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Reviews: Nintendo DS

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Naruto Ninja Council 2

Beat 'em Up

30.10.2008

Autor: Sebastian Grote

 

 

Die Naruto Serie ist unter den Anime Fans in Deutschland schon lange ein Begriff und erfreut sich großer Beliebtheit. Umso schlimmer ist es, was man ertragen muss, wenn man Fan des Animes ist und Naruto Ninja Council 2 spielen muss. Und dabei dachte ich, schlechter als RTL2 kann die Serie niemand verhunzen.

 

 

Sofort geht’s los!

 

Tsunade wurde die fünfte Hokage von Konoha! Doch plötzlich wird das friedliche Dorf angegriffen und niemand weiß, um wie viele Angreifer es sich handelt! So oder so ähnlich startet ihr in Naruto Ninja Council 2 in euer Abenteuer. Natürlich ruft Naruto sofort „seine Leute“ zusammen (wer hat ihn zum Chef von Konoha gemacht?). Nach einer kleinen Ansprache von Tsunade ist Naruto sofort dabei das Dorf zu retten, mit den Worten „Ihr könnt auf mich zählen! Echt jetzt!“. Schwups wählt ihr anschließend ein Team aus drei Kämpfern. Mit dabei sind eigentlich alle nennenswerten Naruto Charaktere, die man erwartet. Und ohne noch lange irgendein Wort zu verlieren, befindet ihr euch im ersten Level. Wie schon im ersten Teil der Ninja Council Reihe ist auch hier klar zu merken, dass man der Story unmöglich folgen kann, wenn man kein Hintergrundwissen besitzt. Die Geschichte wird zwar auch in der beigelegten Spielanleitung kurz erklärt, jedoch sind drei Sätze nicht gerade das was eine gute Hintergrundgeschichte ausmacht.

 

Wie man sehen kann verzichtet das Spiel eigentlich auf Story und setzt voraus, dass der Käufer des Spiels wohl schon weiß ,was da auf ihn zukommt. Im Endeffekt handelt es sich um die Stelle in der Serie, an der Sasuke entführt wird. Euer Anliegen im Spiel ist es dieses zu verhindern. Aber bevor ich jetzt noch mehr Kritikpunkte aufzähle, und es gibt genug, erstmal ein paar grundlegende Fakten.

 

 

Grundlegender Spielablauf

 

Im Gegensatz zum Vorgänger haben die Entwickler wohl einen Schritt nach hinten gemacht. Ziel ist es nämlich alle Stufen im Spiel zu meistern. Allerdings gibt es nur neun Stück davon und der Ablauf ist im Grunde genommen in jeder Mission dasselbe. Gute Spieler haben das Spiel nach nicht einmal zwei Stunden durchgespielt. Ihr startet links und müsst nach rechts, wobei ihr euch durch unzählige Gegnermassen kloppt. Dabei stehen euch wie bereits erwähnt die „guten“ Naruto Charaktere wie Naruto, Sasuke, Sakura, Shikamaru und viele andere zur Verfügung. Nach und nach bekommt ihr auch weitere Charaktere dazu, wie z.B. Gai Sensei.

 

Am Anfang einer Stufe könnt ihr euch für einen Hauptcharakter und zwei Helfer entscheiden. Ihr spielt dabei aktiv nur den Hauptcharakter. Jedoch sind auf dem Touchscreen die Porträts der Helfer zu sehen. Im Kampf benutzt ihr meistens eure Fäuste, ihr könnt aber auch ein Shuriken oder andere Wurfwaffen einsammeln. Werdet ihr allerdings irgendwann einmal von einem Gegner getroffen, was ziemlich wahrscheinlich ist, verliert ihr eure Waffe ganz.

 

Durch das Level zurücklaufen und eine Waffe einsammeln, die ihr weiter hinten gefunden habt, bringt in diesem Falle auch nichts, denn die Gegner kommen immer wieder. In der Mitte einer jeden Stufe kommt eine kleine Zwischensequenz und ihr seht schon mal den Endgegner der Stufe. Allerdings dürft ihr ihm noch nicht als Leder, sondern müsst erstmal in einem kleinen Minispiel dem Gegner schon mal ein wenig Schaden für den Endkampf zufügen. Diese Minispiele sind eine nette Abwechslung und machen zunächst Spaß, doch wiederholen sie sich eigentlich schon ab Stufe 2 und so weiß man immer schon vorher, was jetzt gleich kommt. Jede Stufe kann man mit einer Highscore abschließen, die einem angezeigt und auch gespeichert wird. Um mehr Punkte zu bekommen kann man Symbole im Level einsammeln.

