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Reviews: Nintendo DS

Award für Multiplayer

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Age of Empires Mythologies

Strategie

19.06.2009

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Die Age of Empires Reihe ist Strategiefans und PC Besitzern bereits seit vielen Jahren ein Begriff. Auch auf dem Nintendo DS gab es bereits eine gute Umsetzung. Wesentlicher Unterschied zwischen den Versionen von beiden Plattformen ist neben der technischen Umsetzung die Tatsache, dass es sich bei der Handheldversion nicht um ein Echtzeit-, sondern um ein rundenbasiertes Strategiespiel handelt. Ob nun die Fortsetzung für den Nintendo DS namens Mythologies im Vergleich zum Vorgänger noch eine Schippe drauf legt, soll der folgende Test zeigen.

 

 

Das Gameplay

 

Gleich vorneweg: Age of Empires bietet eine Fülle an Optionen und Gameplaymodi, die wir nun sukzessive vorstellen werden. Beginnen wir mit dem Kern des Spiels, der Kampagne. Diese ist aufgeteilt in drei große Kapitel, die wiederum in acht Missionen unterteilt sind. Als erstes leitet man die Geschicke der Ägypter zu Zeiten der Pharaonen, danach verhindert man gemeinsam mit griechischen Sagengestalten die Stürmung des Olymps, um als letztes die Wikinger auf ihren Eroberungsfeldzügen zu begleiten. Jedes Volk hat natürlich besondere Einheiten, Gebäude und Fähigkeiten.

 

Die einzelnen Missionen sind dabei recht abwechselungsreich: Mal müsst ihr bestimmte Punkte erobern oder verteidigen, mal nur die gegnerischen Einheiten ausschalten oder zuerst eine eigene Basis bauen. Besprechen wir doch zunächst mal den Basenbau.

 

Der Ausgangspunkt der eigenen Siedlung ist das Dorfzentrum. Um dieses herum könnt ihr weitere Gebäude errichten, es ist also nicht möglich an jeder Stelle zu bauen. Darüber hinaus gibt es brachliegende Getreidefelder und nicht genutzte Goldminen. Da alle Einheiten und der Bau von Gebäuden genreüblich Ressourcen benötigen, ist immer der erste Schritt einige Arbeiter im Dorfzentrum auszubilden und sie dann Minen errichten und Felder bestellen zu lassen. Habt ihr das getan, solltet ihr schnell für Stätten sorgen, die für Ausbildung von eigenen Einheiten unabdingbar sind.

 

Zur Wahl stehen je nach Mission und Entwicklungsstand (dazu gleich mehr) Kasernen für Fußsoldaten, Ställe für Kavallerie, Schießbahnen für Bogenschützen, Tempel für Helden oder Türme zur Verteidigung. Auf die einzelnen Einheiten werde ich im Anschluss noch mal genauer eingehen. Wichtig ist zunächst einmal, dass ihr pro Ausbildung eines Soldaten etc. eine bestimmte Anzahl an Getreide, Gold und Gunstpunkte braucht. Letztere bekommt ihr in jeder Runde abhängig von eurer Vorgehensweise und der Anzahl an Tempeln, Obelisken usw.

 

Ganz wichtig für den Verlauf der Missionen ist ein stetiger technologischer Fortschritt, der auf zwei Weisen vollzogen wird. Zum einen ist es nach einer Weile möglich das nächste Zeitalter zu erreichen, was einen gewissen Fortschritt im Spiel sowie eine Menge Ressourcen voraussetzt. Hat man das Zeitalter erhöht, stehen neue und bessere Einheiten zur Verfügung. Pro Zeitalter kann man aber auch die Gebäude durch Forschen, was ebenfalls Ressourcen kostet, einmal upgraden und so die eigenen Einheiten verbessern. Darüber hinaus lässt sich das Dorfzentrum aufrüsten, um beispielsweise die Gebäude standfester zu machen oder andere Optionen wie das Tauschen von Gold gegen Getreide und umgekehrt zu ermöglichen.

 

Aber was nützt die beste Basis ohne die richtigen Truppen? Da das ganze Spiel rundenbasiert abläuft, ist es umso wichtiger, dass ihr die richtigen Einheiten zur richtigen Zeit am richtigen Ort habt. Wer schon mal Nintendos Fire Emblem oder Advance Wars Serien gezockt hat, kann sich ausmalen, auf was es ankommt. Wie auch in Nintendos Strategiespielen, sind bestimmte Einheiten besonders gut gegen andere. Ein Speerträger ist zum Beispiel besonders effektiv gegen feindliche Kavallerie und Bogenschützen setzt man am besten gegen schildlose Gegner ein. Allerdings sind die Grenzen nicht ganz so strikt wie in den Nintendo-Titeln, so dass man auch durchaus mal mit einer ungünstigen Konstellation Erfolg haben kann, wenn der Feind schon geschwächt ist.

 

Wie der Kampf in etwa ausgehen wird, kann man sich aber auch sehr leicht am Statusbildschirm ausmalen. Zieht eure Einheit vor den Widersacher und wählt Angriff aus. Solange ihr die Attacke nicht bestätigt, habt ihr aber immer noch die Möglichkeit den Zug abzubrechen. Höchste Zeit also zunächst einmal einen Blick auf die eigenen  Angriffs- und Verteidigungswerte sowie die des Feindes zu richten und abzuwägen, ob der Angriff lohnt.

