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Commander: Europe at War

Strategie

16.05.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

1939 begann mit dem zweiten Weltkrieg eine sehr dunkle Ära der Menschheit. Genau diese Zeit kann man in Commander: Europe at War, welches von Koch Media gepublished, nach spielen. Dabei kommt es darauf an seine Truppen zur Richtigen Zeit gegen feindliche Truppen in den Krieg zu schicken. Neben logischen Schachzügen steht in diesem Spiel auch das Rekrutieren einzelner Truppen und die Erforschung neuer verbesserter Techniken und Strategien im Vordergrund. Damit Commander: Europe at War nicht wie jedes daher gelaufenes Weltkriegsspiel aussieht, hat man Military History mit an der Entwicklung beteiligt. Aus diesem Grund bietet der Strategie-Titel ein riesiges Hintergrundwissen zum zweiten Weltkrieg.

 

 

Einsteiger-freundlich und dennoch viel Spieltiefe

 

Neben dem Kampagnen-Modus bietet Commander: Europe at War nur optionale Einstellungen, das heißt dieser Titel ist ein reines Singleplayer-Spiel. Dabei wird der gesamte Weltkrieg in sechs Szenarien geteilt und zwar steht jedes Szenario für ein Kriegsjahr. Im Spiel selber wird man aber nicht darauf hingewiesen, dass man ein Szenario geschafft hat, sondern die Story wird fortlaufend erzählt, indem man einfach neue Missionen bekommt. Bevor ihr euch jedoch in dieses strategische Geplänkel stürzt, müsst ihr erst Grundeinstellungen vornehmen. Hier wird erfragt, ob ihr die Achs-Mächte oder die Alliierten spielen wollt und ob ihr mit mehr oder eher weniger Rohstoffen beginnt. Je nachdem für welche Seite ihr euch entscheidet, sehen die Missionen etwas anders aus. Die Rohstoff-Einstellung dient der Festlegung des Schwierigkeitsgrades. Im weiteren Spielverlauf verwischt aber der Schwierigkeitsgrad, heißt man hat nur anfangs einen Vorteil gegenüber den anderen Ländern.

 

Wenn das erste Szenario startet, fangt ihr natürlich nicht bei Null an sondern habt in euren Ländern schon eine militärische Truppen. Diese besetzen meist strategisch wichtige Punkte, wie Häfen und Hauptstädte. Insgesamt gibt es zwölf verschiedenen Einheiten, die alle individuelle Stärken und Schwächen haben. Sie sind grob unterteilt in Infanterie (Soldaten), Panzer, Flugzeuge und Schiffe. Anfangs sind Panzer und Soldaten die wohl wichtigsten Einheiten, aber je weiter man im Spiel vordringt, desto wichtiger werden strategische Bomber und U-Boote, beziehungsweise Zerstörer.

 

Die Einsteigerfreundlichkeit dieses Titels besteht darin, dass die anfänglichen Schritte im Spiel immer genau erklärt werden. Wenn jedoch einmal etwas erklärt wird, passiert das nicht nochmal. Man kann aber trotzdem zu jedem Zeitpunkt Wirkung und Effektivität von zum Beispiel Truppen nachlesen.

 

Aber schon nach den ersten Runden wird einem klar, dass dieses Spiel richtig schwer wird. Wo sich anfangs die Gegner passiv verhalten, werden sie nach und nach aktiver und greifen irgendwann auch die eigene Truppen an, obwohl man ihnen noch nicht den Krieg erklärt hat. Weiter hat ma im Verlauf des Spiels viele Möglichkeit ein feindliches Land zu unterwerfen. Entweder versucht man mit einer Übermacht an Truppen diesen zu überrennen, man versucht von mehreren Seiten den Gegner einzukreisen, man versucht per Luftunterstützung diverse Truppen vom Gegner zu dezimieren, auf dem Wasserweg der Gegner zu infiltrieren, oder einfach soviel Ressourcen in die Forschung zu stecken, dass man ihm einfach technologisch im Vorteil befindet. Je nachdem wie man sich entscheidet, sollte man diese Strategie weiterführen, denn es dauert viel zu Lange seine Strategie wieder um zu werfen und eine andere Schiene zu fahren. Man sieht, jeder Zug sollte wohl überlegt sein, um den größten Effekt im späteren Spiel zu erzielen.

 

 

Grafik und Sound!

 

Bei so einem strategischen Titel steht nicht die Technik im Vordergrund, sondern ob alle Möglichkeiten, die das Spiel bietet perfekt auf einander abgestimmt sind. Das merkt man natürlich bei Grafik und Sound. Diese sind mehr schlecht als recht im Spiel vertreten. Die 2D-Draufsicht bietet keinerlei Abwechslung und die musikalische Untermalung des Titels hat Themen, die man an einer Hand abzählen kann. Insofern ist hier noch richtig Potenzial für kommende Commander-Titel.

 

 

Stylus und Touchscreen

 

Gesteuert wird Commander: Europe at War ausschließlich mit dem Touchscreen und dem Stylus. Natürlich können dazu auch noch D-Pad oder Tasten genutzt werden, um etwas zu bestätigen, abzubrechen oder die Kamera zu bewegen. Ansonsten findet alles wichtige des Spiel auf dem Touchscreen seinen Platz. Der obere Bildschirm wird dazu benutzt, das wichtige im Spiel zu analysieren, oder eine gesamt Karte anzuzeigen.

 

Bei dem doch recht kleinen Touchscreen ergeben sich manchmal schon kleine Schwierigkeiten mit der Genauigkeit. Oftmals wird ein Menü aufgerufen, was garnicht gewollt war.

 

Vielen Dank an für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Commander: Europe at War ist ein rundenbasiertes Strategie Spiel mit unglaublich vielen Möglichkeiten und genausten historischen Hintergründen, dafür sorgt Military History, die an der Entwicklung beteiligt waren. Da Strategie-Fans wahrscheinlich keine Grafik- und Sound-Fetischisten sind, können sie beruhigt zu greifen. Alle anderen, die zwar an Strategie Spaß haben, aber es nicht als exzessiven Sport sehen, sollten vorsichtig an den Titel heran gehen oder eventuell noch andere Informationen zu diesem Titel sammeln, denn neben einer schier endlosen Eintönigkeit ist dieser Titel auch noch richtig schwer zu beherrschen. Frust ist hier vorprogrammiert.

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

54%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

25.03.2009

Developer

Slitherine

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

12+


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