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Reviews: Nintendo DS

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Pokémon Platin-Edition

RPG

10.07.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

Es ist fast zehn Jahre her, dass die Blaue- und die Rote-Edition von Pokémon in Europa ihren grandiosen Release feierten und genau aus diesem Grund wollte ich auch die Platin-Version testen. Nicht nur, um zu sehen, was sich verändert hat, sondern viel mehr, um wieder in den Bann der kleinen Monster gezogen zu werden.

 

Ob Pokémon Platin diese Gefühle meiner Jugend erneut hervorrufen konnte und wie sich der Titel sonst schlägt könnt ihr den nachfolgenden Zeilen entnehmen.

 

 

Das spielt sich ja wie die erste Edition... nein doch nicht... warte, doch!

 

Wie bei jeder Pokémon-Edition, die zur Hauptserie gehört, üblich, weist euch der Pokémon-Professor der jeweiligen Region, in diesem Fall ist es Professor Eibe (Sinnoh-Region), in die Welt der Pokémon ein. Außerdem werden zu diesem Zeitpunkt des Spiels die ersten Spieloptionen eingestellt (Zeit, Datum, Name, Geschlecht, Freund etc.). Anschließend beginnt das Abenteuer im Heimatdorf des Helden oder der Heldin. Mit von der Partie ist natröich auch euer gerade erstellter bester Freund.

 

Wie in allen Vorgänger-Spielen muss man sich gewissen Prüfungen stellen. Neben den acht Arena-Orden und den Top-Vier, muss man auch noch die üblen Machenschaften von Team Galaktika (schade... kein Team Rocket) aufdecken und verhindern. Außerdem gibt es nach den Top-Vier noch das Überlebensareal und die Kampfzone zu erkunden. Es ist also für genug Abwechselung gesorgt.

 

Die wohl größte Aufgabe stellt euch aber Professor Eibe, welcher euch den Sinnoh-Pokédex am Anfang des Abenteuers mitgibt. Diesen 150 Pokémon umfassenden Index sollt ihr für Studienzwecke, für den Prof. vervollständigen. Habt ihr das geschafft, beginnt das Abenteuer quasi von neuem, den anschließend gibt euch Eibe den Nationalen-Pokédex. Dieser umfasst alle Pokémon, die es in zehn Jahren Pokémon-Geschichte gibt und das sind stolze 493. Einige davon bekommt man aber nur durch Tausch oder Events.

 

Auf den ersten Blick kann man schon sagen, dass sich die Platin-Edition wie die Vorgänger spielt, bei genauerem hinsehen merkt man jedoch schnell, dass die Pokémon-Spiele viel tiefgründiger geworden sind und man schier endlose Möglichkeiten hat, seine Pokémon individuell zu trainieren. Dies wird durch unterschiedlichste Eigenschaften beeinflusst. So eignen sich manche Pokémon zum Kampf, andere wiederum sind durch ihre Schönheit, Anmut etc. für die Pokémon-Wettbewerbe geeignet. Und wem es nicht reicht, Pokémon einfach nur zu fangen, sondern wer auch noch etwas „Gott“ spielen möchte, kann sich die Pokémon für seinen Zweck züchten und zwar solange bis das Wahl-Pokémon auch die gewünschten Eigenschaften hat.

 

 

Großartige Veränderung?

 

Die Reihe der Neuerungen ist schier unendlich, doch sind diese oftmals so klein und fein, dass sie einfach in ihrer Gesamtheit betrachtet werden müssen. Neben bereits erwähnten Nova (vor allem Pokétch, Untergrund und Wi-Fi-Kompatibilität) gibt es noch Folgendes (nur eine kleine Auswahl!): Neue Attacken, neue Fähigkeiten, neue Pokébälle (Heilball, Finsterball etc.) mit nützlichen Eigenschaften, fünfstufiger Tageszeitenwechsel, die Möglichkeit, eure Pokébälle individuell mit bis zu acht Stickern pro Ball zu gestalten, Pokémon-Wettbewerbe umfassen nun neben Kämpfen auch vorheriges Schminken (die Schminkutensilien gilt es überall zu finden) und Tanzen, und, und, und...

 

 

Technische Umsetzung & Wi-Fi

 

Die audiovisuelle Umsetzung ist in gewohnter Manier eher zweckmäßig und sticht weder durch wunderschöne Grafiken noch durch ebensolche Melodien hervor. Jedoch gibt es zumindest leichte Verbesserungen zu verzeichnen, was die grafische Präsentation angeht: Ein zartes 3D-Gefühl wurde der gängigen und in klassischen RPGs zweidimensionalen Vogelperspektive verliehen. Die Animationen der knuddeligen Taschenmonster gewinnen sicherlich ebenfalls keinen Schönheitspreis. Für DS-Verhältnisse ist dies insgesamt viel zu wenig (andere Spiele machen vor, zu was der DS fähig ist!), und so muss man sich erneut mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Gleiches gilt für die soundtechnische Darbietung: Solide Durchschnittsware, was die musikalische Untermalung angeht: einige ganz nett anzuhörende Melodien, die Geräusche jedoch, die eure Pokémon von sich geben, wirken mal wieder wie aus allerfrühesten Gameboy-Tagen. Eher nervig als nostalgisch. Dafür trumpft das Game eben mit anderen Stärken auf, von denen einige bereits genannt wurden, einige noch zu nennen sind.

 

Ein weiteres unschlagbares Plus gegenüber allen vorherigen „echten“ Pokémon-Teilen ist die Wi-Fi Connection Unterstützung. Endlich könnt ihr euch kabellos und weltweit mit anderen Trainern messen, ohne euch im selben Raum (Schlagwort: Link-Kabel) mit ihnen zu befinden. Die Crux an der Sache: Leider braucht ihr, um überhaupt online gehen zu können, vorher einen Freundes-Code von demjenigen Trainer, mit dem ihr kämpfen wollt. Einfach zufällig gegen andere unbekannte Herausforderer antreten ist also nicht! Während der Kämpfe könnt ihr zudem live per Voice Chat mit euren Gegnern plaudern bzw. diese beschimpfen *hüstel* (Mikrofon-Funktion). Des Weiteren könnt ihr natürlich Pokémon tauschen (vorbildlich die jedermann jederzeit zugängliche Tauschplattform, wo ihr eigene Angebote machen und andere durchstöbern könnt!) oder versuchen, in diversen Ranglisten die oberen Plätze zu belegen.

 

Vielen Dank an Nintendo Für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Pokémon Platin ist ein unglaublich vollgepacktes RPG mit unseren Lieblings-Monstern. Der Titel bietet so viel unterschiedliche Modi, Aufgaben und Pokémon, dass man gut und gerne über 100 Stunden an diesem Titel spielen kann ohne das einem wirklich langweilig wird, dazu kommt das der Titel ein unglaublich großes Wi-Fi Connection Angebot bereit hält. Man bekommt also für seine 40€ ein richtiges Topspiel, was sich kein Fan entgehen lassen sollte, aber auch die nicht, die es noch werden wollen. Einziger Nachteil des Titels ist, dass er so reich an Umfang ist, dass, gerade Anfänger oder Erneuteinsteiger sich nicht zurecht finden und so auf den 20€ teuren Spieleberater zurück greifen sollten. Dieser erleichtert dann doch so einiges.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

super

86%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

22.05.2009

Developer

Game Freak

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-20

Anzahl Spieler (WLAN)

2-8


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