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Reviews: Nintendo DS

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Hotel Gigant DS

Simulation

08.12.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Auch Manager fangen klein an!

 

Man stelle sich vor, man ist Manager eines kleinen Hotels in einer Vorstadt und bestrebt darum, die wenigen Gäste so glücklich wie möglich zu machen, damit sie viel Geld im Hotel ausgeben und so den eigenen Profit erhöhen. Aber was, wenn das auf einmal nicht mehr so läuft? Dann kommt ein neuer Manager daher, der sich dem Problem annehmen soll und auf einmal wird das Hotel von einem Großinvestor gekauft, der noch höhere Ansprüche stellt. So beginnt Hotel Gigant DS und der Spieler schlüpft in die Rolle des neuen Managers und muss sich darum kümmern, dass das Hotel gut läuft. Dazu baut man neue Zimmer, Bars, Restaurants und mehr und versucht, den Status an das Zielpublikum anzupassen, damit möglichst viele Gäste begrüßt werden können. Daneben muss man sich um diverse Probleme kümmern und dafür sorgen, dass die hohen Bedürfnisse von VIPs auch erfüllt werden.

 

Das ist dann auch schon alles, was man in den 15 Missionen immer wieder tun muss. Zu Anfang eines jeden Auftrages bekommt man mitgeteilt, welches Publikum erwartet wird und was unbedingt im Hotel vorhanden sein muss. Danach baut man mit dem Startkapital die ersten Zimmer, Arbeitsräume, ein Restaurant, eine Bar, Infozimmer usw. und sorgt dafür, dass diese entsprechend ausgestattet sind. Über eine Leiste am unteren Bildschirmrand regelt man die Spielgeschwindigkeit in drei Stufen und kann den Ablauf der Zeit sogar ganz anhalten, wenn es zu viele Baustellen auf einmal gibt. Die Gäste kommen dann nach und nach ins Hotel und werden auf der Übersichtskarte als Punkte dargestellt. Die Farbe der Punkte gibt an, ob der Gast neutral, unzufrieden oder zufrieden ist, was natürlich entscheidend für den Erfolg ist. Sind die Zimmer nicht passend ausgestattet oder zu teuer, dann wird es schwer sein, jemals zufriedene Gäste zu haben. Man muss also von Anfang an darauf achten, mit den wichtigsten Einrichtungen und Ausstattungen anzufangen, denn nur so kommt genug Geld in die Kasse, um zu expandieren.

 

Hat man die Vorgaben einer Mission erfüllt, dann bekommt man ein größeres Hotel zugeteilt und beginnt von neuem mit anderen Vorgaben. So spielt man sich durch 15 Hotels und muss sich im Laufe der Zeit mit immer komplizierteren Problemen auseinander setzen und immer höhere Ansprüche erfüllen. Dazu werden die Hotels immer größer und damit auch unübersichtlicher. Damit man doch stets alles im Blick haben kann, setzen die Entwickler auf ein geschicktes System, das beide Bildschirme sehr clever und variabel nutzt.

 

 

Steuerung und Technik

 

Wie gerade angedeutet besticht das Spiel vor allem durch die ideenreiche Gestaltung des Interface. Beide Bildschirme werden meistens für eine Übersichtskarte und für eine weitere Ansicht genutzt. So sieht man schnell und einfach, was gerade auf einer Etage passiert, kann komfortabel per Touchscreen zwischen den Stockwerken wechseln und gleichzeitig detaillierten Einblick in einzelne Zimmer haben. Grundsätzlich unterscheidet das Spiel zwischen dem Baumodus und dem Spielmodus. In ersterem steht die Zeit still und man kann in aller Ruhe neue Zimmer einfach per Stylus platzieren oder die Einrichtung verbessern oder anders aufstellen. In letzteren läuft die Zeit in einer von drei möglichen Geschwindigkeiten ab oder kann auch ganz angehalten werden. Hier muss man dafür sorgen, dass Probleme schnell gelöst werden, entweder macht man das selbst oder stellt Leute dafür an. Ein Knopf beendet den Tag direkt und man springt zum nächsten, was in Phasen, in denen man Geld sparen will, sehr sinnvoll ist.

 

Zwischendurch bekommt man von Angestellten hilfreiche Tipps, um die Anforderungen zu erfüllen und um nichts Wichtiges zu übersehen. Ab und zu greift auch der Großinvestor ins Spiel ein und wirbelt alles ein wenig durcheinander. Man steuert das komplette Spiel per Stylus und es funktioniert alles sehr gut. Die Tasten sind groß und übersichtlich angeordnet und die meisten Funktionen sind selbsterklärend. Lediglich am Anfang wird man von den vielen Möglichkeiten etwas erschlagen und benötigt daher eine Weile, bis man alles begriffen hat, dann klappt es aber einwandfrei. Im Zweifel hilft auch die Bedienungsanleitung und Learning by Doing in den ersten Missionen. Nervig sind nur die Problemlösungen, die man durch das Nachzeichnen von einfachen Figuren auf dem Touchscreen durchführt.

 

Technisch ist Hotel Gigant DS eher Mittelmaß. Die Hotels sehen abgesehen von der Form und der Anzahl Etagen innen alle gleich aus, lediglich 15 verschiedene gezeichnete Bilder stellen es adäquat von außen da. Die Hotelgäste sind eher unbeweglich und es verwirrt schon etwas, dass sie mit Klamotten schlafen gehen und sogar unter die Dusche steigen. Die Musik ist absolut furchtbar, denn das eine Stück geht spätestens ab der zweiten Mission auf den Keks. Deutlich mehr Abwechslung ist hier auf jeden Fall fällig, so spielt man schnell ganz ohne Ton.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Hotel Gigant DS ist ein interessantes Spiel, für alle, die auf Simulationen stehen und mal einen anderen Ansatz als den von Maxis sehen wollen. Die Bedienung des Titels ist topp und auch der Umfang stimmt. Das Gesamtbild wird von Monotonie bei den Aufgaben und mangelnder Abwechslung trotz vieler Spielmodi etwas getrübt, ebenso zieht die schwache Technik die Note nach unten. An die Komplexität von Sim City oder Theme Park kommt es bei weiten nicht heran, weshalb es vor allem für Genre-Neulinge ein sehr guter Einstieg sein kann.

Grafik

ok

Sound

sch...

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

66%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

21.11.2008

Developer

Nobilis

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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