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Reviews: Nintendo DS

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Mystery Case Files: MillionHeir

Puzzle

15.02.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Millionenerbe gesucht!

 

In Mystery Case Files schlüpft ihr in die Rolle eines MCF-Stardetektivs, der von Millionär Maximilian $. Mammon angeheuert wird, um einige verloren gegangene Gegenstände wieder zu finden, die dem Louvre gehören. Nach dieser Suche wird der exzentrische Kerl entführt und ihr macht euch auf die Suche nach ihm. Als er dann auch noch für tot erklärt wird, geht es primär darum, der von ihm gelegten Spur aus Hinweisen zu folgen, um seinen Erben zu finden und seinem Entführer und potentiellen Mörder das Handwerk zu legen.

 

Soweit so gut. Das klingt ja an sich nach einer spannenden Detektiv-Geschichte, allerdings macht das sehr seltsame Spielprinzip so ziemlich den gesamten Spaß zunichte. Es geht nämlich die ganze Zeit um nichts anderes, als auf einem Bild, das auf dem Touchscreen dargestellt wird, Objekte zu finden, die auf dem oberen Bildschirm aufgelistet sind. Damit es nicht zu einfach wird, zeigt der Touchscreen nur einen Ausschnitt des gesamten Raumes und man muss wirklich intensiv suchen. Das Ganze läuft im Spielfluss so ab: Man findet in Mammons Haus eine Akte und muss dann etwas über diese Person erfahren. Dazu besucht man sie (automatisch) und muss sich in der Nähe nach allerhand Hinweisen umsehen (diese auf dem Touchscreen finden und anklicken). Hat man genug gefunden, dann werden sie vom Kriminalcomputer - fast immer automatisch - analysiert. Nur manchmal muss man in einem Minispiel bei der Analyse helfen, wobei zum Beispiel Puzzles gelöst, Schieberätsel geknackt oder DNA-Sequenzen analysiert werden müssen.

 

Danach geht es zur nächsten Person, dann zur übernächsten und so weiter. So „spielt“ man sich durch die gesamte Geschichte, um am Ende herauszufinden, wer der Erbe ist, was mit dem Millionär passiert ist und wer es ihm angetan hat. Alles in allem nimmt das etwa fünf Stunden Spielzeit in Anspruch, wenn einem nicht vorher schon die Lust vergeht.

 

 

Abwechslung? Jein!

 

Zwar bietet das Spiel drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die sich durch Zeitlimits, Anzahl erlaubter Klicks beim Suchen und der Anzahl an Hinweisen unterscheiden, aber die Geschichte ist jedes Mal dieselbe. Zwar bietet jeder der Räume eine Vielzahl an versteckten Gegenständen und man muss jedes Mal andere finden, so dass man auch beim zweiten Durchgang keinen Vorteil hätte, allerdings ist das Spielprinzip auf Dauer so ermüdend und unspannend, dass nur wenig Spaß aufkommt. Lediglich die Minispiele zwischen den Suchvorgängen bringen etwas Abwechslung rein, sind aber dennoch nicht ausreichend, um das Spiel gut zu machen.

 

Dazu kommt, dass manche Räume so dunkel sind, dass man auch auf dem DS lite bei höchster Beleuchtung kaum etwas erkennt, wenn nur ein wenig die Sonne scheint. Da hilft auch die Helligkeitseinstellung im Menü leider nur bedingt. MCF ist also ganz klar kein Spiel für unterwegs, denn sobald es zu hell wird, erkennt man die sehr gut versteckten Gegenstände teilweise gar nicht mehr.

 

Die Suchen werden dadurch etwas spannender, dass es verschiedene Items gibt, die man einsetzen kann. So gibt es eine Röntgen-Lampe, mit der man auch hinter Wänden oder in Gegenständen suchen kann und eine Taucherbrille, die die Suche unter Wasser ermöglicht. Eine Taschenlampe kommt in Räumen ohne Licht zum Einsatz, hat aber keine eigentliche Funktion, außer dass der sichtbare Bereich in solchen Räumen nicht so goß ist. Wirklich viel Variation schaffen diese Items jedoch nicht, da man damit auch immer nur auf der Suche nach Gegenständen ist...

 

Etwas Abwechslung soll auch der Mehrspieler-Modus bieten, in dem man mit einem oder mehreren DS-Systemen direkt oder indirekt gegeneinander antreten kann. Es ist quasi wie ein Suchwettbewerb und wer zuerst eine bestimmt Anzahl Gegenstände gefunden hat, der gewinnt die Runde. Zu Mehreren macht die Sucherei aber tatsächlich mehr Spaß als alleine. Wirklich lange kann man sich jedoch auch mit diesem Modus nicht auseinander setzen.

 

Zuletzt sollen noch einige freischaltbare Extras für Motivation sorgen, da man mit diesen jedoch nix sinnvolles anfangen kann, lohnt sich die Suche nicht wirklich.

 

 

Die technische Seite!

 

Die einzelnen Räume sind sehr schön gestaltet und die Verstecke der Gegenstände teilweise brutal. Es ist soviel in den Bildern drin, dass man oft Dinge nicht sieht, obwohl sie direkt vor der eigenen Nase abgebildet sind. Hier haben die Entwickler wirklich gute Arbeit geleistet. Leider macht das die Präsentation der Geschichte wieder etwas zunichte, denn Standbilder und absolut keine Sprachausgabe sind wirklich von vorgestern. Dazu sorgen die schon angesprochenen Probleme mit der Helligkeit für keine sehr gute Gesamtnote in diesem Bereich. Bei der Musik und dem Sound sieht es leider auch nicht viel besser aus, denn es gibt nur wenige Stücke, die sich dauernd wiederholen und die qualitativ auch nicht gerade das Gelbe vom Ei sind.

 

Dafür funktioniert die Steuerung per Stylus und Steuerkreuz (zum Bewegen des sichtbaren Ausschnittes) sehr gut und gibt keinen Anlass zur Kritik. Einfach, aber dennoch perfekt, weil genau das möglich ist, was man braucht.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Mystery Case Files: MillionHeir ist auf den ersten Blick ein Spiel, das kaum Abwechslung bietet und schnell langweilen wird. Auf den zweiten Blick ist es sogar fast noch schlimmer, denn immer wieder dieselben Aufgaben ermüden und langweilen schnell. Dazu kommt die nicht optimale Technik, der geringe Umfang und der nur wenig motivierende Mehrspieler-Modus. Von Spielen, die Nintendo veröffentlicht, bin ich normalerweise eine ganze Menge mehr gewohnt und erwarte es auch einfach. Selbst vor dem Hintergrund der jungen Zielgruppe kann das Spiel leider keinen Blumentopf gewinnen, denn gut für die Augen ist es sicher auch nicht, auf einem so kleinen Bildschirm winzige Gegenstände zu suchen...

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

55%

Singleplayer

60%

Multiplayer

Release

06.02.2009

Developer

Big Fish Games

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2

Anzahl Spieler (WLAN)

1-4


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