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Reviews: Nintendo DS

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Zubo

Musik

01.11.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Mit Rhythmus die Welt retten!

 

Wie erklärt man einen Zubo? Am besten fängt man mit Pokémon an, denn die kleinen Viecher sollten ziemlich jedem Videospieler ein Begriff sein. Zubos sind im Prinzip so ähnlich, außer dass sie sprechen können und im Kampf hauptsächlich ihre kleinen Fäuste sprechen lassen. Man selbst kommt als Mädchen oder Junge mit frei wählbarem Namen in ihre Welt und muss sie vor einer großen Bedrohung retten. Böse Zombos haben angegriffen und ihre Welt beinahe überrannt. Warum das Ganze, das weiß keiner. Aber der Held (in meinem Falle Mario) zögert natürlich nicht, und nimmt den Auftrag an.

 

Man bewegt sich per Stylus durch die dreidimensionale Umgebung, die im Stil von Phantom Hourglass dargstellt wird. Die Kamera folgt dem Spieler dabei aus einer fixen Perspektive. Es geht hauptsächlich darum, allerhand Umgebungsrätsel zu lösen, also Schalter finden, Gegenstände ausgraben, geheime Aufträge deuten und umsetzen und so weiter. Unterwegs trifft man immer wieder auf Zombos und muss sich diesen dann im Kampf stellen. Diesen Teil übernehmen die maximal drei Zubos, die den Spieler begleiten.

 

Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und der Spieler hat immer den ersten Zug. Man wählt einfach einen Zubo und den gewünschten Angriff und schon kommt Rhythmus ins Spiel. Wie bei Elite Beat Agents schließen sich Kreise und müssen an einem bestimmten Punkt berührt werden, damit es als Treffer gilt. Für einen Angriff sind – je nach Level des Zubos und dem gewählten Angriff – zwischen fünf und 30 Berührungen nötig. Je öfter man genau trifft, desto stärker wird der Angriff. Außerdem sammelt man durch perfekten Rhythmus Powerpillen, die zum Einsatz stärkerer Angriffe benötigt werden. Danach ist der Gegner an der Reihe und so geht es dann hin und her, bis einer gewonnen und der andere verloren hat.

 

Für einen Sieg bekommt man Erfahrungspunkte und so steigen die Zubos in immer höhere Levels, was mehr Energie, Angriffskraft und neue Angriffe bedeutet. Als weiteres Feature sind die Kreaturen in drei Klassen eingeteilt: Kämpfer, Verteidiger und Akrobaten. Kämpfer sind stark gegen Akrobaten, Verteidiger stark gegen Kämpfer und Akrobaten stark gegen Verteidiger. Man sollte also bei der Wahl des Zubos für den Angriff immer auch auf seine Klasse und die des Gegners achten.

 

 

Vielfalt und Humor ganz groß!

 

Wie schon erwähnt gibt es 55 Zubos, die unterschiedliche Eigenschaften haben. Im Laufe des Spiels trifft man auf neue Freunde und kann sich dann entscheiden, ob man sie mitnehmen will. Hat man schon drei Zubos bei sich, dann muss man einen wegschicken. Da die neu gefunden aber schlauerweise schon einen zum aktuellen Spielstand passenden Level haben, kann man von dieser Funktion auch wirklich Gebrauch machen. Die Zubos sind darüber hinaus alle konfigurierbar. Jeder hat vier Angriffsfelder und je nach Spielstand können aus bis zu sechs verschiedenen Angriffen mit unterschiedlichen Auswirkungen gewählt werden.

 

Die Attacken sehen dabei nicht nur sehr lustig aus, sie haben auch sehr unterschiedliche Konsequenzen: Den aktiven Gegner angreifen, einen beliebigen Gegner angreifen, alle Gegner angreifen, betäube, schwächen, stärken, heilen etc. Die Auswahl ist sehr groß und dementsprechend vielfältig laufen die Kämpfe ab. Die Angriffe an sich hören auf Namen wie „kitzeln“, „abrocken“, „Schubkarre“ und „Kopfdreh“ und sind dementsprechend lustig umgesetzt. Die Zubos folgen den Gesetzen der Physik nicht wirklich und das macht zahllose comicartige Dinge möglich. Schaut euch dazu am besten das folgende Video an, denn Bilder sagen mehr als tausend Worte.

