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Reviews: Nintendo DS

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Rayman Raving Rabbids TV Party

Party

14.11.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Hilfe, die Hasen sind im DS – schon wieder!

 

Es ist gerade mal ein Jahr her, als die Rabbids den Nintendo DS erobern wollten, aber dank Rayman gescheitert sind. Leider hat das Spiel nicht wirklich Spaß gemacht, denn ein Partyspiel für unterwegs muss nun mal primär auf Einzelspieler ausgelegt sein, sonst nutzt der Unterwegs-Faktor ja gar nichts. Die düsteren Erinnerungen an Teil 2 der Serie habe ich noch nicht vergessen und habe deshalb gehofft, dass Ubisoft es beim Nachfolger besser gemacht hat. Meine Erwartungen wurden enttäuscht. Eigentlich könnte ich den Test an dieser Stelle schon beenden, denn es gibt absolut nichts, was den Kauf dieses Titels rechtfertig, aber unser Anspruch ist es, jedem Spiel eine faire Chance zu geben. Also bitte:

 

Nach dem kurzen Intro-Video betritt man als Rayman auch schon das erste Spielbrett. Spielbrett heißt hier jedoch nicht etwa in der Art von Mario Party, sondern es handelt sich vielmehr um ein Rechteck, bestehend aus acht mal sechs Spielfeldern. Manche dieser Felder sind blau und können nicht überquert werden. Andere sind grün und haben ein Fragezeichen drauf und dort löst man zufällige Aktionen auf. Das wichtigste Feld ist der Fernseher. Betritt man dieses, dann verjagt man 10 Hasen aus dem Fernseher und das Feld zieht in eine andere Ecke um. Ziel des Spiels ist es, alle Hasen zu verjagen. Doch damit es nicht zu leicht wird, ist auch noch ein Hase mit auf dem Spielbrett, der die Hasen im Fernseher retten kann, wenn er selbigen zuerst erreicht.

 

Der Hase zieht dabei jede Runde zwei Felder vor und kann auch die blauen Blöcke überqueren. Raymans Reichweite hängt davon ab, wie gut der Spieler in den Minispielen ist. Maximal sind vier Züge drin. Nachdem Rayman und Hase sich bewegt haben, startet ein Minispiel. Diese sind, wie beim großen Bruder, sechs TV Kanälen zugeordnet. Insgesamt gibt es knapp 45 Spiele, wobei sich aber einige wiederholen, weshalb es eher 30 verschiedene sind. Hat man alle Hasen vertrieben, dann muss man einen weiteren in einem 2D Jump & Run Rennen vor dem Ziel einholen und das Spielbrett ist geschafft. Oder sollte ich besser sagen „Spielbre“?

 

 

 

Die Minispiele!

 

Doch natürlich ist dieser schlechte Rahmen der Spielbretter eben nur der Rahmen. Viel wichtiger sind die Minispiele, doch auch hier wurde extrem geschludert. Zwar sind die Themen oft witzig und einigermaßen gut gemacht, aber nur selten innovativ oder fordernd. Bei den meisten Spielen erreicht man das Ziel deutlich vor dem Ablauf der Hälfte der Zeit, was nicht gerade motiviert. Man kann nebenbei ein bisschen mit dem Stylus auf dem Bildschirm rubbeln, bei den Songs auch schon mal den Ton ausmachen oder einfach irgendwelche Dinge zeichnen, da der Zufall schon dafür sorgt, dass man immer gewinnt.

 

Die meisten sind, wie gesagt, sehr einfallslos und das Prinzip wieder holt sich oft. Entweder man muss zur rechten Zeit den Bildschirm antippen, Objekte zeichnen und sie nach irgendetwas werfen oder einfach nur schnell über den Touchscreen rubbeln. Langeweile ist vorprogrammiert und spätestens nach dem zweiten Spielbrett hat man keine Lust mehr. Es kommt zwar mit jedem der fünf Durchgänge ein neuer Kanal und damit neue Minispiele dazu, aber das reißt das Ruder leider auch nicht herum.

