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Reviews: Nintendo DS

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Rayman Raving Rabbids

Jump 'n Run

19.03.2007

Autor: Mario Kablau

 

 

Hasen an die Macht!

 

Wie auch in den anderen Umsetzungen des neusten Rayman-Spiels, versuchen die Hasen auch auf dem Nintendo DS die friedliche Welt von Rayman zu übernehmen. Doch der Held lässt das natürlich nicht so ohne weiteres mit sich machen und begibt sich in den Bau der Hasen, um ihnen den Garaus zu machen. Dieser Hasenbau fungiert dabei als „Weltkarte“ und bietet Zutritt zu den 5 verschiedenen Arealen mit den insgesamt 13 verschiedenen Leveln.

 

Anfangs kann Rayman nur ein Areal betreten und dort auch nur eins der beiden Level besuchen. Dort wird man zunächst mit der Jump & Run Steuerung vertraut gemacht. Wenn man diesen Teil des Levels geschafft hat, muss man zunächst ein Minispiel bestehen und dann eine Herausforderung meistern. Die Minispiele werden dabei ausnahmslos mit dem Stylus gelöst und lehnen sich stark an die aus der Wii-Version an. Aber es gibt auch neue, in denen man zum Beispiel ein Bilderrätsel durch Verschieben der Einzelteile lösen muss oder einen fliegenden Superhasen steuern muss.

 

Nach dem Minispiel startet die Herausforderung, die den wohl anspruchsvollsten Teil des Spiels ausmacht. Hier läuft Rayman von alleine und der Spieler muss ihm durch verschiedene Aktionen mit dem Stylus den Weg zum Ziel freimachen. Hier findet man jeweils ein paar der insgesamt 100 Trophäen, die man braucht, um neue Areale zu öffnen.

 

Neben den Trophäen muss man allerdings noch allerhand andere Dinge, wie neue Kostüme und Fähigkeiten, Sterne zur Erhöhung der maximalen Lebensenergie und vieles mehr sammeln.

 

 

Steuerung par excellence!

 

Wie schon erwähnt, gibt es im Spiel grundsätzlich zwei verschiedene Steuerungsarten: Mit Steuerkreuz und Tasten oder mit dem Stylus. Die Steuerung mit den Tasten setzt man dabei am häufigsten ein. Man bewegt Rayman mit dem Steuerkreuz, führt Sprünge mit B aus, setzt mit Y den Faustangriff ein, feuert Lums (dazu später mehr) mit A ab und setzt mit X eine Spezialfähigkeit ein.

 

Die Spezialfähigkeiten schaltet man nach und nach durch das Einsammeln von neuen Kostümen, von denen es insgesamt vier Stück gibt, frei. Darüber hinaus kann man noch drei weitere spezielle Fähigkeiten sammeln, die es Rayman ermöglichen zu klettern, zu tauchen und zu schwingen. Während man in einem Level ist, kann man die Kostüme nur an ganz bestimmten Punkten einsetzen und so Bomben oder Steine herbeizaubern, Wolken begehbar machen und Gegenstände vereisen.

Natürlich laufen auch massig Gegner herum, die immer mindestens einen Stern hinterlassen, wenn man sie besiegt. Durch Einsammeln dieser Sterne füllt sich eine Leiste langsam auf. Sobald sie voll ist, erreicht Rayman das nächste Level und hat dann mehr Energie zu Verfügung. Insgesamt kann man Rayman etwa 6-7 mal aufleveln und ist bei gründlicher Einsammlung der Sterne schon nach etwa der Hälfte des Spiels beim Maximum angekommen.

 

In den Herausforderungen bekommen die Kostüme eine ganz neue Bedeutung, denn dort läuft der Held ausschließlich verkleidet herum, wobei die vier Verkleidungen auf den vier Richtungstasten des Steuerkreuzes (für Linkshänder auch auf den vier Tasten rechts vom Bildschirm) liegen. Ein Druck in die jeweilige Richtung lässt Rayman in das entsprechende Kostüm schlüpfen. Damit man sich langsam dran gewöhnt, haben die Entwickler ein Trainingslevel eingebaut, das man absolvieren muss, sobald man ein neues Kostüm gefunden hat.

 

Die Verkleidungen entsprechen dabei den vier Elementen Feuer, Eis, Wind und Erde und haben unterschiedliche Fähigkeiten, die man einsetzen muss, um das Ziel sicher zu erreichen. Mit Feuer kann man zum Beispiel Gegner erledigen, mit Wind Brücken bewegen und mit Eis matschige Stellen einfrieren, um sie überqueren zu können. Damit das Ganze noch ein bisschen anspruchsvoller wird, gibt es ein Raumschiff, das Rayman durch den Level folgt und ihn angreift, wenn er zu langsam ist.

 

Was anfangs noch sehr einfach wirkt, wird spätestens dann eine echte Herausforderung, wenn man die Kostüme so schnell wechseln muss, dass man sich keinen Fehler mehr erlauben kann. Man muss später sekundenschnell erkennen, welche Fähigkeit gebraucht wird, um die Herausforderungen zu bestehen. Während die normalen Level das ganze Spiel über fast zu leicht sind, machen die Toucheinlagen dem Spieler das Leben nicht selten wirklich schwer. Vor allen Dingen, wenn man alle Trophäen finden will, muss man sehr aufmerksam und flink sein.

 

Die Steuerung funktioniert in beiden Varianten sehr gut, wobei es mit dem Stylus manchmal zu Frust kommen kann, wenn etwas nicht sofort funktioniert, da man gewisse Punkte sehr genau und schnell treffen muss, um nicht zu sterben. Mit Übung und entsprechender Kenntnis der Level hat man diese Probleme allerdings nicht mehr.

