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Reviews: Nintendo DS

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Kochkurs - Was wollen wir heute kochen?

Training

01.08.2008

Autor: Marcel Witte

 

 

Über Menüpunkte zu Menüs

 

Nachdem ihr das System mit Kochkurs eingeschaltet habt, gelangt ihr auf direktem Wege zum Titelbildschirm. Dieser setzt sich aus vier verschiedenen Menüpunkten zusammen, die da lauten: Kochkurs, Kochlexikon, Einkaufsliste und Einstellungen. Fangen wir mit den Einstellungen an. In diesem Untermenü kann man verschiedene Einstellungen, wie z.B. die Sprache des Kochassistenten vornehmen. Weiter kann man hier die Musik ausstellen, Spracherkennung einschalten, unerwünschte Zutaten eingeben und das Mikrofon testen. Wie einige von euch bestimmt gehört haben, enthält die Software auch eine integrierte Küchenuhr, die auch hier zu finden ist. Der wohl wichtigste Punkt bei Einstellungen ist die Schaltfläche „Unerwünschte Zutaten“. Hier werden bestimmte Zutaten, wenn man diese nicht mag oder Vegetarier ist, ausgeschaltet, dass heißt, der Kochkurs wird Gerichte, wo diese Zutaten vorkommen nicht anzeigen, so dass man keine Angst haben muss, ob man das Gericht auch wirklich isst.

 

Im Kochlexikon erfährt man alles Wissenswerte über Zutaten, Fachbegriffe, die Vorbereitung und wichtige Utensilien. Außerdem bietet das Lexikon alternative Zutaten und leitet euch an wie man Zutaten selber herstellt. Hier kann man sich, wenn man viel Lust und Zeit mit bringt, alles in Ruhe durchlesen und angucken, da auch Videos zu einigen Rezepten hier abgespeichert sind. Wenn man noch absoluter Neuling auf dem Gebiet des Kochens ist, sollte man sich unbedingt die „wichtigen Hinweise“ durchlesen, wo Begriffe erläutert werden, die fürs Kochen gebraucht werden.

 

Der dritte Punkt „Einkaufsliste“ ist am Anfang noch recht leer. Habt ihr schon mal das Spiel durchstöbert und einige Gerichte gefunden und diese auch angeklickt, werden die Zutaten dafür automatisch in die Einkaufsliste gepackt. Ihr könnt dann mit eurem Nintendo DS in den nächsten Supermarkt gehen und die erforderlichen Dinge einkaufen. Nachdem ihr ein Gericht begonnen habt zu kochen, werden die Zutaten auch automatisch wieder aus eurer Einkaufsliste entfernt. Natürlich könnt ihr zu jedem Produkt, das ihr besorgen müsst, über die Einkaufsliste Zusatzinformationen einholen. Weiter gibt es hier auch einen integrierten Taschenrechner, mit dem ihr vor Ort den Preis eures Einkaufs ausrechnen könnt.

 

Kommen wir nun zur vierten und damit letzten Kategorie, dem Kochkurs an sich. Nachdem ihr auf die Schaltfläche geklickt habt, öffnet sich ein weiteres Menü, wo man Einschränkungen der auszuwählenden Essen vornimmt. Es gibt verschiedenste Suchverfahren, zum Beispiel kann direkt nach Zutaten gesucht werden. Wollt ihr bevorzugt chinesisches Essen finden, dann solltet ihr nach Ländern einschränken. Wenn ihr nach Vorgaben sucht, könnt ihr diverse Einstellungen vornehmen, sei es Kalorien, Suppe, Dauer oder Schwierigkeit. Weiter könnt ihr ein gefundenes Gericht auch als Lieblingsessen kennzeichnen und es somit unter besagter Kategorie wiederfinden. Habt ihr denn ein oder mehrere Gerichte gefunden und seid auch gewillt, diese zu kochen, könnt ihr euch die Zutaten angucken (stehen wie oben geschrieben auch in der Einkaufsliste), die Arbeitsgänge durchlesen, oder ihr fangt direkt an zu kochen, wenn ihr alles dafür im Haus habt.

 

 

Ein Spiel oder eine Lebenshilfe?

 

Kommen wir zum eigentlichen Teil des „Spiels“, dem Kochen. Das geht mit dieser Software kinderleicht. In kurzen kleinen Schritten wird einem die Kunst offenbart. Seid ihr mit einem Arbeitsschritt fertig, reicht ein kleines Wörtchen und der Assistent geht zum nächsten Schritt über. Falls ihr zufällig einen Schritt übersprungen haben solltet, braucht ihr einfach nur die Worte „zurück“ oder „Schritt zurück“ aussprechen und ihr gelangt zur vorherigen Arbeitsanweisung. Habt ihr diese nicht verstanden, sagt ihr „wiederholen“ und die Information wird euch erneut präsentiert. Die Spracheingabe ist sehr zu empfehlen, da ihr beim Kochen meist ölige oder nicht saubere Hände habt und sonst den Touchscreen verschmieren würdet. An dieser Stelle sei auch nochmal gesagt, dass ihr jeder Zeit zum Kochlexikon kommt und dieses auch wieder verlassen könnt, ohne den Vorgang abzubrechen. Habt ihr nun ein Gericht fertig gekocht und seid zum essen bereit, dann bleibt nur noch zu sagen „Guten Appetit“, denn mit Kochkurs und ein ganz klein wenig Geschick, gelingt jedem jedes Essen.

