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Reviews: Nintendo DS

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Elite Forces: Unit 77

Strategie

14.03.2009

Autor: Martin Küpper

 

 

Du bist die Elite!

 

Wie es der Name ja bereits suggeriert, steuert man in Elite Forces: Unit 77 eine Eliteeinheit, die immer dann auftaucht, wenn alle Hoffnung verloren scheint. Als Terroristen über 30 prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Industrie und Unterhaltung entführen und eine gewaltige Menge Lösegeld fordern, tritt Unit 77 in Aktion. Aus der Vogelperspektive beobachtend begleitet man die vierköpfige Truppe auf der Suche nach den entführten Prominenten und führt sie via Touchpen durch unwirtliche Gegenden rund um den Globus.

 

Jede der vier Einheiten verfügt über unterschiedliche Fähigkeiten, die man geschickt einsetzen muss, um das Levelziel zu erreichen. Kendra Chase kann mit ihrem Scharfschützengewehr Feinde auch auf weiter entfernten und höher gelegenen Positionen zielgenau erledigen. Bei Dag Hammer ist der Name Programm: Mit seiner Bazooka kann er es sogar mit Helikoptern oder Panzern aufnehmen und ist eindeutig der Mann fürs Grobe. T.K. Richter ist hingegen der Sprengstoffexperte, der nicht nur Mienen sehen und entschärfen, sondern auch selbst explosive Überraschungen legen kann und zudem der einzige mit einem Führerschein zu sein scheint, da nur er Fahrzeuge fahren kann. Der letzte im Bunde ist Bill Matic, der Techniker. Er benutzt und manipuliert elektrische und elektronische Geräte nach Belieben.

 

Im Großen und Ganzen ist es durchaus spaßig, die Fähigkeiten einzusetzen. Vor allem als Sniper hat man seinen Spaß. Sobald man auf dem Radar, das im oberen Bildschirm abgebildet ist, einen Feind – symbolisiert durch einen roten Punkt – erblickt, kann man das Scharfschützengewehr auswählen, woraufhin man durch ein Zielfernrohr blickt. Sobald man das ahnungslose Opfer ins Visier genommen hat, reicht es aus, ihn kurz anzutippen, um ihn damit ins Jenseits zu schicken.

 

Doch leider gibt es auch Schattenseiten, da sich der spanische Entwickler einige Designschnitzer erlaubt hat. Der größte ist, dass nur T.K Richter Mienen sehen kann, was den Spieler dazu zwingt, entweder nur mit ihm die Areale zu erkunden oder wie eine blinde Kuh auf gut Glück drauf los zu laufen. Sollte man auf eine Miene treten, kostet es wertvolle Energie, was vor allem aufgrund der mangelnden Checkpoints (einer pro Level) schnell gefährlich wird.

 

Noch trauriger ist, dass die Fähigkeiten eine viel zu kleine Rolle spielen, denn kombinieren muss man diese nur selten. Meistens muss man nur zwischendurch ein paar Mienen entschärfen und den einen oder anderen Scharfschützen mit eigenen Mitteln schlagen. Beschäftigt wird man viel mehr mit Erkunden und Gegnern, jede Menge Gegnern. Eine wirkliche Bedrohung sind die an für sich nicht: Einfach anklicken, um das Feuer zu eröffnen, gegebenenfalls einer Granate ausweichen und schon ist der Feind besiegt. Das Problem ist aber, dass es auf der ganzen Karte nur so von Feinden wimmelt und diese zu allem Überfluss auch noch immer wieder neu generiert werden. So kommt es, dass ein Spiel, das anfangs nach abwechslungsreicher Action aussieht, schnell monoton und langweilig wird, zumal die Feinde quasi alle gleich aussehen.

 

 

Steuerung und Technik

 

Wie bereits mehrfach angedeutet, steuert man das Spiel ausschließlich mit dem Touchscreen, nur Spezialwaffen werden auf Wunsch auch per Knopfdruck aktiviert. Tippt man einen Punkt an, bewegen sich alle ausgewählten Teammitglieder dort hin. Erblickt man einen Feind, reicht ein Klick aus und schon nimmt ihn die Gruppe ins Feuer. Auf der rechten Seite befinden sich mehrere Symbole, mit denen man die Teammitglieder durchwechselt, Spezialwaffen auswählt, Gruppen bildet oder auflöst oder das gewählte Teammitglied mit einem eingesammelten Medipack heilt. Insgesamt ist die Steuerung sehr intuitiv und fühlt sich gut an, nur bei Fahrzeugen wird es ein wenig zu schwammig. Zudem schmerzt es bei derart viel Action merklich, dass man nicht gleichzeitig laufen und schießen kann.

 

Die Grafik ist eine der größten Stärken des Spiels. Trotz pixeliger Charaktere überzeugt das Gesamtbild mit satten Farben, vielen netten Details und dem ein oder anderem schönen Effekt. Besonders gut gelungen sind die atmosphärischen Lichteffekte und die glaubwürdigen Explosionen. Auch wenn einem die Grafik nicht gerade vom Hocker fegt, lässt sich doch sagen, dass alles nett anzusehen ist, zumal auch bei größerem Gegneraufkommen alles flüssig bleibt.

 

Der Sound des Spiels ist ebenfalls grundsolide und kommt mit netten, wenn auch unauffälligen Songs daher. Schade, dass es nur so wenige davon gibt, denn wenn man drei Level hintereinander dasselbe Gedudel hört, ist man es schnell leid. Dafür überzeugen die Soundeffekte auf ganzer Linie. Beeindruckend und beängstigend ist es vor allem, wenn man einen Helikopter schon von weitem anfliegen hört und weiß, dass er jede Sekunde auftauchen könnte.

 

 

Vielen Dank an Deep Silver für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Elite Forces: Unit 77 bietet mit den verschiedenen Fähigkeiten gelungene Ansätze, die ein abwechslungsreiches und spaßiges Action-Feuerwerk hätten zünden können. Leider kommen diese aber viel zu kurz, sodass eintöniges Erkunden und Geballer den Hauptteil des Spiels ausmachen. Kombiniert mit einigen Schnitzern der Spielmechanik kann auch die grundsolide Technik und größtenteils gelungene Steuerung das Spiel nicht vor dem Mittelmaß retten. Das Spiel ist zwar keine komplette Fehlzündung, doch empfehlen kann man das Spiel auch wirklich keinem, zumal es auf dem DS haufenweise bessere Spiele gibt. Schade, um die guten Ideen des Entwicklers.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

54%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

27.02.2009

Developer

Gammick Entertainment

Publisher

Deep Silver

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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