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Reviews: Nintendo DS

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Pipemania

Puzzle

05.11.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Flooze muss fließen!

 

In den insgesamt über 250 verschiedenen Aufgaben im Spiel geht es ausnahmslos darum, Flooze vom Anfang eines Levels an das Ende zu leiten. Dazu hat man verschiedene Teile zur Verfügung, darunter gerade Stücke, Kurven, Kreuzungen und einige Spezialteile. Diese erscheinen zufällig, also wie bei Tetris die Blöcke, und müssen so geschickt zusammengebaut werden, dass man möglichst ohne Überschuss vom Anfang zum Ende kommt. Ziel ist es, das begrenzte Spielfeld möglichst optimal auszunutzen und alle offenen Stellen zu schließen, bevor die Flüssigkeit am Leck ankommt.

 

Zu Beginn läuft am Startpunkt ein Countdown herunter, der anzeigt, ab wann Flooze auslaufen wird. Bis dahin hat man also Zeit, das erste Stück mit Rohren zu überbrücken. Fließt es einmal, dann muss man ihm stets ein gutes Stück voraus sein, denn sonst läuft es aus. Passiert das zu häufig oder zu lange an einer Stelle, dann ist die Aufgabe nicht geschafft. Natürlich variiert der Schwierigkeitsgrad stark nach Level und Art der Aufgabe.

 

Das Spiel bietet im Hauptmenü vier Spielmodi. Im Welt-Modus reist man über eine Insel und muss an sieben verschiedenen Orten jeweils acht Aufgaben knacken. Zum nächsten Ort kann man reisen, wenn man eine bestimmte Anzahl Aufgaben des vorangegangenen Ortes geschafft hat. Der Arcade-Modus setzt da noch einen drauf. Hier läuft das Flooze ebenso, aber zusätzlich bewegt sich der Bildschirm vertikal oder horizontal mit und man muss darauf achten, dass die Spitze des Flusses immer im Bild bleibt. Den Fluss kann man jederzeit mit einer Taste beschleunigen, so dass dieses zusätzliche Element für mehr Möglichkeiten und höhere Schwierigkeit sorgt. Im so genannten Bonus-Modus gibt es eine Hand voll Puzzle- und Drehaufgaben. Bei den Puzzles hat man einen vorgebauten Parcours und passende Teile, die man dann in kürzester Zeit an die richtige Stelle setz muss. Je nach Schwierigkeitsgrad ist das Feld unterschiedlich groß. Bei den Drehaufgaben liegen alle Teile schon, müssen aber durch anklicken oder antippen in die richtige Richtung gedreht werden. Zuletzt gibt es noch den Klassik-Modus. Dort befinden sich die 64 Aufgaben des Originals in zwei Schwierigkeitsgraden.

 

Der Spieler bekommt also einerseits eine ganze Menge geboten, andererseits aber auch nicht viel Variation im Spielablauf. Es gibt zwar eine ganze Menge Extras und auflockernde Elemente, wie zum Beispiel Pumpen, die das Tempo erhöhen, Einbahnstraßen, Farbwechsler oder Teiler und andere Weichen, aber Rohr bauen bleibt nun mal Rohr bauen. Wer daran keinen Spaß hat, der braucht gar nicht weiterzulesen.

 

 

Technik und Steuerung

 

Grafisch ist der Titel nichts Weltbewegendes, typisch für Puzzlespiele auf Nintendos Handheld. Viel wichtiger ist eine gute Übersichtlichkeit und die ist meistens gegeben. Bei einigen Hintergründen jedoch ist es manchmal etwas schwer zu erkennen, ob jetzt alles dicht ist oder nicht. Zum Glück warnt das Spiel im Falle der Undichtigkeit rechtzeitig durch rote Farbe und ein akustisches Alarmsignal, so dass es nur selten ein wirkliches Problem ist. Hat man den Weg durchgängig fertig, dann ertönt ein kurzer Ton und der Hintergrund schimmert für einen Moment lang grün, so dass man weiß, dass man nun Vollgas geben kann.

