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Reviews: Nintendo DS

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Ninja Gaiden Dragon Sword

Action Adventure

10.09.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Der Dunkle Drache!

 

Vor langer Zeit lebten Menschen und Drachen in Frieden miteinander. Doch dann kam der Dunkle Drache, ein bösartiger Riese, der die Welt innerhalb kürzester Zeit in einen finsteren Abgrund stürzte.

 

Geschwächt von der unheilvollen Macht des Dunklen Drachen, gaben die überlebenden Drachen ihre letzte Hoffnung in Gestalt eines Drachenfangzahnes in die Obhut der Menschen. So entstand das Drachenschwert, eine mächtige Waffe, erfüllt mit dem wahren Wesen der Macht der Drachen. Mithilfe dieses Schwertes konnten die Menschen den Dunklen Drachen besiegen.

 

Jahrtausende sind vergangen, und die Drachen längst ausgestorben, aber ihr Geist lebt in diesem Schwert weiter, nun getragen von den Nachfahren der Menschen, die an diesem schweren Tag an ihrer Seite kämpften.

 

Mit dieser Einleitung wird der Stein der Geschichte ins Rollen gebracht. An einem schönen Tag trainiert Ninja Ryu mit Momiji, der "Nachfolgerin" seiner ehemaligen Trainingspartnerin und Freundin Kureha im Schattenwald. Der Spieler schlüpft an dieser Stelle in die Rolle der Schülerin und muss gegen den Meister antreten, natürlich ohne Chance. Nach Beendigung des Trainings müssen beide ins Dorf Hayabusa zurück, Momiji will jedoch zunächst noch eine Weile im Wald bleiben. Auf einmal spürt sie etwas, eine nicht menschliche Kraft. Als sie sich dann auch auf den Weg zurück machen will, wird sie von Monstern angegriffen und kann sich nur mit viel Mühe retten. Doch der Rückweg ist voll mit Gegnern, die ihr an den Kragen wollen. Sie schafft es nur fast bis zum Dorf, bevor sie von einem Drachen angegriffen und besiegt wird, um dann von einem Dämon verschleppt zu werden. Als das Dorf vom Clan der Schwarzen Spinne angegriffen wird und Ryu danach von der Entführung erfährt, ist er außer sich und beginnt eine Rettungsmission, die sein Leben verändern wird...

 

 

Traumhafte schöne Welten!

 

Schon während des ersten Kapitels merkt man als Spieler schnell, was das Team Ninja hier an Leistung aus dem Nintendo DS geholt hat. Auf dem Touchscreen der quer gehaltenen Konsole spielt sich das Geschehen ab, während der zweite Bildschirm eine Übersichtskarte anzeigt. Gesteuert wird ausschließlich per Stylus und einer beliebigen Taste. Die Hintergründe sind toll gezeichnete Kunstwerke, die vor Detailreichtum und Atmosphäre nur so strotzen. Alles, was sich im Vordergrund abspielt, also Charaktere, Gegner usw. ist in 3D dargestellt. Durch diese geschickte Methode sieht Ninja Gaiden umwerfend gut aus. Vor allem die detaillierten 3D-Modelle der Hauptfiguren wissen zu überzeugen.

 

Ab und an bricht das Spiel aus diesem Rahmen jedoch aus, vorrangig bei den Endgegnern, es gibt jedoch auch andere Stellen, in denen auf einmal alles komplett in 3D dargestellt wird. Bei besagten Bossen ist es jedoch auf die eindrucksvollste Art und Weise geschehen. Die Kamera wechselt dann von der Ansicht von oben zu einer Schulterposition kurz hinter Ryu. So heben sich die Kämpfe am Ende jedes Kapitels deutlich vom Rest des Spiels ab und zwar nicht nur grafisch. Sound und Musik sind solide, aber eher unauffällig. Wirklich gelungen sind die japanischen Sprachfetzen, die dazu beitragen, dass man sich wirklich ins Spielgeschehen hineinversetzt fühlt.

 

 

Steuerung & Gameplay

 

In der normalen Ansicht bewegt man sich per Stylus und greift Gegner an, indem man mit dem Stift waagerecht oder senkrecht über sie fährt. Gesprungen wird durch eine senkrechte Aufwärtsbewegung durch Ryu und die gleiche Bewegung nach unten leitet dann einen mächtigen Fallangriff ein. Weiter entfernte Gegner werden durch Antippen mit Shuriken (Ninjasternen) beworfen. Einzig zum Blocken benötigt man eine Taste, wobei tatsächlich jede beliebige der Konsole gedrückt werden kann. Bei normalen Kämpfen wird dies recht schnell monoton, da man einfach immer nur Horden von Gegnern besiegt, um weiter zu laufen, damit sich einem die nächsten Gegner in den Weg stellen. Wirklich taktisch wird es hier nie.