 

 

Der Mehrspieler-Modus!

 

Beim Mehrspieler-Modus, den man mit einer oder zwei Karten spielen kann und der maximal zwei Spieler zulässt, muss immer einer die bekannten Spiele bestehen und der andere versucht ihn daran zu hindern, Punkte zu holen. Nach einer Weile tauschen beide die Rollen und der andere muss Punkte holen. Spielt man mit nur einer Karte, dann sind bloß neun Minispiele auswählbar und die Ladezeiten zerstören auch noch das letzte bisschen Spielspaß. Haben beide eine Karte, dann kann man trotzdem nur neun Aufgaben auswählen, aber die Ladezeiten verschwinden fast völlig.

 

Unterm Strich ist das Spiel auch an diesem Ende viel zu unausgereift und viel zu wenig abwechslungsreich. Zu zweit macht es aber unterm Strich ein bisschen mehr Spaß, da man eben gegen einen menschlichen Gegner antritt und nicht einfach nur stupide eine vorgegebene leichte Aufgabe erfüllt.

 

 

Die technische Seite!

 

Schon auf der Wii legen die Entwickler nicht besonders viel wert auf die Technik, aber auf dem DS ist es eine echte Frechheit. Man bekommt ein Einleitungsvideo und dann nach jedem geschafften Minispiel dasselbe Video von einem dummen Hasen, der einer Falle ausweicht und dafür dann in die nächste tappt. Wirklich jedes Mal! Nach dem Durchspielen alle fünf Spielbretter hat man es dann also locker 100 Mal gesehen...

 

Auch in den Minispielen wird das Auge nicht gerade verwöhnt. Alles ist zwar einigermaßen zweckmäßig und gut erkennbar, aber schön ist definitiv anders. Das weiß scheinbar auch Ubisoft, weshalb es nicht möglich ist, offizielle Screenshots von dem Spiel zu finden. Daher müsst ihr mir das einfach glauben, allerdings ist die Strategie von Ubisoft da durchaus selbstredend.

 

Der Sound ist ebenso schlecht. Nicht nur, dass die Hasensounds jetzt eh so langsam nerven, auf dem DS ist die Auswahl noch kleiner als beim großen Bruder. Nach wenigen Minuten gehen diese und sämtliche Soundeffekt wie auch die qualitativ schlechte Musik einfach nur noch auf den Keks.

 

Dagegen funktioniert die Steuerung sehr gut und alles lässt sich so kontrollieren, wie es sein soll. Wenigstens hier haben sich die Entwickler Mühe gegeben, wobei man auch sagen muss, dass man auch nicht viel falsch machen konnte, da nur bereits bekannte und sehr einfach gestrickte Steuerungsmethoden verwendet werden. Fast schon gefährlich sind die Minispiele mit Mikrofon-Steuerung. Bei diesen muss man nicht selten ewig lange ins Mikrofon pusten, um zu gewinnen, was bei mir nicht selten Schwindelgefühle ausgelöst hat. Hauptsache man pustet seinen DS stupide 30 Sekunden am Stück an...

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Rayman Raving Rabbids TV Party ist auf dem DS ein echter Reinfall. Ein schlechter Abenteuer-Modus, langweilige Minispiele, ein schlechter Multiplayer-Modus und kaum Motivation, etwas zu erreichen sind mit Sicherheit keine gute Werbung für die Franchise. Warum Ubisoft auch ein Jahr nach dem RRR 2 Debakel nichts verbessert hat, ist mir ein Rätsel. Viel schlechter kann es jedenfalls nicht mehr werden, sowohl technisch als auch inhaltlich.

Grafik

schwach

Sound

sch...

Steuerung

ok

Spielspaß

sch...

30%

Singleplayer

35%

Multiplayer

Release

13.11.2008

Developer

Ubisoft Casablanca

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (WLAN)

1-2


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