 

Die Musik ist dem Original nachempfunden, für mich aber zu monoton. Eigentlich gibt es nur eine Melodie, die wirklich charakteristisch für das Spiel ist, während die Hintergrundmusik in vielen Umgebungen kaum auffällt. Schade, denn gerade bei Puzzlern kann man durch perfekte Hintergrundmusik für eine gute Stimmung beim Spielen sorgen. An den Soundeffekten gibt es nichts zu bemängeln.

 

Die Steuerung ist sehr gut umgesetzt und ist sowohl per Steuerkreuz und Tasten als auch über den Stylus schnell erlernbar und funktioniert immer einwandfrei. Blöd ist nur, dass man, wenn man mit Tasten spielt, ab und an doch den Bildschirm berühren muss, zum Beispiel um ein Leck zu flicken. Dann versucht man es entweder mit dem Finger und riskiert Fehler durch Ungenauigkeiten oder hält den Stylus jederzeit bereit, was aber gerade im Bus oder in der Bahn eher störend ist.

 

 

Meckerecke

 

Mein erster Punkt an dieser Stelle hat zwar nicht direkt etwas mit dem Spiel zu tun, geht mir aber so dermaßen auf die Nerven, dass ich es immer wieder ansprechen muss: Warum muss man bei einem Spiel bei jedem Start die Sprache neu wählen? Wieso kann diese Infos nicht beim ersten Mal einfach gespeichert werden? Dazu kommt hier noch, dass zahllose Logos und Texte beim Spielstart angezeigt werden, von denen man nur einige wegdrücken kann. Haut man zu wild und ungeduldig auf den Tasten rum, kann es schon mal passieren, dass man dann ausversehen die falsche Sprache nimmt und nochmal neu starten muss...

 

Der zweite Punkt hat dafür umso mehr mit dem Spiel zu tun: Die Zufälligkeit ist manchmal einfach die Hölle. Es kommt nicht selten vor, dass man genau ein bestimmtes Teil benötigt, um die letzte Lücke zu schließen und genau das will dann einfach nicht kommen. Unter Zeitdruck kann das zum KO führen auf alle Fälle kostet so etwas aber immer auch eine ganze Menge Punkte. Man könnte zwar sagen, dass man einfach geschickter bauen müsste, aber so leicht ist es nicht. Man sieht nämlich immer nur die nächsten vier Stücke die kommen und mit so wenig Infos kann man kaum eine Route vom Anfang direkt bis zum Ende im Kopf planen. Ein Zwischenlager oder Mülleimer, zum ablegen oder wegwerfen von einzelnen Teilen würde das deutlich vereinfachen, aber vermutlich gehört das hier einfach dazu. Das Problem wiegt ja auch nur so schwer, weil es mindestens sieben verschiedene Teile gibt, während andere Puzzlern mit deutlich weniger Alternativen auskommen. Außerdem kann man hier nicht, wie bei Tetris, über mehrere Wege Lücken füllen.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Pipemania ist ein sehr gutes Spiel für Zwischendurch und hat ein extremes Suchtpotential. Wenn man sich dem Prinzip einmal hingegeben hat, dann kann man nur schwer wieder aufhören. Träume von Rohren sind daher keine Seltenheit nach exzessivem Spiel. ;-) Der Umfang ist super, die Technik solide, genug Abwechslung kommt durch die vier Spielmodi und das Konzept funktioniert auch heute noch blendend. Wer auf Puzzler steht oder gar mal eine abgespeckte Version auf einem Handy gespielt hat, der kann bedenkenlos zugreifen. Lediglich der nicht vorhandene Mehrspieler-Modus schmerzt ein wenig.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

30.10.2008

Developer

Razorworks

Publisher

Empire Interactive

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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