikanischer Aussprache unterschieden. Aber ein digitales Wörterbuch kann natürlich noch viel mehr.

 

Der wohl größte Vorteil ist, dass man nicht blättern muss, um ein Wort zu finden, sondern es einfach und schnell per Touchscreen-Tastatur eingeben kann. Ebenso kann man die Suchrichtung durch einen Tastendruck ändern und sogar gleichzeitig in beiden Sprachen suchen. Doch das Englisch-Deutsch Wörterbuch kann sogar noch mehr Sprachen über einen kleinen Trick. Die Version, die bei uns auf den Markt gekommen ist, ist nämlich auch für Frankreich, Italien und Spanien. Wer also der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist, kann das Wörterbuch für Übersetzungen aus dem Englischen auch in die drei Landessprachen benutzen und damit quasi ganz Europa abdecken. Auf jeden Fall eine feine Sache. Umstellen kann man das Wörterbuch ganz einfach über die Einstellungen.

 

Als weiteres DS-Extra ist eine Handschrift-Erkennung eingebaut, die sogar erstaunlich gut funktioniert. Als Hilfestellung ist das Eingabefenster, ähnlich wie ein Schreibheft, mit dem man in der Grundschule schreiben lernt, in drei Felder eingeteilt. Kleine Buchstaben trägt man nur in das mittlere Feld ein, wobei man bei einem „p“ mit dem Strich in das untere Feld geht und einem „b“ oder „d“ in das obere. So weiß die Software besser, wie sie die Buchstaben lesen muss, weshalb eigentlich alles sofort erkannt wird. Probleme gibt es nur beim „I“, das manchmal mit dem kleinen „l“ verwechselt wird. Um das zu vermeiden, muss man oben und unten einfach Querstriche setzen.

 

Darüber hinaus gibt es noch eine Sprachausgabe für einige Wörter. Dazu klickt man hinter dem englischen Begriff einfach den abgebildeten Lautsprecher an und schon ertönt das Wort, wahlweise in britischem oder amerikanischem Englisch über die Lautsprecher. Die Aussprache ich zwar meist etwas blechern und nicht immer gut zu verstehen, aber dieses Feature kann auf jeden Fall helfen, zu lernen, dass man bei Wörtern wie „mortgage“ oder „debt“ das „t“ bzw. „b“ nicht ausspricht, was auch viele falsch machen.

 

 

Good bye? (Guter Einkauf? ;-) )

 

Die Bedienung über den Touchscreen ist kinderleicht. Einfach auf der Tastatur eintippen oder per Schrifterkennung suchen und schon findet man (meistens) das gesuchte Wort samt Übersetzung. Leider musste ich jedoch feststellen, dass das Wörterbuch nicht wirklich vollständig ist. Man findet zwar Wörter wie „Angestelltenversicherung“ oder „Ellbogengesellschaft“ (letzteres ist übrigens eine „dog-eat-dog society“), aber dafür fehlen vor allem wichtige Phrasen, wie zum Beispiel „Guten Morgen“ oder Ähnliches. Wichtig ist auch zu wissen, dass man für Wendungen stets nach dem Hauptwort suchen muss. Will man also wissen, wie man fragt, welcher Tag heute ist, dann muss man nach dem Stichwort „Tag“ suchen.

 

Technisch sieht das Wörterbuch fast aus, wie ein echtes von Langenscheidt, denn alles ist im typischen Gelb gehalten. Auf dem unteren Bildschirm gibt man einfach per Tastatur oder Schrifterkennung seinen Suchwunsch ein und bekommt dann oben Treffer angezeigt. Durch eine Taste auf dem Touchscreen lassen sich die beiden Bildschirme ganz leicht tauschen, so dass man dann auf das gewünschte Wort klicken kann. Möglich ist es auch, per Steuerkreuz sich durch die gesuchten Ergebnisse zu scrollen (scroll² v/t computer: rollen, scrollen), um so, wenn man nach einer „Autowaschanlage“ sucht, nicht das gesamte Wort eintippen zu müssen. Um dann die Übersetzung zu bekommen, muss man jedoch erst den Bildschirm tauschen, denn bestätigen kann man die so getroffene Auswahl nicht und bekommt daher die Übersetzung auch erst nach dem Bildschirmwechsel angezeigt.

 

Über weitere Tasten auf dem Touchscreen kann man leicht durch die bisher gesuchten Begriffe navigieren, die Sprache (also Suchrichtung) ändern, die Einstellungen aufrufen, eine Suche abbrechen und die Eingabeart wechseln. Alles ist extrem intuitiv, so dass die Einleitung mit ihren knapp 20 Sekunden genau die richtige Länge hat. Wirklich jeder wird ganz schnell verstehen, wie das Wörterbuch funktioniert.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Das Basic-Wörterbuch Englisch ist eine feine Sache für unterwegs. Man kann leicht und einfach nach Schlagworten und Redewendungen suchen und über einen Umweg sogar gleich die Sprachen Französisch, Spanisch und Italienisch mit abdecken. Universeller geht es kaum. Für alle, die den Umweg nicht gehen wollen, werden in Zukunft aber auch passende Wörterbücher mit Übersetzung ins Deutsche erscheinen. So hat man aber alles schon günstig beisammen. Als kleiner Helfer ist das Wörterbuch sehr gut geeignet, mit einem Preis von über 30 Euro aber auf jeden Fall zu teuer. Warum nicht gleich eines mit allen Sprachen in direkter Verbindung mit Deutsch anbieten? Gut, ein vergleichbares altmodisches Wörterbuch kostet auch 20 Euro, aber muss denn immer alles teurer werden?

Da sich die üblichen Bewertungskriterien auf diese reine Software nicht anwenden lassen, bekommt das Wörterbuch keine Note von uns.

Release

25.03.2008

Developer

keen games

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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