 

 

Jutsus

 

Jutsus sind Fähigkeiten, die die Charaktere der Serie mit Hilfe ihres Chakras einsetzten können. Ist eure Chakra-Anzeige, die sich ganz von alleine auflädt, voll, könnt ihr mit dem L Knopf das Jutsu eures Hauptcharakters einsetzen. Durch Schläge auf den Gegner und herumstehenden Dingen wie Kisten, füllt sich die Leiste jedoch schneller auf. Dies funktioniert, indem ihr kleine Aktionen auf dem Tochscreen ausführt, z.B. japanische Schriftzeichen im Kreis drehen oder Wörter wie Affe oder Ratte, die auf dem oberen Bildschirm angezeigt werden, auszuwählen. All dies muss natürlich in einem bestimmten Zeitfenster geschehen. Je nachdem wie gut ihr darin seid, ändert sich die Stärke eures Jutsus.

 

Entweder benutzt Naruto also sein zerschmetterndes Rasengan oder aber er sorgt nur für Nasenbluten beim Gegner, weil er die „Sexy Technik“ einsetzt. Die Jutsus der Hilfscharaktere lassen sich viel einfacher einsetzen. Ihr müsst nur auf das Porträt eines eurer Helfer klicken und schon entfesselt er seine Wucht entweder an einem Gegner oder sogar an allen Gegnern, die gerade auf dem Bildschirm sind. Gai Sensei z.B. schmettert gleich alle Gegner mit der „Backpfeife der Jugend“ (oder so ähnlich) in den Sonnenuntergang. Die Jutsus sehen alle gut aus und passen zu den jeweiligen Charakteren. Das Naruto auf einmal das Chidori von Sasuke einsetzten kann, wie im Vorgänger, kommt dabei nicht vor.

 

 

Schon wieder Macken im Spielablauf

 

Es gibt zwar eine ganze Menge an spielbaren Charakteren, beim Testen ist allerdings kein großer Unterschied zwischen den einzelnen Protagonisten aufgefallen. Lediglich Lee ist an dieser Stelle mal zu empfehlen, da er höher springen und schneller laufen kann als seine anderen Mitstreiter. Denn die Basisbewegungen sind bei allen Charakteren gleich (springen, laufen, zur Seite hauen, nach oben hauen, nach unten hauen).

 

Dass es Jutsus gibt, die gleich den ganzen Bildschirm leer fegen, macht das Spiel stellenweise sehr einfach. Generell sind eigentlich nur die Endgegnerkämpfe eine kleine Herausforderung. Es gibt eigentlich auch keinen nennenswerten Unterschied zwischen den einzelnen Stufen des Spiels. Alles was sich ändert, ist der Hintergrund und die Gegner. Überraschend, dass eine spätere Stufe im Spiel doch tatsächlich noch interessante Ideen bietet:.Hier wird es nämlich hin und wieder neblig und der Charakter läuft immer in die entgegengesetzte Richtung, in die man eigentlich drückt. Eine willkommene Abwechslung in einem sonst viel zu linearen Spiel.

 

Hier hätten sich die Entwickler durchaus mehr trauen dürfen. Ebenfalls sehr nervig ist, dass man öfters mal in plötzlich auftauchende Gegner rennt. Der Rückstoß, den man dadurch erfährt, ist oftmals so groß, dass man von einem Dach direkt in einen Abgrund geworfen wird und stirbt. Denn jedes Mal und egal bei welcher Attacke, wenn man vom Gegner getroffen wird oder diesen berührt, wird man zu Boden geworfen, genau wie beim Vorgänger.

 

 

Grafik und Sound

 

Grafisch ist Naruto zwar keine Pracht, aber geht durchaus noch in Ordnung. Die Zwischensequenzen und die Jutsus, die sich aus eingeschobenen Bildern und leider nicht aus Animationen zusammensetzen, lassen dabei wenigstens noch ein wenig Naruto Feeling aufkommen.

 

Die Musik ist nicht weiter interessant und dudelt so vor sich hin. Zwar sind einige Level durchaus noch akzeptabel vertont, im Großen und Ganzen fehlen aber die typischen Naruto Songs. Die Soundeffekte sind allerdings gut, Sasukes Chidori erkennt man z.B. auch am Klang.

 

 

Multiplayer

 

Ja, wo ist der Multiplayer hin? Im Gegensatz zum schlechten Multiplayer-Modus im Vorgänger, gibt es diesmal einfach gar keinen. Dabei wäre ein Co-Op Modus wirklich noch lustig gewesen und hätte dieses Naruto Spiel durchaus noch retten können.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Man sollte sich als Fan zweimal überlegen, ob man sich Naruto Ninja Council wirklich antun möchte. Die Story ist einfach kaum vorhanden, die Grafik erfüllt nur seinen Zweck, die Musik möchte man kein zweites mal hören und Spielspaß will auch nicht wirklich aufkommen. Naruto Feeling bekommt man nur beim Einsetzten der Jutsus und beim allerletzten Kampf gegen Orochimaru, der unheimlich schwer ist im Gegensatz zum Rest des Spiels. Alle, die die Serie oder die Mangas nicht kennen, sollten einen großen Bogen um Naruto Ninja Council machen!

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

schwach

Spielspaß

schwach

44%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

03.10.2008

Developer

TOMY

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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