 

 

Rayman und die Sammelwut!

 

Wenn man das Spiel mit 100 % abschließen will, dann muss man ein sehr aufmerksamer und geduldiger Spieler sein, denn neben den 100 Trophäen und 7 Kostümen gibt es noch eine ganze Menge mehr zu finden. So zum Beispiel größere Taschen, um mehr Lums mit sich führen zu können. Die Lums sind kleine Lichtwesen, die man einsammeln und dann auf Gegner abfeuern kann. Später setzt man sie auch dazu ein, um eine Art Seil zu erschaffen, mit dem man sich über weite Abgründe schwingen kann. Es ist also sehr wichtig, möglichst viele tragen zu können. Um die maximal mögliche Menge zu erhöhen, gibt es in einigen Leveln gelbe Blasen zu finden, die Raymans Taschen vergrößern.

 

Daneben gilt es noch drei Roboterteile, um eine Maschine zu bauen, die es mit den dicken Endgegnern aufnehmen kann. Manche Level kann man erst betreten, wenn man den Roboter fertig zusammen gebaut hat, da man nur dann gegen die Bosse antreten kann. Der Roboter steuert sich dabei über den Stylus und hat jede Menge spezielle Möglichkeiten, um die dicken Gegner zu bezwingen.

 

Diese Dinge und noch einige weitere sorgen dafür, dass man die meisten Level mehrmals spielen muss, wenn man das Spiel zu 100% schaffen will und erhöhen somit die Langzeitmotivation. Wenn man jedoch von Anfang an gründlich ist, dann wird man die meisten Dinge schon beim ersten Besuch finden.

 

 

Zwei Dimensionen auf dem DS!

 

Im Prinzip ist Rayman auf dem Nintendo DS, wie auch auf dem GBA, ein zweidimensionales Spiel. Der Held läuft also von links nach rechts (manchmal auch von rechts nach links) und hat nicht die Möglichkeit, sich in andere Richtungen zu bewegen. Die Welt und die Charaktere sind jedoch komplett in 3D animiert, was es zum Beispiel ermöglicht, auch aus dem Hinter- oder Vordergrund angegriffen zu werden oder die verrückten Hasen im Hintergrund bei seltsamen Aktivitäten zu beobachten. Die Welten sind außerdem so aufgebaut, das manchmal auch Kurven vorkommen. An solchen Stellen, dreht sich die Kamera automatisch mit, so dass die Ansicht stets genau von der Seite auf die Welt gerichtet ist. Die Kurven führen jedoch dazu, dass man wirklich das Gefühl hat, sich in einer dreidimensionalen Welt zu bewegen.

 

Leider muss man jedoch sagen, dass die Grafik alles andere als gut ist. Die Welt ist zwar bunt und lebhaft, allerdings sind alle Figuren und die Umgebung sehr polygonarm und die Texturen sind teilweise sogar aus der Entfernung unerträglich. Ganz schlimm wird es jedoch zum Beispiel wenn man stirbt. Ab und an taucht dann ein überdimensionaler Hase auf und wirft einen Klostampfer auf den Spieler zu, so dass er fast den ganzen Bildschirm bedeckt. Dann erkennt man, dass die Textur dieses Gegenstandes aus etwa 15 * 15 Pixeln besteht, was aus der Nähe betrachtet wirklich grauenvoll aussieht. Außerdem wirkt alles ein bisschen verwaschen und es fehlen klare Konturen der Figuren.

 

Die Musik ist da zum Glück etwas weniger schlecht. Die Melodien sind zwar komplett aus dem großen Bruder für die Wii übernommen, allerdings qualitativ deutlich schlechter. Außerdem fällt die Abwechslung mit etwa 6 Songs deutlich zu gering aus und man hat das Gefühl, dass jeder Level gleich klingt. Wirklich fies ist ein kurzer Sound, der abgespielt wird, wenn man ein Level komplett beendet hat und die Statistik angezeigt wird. Dieser Sound ist etwa eine Sekunde lang, aber das durchklicken durch die Anzeige dauert etwa 10 Sekunden, so dass man den Schnipsel 10 mal ununterbrochen hört, was wirklich auf die Ohren geht. Gegen die Soundeffekte gibt es nichts einzuwenden, außer dem auch hier zu geringen Umfang. Das Gekreische der Hasen ist auch auf dem DS einfach göttlich und sorgt für diverse Lacher.

 

Unterm Strich ist die technische Umsetzung leider sehr schwach, was allerdings nichts daran ändert, dass es ein grandioses Spiel ist, das sehr viel Spaß macht. Ein bisschen mehr Mühe wäre jedoch auf jeden Fall nötig gewesen.

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Rayman Raving Rabbids ist auch auf dem Nintendo DS ein wirklich gutes Spiel, das durch extrem abwechslungsreiches Gameplay überzeugt. Der Umfang ist mit etwa 10 Stunden bis zu 100 % auch ganz okay, so dass Jump & Run Begeisterte, die nichts gegen verschiedene Steuerungs-Variationen einzuwenden haben, auf jeden Fall einen Blick auf das Spiel werfen sollten. Die Steuerung funktioniert in weiten Teilen einwandfrei und sorgt für großen Spielspaß. Lediglich die technische Umsetzung ist als Minuspunkt zu erwähnen, wobei sie das Spielerlebnis auf keinen Fall mindert. Man sollte sich lediglich bewusst sein, dass es deutlich schlechter aussieht, als beispielsweise New Super Mario Bros.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

82%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

13.03.2007

Developer

Ubisoft Casablanca

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

6+


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