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Reviews: Nintendo DS

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The Legend of Kage 2

Action

28.11.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Kage oder Chihiro?

 

Mit Beginn der Herrschaft des Clans des Shoguns Tokugawa haben die langen Jahre des Blutvergießens und des Unfriedens ein Ende gefunden. Die Menschen glaubten, der neugefundene Frieden würde ewig währen. Doch die Kränkungen der Vergangenheit sind noch nicht vergessen... Denn da gibt es noch jene, die Pläne schmieden, die außergewöhnlichen Mächte der Priesterin Kirihime für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen. Yoshiro Yukikusa, den Hass auf Tokugawa im Herzen, entführt Kirihime, um seine eigenen dämonischen Kräfte mit denen der Priesterin zu vereinen und so die Herrschaft Tokugawas zu Fall zu bringen. Kage und Chihiro sind Ninja aus Iga, ein jeder mit dem Auftrag, die Priesterin zu retten. Doch ihr Schicksal ist ungewiss, denn auf ihrem Pfad lauern Dämonen, die sie besiegen müssen...

 

Hat man sich für einen der beiden Kämpfe entschieden, geht es auch gleich in die Vollen. In 13 Levels muss man sich zunächst den Weg von links nach rechts durch Massen von Gegner schlagen, um dann am Ende jeweils einem Dämon gegenüberzustehen. Man bewegt den gewählten Helden per Steuerkreuz, greift mit A an, springt mit B und startet einen Wurfangriff Y. Durch das Sammeln von Elementkugeln in den Levels kann man im Hauptmenü dazu noch Spezialangriffe konstruieren, sogenannte Ninjutsus, die sich dann per X-Taste einsetzen lassen. Auf den Einsatz des Touchscreens wird zu Steuerungszwecken größtenteils verzichtet, außer beim Erstellen der Spezialangriffe, was durch Einlegen der Elementkugeln auf eine Papierrolle gemacht wird.

 

Die einzelnen Levels sind dabei recht linear und es gibt nur wenige Abzweige, die meist zu versteckten Elementkugeln führen. Unterwegs trifft man dabei auf zahllose Gegner, die jedoch zumeist mit einem Schlag besiegt sind. Schafft man es, besonders viele unmittelbar hintereinander zu besiegen, da bekommt man am Ende einen immer höheren Punktebonus, der für eine gute Bewertung und damit für die Freischaltung von erweiterten Fähigkeiten unerlässlich ist. So kann man im Laufe des Abenteuers zum Beispiel immer höher Springen oder bekommt spezielle neue Techniken, die im Kampf helfen.

 

Am Ende eines jeden Levels wartet ein fieser Boss. Diese Kämpfe sind ohne Frage das, was dieses Spiel wirklich interessant macht, denn sie sind abwechslungsreich und verdammt schwer. Während man die ersten Bosse noch recht schnell durchsteigt und besiegt, wird es im Laufe des Spiels immer schwerer und spätestens ab Level 5 (von insgesamt 13) braucht man viel Geduld und noch mehr Geschick, um als Sieger aus einem solchen Kampf hervorzugehen. Teilweise ist es jedoch schon etwas zu heftig, so dass man schnell gefrustet ist, da man es trotz eigentlich richtiger Taktik dennoch einfach nicht schafft. Manche Bosse verzeihen eben einfach keine Fehler. Die einen werde das lieben, die anderen werden es hassen...

 

 

Technik und Umfang

 

Die Technik ist nicht wirklich positiv hervorzuheben. Zwar sind die zweidimensionalen Umgebungen schön gestaltet und auch abwechslungsreich, aber irgendwie zu leblos und langweilig. Innerhalb eines Levels sieht einfach alles gleich aus, nichts im Hintergrund bewegt sich und auch die Gegner sehen nicht wirklich umwerfend aus. Dazu kommt noch, dass das Kanonenfutter immer gleich aussieht (bzw. zumindest sehr ähnlich) und sich nur durch die Farbe unterscheidet. Hier ist heutzutage einfach mehr nötig, um einen Spieler zu überzeugen, gerade bei einem solchen Spiel. Die Musik und der Sound sind durchschnittlich, sehr schade ist, dass es kein Wort Sprachausgabe gibt, was dem Titel nämlich sehr gut getan hätte.

 

Der Umfang ist viel zu gering. Nur 13 Levels sind einfach zu wenig, auch wenn man sie mit zwei unterschiedlichen Charakteren durchspielen kann. Es gibt zwar einige Geheimnisse, aber wer von Anfang an mit offenen Augen durch das Spiel läuft, der wird kaum etwas davon verpassen und somit nach dem Abschluss mit einer Figur nicht unbedingt Lust haben, es mit der zweiten noch einmal zu versuchen. Im Prinzip kann man es an einem Nachmittag locker durchspielen und danach ist irgendwie die Luft raus. Einen Mehrspieler-Modus gibt es nicht.

 

 

Meckerecke

 

Neben dem zu geringen Umfang und der wenig befriedigenden Technik gibt die Hektik auf den zwei Bildschirmen weiteren Anlass zur Kritik. Die Charaktere können unglaublich hoch springen, was dazu führt, dass man oft den Überblick verliert. Daran ändert sich auch nichts durch die Nutzung beider Bildschirme. Manche Sprünge sind einfach Glückssache, da man nicht erkennen kann, wo man genau landen wird. Das nervt noch zusätzlich, weil gerade eben von Gegnern befreite Stellen auf einmal wieder von solchen überfüllt sind, wenn sie kurz aus dem Bildschirm gerutscht sind.

 

Weiter ist die mangelnde Abwechslung zu beklagen. Das einzige, was wirklich Spaß macht, sind die Bosskämpfe, während sich der Weg dahin immer wieder gleich anfühlt. Man hätte auch nur eine Reihe von Endgegnern aufstellen können und es hätte kaum weniger Spaß gemacht.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

The Legend of Kage 2 ist grundsätzlich eine gelungene Fortsetzung, denn Steuerung und Gameplay können einigermaßen überzeugen. Leider ist die Technik nicht perfekt und an Abwechslung mangelt es leider auch. Dazu kommt ein sehr geringer Umfang und ein in meinen Augen sehr geringen Anreiz zum erneuten Durchspielen. Fans des ersten Teils werden sicher bedenkenlos zugreifen können, wenn sie das Gefühl von vor knapp 25 Jahren noch einmal erleben wollen, aus heutiger Sicht bietet der Titel aber leider nur wenig Kaufargumente.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

59%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

07.11.2008

Developer

Taito

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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