 

Zum Video

 

Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Angriffe, was für die nötige Abwechslung sorgt. Dazu werden die Rhythmen im Laufe des Spiels und mit ansteigendem Level der Zubos immer schwerer. Somit ist man auch wirklich gefordert, wenn man Gegner besiegen will. Leicht ist das Spiel nämlich nicht wirklich, vor allem, weil man nicht einfach „leveln“ kann. Einmal besiegte Gegner kommen nicht wieder zurück. Man muss also sehr genau aufpassen, mit welchem Charakter man welchen Kampf bestreitet, damit man gut voran kommt. Bei gutem Beat ist es aber auf jeden Fall möglich, das Spiel ohne Frust zu bestehen.

 

 

Grafik, Sound, Steuerung und Umfang

 

Grafisch ist das Spiel etwas mehr als Durchschnitt. Die Umgebungen sehen schön aus, die Figuren sind witzig und die gezeichneten Standbilder in den Zwischensequenzen gut gemacht. Dazu kommen recht viele verschiedene Locations, die alle unterschiedlich aussehen. Dennoch störte mich die Detailarmut ebenso, wie die komische Kamera, die nicht immer den nötigen Weitblick bietet.

 

Der Sound ist erste Sahne, aber das ist auch ein absolutes Muss für ein Spiel, das soviel Gewicht auf die musikalische Seite legt. Jeder Angriff hat je nach Umgebung einen unterschiedlichen Hintergrund, der sich an den Rhythmus der Kamparena anpasst. Das wichtigste ist es also, dem Beat zu folgen, denn nur dann kann man die Moves einwandfrei einsetzen. Außerhalb der Kämpfe ist es aber leider etwas zu still, was das Erlebnis auch in diesem Bereich leider nicht ganz perfekt macht.

 

Die Steuerung außerhalb der Kämpfe ist nur teilweise optimal. Die Bewegungen werden nur sehr träge registriert und vor allem der Zugriff aufs Menü ist langwierig. In den Kämpfen gibt es nichts zu bemängeln. Auf Tasten wird komplett verzichtet, außer auf die Start-Taste zum speichern, was aber nicht nur positiv ist. Manchmal würde ich auch gerne mit dem Steuerkreuz herumlaufen, weil mich die Ungenauigkeiten beim Stylus sehr gestört haben.

 

Der Umfang ist deutlich besser als erwartet. Nach etwa 6 Stunden Spielzeit hatte ich die Umgebung komplett durch und dachte schon, dass der gerade besiegte Boss der letzte Endgegner war. Aber nein. Das war nur die erste von vielen Umgebungen, die insgesamt etwa 20 Stunden Spielspaß versprechen. Dazu kommt noch ein Mehrspieler-Modus, der aber vernachlässigbar ist. Hier kann man gegen Zubos von Freunden antreten, aber nur wenn beide das Spiel haben. Ein Online-Modus ist ebenso wenig vorhanden, wie andere Spielmodi. Schade.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Zubo ist genau das geworden, was ich mir nach der Games Convention davon versprochen hatte: Ein ultracooles und extrem lustiges Musik-Rhythmus-Spiel mit einen Abenteuer drum herum, das viele Stunden Spielspaß liefert. Manche Passagen sind zwar ein wenig monoton und die Kämpfe trotz über 100 verschiedener Moves nicht wirklich abwechslungsreich, aber das ist auch zum Beispiel bei Final Fantasy nicht anders. Die Musik ist gut, die Grafik in Ordnung, die Steuerung da, wo es drauf ankommt, sehr gut und der Umfang erstaunlich groß. Mehr von dieser Art bitte, dann aber auch mit Online-Modus!

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

57%

Multiplayer

Release

02.10.2008

Developer

Electronic Arts

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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