 

Ganz anders bei den Endgegnern. Durch die dreidimensionale Ansicht ist man viel beweglicher und somit werden komplexere Muster möglich. Die fiesen Drachen sind zwar auf der einfachsten Stufe zumeist auch ohne Taktik zu besiegen, aber in höheren Stufen muss man sich schon genau überlegen, was man wann tut. Deshalb ist es schade, dass man zu Beginn nur eben jene unterste Stufe spielen kann. Spätestens in Kapitel 10 wird es aber auch dann taktisch, weshalb man schon früh damit anfangen sollte, das zu üben.

 

Insgesamt wiederholt sich das Spielgeschehen dennoch zu häufig, auch wenn man für einen Durchgang durch alle 13 Kapitel nur knapp fünf Stunden braucht. Eine zweite oder gar dritte Runde auf den beiden anderen Schwierigkeitsgraden lohnt sich nur, wenn man alle Geheimnisse lüften will. Es fliegen nämlich versteckt manchmal Vögel herum, die man besiegen muss, um ein Holzamulett zu finden. In diesen stehen dann allerhand Details zur Geschichte und den Charakteren, wobei es sich nur für Fans wirklich lohnt, alle 45 zu finden.

 

Als kleine Auflockerung kann man noch das Upgrade-System bezeichnen. Jeder Gegner hinterlässt Energiekugeln, die man gegen Zauber, stärkere Waffen oder mehr Lebensenergie eintauschen kann. Hier empfiehlt es sich, zu versuchen, immer so viel Kugeln zu haben, dass man alles Angebotene kaufen kann. Sonst bleibt man schnell mal hängen. Besonders toll sind die Spezialangriffe, die man jedoch nur begrenzt einsetzen kann. Insgesamt sieben solcher Angriffe gibt es, die durch ein Symbol auf dem Touchscreen ausgelöst werden. Dann muss man in begrenzter Zeit ein japanisches Schriftzeichen nachmalen und schon löst der Angriff aus. Diese Zauber helfen vor allem in besonders brenzligen Situationen dabei, dem Tod zu entrinnen. Gespeichert wird übrigens an diversen Speicherstationen im Spiel, die gleichzeitig auch die Energie wieder voll aufladen.

 

 

Meckerecke!

 

Neben der tollen Grafik und der meistens gut funktionierenden Steuerung gibt es dennoch ein paar Anlässe zur Kritik. Da wäre zum einen natürlich die schon angesprochene sehr kurze Spielzeit von knapp fünf Stunden. Zum anderen mangelt es deutlich an Abwechslung, was auch durch die tollen Bosskämpfe nicht wirklich ausgehebelt werden kann. Nach zwei Stunden monotonem Gemetzel ist einfach die Luft raus. In diesem Sinne kommt einem die kurze Spielzeit also durchaus entgegen. ;-)

 

Viel schlimmer ist jedoch, dass es manchmal zu eklatanten Steuerungsmängeln kommt, vor allem dann, wenn es drauf ankommt. Es ist mir nicht selten passiert, dass ich einen starken Endgegner durch Pfeile zermürben wollte, aber im entscheidenden Moment die Konsole mein Tippen auf einmal als Schlag interpretiert und Ryu auf den Drachen zustürmt, was dazu folgt, dass jede Menge Energie verloren geht. Auch beim Aufladen eines Angriffs darf man sich nicht wundern, wenn Ryu statt aufzuladen direkt auf den Gegner losgeht, was auch schnell tödlich enden kann. Hat man sich an die möglichen Fehlinterpretationen und die Folgen jedoch einmal gewöhnt, ist es kaum mehr ein Problem, außer vielleicht bei schweren Gegnern, bei denen es auf jede Sekunde ankommt und man schnell reagieren muss. Da braucht man dann einfach die nötige Portion Glück, um zu bestehen, was nicht selten zu Frust führen kann.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ninja Gaiden Dragon Sword ist ein recht gelungener Einstieg der Reihe auf dem Nintendo DS. Die technische Umsetzung ist erste Sahne, die passende Musik weiß zu überzeugen und die Steuerung funktioniert meistens sehr gut. Dagegen krankt es etwas an Abwechslung und Umfang und an speziellen Stellen hat man sehr mit der Berührungserkennung zu kämpfen. Dazu ist es strikt linear. Unterm Strich also kein wirklich erstklassiges Spiel, aber durchaus zu empfehlen, wenn man auf die Ninja-Thematik steht. Ninja Gaiden Fans brauchen keine Bedenken zu haben, da man genau das geboten bekommt, was man von einem Titel der Reihe erwartet, nur zu wenig davon. Der Wi-Fi Modus beschränkt sich übrigens auf Online-Ranglisten.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

75%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

26.06.2008

Developer

Team Ninja

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

1


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