 

 

Technik und Steuerungsvarianten

 

Das Label „Touch! Generations“ ist dafür bekannt, dass es die komplette Hardware auch ausnutzt und genau das ist hier auch der Fall. Ihr könnt euch entscheiden, ob ihr mit Spracheingabe steuert oder ohne. Habt ihr euch dagegen entschieden, steuert ihr den Kochkurs mit dem Stylus und dem Touchscreen, was aber aus den oben genannten Gründen nicht zu empfehlen ist. Weiter besitzt der Kochkurs eine Sprachausgabe, die es möglich macht, nicht immer auf den Bildschirm starren zu müssen während ihr zum Beispiel eine Gurke schneidet. Mit dem Steuerkreuz und den Tasten kann man das Spiel nicht bedienen.

 

Außerdem steht das Label auch für die gewohnte Nintendo-Qualität. Diese beweisen sie hier wieder auf ein Neues. Gerade bei der Spracherkennung oder Spracheingabe über das Mikrofon gibt es kaum was zu meckern, es funktioniert alles ziemlich gut.

 

 

Audiovisuelle Umsetzung

 

Zur visuellen Umsetzung ist so viel zu sagen, dass die Entwickler in diesem Punkt nicht viel machen mussten. Neben den farbenfrohen Schaltflächen mussten nur einige Bilder und Videos auf DS Format angepasst werden. Weiter gibt es ein kleines Minispiel von Mr. & Game and Watch, was so wie die Urteile aussieht. Dasselbe gilt auch für die musikalische Untermalung. Hier gibt es ein Hauptthema und zwei, drei musikalische Nebenthemen für andere Menüs. Nach einer gewissen Zeit, wenn man eine Stunde kocht, geht einem das Gedudel leicht gegen den Strich. Exzellenterweise kann man die Musik aber in den Einstellungen komplett abstellen.

 

 

Meckerecke

 

Das Spiel an sich ist sehr gut und übersichtlich aufgebaut. Leider ist der Umfang (245 Gerichte) etwas zu klein ausgefallen. Das meiste davon sind irgendwelche kulinarischen Gerichte, für die man oft nicht wenig Geld hinlegen muss. Da hätte ich mir eine größere Bandbreite gewünscht. Weiter gibt es viele Einstellung vorzunehmen, aber keine regelt die Empfindlichkeit des Mikrofons. Denn wenn man kocht, hat man meistens viele Nebengeräusche, wie die Dunstabzugshaube, die schon viel Einfluss auf die Sprachsteuerung nehmen. Manchmal ist es auf Grund der vielen Nebengeräuschen ziemlich laut, so dass man den Kochassistenten ab und an nicht versteht, schon gar nicht wenn man mehr als zwei Meter vom DS entfernt steht. Das heißt, man muss sich immer in dessen Nähe aufhalten, sprich er muss auf der Arbeitsplatte liegen, wo er von herum fliegenden Essensresten getroffen werden kann. Dazu kommt, dass die Entwickler eines nicht bedacht haben. Wen man kocht und warten muss, bis die Kartoffeln kochen, dauert es immer ein wenig. Wenn man jetzt eine kleine Pause einlegt muss man den Stylus zu Hand nehmen. Für die Schaltfläche „Pause“ wurde keine Spracheingabe programmiert.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Kochkurs hat einige Höhe und Tiefen. So ist vieles sehr interessant und hilft zum Beispiel beim Einkaufen. Auf der anderen Seite stehen einige negative Punkte in der technischen Umsetzung. Alles in allem ist Kochkurs: Was wollen wir heute kochen? aber eine solide Software, wenn auch teilweise ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite hat man jemanden, der beim Kochen anleitet. Auf der anderen Seite ist da der Preis, der mit 30 € zwar für DS Software günstig ist, für den man allerdings auch ein gutes Kochbuch, was vielleicht eher der persönlichen Geschmacksrichtung entspricht, finden kann. Auch die Tatsache, dass es wenig heimische sondern eher kulinarische Gerichte sind, die der Kochkurs bietet, spricht eher dagegen als dafür, da so etwas auch wieder mit Kosten verbunden ist.

Christian meint:
Vom Butterbrot-Schmierer zum Mousse au Chocolat-Sternekoch wird mit Kochkurs DS sicherlich keiner, aber das „Spiel“ hebt sich aus der Masse der „Lernsoftware“ für den DS ab. Ich war total überrascht, so viele Rezepte vorzufinden, die ich auch so gerne koche. Da ich meinen DS praktisch immer bei mir trage, habe ich auch überall Zugriff auf meine Lieblingsrezepte. Jeder kulinarisch Unbegabte sollte mit Kochkurs DS in der Lage sein, leckere Gerichte zu zaubern. So habe ich zum Beispiel mit der Software das erste Mal Mousse au Chocolat gekocht und sie hat sogar gut geschmeckt. Leider habe die Entwickler beim Zubereiten von Kochkurs DS das Abschmecken vergessen. Wir mussten im Kücheneinsatz die Stimmerkennung ausschalten, da die Küchengeräusche viel zu oft von DS fehlinterpretiert wurden und vom kleinen Koch ein fröhliches „Ok“ zu hören war und er einen Schritt weiter vor oder zurück gegangen ist. Und für den Einsatz in der Küche würd ich das Anschließen von Lautsprechern dringend empfehlen, da die kleinen des DS schnell an ihre Grenzen stoßen. Schön wäre es auch gewesen, wenn man selber Rezepte erstellen und mit anderen über Wi-Fi tauschen und bewerten könnte. Aber für das erste Kochbuch in digitaler und interaktiver Form ist Kochkurs DS sehr gelungen. Jeder, der gerne kocht und die Rezepte die sich darin befinden mag, darf beruhigt zuschlagen, zwar kriegt man für das Geld auch viele Kochbücher, aber eben keines, was einem in einem Video zeigt, wie man am besten Zwiebeln schneidet.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

67%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

20.06.2008

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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