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Reviews: Nintendo DS

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Shaun das Schaf

Adventure

08.11.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Määäääh – Es gibt Ärger auf dem Bauernhof!

 

Shaun das Schaf lebt auf einem Bauernhof, auf dem es neben einer Schafherde auch drei Schweine, Hühner und viele andere Tiere gibt. Nichts zuletzt auch den Hund Bitzer, der die Tiere im Griff haben soll, wenn der Bauer mal nicht da ist. So auch heute. Allerdings ist es der Bauer selber, der beim Verlassen vergisst, das Tor zu schließen und so dauert es keine fünf Sekunden und alle Schafe sind verschwunden. Bitzer und Shaun sind entsetzt und wie es immer läuft, muss auch diesmal das Schaf auf zwei Beinen den Fehler eines anderen ausbaden und macht sich auf die Suche nach den Tieren, die er alle finden muss, bevor der Bauer zurückkommt.

 

Das Spiel basiert auf der Stop-Motion Serie von den Machern von Wallace & Gromit. Die Tiere in der Serie zeigen menschliches Verhalten, die Schafe sind aber darauf bedacht, dass der Bauer nicht bemerkt, was sie treiben, und verhalten sich daher wie normale Tiere, wenn er sie beobachtet. Im Spiel beobachtet er sie nicht, also können sie sich voll austoben.

 

Der Spieler übernimmt die Kontrolle über Shaun, der per Stylus oder Tasten gesteuert werden kann und bewegt sich über den dreidimensional animierten Bauernhof. Während die ersten Schafe noch leicht zu finden sind, ist später etwas mehr Einsatz gefragt. Die typischen Konstruktionen müssen her, um Hindernisse zu überwinden, Schafe aus Bäumen zu retten, Katzen abzulenken, die fiesen Schweine zu besiegen und vieles mehr. Diese Gegenstände lassen sich in der recht kleinen Umgebung finden und dann einfach per Stylus an der richtigen Stelle einsetzen.

 

Diverse Aufgaben im Spiel werden dann in Form von Minispielen gelöst. Insgesamt gibt es acht (!!!) verschiedene, die von drei Sekunden bis zwei Minuten Spielzeit bieten. Manchmal muss man Tore per Schlüssel öffnen, was einfach nur erfordert, den richtigen Schlüssel per Stylus in das Schloss zu setzen. Bei einem anderen Spiel muss man Shaun dabei helfen, nach einem hohen Flug sicher zurück auf dem Bauernhof zu landen. Die Minispiele sind an sich gut und auch passend ins Geschehen eingebaut, aber viel zu einfach und teilweise zu lang und mit zu wenig Abwechslung. Ganz zu schweigen davon, dass es eben nur acht Stück sind. Da helfen auch die freischaltbaren drei mal drei Felder großen Schiebepuzzle nicht, die man im Laufe des Abenteuers findet.

 

Von einem Abenteuer zu sprechen ist eh ein wenig überzogen, da man die 16 Schafe in der Regeln nach weniger als einer Stunde gefunden und das Spiel damit beendet hat. Ja, richtig gelesen: Es gibt eine Stunde Spiel und dann war es das. Für Kinder mag das zwar einigermaßen ok sein, vor allem weil sie etwas länger brauchen dürften, aber dann hätte man immer noch den Preis weit unter den gewählten 35 Euro festlegen müssen. So ist es total überteuert, was der Note nicht wirklich gut tut.

 

Das Spiel an sich macht sogar fast Spaß, man bekommt nur dummerweise immer Tipps, wo man als nächstes hin muss und was dort zu tun ist. So ist es mit keiner Eigenleistung verbunden, außer teilweise bei den Minispielen. Eine wirklich schwache Leistung die auch vor dem Hintergrund der jungen Zielgruppe nicht positiv zu deuten sein kann.

 

 

Die technische Seite

 

Grafisch sieht das Spiel sogar ganz ordentlich aus, von ein paar extrem matschigen Texturen mal abgesehen. Die Umgebung wurde gut eingefangen und man erkennt den Bauernhof und seinen Außenbereich gut wieder. Auch die Animationen der Tiere sind gelungen. Wirklich herausragend ist es aber natürlich nicht, was vor allem an der mangelnden Abwechslung liegt. Der Bauernhof ist einfach zu klein, um Stoff für ein ganzes Spiel zu bieten.

 

Beim Sound und der Musik ist jede Hoffnung verloren. Davon abgesehen, dass es nur ein sehr nerviges Musikstück von etwa 30 Sekunden Länge gibt, das ununterbrochen dudelt, sind auch die Soundeffekte einfallslos und nicht wirklich abwechslungsreich. Schlechter geht es nicht, oder zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass es schlechter gehen würde.

 

Die Steuerung funktioniert gut, nur das Antippen von Gegenständen ist manchmal etwas träge, da Shaun dafür direkt davor stehen muss. Auch in den Minispielen gibt es keine Probleme, was den Spielspaß zumindest ein bisschen fördert.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ich bin ein großer Fan von Shaun, aber was die Entwickler hier mit ihm gemacht haben ist einfach nur peinlich. Die an sich gute Spielidee wird dadurch zerstört, dass man alles vorgekaut bekommt, es viel zu wenig Abwechslung gibt und nach einer Stunde alles vorbei ist. Da hilft auch der Minispiel-Modus nicht viel, denn mit acht Minispielen kann man sich eben nicht ewig befassen, vor allem dann nicht, wenn es keinen Mehrspieler-Modus gibt. Grafisch ist der Titel ok, aber auch zu gering an Umfang, während die Musik einfach nur brutal grottig ist. Unterm Strich also viel verschenktes Potential und in meinen Augen eines der schlechtesten DS-Spiele bisher. Hoffentlich macht es der nächste Shaun besser...

Grafik

ok

Sound

sch...

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

20%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

26.09.2008

Developer

Aardman

Publisher

D3Publisher

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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