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Reviews: Nintendo DS

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Star Wars The Clone Wars - Jedi Alliance

Adventure

21.01.2009

Autor: Philipp Bress

 

 

Star Wars, das Maß aller Dinge, wenn es um Sci-Fi geht. Leider waren die Spiele für Konsolen und PC bei weitem nicht so einflussreich auf die Spielewelt, wie die großen Brüder auf der Leinwand. Neben Star Wars: The Clone Wars – Lichtschwert Duelle veröffentlichte Lucas Arts nun auch im gleichen Atemzug direkt mal ein Spielchen für den Nintendo DS. Laut Verpackung wird eine Lichtschwert-Steuerung per Stylus versprochen, was natürlich extrem genial für den Spielspaß wäre, aber ob es auch wirklich so ist? Jedenfalls darf man sich auf dem DS wieder durch richtige Levels kämpfen, was schon mal ein elementarer Unterschied zum nicht wirklich innovativen Wii-Prügler darstellt. Also Obi-Wan-Kutte an und ab ins Getümmel!

 

 

Filmreif

 

Die Inszenierung des Spieles, muss ich sagen, finde ich schon wirklich grandios, dafür, dass wir hier von einem DS Spiel sprechen. Bevor der Kampf um die Vorherrschaft in der Galaxis los geht, wird man mittels eines Intro auf die Situation eingestellt und die sieht wie folgt aus. Seperatisten haben spezielle Kristalle gestohlen und es ist mal wieder an den Jedis, die Angelegenheit zu regeln. Es ist wirklich kaum zu glauben, aber dank der Kameraführung denkt man fast, man wäre selbst mitten im Geschehen, auch wenn das ganze nur mit Polygonen erzählt wird und auf einem kleinen Bildschirm statt findet. Auch im Rest des Spieles ist das super gelungen, dank der sehr gut gewählten Perspektiven aus denen man das Geschehen lenkt und verfolgt. Die Musik ist so auch super gelungen, allerdings machen das die kratzigen Boxen des Handhelds wieder zu Nichte. Sogar eine Sprachausgabe ist vorhanden, allerdings kann man, natürlich wegen der Boxen, nicht erkennen, ob es nun die original Synchronstimmen aus den Filmen sind oder etwa ganz andere.

 

 

Dann mal ran an den Speck

 

Bevor es jedoch los geht, darf man sich ein Team zusammen stellen, das aus zwei Jedi-Rittern besteht und man hat sogar einige zur Auswahl. Da wären natürlich die Veteranen Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker, aber auch Asoka Tanoh (Anakins Schülerin), Kit Fisto, Plo Kloon und Mace Windu mit seiner polierten Glatze sind im Aufgebot. Ähnlich wie bei Ninja Gaiden und The Legend of Zelda: Phantom Houerglass findet die gesamte Steuerung nur per Stylus statt. Um die Charaktere zu bewegen tippt man einfach dahin, wohin man beabsichtigt zu laufen. Leute, die jetzt Ninja Gaiden gelesen haben, befürchten wahrscheinlich schon das, was ich jetzt schreiben werde. Denn auch in Jedi-Allianz ist keine echte Lichtschwert-Steuerung vorhanden. Aber dafür darf man wie ein irrer Berserker auf seine Feinde mit dem Stylus „einprügeln“. Denn, man muss mit dem Stylus die Gegner an tippen und dabei variieren ob man sie oben, mittig oder unten trifft, damit man ihre Verteidigung durchbrechen kann. Weiter kann es passieren, dass man mit einem gegnerischen Schwertkämpfer in ein Kräftemessen gerät, dann heißt es natürlich wieder Hirn aus und wild auf den Touchscreen einprügeln. Der computergesteuerte Teampartner kämpft komplett eigenständig, aber mit gewissen Kombinationen kann man gewaltige Team-Attacken ausführen und umso öfter man dasselbe Team einsetzt, umso mächtiger werden diese Attacken.

 

Aber das Spiel besteht nicht nur aus Situationen, die ausschließlich mit körperlicher Gewalt zu lösen sind. Auch Schalter-Rätsel sind enthalten, die aber eher nervig als fordernd sind und man darf Türen mit dem Laserschwert aufbrechen. Damit das gelingt, muss man in einem Minispiel ein Muster auf dem Touchscreen nachzeichnen. Die kultige Jedi-Überredungskunst darf natürlich auch nicht fehlen, so kann man in Gesprächen mit Wachen zwischen mehreren Antwortmöglichkeiten auswählen um ans Ziel zu kommen. R2-D2 und C3-PO gehören selbstverständlich auch in jedes gestandene Star-Wars Game und so übernimmt man in einigen Missionsabschnitte die Kontrolle über die Droiden, um Türschlösser usw. zu knacken. Neben den langweiligen Schalterrätseln sind auch die enthaltenden Live-Action-Events auf Dauer ziemlich frustrierend, da die gezogenen Linien auf dem Touchscreen nicht immer richtig erkannt werden und man so immer wieder am Anfang des Events starten muss, wenn man scheitert. Backtracking in Spielen finde ich zwar allgemein gut, aber wenn dabei auch noch immer wieder die bereits ausgeschalteten Gegner auftauchen, zehrt das schon etwas an der Motivation.

 

 

Vielen Dank an Activision für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Super Inszenierung, aber einige Abstriche in der Steuerung! Zwar funktioniert die Steuerung gut, aber dafür ist das Kämpfen auch extrem monoton und ein wahrer Belastungstest für den Touchscreen. Ich glaube kaum, dass es förderlich für die Gesundheit des DS ist, wenn man, wie in 80% des Spieles, wie ein Irrer auf den Screen eindrischt. Die Bosskämpfe bieten zwar eine angenehme Abwechslung, aber die Live-Action-Events, die dabei auftreten, können einen dann doch in den Wahnsinn treiben. Immerhin macht die Kameraführung und die Musik doch vieles wieder wett und so kann man sich doch wirklich auf das Spiel einlassen und seinen Spaß damit haben, sofern man genügend Kraft im Handgelenk hat. Zum Vollpreis würde ich aber nicht zugreifen, dafür ist das Vergnügen doch etwas zu kurzweilig.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

schwach

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

13.11.2008

Developer

Lucas Arts

Publisher

Activision

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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