 

Neben den Standardeinheiten wie Schwertkämpfer, Armbruster oder Speerträger hat jedes Volk aber auch noch einige Helden wie zum Beispiel Herkules oder Odysseus bei den Griechen, die in den Tempeln ausgebildet werden und alle samt über besondere Fähigkeiten verfügen, die alle X Runden aktiviert werden können. Darüber hinaus können in den Tempeln auch Priester zum Heilen der Einheiten sowie Bestien trainiert werden.

 

Zusätzlich gibt es göttliche Kräfte, wie verheerende Angriffe, die einmal pro Mission eingesetzt werden dürfen und vieles mehr. Der Schlüssel zum Erfolg ist der taktisch kluge Einsatz der Einheiten sowie deren besonderen Fähigkeiten und der weise Umgang mit den Ressourcen.

 

Alleine um die Kampagne durchzuspielen braucht man etwa 15 bis 20 Stunden, je nach taktischem Geschick. Darüber hinaus bietet das übrigens komplett lokalisierte Spiel aber noch eine Menge mehr zu entdecken, was im Anschluss vorgestellt wird.

 

Gesteuert wird Age of Empires wahlweise via Touchscreen und Stylus oder ganz klassisch mit den Tasten. Beides funktioniert anstandslos.

 

 

Szenario, Scharmützel und Multiplayer

 

Je nachdem wie gut ihr die Missionen in der Kampagne absolviert, schaltet ihr neue Karten, Einheiten etc. für die folgenden Modi frei:

 

Wählt ihr Szenario aus, dürft ihr direkt die einzelnen Völker anwählen und weitere Missionen als Ergänzung zur normalen Kampagne spielen. Sehr viel mehr gestalterische Freiheit habt ihr, falls ihr euch für ein Scharmützel entscheidet. Dabei handelt es sich um einen Kampf gegen bis zu drei gegnerische KIs. Ihr bestimmt dabei die Anzahl der Spieler, deren Rasse und die Karte, auf der gezockt werden soll. Sowohl Szenario als auch Scharmützel bieten einen tatsächlichen Mehrwert zur Kampagne, vor allem, weil gerade im Scharmützel auch tatsächlich über alle Technologien, Einheiten und Upgrades von Anfang an verfügbar sind.

 

Sehr gut gelungen ist auch der Multiplayer, in dem ihr die Wahl zwischen Offline- und Onlinematches habt. Im Hot-Seat-Modus können bis zu vier Spieler an einem Nintendo DS zocken, der DS wird einfach nach abgeschlossener Runde an den nächsten Spieler weitergegeben. Man kann aber auch ganz klassisch via Downloadspiel gegeneinander antreten oder sich online gegen Freunde und Fremde messen.

 

In allen Multiplayermodi habt ihr sogar noch mehr Optionen als in einem Scharmützel. Neben der Wahl der Rasse und der Karte, dürft ihr zum Beispiel bestimmen, auf welche Art das Match gewonnen wird (zum Beispiel durch Eroberung eines Tempels), ob der im Genre bekannte Nebel des Krieges vorhanden ist, ob Helden benutzt werden dürfen und vieles mehr.

 

Der Multiplayer ist also facettenreich genug und sollte Fans des Genres lange beschäftigen.

 

 

Die audivisuelle Umsetzung

 

Auch technisch gibt sich Age of Empires Mythologies keine Blöße. Alles ist schön und passend gezeichnet. Die Animationen sind nett, wenn auch nicht weltbewegend. Gleiches gilt für den Soundtrack und die Kampfgeräusche. Lediglich wenn sehr viele Einheiten auf dem Bildschirm sind, kommt es manchmal zu Einbrüchen der Bildrate, die aber zu verschmerzen sind. Weniger zu verschmerzen ist der Absturz, den ich einmal, zum Glück nicht reproduzierbar, ertragen musste.

 

 

Meckerecke

 

Neben den leichten Framerate-Einbrüchen und dem Absturz habe ich nur zwei weitere Dinge zu bemängeln. Einmal ist es sehr schade, dass nur ein Speicherblock verfügbar ist. So lobenswert es auch ist, dass man jederzeit, sogar im Multiplayer seinen Fortschritt sichern kann, ist es dennoch eigentlich unabdingbar, wenn man verschiedene taktische Manöver während einer Mission ausprobieren möchte, dass man mehrere Spielstände anlegen darf. Bei dem jetzigen System kann jedes Speichern fatale Auswirkungen haben, da man nie weiß, wie sich die Mission weiterentwickelt und man keine Chance hat seine bereits begangenen Fehler auszubügeln. Es sei denn man startet von vorne.

 

Ebenfalls negativ ist ein Problem, dass schon im Vorgänger auftrat und zwar ist es möglich den Fortlauf einer Mission nahezu in eine Sackgasse zu manövrieren. Geht man taktisch unklug vor, kann es passieren, dass die Kräfte plötzlich ziemlich ausgeglichen sind und man kaum vorankommt. Der weitere Fortschritt wird dann mitunter sehr zähflüssig und hart umkämpft.

 

 

Wir danken THQ für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Age of Empires Mythologies ist ein Pflichttitel für alle Fans des Genres, was nicht zuletzt an dem enormen Umfang und der sehr guten Spielbarkeit liegt. Neben kleineren technischen Problemen fällt nur das etwas unkomfortable Speichersystem negativ auf.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

super

85%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

06.12.08

Developer

Ensemble Studios

Publisher

THQ

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

2-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4

Anzahl Spieler (WLAN)

2-4


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